Aktuelle NEWS aus Deutschland !

Prozess um fünf tote Kinder: "Als Psychiater stehe ich auf dem Schlauch" !

Im Prozess um den Mord an fünf Kindern in Solingen hat am 16. Verhandlungstag der psychiatrische Gutachter der Verteidigung ausgesagt.
Er hatte die Angeklagte begutachtet.

Im Prozess um die Ermordung von fünf Kindern in Solingen hat am Montag (20.09.21) der psychiatrische Gutachter der Verteidigung ausgesagt.
Er hatte die wegen Mordes angeklagte Mutter der Kinder in der Haft begutachtet.
Er sprach von einem Fall, wie er ihn noch nie erlebt habe.
"Nach drei Stunden Begutachtung war ich von ihrer Unschuld überzeugt, als Psychiater stehe ich auf dem Schlauch", sagte der Gutachter wörtlich vor dem Wuppertaler Landgericht.
Unter anderem, weil die Angeklagte konsequent bei ihrer Darstellung vom fremden Mann als Täter bleibe und nach der Tat nicht in Depressionen verfallen sei - wie andere Kindesmörder.

Möglicherweise eine Art Racheakt
Der Experte geht als Ergebnis von verminderter Schuldfähigkeit aus und schließt eine Art Rachetat der Angeklagten am getrennt lebenden Ehemann nicht aus.
Dieser hatte ihr am Tattag ein Foto mit seiner neuen Partnerin geschickt.
Die Verteidigung hatte die erneute Begutachtung in Auftrag gegeben, um Schuldfähigkeit der Angeklagten zu klären.

Verteidigung vermutet sexuellen Missbrauch der Angeklagten
Bereits im August hatten die Verteidiger die beiden vom Gericht bestellten Gutachter als befangen abgelehnt.
Diese Gutachter hatten die Frau bislang als voll schuldfähig eingestuft.
Die Verteidiger vermuten dagegen, dass die Angeklagte von ihrem Vater als Kind sexuell missbraucht worden sein könnte.

Psychische Störung nach Missbrauch?
Dies könnte wiederum eine psychische Störung bei ihr verursacht haben und die Angeklagte wegen Schuldunfähigkeit vor einer Verurteilung zu lebenslanger Haft bewahren - zugunsten einer Einweisung in eine geschlossene Psychiatrie.
Im Fall einer verminderten Schuldfähigkeit könnte ihre Strafe deutlich milder ausfallen.

Die Staatsanwaltschaft hielt dagegen: Selbst im Fall eines Missbrauchs und einer Traumatisierung sei eine psychische Störung keine zwangsläufige Folge.
Für eine solche Störung hätten sich bei der Frau keine Hinweise gefunden.

Der Angeklagten droht lebenslange Haft
Der 28-jährigen Deutschen droht lebenslange Haft, weil sie am Vormittag des 3. September 2020 ihre fünf Kinder zunächst betäubt und dann erstickt oder ertränkt haben soll.
Die Leichen waren in der Wohnung der Familie in Solingen entdeckt worden.
Das Urteil wird Ende September erwartet.


 
Kronzeuge sagt im Mafiaprozess in Düsseldorf aus !

In einem der größten Mafiaprozesse Deutschlands hat am Montag ein zentraler Kronzeuge in Düsseldorf ausgesagt.
Der Mann gilt als Aussteiger und Insider der italienischen ´Ndrangheta.

Der Kronzeuge soll früher die Kokaingeschäfte aus Südamerika mit organisiert haben.
Vor Gericht erzählte der Italiener, dass er sich vom Handel mit Kokain Autos und Immobilien kaufen konnte, unter anderem in Kolumbien, Spanien und Genua.

Doch nach einem Polizeierfolg in Genua wurde er nach eigener Aussage zu Unrecht verdächtigt, ein Verräter zu sein.
Aus Angst, deshalb getötet zu werden, hatte er sich dazu entschieden, die Seiten zu wechseln und in einem Zeugenschutzprogramm mit den italienischen Behörden zusammenzuarbeiten.

