Aktuelle NEWS aus Deutschland !

In Hanau angeklagter früherer SS-Mann gestorben !

Ein ehemaliger KZ-Wachmann war vor der Jugendkammer des Landgerichts Hanau angeklagt.
Wenige Tage vor Prozessbeginn ist der Mann gestorben - es gibt keine Anzeichen für eine Selbsttötung.

Wenige Tage vor dem geplanten Prozessbeginn am Landgericht Hanau ist ein ehemaliger Wachmann des Konzentrationslagers Auschwitz gestorben.
Das teilte das Gericht am Donnerstag mit.
Nach ersten Erkenntnissen starb der 93 Jahre alte Ernst T. eines natürlichen Todes.

Es gebe keine Hinweise auf Fremdverschulden oder eine Selbsttötung, sagte Oberstaatsanwalt Jürgen Heinze.
Das ehemalige Mitglied des SS-Totenkopfsturmbannes sei am Donnerstag in seiner Wohnung in Langenselbold (Main-Kinzig-Kreis) gefunden worden.
Er habe leblos in einem Zimmer gelegen.
Nach ersten Erkenntnissen sei der Tod schon vor etwa zwei Tagen eingetreten.
Eine Obduktion wurde angeordnet.
Ihm wurden 1075 Fälle zur Last gelegt

Der von seiner SS-Vergangenheit eingeholte Angeklagte lebte nach dpa-Informationen bereits seit vielen Jahren allein und in einfachen Verhältnissen, hat allerdings nahe Angehörige in der Region.
Öffentliche Angaben zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen der Staatsanwaltschaft hat er nie gemacht.

Die Hauptverhandlung gegen T. sollte am kommenden Mittwoch beginnen.
Dem seinerzeit 19 und 20 Jahre alten Angeklagten war Beihilfe zum Mord zur Last gelegt worden.
Es geht um mindestens 1075 Fälle im Zeitraum vom 1. November 1942 bis zum 25. Juni 1943.
Als Mitglied des SS-Totenkopfsturmbannes des Konzentrationslagers Auschwitz soll er dort Wachdienst verrichtet haben.

Im Tatzeitraum soll er an der organisatorischen Abwicklung von drei Transporten mitgewirkt haben.
Die Menschen waren aus Berlin, Drancy (Frankreich) und Westerbork (Niederlande) nach Auschwitz deportiert worden.
Von ihnen sollen mindestens 1075 unmittelbar nach der Ankunft in Auschwitz in den Gaskammern getötet worden sein.

Nazi-Jäger Rommel bedauert Platzen des Prozesses
Vor dem Landgericht Hanau waren bis zum 3. August 25 Verhandlungstermine vorgesehen.
Wegen des Alters des Angeklagten zum Tatzeitraum sollte die Jugendkammer verhandeln.

Sechs Nebenkläger waren zugelassen worden.
Wegen des hohen Alters und des Gesundheitszustandes von T. sollte pro Prozesstag nur vier Stunden verhandelt werden.

Deutschlands oberster Nazi-Jäger Jens Rommel bedauerte das Platzen des Prozesses.
Der Leitende Oberstaatsanwalt und Leiter der Zentralen Stelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg sagte: „Es ist schade, dass es nicht mehr zu einer juristischen Klärung kommt - sehr misslich so kurz vor der Hauptverhandlung.“

Angesichts des Alters des Angeklagten habe eben ein erhöhtes Risiko bestanden, dass der Mann sterbe oder wegen Krankheit verhandlungsunfähig werde.
Der Ausfall des Prozesses sei bedauerlich, weil großer Ermittlungsaufwand betrieben worden sei.
Die Zentralestelle hatte die Vorermittlungen geführt und den Fall dann an die Staatsanwaltschaft übergeben.


 
Mann verliert Umschlag mit 100 000 Euro vom Autodach !

Hildesheim - Ein ebenso kurioses wie teures Missgeschick beschäftigt die Polizei in Hildesheim: Dort soll ein Mann einen Briefumschlag mit 100 000 Euro auf sein Autodach gelegt haben - er vergaß das Geld aber und verlor es während einer Fahrt durch die Innenstadt.
Was sich anhört wie ein schlechter Scherz, wird von der Polizei absolut ernst genommen.

Es gibt nach den bisherigen Ermittlungen keinen Anlass, an den Angaben des unbescholtenen Arbeitnehmers zu zweifeln, sagte ein Polizeisprecher.


