Aktuelle NEWS aus Deutschland !

Hamburg: 45-Jähriger bei Streit auf St. Pauli mit Messer verletzt !

Bei einem Streit in Hamburg-St.-Pauli ist in der Nacht zum Dienstag ein 45 Jahre alter Mann mit einem Messer schwer verletzt worden.
Die Polizei nahm einen 29-Jährigen als Tatverdächtigen fest, wie ein Sprecher mitteilte.

Nach Zeugenaussagen soll er dem Älteren einen Messerstich in den Bauch versetzt haben.
Beide Männer seien anschließend in zwei unterschiedliche Lokale gegangen.

Die Zeugen riefen die Polizei.
Der 45-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht und notoperiert.
Am Tatort fanden die Beamten zwei Messer.

Ob beide Männer bewaffnet waren, konnte ein Polizeisprecher noch nicht sagen.
Der Tatverdächtige habe einen Atemalkoholwert von über zwei Promille gehabt.


 
Diebe machen sich mit Hunderten von Schuhen davon !

Einen ausgeprägten Schuhfimmel haben Diebe in Hilden bewiesen: Um an rund 550 Paar Schuhe zu kommen, machten sie sich die Mühe, einen stabilen Container eines geparkten Sattelzugs aufzubrechen.
Dabei erbeuteten die Unbekannten mehr als 3000 Kilogramm Schuhmode, teilte die Polizei am Dienstag mit.

Der ortsansässige Fahrer hatte seinen Sattelzug aus den Niederlanden über die Pfingstfeiertage auf einem Pendlerparkplatz abgestellt.
Wie viel die Schuhe wert waren, konnte die Polizei nicht ermitteln.
Auch wann genau die Ladung verschwunden ist, war am Dienstag noch nicht klar.


 
Ermittler stellen Erkenntnisse zum Prügeltod von Niklas vor !

Bonn - Nach der Festnahme eines mutmaßlichen Haupttäters im Fall des in Bonn totgeprügelten Niklas' wollen die Ermittler über ihre Erkenntnisse informieren.
Staatsanwaltschaft und Mordkommission geben am Nachmittag eine Pressekonferenz in Bonn.

Über den Festgenommenen ist bislang nur wenig bekannt.
Nach Angaben der Polizei ist er 20 Jahre alt, gestern wurde er im Stadtteil Bad Godesberg festgenommen.

Der 17-jährige Niklas starb in der Nacht zum Freitag im Krankenhaus.
Eine Woche zuvor war er von einer Gruppe junger Männer in Bad Godesberg verprügelt worden.


 
19-Jähriger schwerverletzt in der Bonner Innenstadt gefunden !

Ob es eine Verbindung zum Fall des nach einer Prügelattacke verstorbenen Niklas gibt, ist noch unklar.

Ein 19-Jähriger ist in der Bonner Innenstadt mit schweren Verletzungen auf der Straße gefunden worden.
Ersten Ermittlungen zufolge wurde er vermutlich von einem oder mehreren Tätern attackiert.
Zu den genauen Umständen - etwa, ob es sich um eine Prügelattacke handelte - kann die Polizei noch nichts sagen.
Der junge Mann liege im Krankenhaus und habe bislang noch keine detaillierten Angaben machen können, heißt es in der Mitteilung.

Den ersten Ermittlungen zufolge hatte sich der 19-Jährige in der Nacht zum Samstag von seinen Begleitern verabschiedet.
Passanten fanden ihn dann am frühen Morgen verletzt auf der Straße und riefen einen Krankenwagen.
Erst am Sonntag habe auch die Polizei von dem Fall erfahren, erklärten die Beamten.
Zeugen werden gebeten, sich unter der 0228-150 zu melden.

Der Angriff erinnert an den Fall des 17 Jahre alte Niklas.
Er war im Bonner Stadtteil Bad Godesberg Opfer einer Prügelattacke geworden und starb am vergangenen Freitag im Krankenhaus an seinen Verletzungen.


