Aktuelle NEWS aus Deutschland !

Polizist tot in Dienstgebäude in Oberhausen aufgefunden !

In einem Dienstgebäude der Polizei in Oberhausen ist ein Polizist tot aufgefunden worden.
Die Ermittler der Kriminalpolizei Essen schließen sowohl Fremdverschulden als auch einen Unfall aus, teilte die Polizei in Oberhausen am Dienstag in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Duisburg auf Anfrage mit.

Der Suizid des 41 Jahre alten Kollegen löse tiefe Betroffenheit bei den Beschäftigten der Polizeibehörde in Oberhausen aus, sagte ein Sprecher.

Der Mann war am späten Sonntagabend in den Räumlichkeiten der Polizei gefunden worden.
Die Umstände waren zunächst unklar.
Die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" hatte zuerst über den Fall berichtet.


 
Kannibalen-Mord von Pankow: Das Opfer ging mit ******-Pillen zum Date !

Monteur Stefan T. (43) ging bestens gelaunt zu einem kurz zuvor verabredeten Sex-Date.
Doch er soll an einen Mann mit grausigen Fantasien geraten sein.

Zweiter Tag im Prozess gegen den Lehrer, der als „Kannibale von Pankow“ gilt.
Stefan R. (41) muss sich wegen Mordes mit Verdacht auf Kannibalismus verantworten.
Die Anklage: „Er tötete in seiner Wohnung in Pankow Stefan T., weil er geschlechtliche Befriedigung suchte und Teile der Leiche verspeisen wollte.“

Der Mitbewohner des Monteurs ist nun der erste Zeuge.
Jan S. (43): „Er war ein sehr guter Mensch, mein bester Freund.“
Lebenslustig sei T. gewesen, habe sich öfter über ******-Plattformen mit Frauen, mal mit Pärchen verabredet.
„Dass er sich auch mit Männern traf, war mir nicht bekannt.“

Stefan T. habe sich auf ein Date gefreut, vermutlich noch ******-Pillen in die Tasche gesteckt und ein Bier für den Weg
In der Nacht zum 6. September verließ T. die Wohnung.
Jan S.: „Er war bester Laune.“
T. habe sich auf ein Date gefreut, sich zurecht gemacht, vermutlich noch ******-Pillen in die Tasche gesteckt und ein Bier für den Weg.

Stefan T. kehrte nicht in die Wohnung in Lichtenberg zurück.
Jan S.: „Ich habe ihm viele Nachrichten geschickt, aber nichts mehr gehört.“
Wochenlang galt der Monteur als vermisst.
Bis Spaziergänger am 8. November an einem Waldstück einen Beinknochen fanden.

Lehrer R. soll T. ermordet, die Leiche in seiner Wohnung mit speziellen Werkzeugen zerteilt, Leichenteile dann zwei Tage später mit Carshering-Autos weggebracht und an verschiedenen Orten abgelegt haben.
R. schweigt bislang.

Potenzsteigernde Mittel, Bier, manchmal Kokain und „Gras“ – „er war ein Junggeselle, der sein Leben genossen hat“, so Nico B. (45) über den Monteur.
„Er war sexuell aktiv.“
Kein Sadomaso.
„Vielleicht ein paar Fesselspiele, alles im Rahmen.“
Ob T. zu viele Mittel eingenommen, sein Herz überfordert haben könnte?
Nico B.: „Er war super drauf und gesund.“

Um 2.07 Uhr soll er in ein Taxi gestiegen sein.
Der Fahrer: „Er gab eine genaue Adresse in Pankow an, wollte aber nach sieben Minuten aussteigen und mit der S-Bahn weiterfahren.“
Es war laut Ermittlungen die Adresse des ihm bis dahin unbekannten Mathe-Lehrers.
Fortsetzung: Donnerstag.


 
22-Jähriger prallt mit Bike gegen Auto - und stirbt !

Hagenbach - Ein 22 Jahre alter Motorradfahrer ist bei einer Kollision mit einem Auto im Landkreis Germersheim tödlich verunglückt.
Der junge Mann aus Karlsruhe sei auf der Umgehungsstraße in Hagenbach im Verlauf einer Rechtskurve nach links abgekommen, teilte die Polizei mit.

Das Motorrad kollidierte am Dienstagabend mit einem entgegenkommenden Pkw.
Dessen 30 Jahre alter Fahrer wurde mit Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.


