Aktuelle NEWS aus Deutschland !

Bewaffneter Radler überfällt Biomarkt !

Fahndung in Kassel - Mann überfällt Biomarkt und flüchtet auf goldfarbenem Rad.

Am frühen Morgen hat ein junger Mann einen Biomarkt in Kassel überfallen und Bargeld erbeutet.
Sein Fluchtfahrzeug war offenbar ziemlich auffällig, die Polizei hofft auf Zeugenhinweise.

Im Kasseler Stadtteil Bad Wilhelmshöhe ist am frühen Samstagmorgen ein Biomarkt überfallen worden.
Gegen 5.35 Uhr habe ein junger Mann das Geschäft betreten, mit einer Schusswaffe gedroht und Bargeld in bislang unbekannter Höhe erbeutet, teilte die Polizei Nordhessen mit.

Der Mann sei dann mit einem vermutlich goldfarbenen Fahrrad Richtung Innenstadt geflüchtet.
Er werde als zwischen 20 und 30 Jahren alt, kräftig und dunkelblond beschrieben und soll akzentfrei Deutsch gesprochen haben.
Die Polizei bittet um Zeugenhinweise.


 
Nach Dammbruch: Stadtteil von Wassenberg teils unter Wasser !

Nach dem Bruch eines Damms der Rur und einer Evakuierung steht im nordrhein-westfälischen Wassenberg der Stadtteil Ophoven teilweis unter Wasser.
Das sagte ein Feuerwehrsprecher am Samstag.
Etwa 700 Bewohner von Ophoven an der Grenze zu den Niederlanden hatten in der Nacht ihre Häuser verlassen müssen.

Es sei für die Bürger nach wie vor gefährlich, sich in dem Gebiet aufzuhalten, sagte der Sprecher.
"Durch hohe Wasserstände verursachte Gefährdungen können nicht ausgeschlossen werden", teilte auch die Stadt mit.
Wer nicht in der Lage sei, seine Wohnung selbstständig zu verlassen, solle über eine Hotline um Hilfe bitten.

Die Lage blieb auch am Samstag gespannt.
Der Pegelstand des Wassers stagniere, teilte die Stadt mit.
Weiterhin gefährdet sind die Stadtteile Effeld und Steinfeld.
Die Vorwarnung einer möglichen Evakuierung bleibe dort bestehen.
Wie groß der Schaden durch den Dammbruch ist, ist bislang noch nicht bekannt.

Die Rur hat ihre Quelle in der Eifel und mündet bei Roermond in den Niederlanden in die Maas.
Laut WDR sieht Wassenbergs Bürgermeister Marcel Maurer (CDU) einen möglichen Grund für den Dammbruch auf niederländischer Seite: Dort seien Schleusenklappen geschlossen worden, so dass es zum Rückstau der Wassermassen gekommen sei.
Der Feuerwehr lagen dazu keine Informationen vor.


 
Vorwürfe gegen Behörden: Warum wurden nicht mehr Menschen vor den Fluten gewarnt ?

Bei der Flutkatastrophe in Westdeutschland wurde nur ein Teil der Menschen gewarnt, zum Beispiel durch Sirenenalarm.
Denn laut Innenministerium gibt es vielerorts kaum noch solcher Anlagen.

Die Hydrologin Hannah Cloke von der britischen Universität Reading erhebt schwere Vorwürfe gegen den Katastrophenschutz in Deutschland.
Die hohen Todeszahlen durch die Flutkatastrophe seien ein "erhebliches Versagen des Systems".
Sie hätte erwartet, dass Menschen evakuiert werden "und nicht, dass im Jahr 2021 so viele Menschen in einer Flut sterben", sagte die Wissenschaftlerin dem Magazin "Politico".

Tatsächlich hatte das Europäische Hochwasserwarnsystem (EFAS), für das auch Hannah Cloke arbeitet, schon zu Anfang der Woche eine "extreme Flutwarnung" herausgegeben.
Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) habe die Warnung an die Behörden weitergeleitet, sagte DWD-Sprecher Uwe Kirsche "Politico".
Trotzdem gab es Vorwarnungen durch Sirenen oder Lautsprecherdurchsagen oft nicht oder erst zu spät.
Nur ein Teil der Bevölkerung sei mit Sirenengeheul gewarnt worden, räumte jetzt auch Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ein.