 
Duisburger Brandtragödie zeigt Risiko von Wärmedämm-Fassaden !

Duisburg. Ein Wohnhausbrand in Duisburg macht deutlich, dass Wärmedämm-Fassaden ein Brandrisiko bergen.
Auch Baumängel und Löcher können Brände begünstigen.

Es war nur ein Zimmerbrand, doch er führte zu einer Tragödie: Bei einem Feuer in einem Mehrfamilienhaus in Duisburg-Meiderich sind am Dienstag drei Menschen zu Tode gekommen.
26 Bewohner wurden verletzt, davon zwei lebensgefährlich.
Am Tag darauf stand fest: Ein umgekipptes Teelicht im Erdgeschoss löste den Zimmerbrand aus.
Aber das Feuer breitete sich bis zum Dach aus - begünstigt wohl durch die wärmegedämmte Fassade.
Besonders Fassaden aus dem Baustoff Polystyrol machen Feuerwehren Sorgen - wegen ihres Brandrisikos.

"Wir sorgen uns seit Jahren um das Brandgeschehen solcher Fassaden", sagt Jochen Stein vom Verband der Feuerwehren NRW.
Brände an Fassaden, die wie wohl auch in Duisburg, mit "Wärmedämmverbundsystemen" (WDVS) aus Schaumdämmstoffen wie etwa Polystyrol verkleidet sind, seien zwar eher selten.
Aber wenn ein Feuer übergreift, sind die Folgen besonders heftig.
Stein, der Chef der Bonner Feuerwehr ist: "Solche Dämmungen können einen Brand rasend schnell weitertragen".

Fünf Tote bei Fassadenbrand in Köln
In Köln gab es an Weihnachten 2005 bei einem ähnlichen Brand wie in Duisburg fünf Tote.
In Essen setzte im September 2009 ein brennender Müllcontainer die Fassade eines vierstöckigen Wohnhauses in Brand; laut Feuerwehr habe die verwendete Dämmung der Baustoffklasse B1 entsprochen, was nach DIN-Bestimmung "schwer entflammbar" bedeutet.

Der Deutsche Feuerwehrverband listet seit 2001 bundesweit 86 derartige "Brandereignisse in Verbindung mit WDVS" auf.
Auf Youtube finden sich Videos, auch von einem brennenden Hochhaus in der französischen Stadt Roubaix, wo sich im Juni 2012 ein Feuer auf einem Balkon in der 1. Etage bis auf das Dach hochfraß - in rasantem Tempo über die Wärmedämmfassade.

"Leicht zu entflammen sind Dämmstoffe nicht"
"Wärmedämmung kann Hausbrände verschlimmern", sagt dazu Wilfried Hinrichs, stellvertretender Leiter der niedersächsischen Materialprüfanstalt für das Bauwesen (MPA).
Dort hat man 2011 in einem Versuch belegt, wie rasend schnell sich Feuer über Dämmstoffe aus Polystyrol - Marktanteil in Deutschland etwa 32 Prozent - ausbreitet; wenn sie denn einmal Feuer gefangen haben.
"Leicht zu entflammen sind sie nicht", sagt Hinrichs.
Die Flamme eines Feuerzeugs reiche nicht, um solche Schaumdämmstoffe anzuzünden, auch einem darauf geschleuderten Brandsatz hielten sie stand.
Doch bei einem Zimmerbrand entstehen bis zu 1000 Grad Hitze, auch der Rauch ist mehrere Hunderte Grad heiß.
Das kann dann nach einiger Zeit und wenn das Feuer etwa Fenster zerstört, eine Dämm-Fassade davor in Brand setzen.
Eine ungedämmte Mauer hingegen nicht.

Die Studie aus Braunschweig hatte bei der Baustoffindustrie Protest ausgelöst: "Der Versuchsaufbau entsprach nicht dem für Zulassungsprüfungen geforderten Aufbau", wurde unter anderem kritisiert.
Doch ein Experte weist in einem WDR-Bericht darauf hin, dass WDVS-Baustoffe in Deutschland zwar als "schwer entflammbar" klassifiziert sind; laut EU-Klassifizierung aber sind die gleichen Materialien als brennbar eingestuft und dürften somit an Wohngebäuden nicht verbaut werden; hierzulande aber werde nach deutscher Norm verfahren.