 
Prozess: Essener Arzt soll Corona-Patienten getötet haben !

Ein Oberarzt der Essener Uniklinik muss sich seit Dienstag wegen Totschlags vor Gericht verantworten.
Er soll Covid-19-Patienten Medikamente gegeben haben, die den Tod beschleunigen.

Im Prozess geht es um den Tod eines 47-jährigen Niederländers.
Wegen einer schweren Covid-19-Infektion war der Mann im Oktober vergangenen Jahres aus Venlo ins Uniklinikum Essen eingeliefert worden.
Er lag dort auf der Intensivstation.

Tödliches Medikament gespritzt?
Der Oberarzt soll der Frau des Patienten empfohlen haben, die Therapie zu beenden, weil es keine Aussicht auf Heilung gebe.
Sie hatte dem zugestimmt.
Der Angeklagte soll dem Patienten ein Medikament verabreicht haben.

In der Anklage ist die Rede von einer überdosierten und damit tödlichen Kaliumchlorid-Injektion.
Aus Sicht der Verteidigung hat diese Menge nicht zum Tod geführt, sondern das Abschalten der lebenserhaltenden Geräte.
Der Oberarzt habe sich an alle Vorgaben gehalten.

Ermittlungen in zwei weiteren Fällen
Das Gericht muss nun klären, ob der Oberarzt die Sterbebegleitung des 47-Jährigen durch das Medikament eigenmächtig beschleunigt hat.
Am ersten Prozesstag beantwortete der Angeklagte nur Fragen zu seinem Lebenslauf.
Zum Fall selbst will er sich erst später äußern.

Das Urteil soll im November fallen.
Dem Arzt werden noch zwei weitere, ähnliche Fälle vorgeworfen.
Die Ermittlungen dazu laufen noch.
Alle drei betroffenen Patienten waren laut Staatsanwaltschaft schwerst an Covid-19 erkrankt.

Sie hatten auf der Intensivstation gelegen und waren nicht mehr ansprechbar.
Laut Uniklinik Essen lagen die Patienten bereits im Sterben, als der Arzt ihnen die Medikamente verabreichte.


 
Geständnis im Prozess um Mord aus Habgier !

Im Prozess um die Tötung eines 46-Jährigen bei Kall hat der Angeklagte die Tat weitgehend zugegeben.
Er sagte am ersten Prozesstag (17.08.2021), er habe den Bekannten während eines Streits erstochen.

Die Tat geschah im März auf einem Feldweg bei Kall-Wallenthal.

Die beiden Männer kamen aus Köln und waren mit einem Leihwagen unterwegs.
Laut Staatsanwaltschaft wollten sie in den Niederlanden Falschgeld kaufen.
Deshalb soll das spätere Opfer 17.000 Euro bei sich gehabt haben.

Bei einem Stopp in Kall soll der Angeklagte dann den Bekannten mit mehreren Messerstichen getötet und das Geld an sich genommen haben.
Dabei wurde er von einem Zeugen überrascht.
Nach kurzer Flucht wurde er festgenommen.


 
Hamburg: Betonplatte stürzt auf Arbeiter - Mann stirbt !

Auf einer Baustelle in Hamburg ist es zu einem tragischen Arbeitsunfall gekommen.
Eine herabfallende Betonplatte hatte zwei Männer getroffen und teilweise eingeklemmt.
Für einen der beiden kam jede Hilfe zu spät.


Bei einem Unfall im Hamburger Stadtteil Rahlstedt ist ein Mann auf einer Baustelle ums Leben gekommen.
Ein weiterer wurde verletzt.
Am Mittwochnachmittag war bei Arbeiten eine Betonplatte auf die beiden Männer gestürzt und hatte einen unter sich begraben, wie ein Sprecher der Polizei bestätigte.

Weitere Arbeiter mussten die tonnenschwere Platte mit einem Kran anheben, um ihre beide Kollegen zu befreien.
Einer der Arbeiter musste von den alarmierten Einsatzkräften der Feuerwehr reanimiert werden.
Er verstarb jedoch noch am Unfallort.
Ein weiterer wurde von der Platte am Bein eingeklemmt und wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Nach Berichten der "Mopo" wurde auch ein Rettungshubschrauber angefordert.
Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist nun Gegenstand der Ermittlungen der Polizei.