 
Festnahmen nach Schießerei in Heidenheim !

Heidenheim - Nach Schüssen auf zwei Männer in der Innenstadt von Heidenheim in Baden-Württemberg hat die Polizei die drei mutmaßlichen Täter festgenommen.
Ein Sprecher bestätigte am Abend einen entsprechenden Bericht der Heidenheimer Zeitung.
Details nannte er nicht.

Drei Männer waren in einem Auto geflohen, nachdem sie einen 25 und einen 29 Jahre alten Mann niedergeschossen und lebensgefährlich verletzt hatten.
Die Polizei war mit zahlreichen Streifenwagen und einem Hubschrauber im Einsatz, um die Schützen zu fassen.
Die Hintergründe der Tat sind noch nicht bekannt.


 
Festnahmen in München: Entscheidung über Haftbefehl erwartet !

München - Nach der Festnahme von zwei möglichen Terrorverdächtigen im Großraum München laufen die Ermittlungen auf Hochtouren.
Im Laufe des Tages soll entschieden werden, ob die beiden Männer dem Haftrichter vorgeführt werden oder wieder auf freien Fuß kommen.
Das teilte die Staatsanwaltschaft München mit.

Sie bestätigte Informationen der Süddeutschen Zeitung, wonach es Hinweise gegeben hatte, die Männer könnten in Kontakt zu Mitgliedern der Terrormiliz IS stehen.
Wegen möglicher Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat waren sie festgenommen worden.


 
Überraschung in Tannenbusch: Polizei stürmt aus dem Linienbus zur Drogen-Razzia !

Bonn -Großrazzia in Tannenbusch!
Donnerstagnachmittag sind mehr als 100 Beamte in das Zentrum des Stadtteils gestürmt.
Ihr Ziel: das Tannenbusch-Center, die Zugänge zur dortigen Bahnhaltestelle und ein Mehrfamilienhaus direkt gegenüber – alles offenbar Hotspots der Drogenszene!

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Nächster Halt: Tannenbusch Mitte!

16.26 Uhr. Ein Bus fährt über die Oppelner Straße.
Er sieht aus wie ein normaler Linienbus, ist es aber nicht. Seine Scheiben sind verdunkelt – und die „Fahrgäste“ sind Beamte der Einsatzhundertschaft!

An der Bushaltestelle „Tannenbusch Mitte“ öffnen sich die Türen und sofort stürmen die Kräfte raus.
Großeinsatz mit Überraschungseffekt!

Die Beamten verteilen sich in Sekundenschnelle, gleichzeitig gehen zahlreiche Polizeiwagen in Position, riegeln die Straße und weitere Fluchtmöglichkeiten ab.

Drogendealer werden überrascht
Auch die Kripo ist mit im Einsatz.
Vor dem Mehrfamilienhaus Oppelner Straße 51 überraschen Kräfte mehrere Männer.
Darunter offenbar Drogendealer, die auf Kundschaft warteten.

Vor allem dort soll der Handel mit Marihuana, Koks & Co florieren, seit der frühere Umschlagplatz, eine Spielothek im Tannenbusch-Center, dicht gemacht wurde.
Plötzlich: Tumult im vierten Stock.
„Machen Sie auf!“, schreien Polizisten, dann treten sie eine Wohnungstür ein und durchsuchen die Räume.

Personalien werden festgestellt
Draußen müssen sich elf Männer und Frauen vor der Hauswand aufstellen, werden in Schach gehalten, bis ihre Personalien aufgenommen werden.

Ähnliches Bild vor dem gegenüberliegenden Einkaufszentrum.
Kurz darauf führen Beamte von beiden Seiten die ersten Verdächtigen ab.
Zwei von ihnen versuchen, sich der Kontrolle zu widersetzen.
Überall sind Schaulustige, einige von ihnen beobachten aufmerksam, wie Beamte die Grünflächen absuchen.

Ermittlungen liefen schon lange
Der Razzia gingen langwierige Ermittlungen voraus.
Zudem lagen Beschwerden von Anwohnern vor.
„Hinweise fokussierten sich auf zwei Punkte, an denen Rauschgift verteilt wird“, erklärt Polizeisprecher Robert Scholten vor Ort.
An diesen beiden Stellen schlugen die Kräfte jetzt erfolgreich zu.