Niemand weiß genau, wo die Sirenen stehen
Das liegt laut Seehofer daran, dass es vielerorts gar keine oder nur noch wenige funktionsfähige Sirenen gibt.
Ein von seinem Ministerium aufgesetztes Förderprogramm für die Länder, die für den Katastrophenschutz in Friedenszeiten die Verantwortung tragen, ist zwar geplant, aber noch nicht umgesetzt.
"Seit dem Frühjahr laufen mit den Ländern Abstimmungen zum Förderprogramm für den Aufbau und die Ertüchtigung der Sirenen", so Ministeriumssprecher Steve Alter.
Der Prozess sei auf der Zielgeraden.

Der Bund hatte den Ländern insgesamt 88 Millionen Euro angeboten.
Die Wartungskosten für die Anlagen müssen die Länder aber selber aufbringen.
Hinzu kommt, dass es aktuell keine bundesweite Übersicht gibt, wo überall Warnsirenen stehen und wo nicht.
An der Erstellung einer solchen Übersicht, zu der alle Länder und Kommunen beitragen müssen, arbeitet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) seit dem Frühjahr.
Gegen Ende des Jahres soll es fertig sein.

In einem Konzept zur Neuausrichtung der Bonner Behörde vom März heißt es: "Ungeachtet der Möglichkeiten, die sich aus der fortschreitenden Digitalisierung ergeben, ist auch der Ausbau und Betrieb analoger Warnmedien, wie zum Beispiel ein modernes Sirenennetz, wichtig."
Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigten, dass Sirenen mit ihrem Weckeffekt auch Teile der Bevölkerung zügig und zuverlässig warnen könnten, die andere Warnmittel – etwa per Smartphone – nicht nutzen.


 
Mehrere Tote nach Flugzeugabsturz nahe Stuttgart !

Kurz nach dem Start am Stuttgarter Flughafen ist ein Flugzeug in ein Waldgebiet gestürzt.
Einsatzkräfte haben mehrere Leichen an der Absturzstelle gefunden.


Nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs im Kreis Böblingen nahe Stuttgart hat die Polizei den Tod von drei Menschen bestätigt.
Die Identität der Toten sei noch unklar, sagte ein Polizeisprecher am Samstag.
"Das Wrack und die Leichen müssen noch geborgen werden."

Feuerwehr und Rettungsdienst waren am Nachmittag mit vielen Helfern im Einsatz, die dicht bewaldete Absturzstelle bei Steinenbronn wurde weiträumig abgesperrt.

Das Kleinflugzeug vom Typ "Piper" war nach Angaben der Polizei am Samstagmorgen gegen 9.40 Uhr am Stuttgarter Flughafen gestartet.
Die Ursache für den Absturz war zunächst unklar, die Ermittlungen dauerten am Nachmittag an.

Der Flugschreiber konnte den Angaben zufolge geborgen werden.
Auch ein Gutachter der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen sei an der Absturzstelle, hieß es.


 
Mann droht mit Machete: SEK nimmt ihn fest !

Mit einer Machete hat ein 31-Jähriger in Mettmann vier Männer bedroht und einen Einsatz von Spezialkräften der Polizei ausgelöst.
Nach Angaben der Polizei war der Mann in der Nacht zum Samstag mit den vier Unbekannten vor einer Bar in Streit geraten.

Er lief kurz nach Hause und kehrte bewaffnet mit der Machete zurück.
Zeugen alarmierten die Ortspolizei, woraufhin der 31-Jährige wieder in seine Wohnung flüchtete.

Weil es Hinweise gab, dass der Mann noch mehr Waffen haben könnte, wurde das Spezialeinsatzkommando (SEK) zu Hilfe gerufen.
Die Spezialkräfte sprachen den 31-Jährigen durch ein offenes Fenster an und konnten ihn ohne Widerstand festnehmen.
Tests ergaben, dass der Mann betrunken war.

Weitere Waffen wurden nicht gefunden.
Die Machete hatte der Festgenommene hinter eine Mülltonne geworfen.


 
Warnung vor Hochwasser in München !

Menschen mit Huschrauber von Isar-Insel gerettet.

Unwetter in Bayern haben auch für einen enormen Anstieg der Isar gesorgt.
Wo noch vor wenigen Tagen Badende am Ufer lagen, bahnen sich nun braune Wassermassen ihren Weg durch München.

Starke Regenfälle in der Region um München haben die Isar in einen reißenden Fluss werden lassen.
Am Pegel München/Isar werde am frühen Sonntagnachmittag die Meldestufe 1 überschritten.
Diese liegt bei einem Pegelstand von 2,40 Metern.
Montagfrüh könne auch kurzzeitig die Meldestufe 2 überschritten werden, teilte der Hochwassernachrichtendienst Bayern am Sonntag mit.
Auch am Pegel Freising sei das Überschreiten der Meldestufe 1 am frühen Morgen nicht auszuschließen.