Der Kronzeuge wurde im Gerichtssaal live aus seiner Gefängniszelle in Mailand zugeschaltet.
Er war nur mit dem Rücken zur Kamera zu sehen, seine Stimme war bei seinen Aussagen verzerrt.
Er soll noch an weiteren Tagen befragt werden.
Der Mann sollte schon vor einigen Wochen aussagen, die Verteidiger verzögerten das Ganze aber mit zahlreichen Anträgen.

Mutmaßliche Unterstützer und Mafiamitglieder angeklagt
Beim Mafiaprozess in Düsseldorf sind 14 Männer angeklagt.
Sie sollen als Mitglieder oder Unterstützer der italienischen `Ndrangheta einen schwunghaften, weltweiten Kokainhandel betrieben haben.

Die Angeklagten lassen sich in zwei Gruppen unterteilen: Eine Gruppe aus Unterstützern soll der Mafia Geld geliehen und sie so unterstützt haben - in dem Bewusstsein, durch hohe Zinsen mehr Geld zurückzubekommen.
Die Unterstützer räumen zum Teil die Drogengeschäfte ein, machen aber keine Aussagen zur Mafia.

Der zweiten Gruppe von Angeklagten wird vorgeworfen, Teil der italienischen ´Ndrangheta-Mafia zu sein, allerdings schweigen sie zu den Vorwürfen.

Ndrangheta-Mafia für Morde in Duisburg verantwortlich
Zur italienischen ´Ndrangheta-Mafia gehört auch Francesco Pelle, der einer der Hauptakteure bei einem Streit im Jahr 2007 zwischen verfeindeten 'Ndrangheta-Familien in Duisburg war.
Dabei wurden sechs Menschen ermordet.
Die Morde waren eine Vergeltungsaktion für die Tötung der Frau eines Mafia-Mitglieds, die Pelle befohlen hatte.


 
Trio soll in 180 Ferienwohnungen eingebrochen sein !

Bischofsmais - In rund 180 Appartements einer Ferienanlage in Niederbayern sind drei junge Leute nach Erkenntnissen der Polizei seit September 2020 eingebrochen.
Unter anderem Laptops, Fernseher, Schmuck und Uhren hätten die zwei Männer und die Frau im Alter zwischen 18 und 21 Jahren aus dem Ferienpark in Bischofsmais (Landkreis Regen) gestohlen, sagte ein Polizeisprecher am Montag.
Am Samstagabend habe ein Wohnungsbesitzer die Polizei gerufen, weil kurz zuvor in sein Appartement eingebrochen worden sei.

In der Nähe des Tatorts trafen Streifenbeamte dann die drei Tatverdächtigen an und fanden in deren Auto den Schlüssel zu einer der Ferienwohnungen.
Bei ihrer Vernehmung hätten die Männer und die Frau alle etwa 180 Einbrüche zugegeben, die dort in den vergangenen zwölf Monaten begangen wurden, hieß es von der Polizei.
Das Diebesgut sei bei ihnen sichergestellt worden.


 
Moers: Mehrere Verletzte bei Messerangriff auf offener Straße !

Im nordrhein-westfälischen Moers hat sich offenbar ein Messerangriff ereignet.
Mindestens vier Menschen sollen verletzt worden sein, zum Teil schwer.
Die Hintergründe der Tat sind unklar.

Am Dienstag ist es im nordrhein-westfälischen Moers offenbar zu einer Messerattacke auf offener Straße gekommen.
Wie das Portal "Der Westen" berichtet, ereignete sich der Angriff auf der Kamper Straße im Ortsteil Repelen.
Mindestens vier Personen sollen teils schwer verletzt worden sein.

Zahlreiche Polizeibeamte, Feuerwehrleute und Rettungskräfte seien im Einsatz.
Auch ein Rettungshubschrauber soll laut "Der Westen" am Tatort gelandet sein.
Zum genauen Tathergang sowie zu Hintergründen habe sich die Polizei noch nicht geäußert.


 
Anschlagspläne auf Synagoge: Ermittler finden weiteres IS-Material bei 16-Jährigem in Hagen !