Erste Bilanz: rund 50 Personen wurden überprüft, Drogen sichergestellt.
Nach ersten Infos gab es zudem mehr als zehn vorläufige Festnahmen.


 
Auto in Lünen beschossen – Mordkommission eingerichtet !

Lünen. In Lünen ist in einem Gewerbegebiet auf ein Auto geschossen worden.
Verletzt wurde niemand.
Fahndung trotz Hubschraubereinsatzes bisher ohne Erfolg.

Ein Auto ist in Lünen bei Dortmund beschossen worden.
Verletzt wurde nach Angaben der Ermittler niemand, wie die Polizei am späten Donnerstagabend mitteilte.

Nähere Details und Hintergründe für die Tat in einem Gewerbegebiet sind noch völlig unklar.
Die Polizei hat einen Hubschrauber und eine Mordkommission zur Aufklärung der Tat eingesetzt.


 
100 Tage nach der Silvesternacht: Die Folgen von Köln !

Köln. Die Silvesternacht löste Entsetzen aus: Die massiven Übergriffe auf Frauen in Köln haben Folgen.
Droht eine Spaltung der Gesellschaft?

Die Silvesternacht in Köln beschäftigt auch nach hundert Tagen weiterhin die Republik: Hunderte Übergriffe auf Frauen in Köln – begangen mutmaßlich vor allem von Männern nordafrikanischer Herkunft und trotz Anwesenheit der Polizei – haben ein Beben ausgelöst.
Die Erschütterungen reichen weit über die Domstadt und Nordrhein-Westfalen hinaus.

Die Ausschreitungen haben international Entsetzen hervorgerufen.
Im Bund sind Verschärfungen im Asyl- und Sexualstrafrecht auf den Weg gebracht.
In NRW durchleuchtet ein Untersuchungsausschuss des Parlaments die Vorfälle.
Ermittler arbeiten auf Hochtouren.
Das Klima hat sich verändert.
Eine „Spaltung in unserer Gesellschaft“ befürchten nicht nur prominente Kölner wie Schriftsteller Navid Kermani, Musiker Wolfgang Niedecken oder Kardinal Rainer Woelki.

Ein Überblick der Ereignisse.

Was ist passiert in der Horrornacht vor hundert Tagen?
Frauen waren am Hauptbahnhof massenhaft von Männergruppen – laut Opfern und Zeugen nordafrikanisch oder arabisch aussehend – umzingelt, sexuell bedrängt, bestohlen worden.
Auch in anderen Städten kam es zu Attacken, aber nicht in der gewaltigen – und zuvor deutschlandweit ungekannten – Dimension wie in Köln.

Nach Angaben des nordrhein-westfälischen Innenministeriums hat die Kölner „Ermittlungsgruppe Neujahr“ bis Ende März 1527 Straftaten mit 1218 Opfern erfasst – etwa die Hälfte von ihnen wurden Opfer von Sexualdelikten.
Bislang wurden 153 Tatverdächtige ermittelt, darunter 149 Ausländer – oft Asylbewerber und Migranten mit ungeklärtem Aufenthaltsstatus.
Die meisten stammen aus Marokko und Algerien.

Drei Täter – Asylbewerber aus Nordafrika – wurden wegen Diebstahls zu Bewährungsstrafen verurteilt, ein vierter Schuldspruch folgte gerade.
Wegen sexueller Nötigung ist in Köln ein Algerier angeklagt.
In Düsseldorf muss sich ein Marokkaner wegen sexueller Belästigung verantworten.

Wie reagierte die Politik in NRW?
Im Land ist vor allem Innenminister Ralf Jäger (SPD) unter Druck.
Rücktrittsforderungen der Opposition wurden zunächst leiser, doch dann kochten Vertuschungsvorwürfe hoch.
Das Ministerium soll über eine ihm untergeordnete Stelle bei der Kölner Polizei versucht haben, einen brisanten Bericht („Wichtige-Ereignis-Meldung) zu „stornieren“ oder das Wort „Vergewaltigung“ daraus zu streichen.

Jäger widerspricht heftig.
„Es gab weder von mir persönlich den Versuch, Einfluss auf eine WE-Meldung des Polizeipräsidiums Köln zu nehmen, noch hat es eine solche Anweisung aus meinem Haus gegeben“, betonte er im Innenausschuss des Landtags.