Baumängel bei der Wärmedämmung können Brandrisiko sein
Auch Baumängel können das Brandrisiko von Wärmedämmfassaden erhöhen.
In der Feuerwehr-Liste zu den gemeldeten Brandfällen findet sich sehr häufig der Hinweis: "Augenscheinlich keine Brandriegel vorhanden"; Polystyrol-Fassaden müssen laut Bauvorschriften in Deutschland inzwischen bei Wohngebäuden ab einer bestimmten Geschosszahl durchzogen sein von nicht brennbaren Dämmteilen, etwa Mineralwolle - um die Fensterstürze herum oder als Riegel in der Fassade, aber nur alle paar Etagen.
Auch Löcher in der, im Vergleich zu Mineralwolle deutlich billiger verkauften Dämmung - etwa durch Vögel gepickt - erhöhten bei einem Feuer das Risiko, dass die Polystyrol-Platten in Flammen aufgehen: "Weil der Putz auch ein Brandschutz ist", sagt Feuerwehrmann Jochen Stein.

Auch die Feuerwehr wird bei Einsätzen mit brennenden Dämm-Fassaden in Mehrfamilienhäusern vor besondere Herausforderungen gestellt, erläutert Stein: "Wir müssen innerhalb von kurzer Zeit gleichzeitig viele Menschen auf mehreren Etagen retten".
Brennt eine Fassade, kann dort die Feuerwehrleiter nicht eingesetzt werden.
"Dann ist das Treppenhaus der einzige Rettungsweg".
Umso wichtiger, dass sich die Menschen dann "richtig verhalten", sagt Stein: Wohnungstüren etwa müssen geschlossen sein, damit das Treppenhaus nicht verraucht.
Und generell gelte: "Jeder sollte seine Wohnung durch Rauchmelder sichern".

Ein Nachteil der Polystyrol-Dämmung könne aus Feuerwehrsicht jedoch auch als ein Vorteil gewertet werden, meint Stein: "Das Material ist relativ schnell abgebrannt".
Das schützt, wie in Duisburg, nicht vor schlimmen Folgen: "Einmal in Brand gesetzt, entwickelt sich eine erhebliche Energie".


 
Polizisten wollten abkassieren: Sachbearbeiterin lässt Millionenbetrug platzen !

Eine Sachbearbeiterin in Celle war hellwach - und hat so einen Betrug um 4,9 Millionen Euro platzen lassen.
Dabei hatten die Ganoven - zwei Polizisten aus Hessen - den Coup ziemlich clever eingefädelt.

Die beiden Männer hatten versucht, mit falschen Anträgen Elterngeld zu kassieren.
So wollten sie Millionen Euro einstreichen - für Kinder, die gar nicht existieren.
Durch ihre Arbeit als Polizisten wussten die mutmaßlichen Betrüger, wie täuschend echte Dokumente aussehen müssen.

Auf Nachfrage bricht Lügenkonstrukt zusammen
Doch die Sachbearbeiterin der Elterngeldstelle Celle, Heike Schneider, ließ sich nicht hinters Licht führen.
"Mir ist es zuerst an der Urkunde aufgefallen, die anders aussieht als üblich", sagte Schneider zu ihrem ersten Verdachtsmoment, als sie die gefälschte Geburtsurkunde eines fiktiven Kindes in der Hand hielt.

Da der Antragsteller auf Elterngeld nicht in Celle gemeldet war, rief sie beim Standesamt in Braunschweig an, wo die Urkunde herkommen sollte.
Die Beamtin, die das Papier angeblich ausgestellt hatte, war dort nicht bekannt - auch eine Krankenkassenbescheinigung und eine vorgelegte Gehaltsabrechnung erwiesen sich nach einigen Telefonaten und Datenabgleichen als Fälschungen.