In Hagen haben Ermittler reichlich islamistisches Material bei dem Jugendlichen gefunden, der einen Anschlag auf eine Synagoge geplant haben soll.
Auch wie der IS den 16-Jährigen kontaktiert hatte, konnte rekonstruiert werden.

Bei dem 16-Jährigen, der einen Anschlag auf die Synagoge in Hagen geplant haben soll, haben die Ermittler islamistisches Propagandamaterial entdeckt.
Es gebe nicht mehr nur den Chat mit einem mutmaßlichen IS-Terroristen, hieß es am Dienstag von Seiten der Sicherheitsbehörden in Nordrhein-Westfalen.

Bei dem Jugendlichen sei im Zuge der Auswertung inzwischen deutlich mehr Material entdeckt worden, darunter seien auch grausame Darstellungen.

Die Behörden sehen in dem Fall ein bekanntes Vorgehen des "Islamischen Staates" (IS), das schon bei Anschlägen in Ansbach und Würzburg zu beobachten gewesen sei.
Hintermänner des IS sprächen im Netz gezielt Jugendliche und junge Männer an, bei denen sie eine ideologische Nähe vermuteten.
Dann stachelten sie sie zu Anschlägen an und übermittelten ihnen das nötige Wissen wie etwa Bombenbauanleitungen.

Im Netz kontaktiert
In diesem Fall habe ein mutmaßlicher IS-Konstrukteur mit dem Kampfnamen Abu Harb ("Vater des Krieges") den jungen Syrer in Hagen im Netz kontaktiert.
In der vergangenen Woche war ein Großaufgebot der Polizei ausgerückt, um die Synagoge in Hagen zu bewachen.
Wenig später war der 16-jährige Syrer festgenommen worden.
Der Jugendliche selbst hatte bestritten, einen Anschlag geplant zu haben.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) dankte den Behörden am Dienstag im Düsseldorfer Landeskriminalamt für ihr "schnelles und konsequentes Handeln".
Sie hätten eine "grausame Attacke" verhindert und damit einen Dienst am Land geleistet.

Anhaltende Bedrohungslage
Entscheidend sei nicht, wie lange der Täter in Haft bleibe, sondern dass ein Anschlag verhindert worden sei.
"Der Schutz der staatlichen Institutionen hat funktioniert", sagte Laschet.
Die Bedrohungslage durch Terrorismus sei weiterhin da.

"Wir merken immer wieder in diesen Tagen auch, wie sehr wir am Tropf befreundeter Nachrichtendienste hängen", sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU).
"Wir haben diese Kompetenzen und Befugnisse nicht.
Wir sollten schauen, wie wir die Informationsbeschaffung verbessern können."

Lob für neue Institution
NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU) sagte, die neue Zentralstelle für Terrorismusverfolgung habe hervorragend funktioniert.
Binnen Stunden sei die Beweislage in dem Fall so weit erhärtet worden, dass der Verdächtige in Untersuchungshaft gekommen sei, auch wenn sein Anwalt nun einen Antrag auf Haftprüfung gestellt habe.
Das zuständige Gericht werde darüber in einer Frist von zwei Wochen entscheiden.

Der Verteidiger des Jugendlichen, Ihsan Tanyolu, sagte der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag, dass er bereits am Freitag vergangener Woche die Haftprüfung beantragt habe
Er warte zudem noch auf die Akten der Ermittler, in die er Einsicht nehmen will.


 
Corona-Leugner feiern Tat von Idar-Oberstein I ZDFheute live !

Aus Ärger über die Maskenpflicht soll ein Mann einen 20-jährigen Tankstellenkassierer in Rheinland-Pfalz erschossen haben.
Die Tat sorgt für Entsetzen, aber auf dem Messengerdienst Telegram finden sich auch gegenteilige Reaktionen.
In diversen Kanälen szenebekannter Verschwörungsideologen wird der mutmaßliche Mord in Idar-Oberstein wahlweise als Notwehr oder logischer Schritt gefeiert.
Ist das ein Anzeichen für die zunehmende Radikalisierung der „Querdenker“-Bewegung?
Das und mehr diskutiert ZDFheute live mit Pia Lamberty, Sozialpsychologin und Expertin für Verschwörungsideologien.