Der im Februar gestartete Untersuchungsausschuss soll binnen eines Jahres Licht ins Dunkel bringen: Warum wurden die Opfer nicht geschützt, wer war bei der Polizei und in der Politik wann worüber informiert und verantwortet welche Fehler, wie lassen sich solche Exzesse künftig verhindern?

Was sagt Ministerpräsidentin Kraft?
Neben Jäger wird wohl auch Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) aussagen müssen.
Tagelang schwieg sie, das Bild der „Kümmerin“ bekam Kratzer.
Im Nachhinein räumt Kraft ein: Dass sie erst später vor die Kameras trat und zunächst nur einer Zeitung ein Statement gab, sei nicht ausreichend gewesen.

Mit Blick auf den Ausschuss sagt sie der Deutschen Presse-Agentur: „Es ist gut, dass wir wegkommen von der Suche nach dem einen Schuldigen und die Abläufe genau analysieren.
Dabei zeigt sich: Es gab vor Ort eine Verkettung von falschen Einschätzungen und fehlender Abstimmung.“

Was waren die Folgen in der Bundespolitik?
Ende Februar beschloss der Bundestag eine Verschärfung des Asylrechts, mit dem auch – und das als Reaktion auf die Kölner Übergriffe – die Ausweisung straffälliger Ausländer erleichtert werden soll.
Das Kabinett hat zudem eine Verschärfung des Sexualstrafrechts angeschoben, um Opfer künftig besser zu schützen.

Wie ist die Situation in Köln heute?
Das Image der Millionenstadt hat gelitten.
„Wir haben uns unmittelbar bemüht, dem durch schnelles und entschiedenes Handeln in Sachen Sicherheit und nachhaltige Maßnahmen entgegenzuwirken“, sagt Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) der dpa.
„Das hat dazu beigetragen, Vertrauen zurückzugewinnen.“

Welche Auswirkungen hat die Silvesternacht auf die Gesellschaft?
Die Kölner Ausschreitungen haben die Stimmung aufgeheizt.
Angriffe rechter Gewalttäter gegen Ausländer, weiter wachsende Attacken auf Flüchtlingsunterkünfte und Hasstiraden im Netz häufig gegen Muslime schrecken auf.
Genauso wie Feindseligkeiten gegenüber der Polizei und die Verunglimpfung von Medien als „Lügenpresse“.
Viele Bürger sind beunruhigt.
Über Zuwanderung und Integration wird oft arg zugespitzt diskutiert.

Integrationsexpertin Lale Akgün fordert: „Ein Einwanderungsland muss klare Regeln haben.“
Eine davon: „Patriarchat und seine Auswüchse werden nicht geduldet.“
Es sei falsch, „kulturelle Besonderheiten“ mit Nachsicht zu behandeln, sagt die frühere SPD-Bundestagsabgeordnete.
Phänomene wie „Vielweiberei“ oder Gewalt gegen Frauen und Kinder würden bei zugewanderten Männern oft nicht mit den üblichen Maßstäben bewertet; sie dürften keinesfalls weiter geduldet werden.
Das stärke politisch rechten Kräften den Rücken und sei „ein Schlag ins Gesicht der aufgeklärten Einwanderer“.


 
Zollbeamte finden Crystal Meth im Wert von 100.000 Euro !

Zollbeamte haben bei einer Zugkontrolle Crystal Meth im Straßenverkaufswert von rund 100.000 Euro sichergestellt.
Der Zug war von Prag nach Zürich unterwegs, wie das Hauptzollamt Dresden berichtete.

Ein 43-jähriger Reisender hatte demnach 2,1 Kilogramm der Droge in seinem Gepäck versteckt.
Der Passagier gab an, auf dem Weg in die Schweiz zu sein.

Die Staatsanwaltschaft Dresden beantragte Haftbefehl gegen den Mann.


 
Pompöse Trauerfeier geplant: Gericht verbietet Witwe Konservierung der Leiche ihres Mannes !

Eine Witwe aus Franken darf den Leichnam ihres gestorbenen Ehemanns nicht mit chemischen Stoffen konservieren.
Das hat das Verwaltungsgericht Ansbach entschieden.
Die Frau wollte den Zersetzungsprozess der Leiche hemmen, um Zeit bis zur Trauerfeier mit von weither anreisenden Verwandten zu gewinnen.

Sie hatte argumentiert, dass eine Bestattung innerhalb der regulären gesetzlichen Frist von 96 Stunden bei ihrem Mann unmöglich sei.
Da Verwandte und Freunde aus aller Welt anreisten, benötige sie für die Vorbereitung rund vier Wochen.