 
Mit Absicht und 81 km/h: Mann rast in Fußgängerzone - 9 Wochen altes Baby und vier weitere Menschen sterben !

Fünf Menschen hatten keine Chance, als der Amokfahrer sie in der Fußgängerzone erfasste und tötete.
Gezielt, wahllos und mit hohem Tempo steuerte er Passanten in der belebten Einkaufsstraße in Trier mit seinem PS-starken Sportgeländewagen an.
In der Absicht, „möglichst viele Menschen zu töten oder zumindest zu verletzen“ – formulierte die Staatsanwaltschaft.

Die Amokfahrt am 1. Dezember 2020 dauerte nur wenige Minuten: Sie hinterließ neben den Toten zahlreiche Verletzte, rund 300 Traumatisierte und eine Stadt unter Schock.

An diesem Donnerstag (19. August) beginnt vor dem Landgericht Trier der mit Spannung erwartete Prozess gegen den mutmaßlichen Täter.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem 51-Jährigen fünffachen Mord und versuchten Mord in 18 weiteren Fällen vor.
14 Menschen wurden bei der Amokfahrt schwer verletzt, vier hatten dem Fahrzeug noch im letzten Moment ausweichen können.

Am ersten Prozesstag ist nach Angaben des Gerichts die Verlesung der Anklage vorgesehen.
Zeugen seien noch nicht geladen, sagte eine Sprecherin.
Insgesamt sind 26 Termine bis Ende Januar 2022 angesetzt.

Klar ist bereits: Der Prozess wird Wunden wieder aufreißen.
14 Nebenkläger sind laut Gericht dabei.
Sie vertreten Angehörige von Opfern oder Geschädigte selbst.
Bei der Tat starben ein neun Wochen altes Baby, dessen Vater (45) und drei Frauen im Alter von 25, 52 und 73 Jahren.
Etliche der Verletzten rangen monatelang um ihr Leben.
Für viele Angehörige hat sich das Leben komplett verändert.

Vom Motiv fehlt jede Spur
Für sie und die Trierer Bürger wird ein zentrales Thema im Prozess die Frage nach dem Motiv des Täters sein.
Das ist bislang unklar.
„Es bleiben viele ungeklärte Fragen nach dem Warum“, sagte der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD).
„Warum tut ein Mensch so etwas?
Warum bringt er wahllos unschuldige Menschen um, verletzt andere so schwer, dass sie bis an ihr Lebensende von dieser Tat gezeichnet sein werden?“
Das treibe viele um.

Laut Staatsanwaltschaft hat der Deutsche bisher „im Wesentlichen behauptet, an Einzelheiten des Tatgeschehens keine Erinnerung zu haben“.
Man gehe daher davon aus, dass er aus persönlichen Motiven gehandelt habe.

Er sei alleinstehend, arbeitslos, ohne festen Wohnsitz und offenbar durch seine persönlichen Lebensumstände frustriert gewesen, hieß es.
Um Hintergründe und Tat aufzuklären, hat die Staatsanwaltschaft insgesamt 291 Zeugen benannt, sagte der Leitende Trierer Oberstaatsanwalt Peter Fritzen.

Für Opfer und Angehörige sei der Prozess „ein Meilenstein in der Verarbeitung“, sagte Bernd Steinmetz für die Stiftung Katastrophen-Nachsorge.
Die Belastung für die Betroffenen werde sehr stark vom Prozessverlauf abhängen.
„Gäbe es zu Beginn des Prozesses eine Einlassung zur Schuldfrage und zum Motiv, wäre das eine Riesenerleichterung für alle Betroffenen.“
Wenn nicht, werde „der Alptraum unter Umständen über den gesamten Prozessverlauf fortgesetzt“.
Steinmetz ist über die Stiftung in die Betreuung der Opfer und Hinterbliebenen eingebunden.

Nach vorläufiger Einschätzung eines psychiatrischen Sachverständigen leidet der Angeklagte an einer Psychose.
Über die Frage der Schuldfähigkeit werde das Gericht in der Verhandlung entscheiden, teilte die Staatsanwaltschaft mit.
Zur Tatzeit hatte der Amokfahrer eine Alkoholkonzentration von 1,12 Promille im Blut.