Die Ermittlungen gegen den 49 Jahre alten Tatverdächtigen gehen derweil weiter.
Der Mann soll den 20-jährigen Verkäufer am Samstagabend in den Kopf geschossen haben, nachdem dieser ihn beim Bierkauf zwei Mal auf die Maskenpflicht hingewiesen habe.
Laut Staatsanwaltschaft hat er die Tat gestanden.
Der mutmaßliche Täter sagte aus, dass er die Corona-Maßnahmen ablehne.
Zum Motiv habe er angegeben, dass ihn die Situation der Corona-Pandemie stark belaste.
Nun wird seine Tat von Corona-Leugnern gefeiert.
Wie radikal ist die sogenannte Querdenker-Bewegung?



Quelle: ZDFheute Nachrichten
 
Hagen: Verdacht auf Bombe am Hauptbahnhof - Entschärferteam gibt Entwarnung !

Am Hagener Hauptbahnhof wurde ein herrenloser Koffer gefunden.
Es besteht der Verdacht auf eine Bombe.
Ein Entschärferteam ist angerückt, die Polizei hat einen Teil des Hauptbahnhofs Hagen sowie den Bereich darum geräumt.

Verdacht auf Bombe am Hauptbahnhof
Gegen 17 Uhr wurde ein herrenloser Koffer am Hagener Hauptbahnhof gefunden, woraufhin das Entschärferteam „Unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtung“ (USBV) angefordert wurde.
Das Spezialistenteam untersuchte mithilfe eines Roboters, ob eine Gefahr bestand, oder ob der Koffer bloß vergessen wurde, so eine Polizeisprecherin.

Die Polizei sperrte neben dem Busbahnhof die Straße Graf-von-Galen-Ring ab der Schwenke bis Höhe des Arbeitsamtes voll.
Bars und Restaurants in unmittelbarer Nähe wurden geräumt, der Zugverkehr wurde gestoppt.

Entschärferteam gibt Entwarnung
Gegen 19.30 Uhr gaben die Experten des Entschärferteams Entwarnung.
Es wurden keine gefährlichen Gegenstände oder Sprengstoff gefunden.
Kurze Zeit nach der Entwarnung konnten die Sperrungen aufgehoben werden.
Sie dauerten insgesamt rund zweieinhalb Stunden an.


 
Blutiger Streit in Moers: Zwei Schwerverletzte nach Autokauf !

In Moers-Repelen hat es am Dienstag eine Auseinandersetzung bei einem Autokauf gegeben, die Duisburger Kriminalpolizei ermittelt weiter.

In Moers-Repelen hat es einen größeren Polizeieinsatz an einem Hof an der Kamper Straße gegeben.
Hintergrund war eine Auseinandersetzung von mehreren Personen.
Wie die Polizei Duisburg am späten Nachmittag berichtete, soll es bei einem Autokauf nach derzeitigem Erkenntnisstand am Dienstagmittag, 21. September, gegen 12.35 Uhr auf dem Hinterhof zu einem Streit mit Stichwaffen gekommen sein.

Die Hintergründe der Auseinandersetzung sind nach Angaben der Polizei aktuell unklar.
Bekannt ist demnach, dass drei Personen verletzt wurden – zwei von ihnen schwer.
Rettungswagen brachten die Schwerverletzten ins Krankenhaus.
Polizeibeamte nahmen zwei Männer und eine Frau vorläufig fest.
Einige der beteiligten Personen kennen sich untereinander, teilt die Polizei mit.
Alle Personen, die laut Zeugenaussagen an dem Streit beteiligt waren, befinden sich derzeit in polizeilichem Gewahrsam oder im Krankenhaus.

Die Polizei in Duisburg hatte am Nachmittag lediglich den Einsatz ihrer Kollegen neben den Moersern vor Ort bestätigt.
Jedoch nicht, ob Messer oder gar Schusswaffen gebraucht wurden.
Nach bislang unbestätigten Meldungen soll auch ein Hubschrauber gelandet sein.
Ebenso soll eine Person mit Verletzungen in Richtung Kamper Straße gelaufen sein.