Bestattung vor Trauerfeier zumutbar
Mit dem Produkt "Freedom Art" sollte der Verstorbene vor dem Zersetzen bewahrt werden.
"Die Witwe wollte ihren Ehemann - eine ehemals exponierten Persönlichkeit - würdevoll beerdigen", hieß es in einer Gerichtsmitteilung.

Nach dem Nein zur Ausnahme von der gesetzlichen Vier-Tages-Frist der Stadt Nürnberg blieb die Witwe mit ihrem Eilantrag nun auch vor dem Verwaltungsgericht Ansbach ohne Erfolg.
Grundsätzlich können Ausnahmen von der gesetzlichen Bestattungsfrist nur dann zugelassen werden, wenn gesundheitliche Gefahren nicht zu befürchten sind.

Der Klägerin könne zugemutet werden, die große Trauerfeier zu einem anderen Zeitpunkt abzuhalten als die Bestattung, urteilte das Gericht.

Einfrieren des Leichnams pietätlos
Die Stadt Nürnberg hatte zuvor argumentiert, dass der Einsatz von chemischen Stoffen auf Friedhöfen aus Umweltgründen verboten sei.
Das Einfrieren des Leichnams scheide aus Pietätsgründen aus.
Der Mann ist laut Gericht inzwischen beerdigt.


 
Mann wird 500-Euro-Schein nicht los - nicht einmal in Banken !

Dortmund. Mit 500 Euro shoppen gehen – gar nicht einfach.
Ein Gevelsberger versuchte in mehreren Dortmunder Banken einen 500-Euro-Schein zu wechseln.
Vergebens.

Zum Geburtstag bekam Ingo Eisenbarth aus Gevelsberg einen 500-Euro-Schein von seinem Vater geschenkt.
Ihn auszugeben, wurde aber zum Riesenproblem.
Selbst die Dortmunder Sparkasse weigerte sich, die große Note "klein zu machen" - und hatte dabei das Recht auf ihrer Seite.

Als sich Eisenbarth für einen Einkaufsbummel auf den Weg nach Dortmund machte, war ihm schon klar, dass er in Geschäften mit seinem 500-Euro-Schein auf Probleme stoßen könnte.
Supermärkte, Einzelhändler und Tankstellen berufen sich auf ihre Vertragsfreiheit und weisen oft schon in Kassennähe darauf hin, dass sie große Scheine nicht annehmen - aus Angst um ihren Wechselgeldbestand oder vor teuren Fälschungen.
Deshalb ist Eisenbarth gleich zur Hauptstelle der Sparkasse gegangen.
Doch auch die wollte den Schein nicht haben.

Odyssee durch Dortmunder Bankenviertel
Die Mitarbeiterin am Schalter erklärte ihm, man wechsele nur Kunden des Hauses Geldscheine, Fremdkunden aber nicht.
Bei anderen Banken bot sich dasselbe Bild.
Erst nach einer Odyssee durch den "Dortmunder Finanzdistrikt" sei er bei einem freundlichen Mitarbeiter der Deutschen Bank auf Mitleid gestoßen, der ihm den Schein gewechselt habe, aber nicht ohne den Hinweis, dass er das eigentlich nicht dürfe.

Auf Nachfrage bei der Dortmunder Volksbank erklärte Sprecher Carsten Jäger, normalerweise tausche man auch 500-Euro-Scheine von Nichtkunden: "Wenn das in diesem Fall anders war, hatte der Kollege einen schlechten Tag."

Laut Markus Pinnau, Sprecher der Sparkasse Dortmund, besteht eine Pflicht zum Umtausch von Bargeld für Nichtkunden nicht mehr.
"Mit Einführung des Euro ist der Zwang zur Annahme von Bargeld entfallen."

500-Euro-Schein hat einen schlechten Ruf
Der Gesetzgeber habe den Kreditinstituten bei Bargeldtauschgeschäften eine besondere Sorgfaltspflicht zur Verhinderung der Geldwäsche auferlegt, sagt Sparkassensprecher Markus Pinnau.
Der 500-Euro-Schein steht im Ruf, besonders häufig bei Geldwäsche-Geschäften zum Einsatz zu kommen, weil sich mit ihm große Summen in winzigen Verstecken lagern lassen.
Volksbanksprecher Carsten Jäger bestätigt, dass man hellhörig werde, wenn jemand mit einem ganzen Bündel von 500-Euro-Scheinen daherkomme.