Professionelles Vorgehen der Ganoven
Die Sachbearbeiterin vermutete, dass es sich bei diesem vergleichsweise professionell durchgeführten Betrugsversuch um keinen Einzelfall handelt.
Die Stadt Celle schaltete auf ihren Hinweis das Sozialministerium in Hannover ein, schließlich ermittelten Behörden bundesweit gegen die Betrüger.

Am Ende stellte sich heraus, dass ein Polizeibeamter aus Hessen und sein Ex-Kollege mit fingierten Papieren in über 200 Elterngeldstellen bundesweit versucht hatten, an Geld zu kommen.
Sie bastelten nicht nur falsche Dokumente über nicht existierende Kinder, sondern fälschten darüber hinaus auch noch französische Pässe, um in Deutschland 58 Online-Bankkonten eröffnen zu können.

Mit dem Elterngeld sollen die Verdienstausfälle von Eltern ausgeglichen werden, die nach der Geburt eines Kindes ihren Job nicht weiter ausüben können.
Dabei werden maximal 14 Monate lang zwei Drittel des Nettolohns, höchstens aber 1800 Euro, ausgezahlt.

"Das ist ein Highlight"
Celles Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende (SPD) lobte die Angestellte: "Das ist ein Highlight, was Ihnen da gelungen ist, einen Millionenbetrug aufzudecken", beglückwünschte der Politiker die Sachbearbeiterin.

Eine Geldprämie für die aufmerksame Arbeit gab es zwar nicht.
Doch neben Blumensträußen des Oberbürgermeisters und der Ministerin gab es für Schneider einen Gutschein der Stadt Celle.


 
Hessische Polizei ist Serienmörder auf der Spur !

Jahre nach seinen Taten hat die hessische Polizei offenbar einen Serienmörder ausfindig gemacht.
Der inzwischen verstorbene Mann soll fünf Prostituierte getötet haben.

Wie das Hessische Landeskriminalamt in Wiesbaden mitteilte, waren bereits im September 2014 in der Garage eines verstorbenen 67-Jährigen die sterblichen Überreste einer Frau gefunden worden.
"Nach Auswertung dieser Tat besteht aufgrund der grausamen Vorgehensweise eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass dieser Tat Tötungsdelikte vorausgegangen sind", hieß es dazu weiter.

Möglicherweise weitere Morde begangen
Seither erfolgte Ermittlungen ergaben demnach, dass es sich bei der in Schwalbach am Taunus in einer Plastiktonne aufgefundenen Toten um eine drogenabhängige Prostituierte aus Frankfurt am Main handelte.
Von der in diesem Zusammenhang gebildeten Arbeitsgruppe Alaska des Polizeipräsidiums Frankfurt seien daraufhin vier weitere, ähnlich gelagerte Tötungsdelikte an Prostituierten aus den Jahren 1971 sowie 1991 bis 1993 untersucht worden.

Auch der Fall eines getöteten Kindes aus dem Jahr 1998 sei aufgrund bestimmter Parallelen einbezogen worden, hieß es weiter.
Das Landeskriminalamt kündigte für Donnerstag die Bekanntgabe weiterer Einzelheiten an.
Dabei könne es auch noch um weitere Tötungsdelikte gehen, hieß es.


 
Mutmaßlicher Mörder bei Kontrolle auf Autobahn gefasst !

Bad Bentheim - Bei einer Großkontrolle auf der A 30 in der Nähe der deutsch-niederländischen Grenze ist ein international gesuchter mutmaßlicher Mörder gefasst worden.
Der 40-Jährige sei Mitfahrer in einem Kleinbus gewesen, teilte die Polizei in Osnabrück mit.

Bisher ist unklar, um was für einen Mordfall es sich genau handelt.
Die Kontrolle fand gestern Abend in den Niederlanden, kurz hinter der deutschen Grenze bei Bad Bentheim statt.