Die Spurensicherung war vor Ort.
Die Kamper Straße war wegen des Einsatzes ab Mittag für mehrere Stunden in beiden Richtungen gesperrt.
Der Verkehr wurde durch das angrenzende Wohngebiet geleitet.
Kurz nach 16 Uhr lief der Verkehr wieder.
Die Ermittlungen beim Kriminalkommissariat 11 dauern an.
Die Duisburger Polizei hatte den Fall angesichts der Sachlage übernommen und eine Mordkommission gebildet.


 
Bayern: Neuer Prozess im Fall Maurice K. !

Passau - Der Fall des getöteten Jugendlichen Maurice K. wird vor dem Landgericht Passau in Teilen neu aufgerollt.
Gut zweieinhalb Jahre nach der Verurteilung von vier Männern und Jugendlichen hatte der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe in der vergangenen Woche eines der Urteile aufgehoben.
Dem Angeklagten droht nach Angaben einer Gerichtssprecherin ein härteres Urteil.

Weil der Angeklagte damals 16 Jahre alt und somit minderjährig war, findet die Sitzung unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Die Richter in Passau hatten den jungen Mann im Januar 2019 unter anderem der Körperverletzung schuldig gesprochen.
Er erhielt eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten.
Dagegen hatten die Staatsanwaltschaft und der Nebenklagevertreter Revision eingelegt.
Laut BGH müssten die Richter nun prüfen, ob eine Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung in Frage komme, sagte die Sprecherin.

Der 15 Jahre alte Maurice K. hatte sich im April 2018 mit einem der später Angeklagten zu einem Kampf "1 gegen 1" in der Innenstadt von Passau verabredet.
Umstehende mischten sich in die Schlägerei ein, die Situation eskalierte.
Maurice K. starb.
Der Prozess gegen vier Beteiligte begann im Herbst 2018.

Hauptangeklagter war ein 25-Jähriger, der unter anderem wegen vorsätzlicher Körperverletzung und fahrlässiger Tötung zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt wurde.
Zwei 15 und 17 Jahre alte Jugendliche erhielten je eine einjährige Bewährungsstrafe.


 
Dortmunder Hauptbahnhof: Maskenverweigerer attackiert Bahnmitarbeiter !

In Dortmund hat ein Maskenverweigerer einen Bahnmitarbeiter verletzt, weil ihn dieser auf die Corona-Regeln hingewiesen hatte.
Nun ermittelt die Polizei gegen den Mann.

Ein Maskenverweigerer hat am Dienstag einen Bahnmitarbeiter im Dortmunder Hauptbahnhof attackiert.
Bahnmitarbeiter hatten den 49-Jährigen am Dienstagmorgen zuvor mehrfach auf die Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz im Hauptbahnhof zu tragen, hingewiesen.

Laut der Bundespolizei habe sich der Mann jedoch geweigert, eine Maske zu tragen – daher sei er von den Bahnmitarbeitern aus dem Gebäude in Dortmund geführt worden.
Dabei riss sich der Mann los, und stieß einen 19-jährigen Bahnmitarbeiter zu Boden.

Ermittlungen gegen Maskenverweigerer
Der junge Mann erlitt demnach diverse Verletzungen, musste von einem Arzt behandelt werden.
Gegen den Maskenverweigerer ermittelt die Polizei nun wegen Körperverletzung und dem Verstoß gegen die Corona-Schutzverordnung.
Der Tatverdächtige soll vor der Tat mehrere Fahrgäste in dem Bahnhof in NRW verbal belästigt, und um Kleingeld gebettelt haben.


 
Schleswig-Holstein: Postbote stellt Hunderte Wahlbenachrichtigungen nicht zu !

Das hätte viele Stimmen gekostet: In Schleswig-Holstein hat die Polizei Hunderte nicht zugestellte Wahlbenachrichtigungen bei einem Postboten gefunden.
Dem Briefträger droht ein Verfahren.