Amokfahrer von Trier stellte Auto ab und rauchte
Der 51-Jährige konnte kurz nach der Tat festgenommen werden: Er hatte nach der tödlichen Fahrt das Auto abgestellt und eine Zigarette geraucht.
Polizisten trafen den Mann stehend am Heck des Wagens an, hatte der Trierer Polizei-Vizepräsident Franz-Dieter Ankner berichtet.
„Dort sah er den Einsatzkräften grinsend entgegen.“
Die Beamten hätten ihn dann überwältigt.

Die Amokfahrt hatte in Trier einen tagelangen Schockzustand und anhaltende Trauer ausgelöst.
Bürger stellen vielerorts Kerzen auf: an den Stellen, wo Menschen in den Tod gerissen wurden, und an der Porta Nigra – im Gedenken an die Opfer und deren Angehörige.
Leibe hatte in den Tagen danach gesagt: „Trier trauert, Trier leidet, Trier resigniert aber nicht.“

Jetzt kündigte er an, es werde zum Jahrestag der Tat eine Gedenkfeier geben.
„Die Amokfahrt ist immer noch sehr präsent.“
In der Stadt solle künftig sichtbar der Opfer gedacht werden.
Wie – das sei noch nicht entschieden und werde mit den Angehörigen abgestimmt.
Zuletzt hätten Hinterbliebene signalisiert, dass sie gern ein dezentrales Gedenken an den Orten hätten, an denen es Opfer gegeben habe.

Damit Taten wie diese nie wieder in Trier passieren können, hat der Stadtrat jüngst ein Konzept beschlossen, um die Innenstadt sicherer zu machen: Die City wird in zehn Zonen aufgeteilt, die durch Barrieren voneinander abgetrennt sind.
Eine „Überfahrt“ von einer Zone in eine Nachbarzone ist damit nicht mehr möglich.
„Damit soll verhindert werden, dass Fahrzeuge auf langen geraden Strecken eine hohe Geschwindigkeit aufnehmen können“, hieß es.
Dazu werden an 38 Stellen Poller, massiv verankerte Bänke und Sitzsteine platziert.


 
Minderjährige am Bahnhof vergewaltigt - Täter gesucht !

Am Hauptbahnhof Düsseldorf soll es zu einem Sexualverbrechen gekommen sein.
Die Polizei hat nun Bilder einer Überwachungskamera veröffentlicht, um den Täter aufzuspüren.

Nach der Vergewaltigung einer Minderjährigen am Düsseldorfer Hauptbahnhof sucht die Polizei mit Bildern einer Überwachungskamera nach einem Verdächtigen.
Der Mann soll das Mädchen bereits am frühen Sonntagmorgen des 6. Juni im Hauptbahnhof angesprochen haben, berichtete die Polizei am Mittwoch.

In einer Seitenstraße sei es dann zu dem Sexualverbrechen gekommen.
Mit Hilfe der Aufnahmen hoffen die Spezialisten nun, den etwa 20-jährigen Unbekannten durch Hinweise aus der Bevölkerung identifizieren zu können.

Beschrieben wird der mutmaßliche Täter als etwa 165 cm groß, mit einer schlanken Figur und einem Bart.
Die Haare trage der Verdächtige "an den Seiten kürzer, oben länger".
Getragen soll der Gesuchte eine schwarze Jacke mit "Nike"-Aufdruck, sowie eine schwarze Jeans und weiße Schuhe.


Bilder gibt es in der Quelle.


 
Borgholzhausen: Schussabgabe im Gebäude einer Schießsportanlage - SEK-Einsatz !

Nach einer Schussabgabe im Gebäude einer Schießsportanlage in Ostwestfalen waren am Mittwoch Spezialkräfte (SEK) der Polizei im Einsatz.
Die Beamten fanden den mutmaßlichen Schützen am Nachmittag tot auf der Anlage.
Einen möglichen Suizid wollte die Polizei noch nicht bestätigen.

Bei einem Schuss in dem Gebäude in Borgholzhausen war es zuvor nach Angaben einer Sprecherin zu einer bedrohlichen Situation für einen Mitarbeiter der Anlage für Sportschützen gekommen.
Anschließend habe sich der Mann auf die Anlage begeben.
Die Hintergründe und sind derzeit noch offen.


 
Strafverfahren gegen Hagener Polizisten eingestellt !

Das Strafverfahren gegen zwei Hagener Polizisten ist am Dienstag eingestellt worden.
Die beiden hatten 2020 einen verletzten und hilflosen Obdachlosen auf der Straße abgesetzt.