Meldestufe 2 bedeutet eine Warnung vor Überschwemmungen und "Ausuferungen".
Bei Meldestufe 3 wird vor Überschwemmungen in bebauten Gebieten gewarnt.

An der Isar kam es am Sonntag zu einem Feuerwehreinsatz mit Hubschrauber, weil am Flauchersteg Menschen auf einer Insel mitten im reißenden Fluss gewesen seien.
Es sei aber niemand in Gefahr gewesen oder verletzt worden, so ein Feuerwehrsprecher.

Der Deutsche Wetterdienst hatte bereits am Samstag vor starken Regenfällen und Überschwemmungen gewarnt.


 
Polizei schleppt in Bayern vorsorglich Autos ab: "Schwimmen sonst bis Österreich" !

Die massiven Regenfälle erreichen den Süden Deutschlands und Österreich, ein Mensch kommt ums Leben.
In Passau steigen die Pegel um zwei Meter, deshalb bringen Beamte Autos in Sicherheit.
Anwohner hätten sie trotz Hochwasserwarnungen nicht umgeparkt.

Die Hochwasserlage in Teilen Bayerns bleibt angespannt.
Betroffen war am Morgen besonders der Osten Bayerns vom Berchtesgadener Land bis Passau.
Ergiebiger Stark- und teils Dauerregen hatte am Alpenrand sowie im Bayerischen Wald die Wasserstände massiv ansteigen lassen.

In Passau schleppte die Polizei vorsorglich Autos auf Parkplätzen an der Donau ab, wie eine Sprecherin sagte.
Anwohner hätten trotz Hochwasserwarnungen versäumt, ihre Fahrzeuge umzuparken.
"Wenn wir sie nicht abschleppten, dann schwimmen die Dinger bis Österreich", so die Polizeisprecherin.

Der Pegel der Donau war nach Angaben des Hochwassernachrichtendienstes im Laufe des Samstags um fast 2 Meter auf 7,80 Meter gestiegen.
Der Wasserstand der Inn stieg in den vergangenen zwölf Stunden von 3,30 auf 5,40 Meter.
An der Donau im Bereich Passau gibt es laut der Sprecherin aktuell Überschwemmungen der Meldestufe 3.
Hier sei der Scheitel im Laufe des Tages erreicht.
Die Wasserstände würden aber noch bis Montag auf diesem Niveau bleiben.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Innenminister Joachim Herrmann wollen am Nachmittag ins Hochwassergebiet in Südostbayern fahren.
Das verlautete am Vormittag aus Regierungskreisen in München.
Die beiden CSU-Politiker wollten sich ein Bild von der Lage machen, hieß es.

Der oberbayerische Landkreis Berchtesgadener Land hatte in der Nacht den Katastrophenfall ausgerufen.
Zwei Menschen starben in dem Hochwassergebiet.
Ein Opfer starb allerdings an einer natürlichen Ursache, wie Landrat Bernhard Kern am Morgen erklärte.
Die Feuerwehr war am Samstagabend im Dauereinsatz.
Das Wasser schieße aus den Bergen, gleichzeitig stiegen die Pegelstände des Flusses Ache an, sagte ein Sprecher der Integrierten Leitstelle Traunstein.

Betroffen waren vor allem die Orte Berchtesgaden, Bischofswiesen, Schönau am Königssee, Marktschellenberg und Ramsau im äußersten Südosten Bayerns.
Dort trat das Wasser stellenweise über die Ufer und überflutete Straßen.
Hänge rutschten ab.
Medien berichteten von Rekord-Pegelständen an der Ache - bis 22 Uhr lagen sie schon bei etwa 3,75 Metern.
Bilder zeigen Straßen, die sich in reißende Bäche verwandeln.
Menschen waten knietief im Wasser.
Alle paar Hundert Meter sei die Feuerwehr im Einsatz, berichtete ein Augenzeuge.
Traktoren räumten Schutt beiseite.
Zum Teil stehe das Wasser bis zu 50 Zentimeter hoch.