Zentralbank erwägt Abschaffung des Scheins.
Auch wenn die finale Entscheidung noch aussteht, die Europäische Zentralbank möchte den 500-Euro-Schein gerne abschaffen.
Doch obwohl der Anteil von Kartenzahlungen stetig steigt, gebe es immer noch Geschäfte, die sehr bargeldaffin seien, sagt Sparkassensprecher Markus Pinnau, etwa der Gebrauchtwagen- oder Küchenkauf.
"Vor diesem Hintergrund verlangen Kunden explizit 500-Euro-Noten."

Die 500 prangt auf nur drei Prozent aller Euro-Banknoten, doch diese machen mit 307 Milliarden Euro fast ein Drittel des gesamten Bargeld-Wertes aus.
55 Prozent der 500-Euro-Noten im Euro-Raum hat die Bundesbank ausgegeben - ein höherer Anteil als bei anderen Banknoten.


 
Gefangene wegen Drogenhandels hinter Gittern angeklagt !

Selbst im Gefängnis ist es diesen Insassen gelungen, gegen das Gesetz zu verstoßen.
Eine Bande betrieb einen florierenden Drogenhandel in der JVA Butzbach.
Nun stehen die Männer vor Gericht.

Mehrere Insassen des Gefängnisses in Butzbach sollen hinter Gittern einen schwunghaften Drogenhandel betrieben haben.
Deswegen müssen sich insgesamt sechs Angeklagte seit Freitag vor dem Landgericht Gießen verantworten.

Chef der Bande war nach Auffassung der Staatsanwaltschaft ein 40-Jähriger, der dafür eine „streng hierarchisch gegliederte Organisation“ aufgebaut hatte.

Die fünf angeklagten Männer sollen in dem Gefängnis zwischen 2012 und 2015 und in unterschiedlicher Beteiligung Haschisch und Tabletten an Mithäftlinge verkauft haben.
Eine 30-Jährige, die in Freiheit lebte, soll dabei geholfen haben.
Die Anklage geht davon aus, dass die Drogen von Helfern über die Gefängnismauer geworfen oder von Besuchern hineingeschmuggelt wurden.

Der Bandenchef, der wegen Mordes eine lebenslange Freiheitsstrafe absitzt, unterteilte seine Truppe nach Darstellung der Anklage in „Offiziere“ für jene in der Hierarchie weiter oben und „Soldaten“ für die unten stehenden Mitglieder.

Zu Beginn des Prozesses kündigten die Angeklagten an, keine Angaben machen zu wollen.
Die Verteidigung beantragte, das Verfahren einzustellen.
Bislang sind Verhandlungstage bis in den Juli hinein geplant.


 
Hotelgast mit Falschgeld gefasst - Haft !

München - Ein 40-jähriger Italiener aus Bologna sitzt in München in Untersuchungshaft.
Die Polizei hat bei ihm gefälschte 10-, 20- und 50-Euro-Scheine gefunden.

Wie das Präsidium erst jetzt mitteilte, war der Mann bereits am Dienstag gefasst worden.
Der Italiener war zu einem Hotel an der Senefelderstraße (Ludwigsvorstadt) gekommen und wollte ein Zimmer für eine Nacht buchen.
Als er dieses sogleich zahlte, fiel dem Rezeptionist ein mutmaßlich gefälschter 50-Euro-Schein auf.
Als der Gast aufs Zimmer gegangen war, rief der Mitarbeiter die Polizei.

Bei der Durchsuchung des Zimmers und des Gepäcks des Mannes fanden die Beamten mehrere hundert Euro in echtem Bargeld sowie 210 Euro in gefälschten Banknoten: zwei 10-, sieben 20- und ein 50-Euro-Schein.
Die echten und gefälschten Scheine hatte der Italiener in seiner Geldbörse ordentlich voneinander getrennt aufbewahrt.
Daraufhin wurde der Italiener festgenommen.

Der Ermittlungsrichter erließ inzwischen Haftbefehl gegen den 40-jährigen Italiener.
Der Grund, weshalb der Kaufmann nach München gekommen war, ist unklar.
Dieser ist in Italien bereits hinreichend polizeibekannt.
Die Ermittlungen dauern an.


 
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