Der Mann habe sich geweigert zu laufen und sie seien davon ausgegangen, dass seine Kumpel sich um ihn kümmern würden, sagten die Polizisten im Prozess aus.
Eine Kopfwunde wollen sie nicht gesehen haben.
Die beiden Beamten müssen als Auflage für die Einstellung des Verfahrens jeweils 500 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen.

Zeugen und Privatvideo
Die Beamten waren am 30. März 2020 in die Tiefgarage am Kino gerufen worden.
Dort hielten sich drei Männer auf.
Zwei verließen das Parkhaus nach Aufforderung, den dritten trugen die Polizisten hinaus und legten ihn in der Kälte vor der Einfahrt ab, ohne sich weiter um ihn zu kümmern.

Von dem Vorfall gibt es ein Privatvideo, das für Aufsehen sorgte.
Darauf ist ein Mann zu sehen, der offenbar hilflos am Eingang eines Hagener Parkhauses liegt.
Zeugen hatten berichtet, dass die Polizisten den Mann vorher die Treppe hoch geschleift haben sollen.

Polizei Wuppertal hat ermittelt
Die Hagener Staatsanwaltschaft hatte ein Verfahren wegen des Verdachts von unterlassener Hilfeleistung und Körperverletzung eingeleitet.
Aus Neutralitätsgründen ermittelte die Polizei in Wuppertal.
Die beiden Beamten waren vorübergehend in den Innendienst versetzt worden.


 
Prozess um Mord an fünf Kindern: Mutter schuldfähig ?

Im Prozess um die Solinger Kindermorde haben die Verteidiger am Mittwoch (18.08.2021) einen eigenen psychiatrischen Gutachter beauftragt.
Sie sollen klären, ob die angeklagte Mutter tatsächlich schuldfähig ist.

Der Gutachter soll die 28-jährige Angeklagte in der kommenden Woche in der Haft untersuchen und seine Ergebnisse im September präsentieren, kündigten die Verteidiger dem Wuppertaler Landgericht an.

Die Verteidiger hatten die beiden vom Gericht bestellten Gutachter als befangen abgelehnt.
Diese Gutachter hatten die Frau bislang als voll schuldfähig eingestuft.
Die Verteidiger vermuten dagegen, dass die Angeklagte von ihrem Vater als Kind sexuell missbraucht worden sein könnte.

Psychische Störung nach Missbrauch?
Dies könnte wiederum eine psychische Störung bei ihr verursacht haben und die Angeklagte wegen Schuldunfähigkeit vor einer Verurteilung zu lebenslanger Haft bewahren - zugunsten einer Einweisung in eine geschlossene Psychiatrie.
Im Fall einer verminderten Schuldfähigkeit könnte ihre Strafe deutlich milder ausfallen.

Die Staatsanwaltschaft hielt dagegen: Selbst im Fall eines Missbrauchs und einer Traumatisierung sei eine psychische Störung keine zwangsläufige Folge.
Für eine solche Störung hätten sich bei der Frau keine Hinweise gefunden.

Gericht sieht keine Anzeichen für Fehler im eigenen Gutachten
Die Kammer sehe keine Anzeichen dafür, dass ihr Gutachten des psychiatrischen Sachverständigen falsch oder widersprüchlich sei, erklärte der Vorsitzende Richter am vorhergegangenen Verhandlungstag (11.08.21) im Wuppertaler Landgericht.
Der Sachverständige habe weder grob fahrlässig noch vertuschend gehandelt.
Daher bedürfe es keiner neuen Begutachtung.
Die psychologischen Sachverständige sei als erfahren und gewissenhaft bekannt.
Ihr Gutachten entspreche den gesetzlichen Vorschriften.

Der 28-jährigen Deutschen droht lebenslange Haft, weil sie am Vormittag des 3. September 2020 soll die Solingerin ihre fünf Kinder zunächst betäubt und dann erstickt oder ertränkt haben soll.
Die Leichen waren in der Wohnung der Familie in Solingen entdeckt worden.

Die Angeklagte bestreitet die Vorwürfe.
Ein Unbekannter habe ihre Kinder getötet.
Die Plädoyers und Gutachten werden für Ende September erwartet.


 
Bushido-Prozess: Zeuge sagt aus -"Drogenproblem" bei Abou-Chaker-Chef !