 
Mutmaßlicher Täter der Bonner Prügelattacke in U-Haft !

Bonn - Nach dem tödlichen Prügelangriff auf den 17-jährigen Niklas in Bonn hat ein Richter den mutmaßlichen Haupttäter in Untersuchungshaft geschickt.
Gegen den 20-Jährigen bestehe der Verdacht des Totschlags, teilte die Bonner Polizei mit.

Der Mann soll Niklas geschlagen und, als dieser reglos am Boden lag, gegen den Kopf getreten haben, hatten die Fahnder zuvor berichtet.
Oberstaatsanwalt Robin Faßbender sagte, der 20-Jährige habe jede Tatbeteiligung bestritten, sich allerdings bei seinen Vernehmungen in Widersprüche verwickelt.
Die Polizei fahndet weiter nach zwei Mittätern.


 
Reisebus bei Bautzen verunglückt - 19 Verletzte !

Bautzen/Görlitz - Ein Reisebus mit 19 Menschen an Bord ist am Nachmittag auf einer Bundesstraße bei Bautzen in Sachsen verunglückt.
Alle Fahrgäste seien dabei leicht verletzt worden, sagte ein Sprecher der Polizei Görlitz.

Der 39 Jahre alte Busfahrer sei unverletzt geblieben.
Er habe aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über den Bus verloren und sei im Straßengraben gelandet.


 
Illegale Waffen-Lieferungen: Frühere Mitarbeiter von Heckler & Koch vor Gericht !

Ehemalige Mitarbeiter und Ex-Geschäftsführer des Waffenherstellers Heckler & Koch (HK) müssen sich wegen illegaler Waffenlieferungen nach Mexiko vor Gericht verantworten.

Das Landgericht Stuttgart hat die Anklage der Staatsanwaltschaft zugelassen.
Die Hauptverhandlung werde aber wohl nicht mehr dieses Jahr beginnen, sagte eine Sprecherin des Gerichts.
Die zuständige Kammer hatte erst vor kurzem das Urteil gegen die Ex-Porsche-Vorstände Wendelin Wiedeking und Holger Härter gefällt.

Waffen-Embargo übergangen?
Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten vor, in den Jahren 2006 bis 2009 an 16 Lieferungen von G36-Sturmgewehren und Zubehörteilen nach Mexiko beteiligt gewesen zu sein, für die keine Genehmigungen des Wirtschaftsministeriums vorlagen.

Die Anklage richtet sich gegen zwei ehemalige Geschäftsführer von HK, zwei ehemalige Vertriebsleiter und eine Vertriebsmitarbeiterin.
Gegen einen einst für die Firma in Mexiko tätigen Verkaufsrepräsentanten wurde das Verfahren mit Ausnahme einer Tat ebenfalls eröffnet.

Die Waffen sollen mit ihrer Kenntnis in mexikanische Bundesstaaten geliefert worden sein, für die es keine Exportgenehmigungen gab.
Sie hätten so gegen das Kriegswaffenkontroll- und Außenwirtschaftsgesetz verstoßen.
Gegen 13 weitere Beschuldigte waren die Ermittlungen eingestellt worden.

Ermittlungen gegen Journalisten
Ermittelt wird hingegen noch gegen fünf Journalisten.
Initiiert von der Staatsanwaltschaft Stuttgart prüft die Staatsanwaltschaft München I seit Ende April 2016, ob die Journalisten - darunter auch Grimmepreisträger Daniel Harrich, der Regisseur der preisgekrönten ARD-Dokumentation "Tödliche Exporte" - widerrechtlich Dokumente veröffentlicht haben, die zu den Ermittlungsakten im Verfahren gegen Heckler & Koch gehören.

In München sitzt der Heyne-Verlag, der im September 2015 "Netzwerk des Todes" veröffentlichte - das Buch zur TV-Doku.
71 Dokumente, teils mit handschriftlichen Anmerkungen versehen, sind darin abgebildet, darunter auch Mails vom Verteidigungs- ans Wirtschaftsministerium und behördeninterner Schriftverkehr.