Rund 130 Menschen mussten aus ihren Häusern in Sicherheit gebracht werden.
Darunter seien 80 Menschen aus einer Siedlung in Schönau am Königssee, die angesichts von "geologischen Problemen" weggebracht wurden, sagte Landrat Bernhard Kern.
Unklar war, ob die Siedlung länger gesperrt werden muß.
Der Bahnverkehr zwischen Bad Reichenhall und Berchtesgaden sei eingestellt, so Kern.
Auch Straßen seien "extremst in Mitleidenschaft gezogen" worden.
890 Hilfskräfte sind in dem Landkreis derzeit im Einsatz.
Inzwischen gebe es viel Unterstützung aus anderen Regionen, sagte Kern am Morgen.
Die örtlichen Hilfskräfte seien seit Samstagabend im Dauereinsatz.

Der Landkreis hatte nach starken Regenfällen den Katastrophenfall ausgerufen.
Der Fluss Ache trat über die Ufer und Hänge rutschten ab.
Der Einsatzleiter sprach von dramatischen Szenen.
Es habe bis zu 500 Einsätze gegeben. Häuser hätten evakuiert werden müssen, weil diese vom Einsturz bedroht seien.
Menschenleben seien in Gefahr gewesen.
Die Lage bleibt angespannt, denn die nächste Regenfront ist bereits angekündigt.

Ebenso trat in Chamerau in der Oberpfalz der Roßbach wegen Starkregens über die Ufer.
Ein Gebäude sei mit Sandsäcken vor den Wassermassen geschützt worden, sagte ein Sprecher der Polizei.
Im gesamten Landkreis gab es fünf weitere Einsätze der Feuerwehr aufgrund von vollgelaufenen Kellern oder überschwemmten Straßen.

Überschwemmungen an Inn, Iller und Regen
Sintflutartige Regenfälle erfassten in der Nacht auch weite Teile Österreichs.
An den Zuflüssen zum Inn, am Inn selbst sowie im Gebiet von Iller und Regen gebe es an vielen Flüssen Überschwemmungen der Meldestufe 1.
An der Donau könne es bis Kelheim zu Überschwemmungen bis zur Meldestufe 2 kommen.

Sowohl in Salzburg als auch in Tirol und der Bundeshauptstadt Wien waren die Feuerwehren im Dauereinsatz, wie die Agentur APA meldete.
Im Stadtgebiet von Hallein sei Zivilschutzalarm ausgelöst worden, ebenso wie in Mittersill im Pinzgau sowie in Kufstein in Tirol.
In der Stadt Salzburg wurde der Hochwasserschutz entlang der Salzach aufgebaut.
In Hallein überfluteten die Wassermassen Teile der Altstadt.
Ein Bach hatte sich am Abend zu einem reißenden Strom entwickelt, wie die Polizei bestätigte.
Nach Angaben der Feuerwehr lagen am späten Abend keine Meldungen über Vermisste, Verletzte oder gar Tote vor.

In Kufstein sind die Menschen aufgefordert, Gebäude nicht zu verlassen und sich in höhere Stockwerke zurückzuziehen.
Im Stadtgebiet erreichte das Wasser der Zulaufbäche des Inns bereits die Straßen.
Wegen möglicher Erdrutsche wurde ein Teil der Felbertauernstraße gesperrt.
In Wien sorgten starker Regen und Gewitter für Hochbetrieb bei den Feuerwehren.
Meist wurden die Feuerwehrleute wegen überfluteter Keller oder Unterführungen gerufen, bis zum Morgen berichtete die Berufsfeuerwehr von über 500 Einsätzen.


 
Erdrutsch in Erftstadt: Laut Experten akute Lebensgefahr !

In Erftstadt-Blessem besteht nach Einschätzung von Experten in der Nähe einer Abbruchkante weiterhin akute Lebensgefahr.
Das teilte Landrat Frank Rock nach einem Gespräch mit den Fachleuten vor Ort am Sonntag mit.

Die Stabilität des Untergrunds nach der Unwetterkatastrophe in dem besonders betroffenen Stadtteil müsse weiterhin überprüft werden.
Eine abschließende Einschätzung sei noch nicht möglich.

In Blessem war durch die Fluten ein riesiger Krater entstanden, mindestens drei Wohnhäuser und ein Teil der historischen Burg stürzten ein.
Der Ortsteil war evakuiert worden.
Die Behörden sprachen ein Betretungsverbot aus.

"Angesichts der Zerstörung in Teilen des Ortes, grenzt es an ein Wunder, dass wir bisher keine Todesopfer zu beklagen haben.
Das ist ein Stück weit erleichternd.
Gleichwohl müssen wir mit Hochdruck an einer Perspektive für die Bewohner arbeiten, die verständlicherweise schnellstmöglich wieder in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren möchten", so Rock.

 
Steinbachtalsperre: Experten wollen Lage am Montag bewerten !