Die Kriminalpolizei hat in Schleswig (Kreis Schleswig-Flensburg) die Wohnung eines Postboten durchsucht, weil dieser mehrere Hundert Wahlbenachrichtigungen zurückgehalten hat.
Wie die Polizei mitteilte, hatten interne Ermittlungen bei der Post ergeben, dass der Mann 650 bis 700 Wahlbenachrichtigungen im Bereich der Ortschaften Borgwedel und Stexwig nicht zugestellt hat.

Daraufhin erstattete die Post Anfang September Anzeige gegen ihren Mitarbeiter.
Am Dienstag durchsuchten Polizeibeamte dessen Wohnung.
Dabei fanden sie nicht nur die nicht zugestellten Wahlbenachrichtigungen, sondern weitere Kisten voller zurückgehaltener Briefe.
Insgesamt schätzt die Polizei sie auf eine vierstellige Anzahl.

Gegen den Postzusteller wurde ein Strafverfahren wegen Verletzung des Postgeheimnisses eingeleitet.
Die Wahlbenachrichtigungen wurden den betroffenen Haushalten nach Angaben der Polizei mittlerweile erneut zugesandt.


 
Prozess startet: Rätsel um gestohlenen Porsche von Udo Lindenberg !

Im Juni soll ein 26-jähriger Mann den extrem seltenen Porsche von Udo Lindenberg gestohlen haben.
Jetzt beginnt vor dem Amtsgericht Hamburg der Prozess.
Die große Frage lautet: Wie kam der mutmaßliche Täter an den Schlüssel des Wagens?

Ende Juni wurde der Porsche des selbst ernannten Panikrockers Udo Lindenberg aus der Tiefgarage des Hotel Atlantic in Hamburg gestohlen.
Dort lebt der Musiker seit 1995.
Bereits zwei Tage später tauchte der Wagen wieder auf – im 20 Kilometer entfernten Ahrensburg.
Einer Zeugin war das gestohlene Kennzeichen aufgefallen.

Jetzt beginnt vor dem Amtsgericht St. Georg der Prozess gegen einen 26-jährigen Mann.
Er habe den Porsche entweder selbst gestohlen oder ihn in Kenntnis des Diebstahls kurz darauf von unbekannten Tätern erlangt, heißt es in der Anklage.

Die "Morgenpost" berichtet, dass die Staatsanwaltschaft davon überzeugt sei, dass der Mann vorher schon für mehrere Autodiebstähle verantwortlich gewesen sei.
Ende 2019 soll er zusammen mit Unbekannten aus Spinden in Hallenbädern Autoschlüssel entwendet und damit drei Autos gestohlen haben.
Dem Angeklagten wird gemeinschaftlicher gewerbsmäßiger Diebstahl in vier Fällen und in einem Fall alternativ gemeinschaftliche gewerbsmäßige Hehlerei zur Last gelegt, so die Zeitung.

26-Jähriger soll Udo Lindenbergs Porsche in Hamburg entwendet haben
Nach dem Diebstahl des Porsche von Lindenberg standen die Ermittler vor einem Rätsel.
Denn der Wagen lässt sich nur starten, wenn der Schlüssel steckt.
Das ist eine der Besonderheiten des Porsche 911 R, von dem insgesamt nur 991 Exemplare gebaut wurden.
Serienmäßig kommt der Wagen mit einer Wegfahrsperre mit Zentralverriegelung und Funkfernbedienung, einer Alarmanlage sowie einer Radar-Innenraumüberwachung daher, wie die "Morgenpost" einen Unternehmenssprecher zitiert.

Diese Vorkehrungen machen es eigentlich unmöglich, den Wagen zu stehlen, wenn der Schlüssel nicht steckt.
Die Frage ist also, woher hatte der Täter den Schlüssel?
Und wie konnte der Wagen unbemerkt aus der Tiefgarage des Atlantic gestohlen werden?

Sicher ist bislang nur, dass Udo Lindenberg einige Tage vor dem Diebstahl mit seinem Wagen bei der Inspektion in einer Werkstatt war.
Alles weitere muss nun das Gericht klären.


 
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