Die Staatsanwaltschaft prüft nun, ob die Publikation der Dokumente widerrechtlich ist, weil diese zu den Ermittlungsakten im Strafverfahren gegen HK zählten.

Heckler & Koch hatte schon im Frühjahr alle Schuld an den Vorgängen von sich gewiesen.
Der Waffenhersteller aus Oberndorf am Neckar hatte 2012 eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der Untersuchung betraut und die Ergebnisse den Ermittlern zur Verfügung gestellt.


 
Ordnungsamt hat Einsehen: Kreidemalerei auf Spielstraße bleibt folgenlos !

Die Verwaltung der Stadt Neuruppin in Brandenburg hat am Mittwoch ein Bußgeldverfahren gegen die Eltern des siebenjährigen Mädchens eingestellt, das mit Kreide Parkbucht-Markierungen auf eine Spielstraße gemalt hatte.
Dies habe die Behörde nach erneuter Prüfung des Falles beschlossen, teilte die Stadt mit.

Die siebenjährige Maya-Juna malte am Himmelfahrtstag mit bunter Kreide ein "P" und Markierungen für drei Parkbuchten auf die verkehrsberuhigte Straße vor dem elterlichen Wohnhaus – für Besuch, der mit dem Auto anreiste.
Nachdem Mitarbeiter des Ordnungsamtes die berufstätigen Eltern nicht erreichen konnten, leiteten sie ein Bußgeldverfahren wegen Verunreinigung der Fahrbahn ein.

Eine Woche später flatterte den Eltern ein Brief der Behörde ins Haus, in dem sie aufgefordert wurden, die Malerei zu beseitigen.
Andernfalls werde damit ein Fachunternehmen auf Kosten der Familie beauftragt.
Laut Stadtordnung dürfe in der Spielstraße nur auf den dafür vorgesehenen Plätzen geparkt werden – die Straße vor Maya-Junas Wohnhaus gehört nicht dazu.
Noch am Nachmittag reinigte die Großmutter des Mädchens die Fahrbahn.
Einen Fragebogen des Ordnungsamtes zu dem Verfahren ließen die Eltern unbeantwortet.

Wasserlösliche Kreide
Ihre Tochter bemale das Pflaster häufig mit den Nachbarkindern, schließlich wohne man in einer Spielstraße, sagte die Mutter.
Mit dem nächsten Regen werde jedes Mal die wasserlösliche Kreide in den Gully gespült.
Anscheinend aber sei es dieses Mal anders, da ein "P" für Parkplatz gemalt wurde, fügte die Mutter hinzu.

Noch am Dienstagabend war die Stadtverwaltung in einer Mitteilung dem Ordnungsamt beigesprungen und hatte von "unzulässigen Markierungen" auf der Fahrbahn gesprochen.
Zunächst müsse geprüft werden, ob die Malerei von einem Kind stamme.
Sollte sich das bestätigen, "gehen wir davon aus, dass das Verfahren eingestellt werden wird".

"Nicht gleich mit dem Knüppel"
Einen Tag später folgte der Stimmungswandel in der Stadtspitze.
Ohne nähere Prüfung geht das Ordnungsamt nun von der "Kreidemarkierung durch ein Kind" aus.
Da die Markierung beseitigt sei, habe sich der "Tatbestand erledigt", heißt es nun.
Künftig würden die Außendienstmitarbeiter sensibilisiert, "vor Einleitung eines Verfahrens noch intensiver nach anderen Wegen zu suchen".

Auch für den städtischen SPD-Parlamentarier und Anwalt Klaus-Dieter Mießbauer, der die Stadtordnung zunächst so ändern wollte, dass Kindermalereien straffrei bleiben, ist der Fall nun erledigt.
Nach einem Gespräch mit dem Bürgermeister habe er das Gefühl, dass die Stadtverwaltung künftig bei ähnlichen Fällen "nicht gleich mit dem Knüppel des Ordnungsamtes kommen werde".


 
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