An der von einem Bruch bedrohten Steinbachtalsperre bei Euskirchen wollen Fachleute erst am Montag entscheiden, wann die Menschen in den evakuierten Gebieten in ihre Häuser zurückkehren können.
Ursprünglich war diese Entscheidung für Sonntag geplant gewesen, allerdings floss das Wasser langsamer ab als erwartet.

Experten gingen weiterhin davon aus, dass zwei Drittel des Wassers in der Talsperre abgelassen sein müssen, bis der Zustand als sicher gelten könne, teilte die Bezirksregierung Köln am Sonntag mit.
Am Montag werde die Situation neu bewertet.

Aus der Talsperre wird Wasser abgelassen, um Druck von dem Damm zu nehmen.
Erst wenn die Talsperre zu zwei Dritteln entleert sei, bestehe keine akute Dammbruchgefahr mehr, hatte die Bezirksregierung am Samstagabend mitgeteilt.
Die Orte Swisttal und Rheinbach unterhalb der Steinbachtalsperre an der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz waren evakuiert worden.


 
Radevormwald: Öl bei Hochwasser in Wuppertalsperre geflossen !

Durch das Hochwasser der vergangenen Tage ist es zu einer Verschmutzung der Wuppertalsperre im Oberbergischen Kreis gekommen.
Nach Informationen der Bezirksregierung Köln waren mehrere Betriebe im südlich gelegenen Hückeswagen überflutet worden.

Dabei waren verschiedene Stoffe, darunter auch Öl, ausgetreten.
Über die Wiebach-Vorsperre floss das Öl dann laut Mitteilung von Sonntag in die Hauptsperre.

Derzeit werden Luft und Wasserproben genommen und untersucht.
Der Wupperverband untersagt deshalb derzeit die Freizeitnutzung der Talsperre. Bootstouren, Angeln, Baden und Tauchen sind verboten.


 
Ahrweiler: Rettungswagen fängt Feuer !

Gasflaschen explodiert - Sanitäterin und Notarzt retten Patienten aus brennendem Rettungswagen.

Dramatische Sekunden in einem Rettungswagen: In einem Rettungswagen, der im Hochwassergebiet in Ahrweiler im Einsatz war, sind Gasflaschen explodiert.
Die Einsatzkräfte retteten die Insassen aus den Flammen im Wagen.

Das Fahrzeug aus Mainz sollte am Samstag zwei demenzkranke Senioren aus dem Ahrweiler Hochwassergebiet in Rheinland-Pfalz ins Krankenhaus nach Linz bringen, als starker Rauch aus dem Motorraum kam.

Wie die Polizei mitteilte, stoppte der Notarzt das Fahrzeug.
Wenig später schlugen Flammen aus dem Motorraum, und der Rettungswagen begann zu brennen.
"Geistesgegenwärtig und todesmutig" hätten der Notarzt und die 24 Jahre alte Rettungssanitäterin die Senioren aus dem völlig verrauchten Wagen gerettet.
"Hierbei hob die 24-jährige die nicht gehfähige Seniorin kurzerhand hoch und trug sie aus dem Fahrzeug."

Insassen nicht verletzt
Die Rettungssanitäterin wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht.
Die beiden Senioren wurden nicht verletzt.
Die Polizei vermutet einen technischen Defekt als Ursache für den Brand.
Wegen der enormen Hitze seien zahlreiche Sauerstoffflaschen im Wagen explodiert – die Löscharbeiten gestalteten sich deshalb schwierig.

"Durch die enorme Hitzeeinwirkung verschmolz der Rettungswagen teilweise mit der Fahrbahn, so dass der Abschlepper weiteres schweres Gerät nachordern musste, um den Rettungswagen zu befreien", hieß es.


 
Tödliche Schüsse in Leipziger Lokal: Mordprozess beginnt !

Leipzig - Knapp zwei Jahre nach tödlichen Schüssen in einem Leipziger Lokal steht ein 35-Jähriger vor Gericht.
Der Mann muss sich vom heutigen Montag (09.00 Uhr) an wegen Mordes vor dem Landgericht Leipzig verantworten.
Laut Anklage soll er Anfang August 2019 einen 24-Jährigen im Streit erschossen haben.

Nach der Tat hatte sich der verdächtige Albaner ins Ausland abgesetzt, nach ihm war mit einem internationalen Haftbefehl gefahndet worden.
Eineinhalb Jahre nach den tödlichen Schüssen wurde er in Spanien festgenommen.
Das Gericht hat bis Ende September insgesamt zehn Verhandlungstage angesetzt.


 
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