Während Bushido-Prozess: Remmo-Mitglied plaudert über "Riesendrogenproblem" von Yasser Abou-Chaker

Drogenkonsum von Clan-Mitglied rückt in den Fokus
Eigentlich geht es bei diesem Prozess um schwere räuberische Erpressung, Freiheitsberaubung, gefährliche Körperverletzung, Nötigung und Beleidigung, doch am 44. Verhandlungstag im Verfahren Bushido gegen Arafat Abou-Chaker gerät plötzlich ein ganz anderes Thema für einen Moment in den Fokus: Drogen.

Yasser Abou-Chaker amüsiert sich über die Schilderungen
"Er nimmt so gut wie alles: Kokain, Tilidin, Subutex, Diazepam, manchmal Marihuana", erzählt Ashraf Remmo fröhlich vor Gericht und plaudert weiter.
"Er hat ein Riesendrogenproblem".
Mit "er" ist Yasser Abou-Chaker gemeint, der ebenfalls im Gerichtssaal sitzt und nach Beobachtungen von RTL-Reporterin Samina Faizi die Schilderungen über seinen Drogenkonsum lustig findet.

Ashraf: "Ich kenne auch seine Dealer"
Ashraf Remmo und Yasser Abou-Chaker kennen sich schon lange.
Sie gehören zwar zu unterschiedlichen Clan-Familien, doch sie sind zusammen groß geworden, sehen sich täglich.
Das "Risendrogenproblem" von Yasser sei Ashraf deshalb nicht verborgen geblieben.
Schon seitdem er ungefähr 14 oder 15 Jahre alt ist, konsumiere er.
"Er nimmt bis heute Drogen", verrät Remmo dann vor Gericht und fügt hinzu: "Ich weiß, mit wem er Drogen nimmt.
Ich kenne auch seinen Dealer."

Yasser Abou-Chaker, aber auch seine Brüder Arafat, Nasser und Rommel sind überhaupt nicht schockiert, als diese Details ans Licht kommen.
Faizi nimmt alle als sehr entspannt wahr.
"Das Thema nimmt man nicht wirklich Ernst", beschreibt sie den Umgang mit Drogen.
Es scheint, als sei es nichts Besonderes.
Ganz im Gegenteil: Als Ashraf Remmo erklärt, er würde in Yassers Augen erkennen können, wann er Drogen genommen hat, erlaubt sich dieser einen Spaß und schaut ihn mit weit aufgerissenen Augen an.

Ashraf Remmo vergleicht Bushido und Arafat mit einem alten Ehepaar
Die Zeugen-Aussage von Ashraf Remmo gibt ansonsten keine wirklichen Neuigkeiten preis.
Er vergleicht Bushido und Arafat Abou-Chaker mit einem alten Ehepaar, die immer zusammen waren, ein inniges Verhältnis hatten, aber immer wieder miteinander gezankt haben.
So hatte RTL-Reporterin Faizi bereits im Herbst 2020 die ehemaligen Freunde und Geschäftspartner beschrieben.
Jeder von beiden wollte immer Recht haben.
"Das war wie ein Tauziehen", erzählt Remmo vor Gericht.

Kontakt zwischen Bushido und Ashraf Remmo inzwischen eingeschlafen
Ashraf Remmo und Bushido haben sich vor etwa drei Jahren über einen Kumpel kennengelernt.
2018 übernahm Remmo nach der Trennung von Arafat Abou-Chaker kurzfristig Bushidos Management, bis der Rapper Polizeischutz erhielt.
"Es lief musikalisch gut.", schildert das Mitglied der arabischen Großfamilie rückblickend.
Damals konnte er nicht glauben, dass Arafat Abou-Chaker Bushidos Frau und Kinder entführen wolle.
"Aber wenn es so ist muss ich das akzeptieren.", sagt er bei seiner Aussage vor Gericht.

Als ihm Bushido dann eröffnet, dass er eine Pause machen will, ist Ashraf Remmo enttäuscht.
"Seitdem haben wir fast keinen Kontakt mehr.
Wir haben uns vielleicht noch 1-2 Mal gesehen und sehr selten geschrieben.", beschreibt sein heutiges Verhältnis zu dem Rapper.

Fortsetzung des Prozesses ist am Montag, den 23.08.2021.


 
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