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Aktuelle NEWS aus Deutschland !

Düsseldorf: Um seine kranke Frau zu retten, wurde er zum Bankräuber !

Düsseldorf - Für seine todkranke Frau wurde Wilhelm D. (51, Name geändert) zum Bankräuber.
Und am Freitag saß er deshalb auf der Anklagebank.
Seine Frau erlebt das nicht mehr.
Sie starb, während ihr Liebster im Knast saß.

Bei einem Urlaub in Bolivien lernte Wilhelm D. seine große Liebe kennen.
„Wir haben dort geheiratet.“
Und zogen nach der Hochzeit nach Deutschland.

Doch dann holte den ehemaligen Junkie die Vergangenheit ein.
Obwohl längst clean, musste er wegen eines früheren Drogenschmuggels in den Niederlanden in den Knast.

„Meine Frau hat das hier allein nicht ausgehalten.
Sie ging zurück nach Bolivien“, so Wilhelm D.
Dort bekam sie die schlimme Diagnose: Leukämie – Blutkrebs!

„Sie wissen nicht, was das heißt.
Die machen da ihren Medizinschrank nur dann auf, wenn’s Geld gibt.“

Also schickte er das Erbe seiner verstorbenen Mutter runter.
Pumpte seine Schwester an.
Als er draußen war, erfuhr er, dass er seine Frau nicht einfach so wieder nach Deutschland holen konnte.

„Ich hatte ja kein Geld, um sie zu versorgen.
Damals lebte ich wie der letzte Penner.
Mit kaputten Schuhen und Socken.
Nachbarn luden mich zum Essen ein.
Ich schickte alles, was ich hatte, nach Bolivien.“

Doch dann brach jede Hoffnung in sich zusammen.
Die Banken in Bolivien weigerten sich, ein Bankkonto des Ehepaares aufzulösen.
Auf dieses Geld hatten sie gesetzt.
Und seiner Schwester ging auch die Kohle aus.
„Sie ließ sich nicht erweichen.
Ich habe das sogar verstanden.
Aber ich habe meine Frau so geliebt.“
Doch sie wurde ohne die rettenden Blutkonserven immer schwächer.

Da fasste Wilhelm D. einen Entschluss: Er trank sich Mut an und überfiel Banken.
Einmal erbeutete er 5820 Euro.
Ein zweites Mal 5000 Euro.
Beim dritten Mal blieb es beim Versuch.
Die Beute ging drauf für einen menschenwürdige Behandlung im Krankenhaus in Bolivien.
Doch es nutzte am Ende nichts.
Wilhelm D. unter Tränen: „Meine Frau starb am 26. November.“
Da saß er bereits in U-Haft.

Der Prozess wird fortgesetzt.


 
Bonn: Verrückter Knatsch um 46.000-Euro-Fliesen !

Bonn -Sündhaft teure Fliesen zieren seine vier Bäder. Satte 562 Euro kosten sie – pro Stück!

Nur blöd, dass sich an dem Luxus-Steinzeug schon kurz nach dem Einzug von Walid O. (Name geändert) und seiner Familie die ersten Risse und Brüche zeigten.
Und noch blöder: Der 33-Jährige hatte die Fliesen offenkundig schwarz verlegen lassen…

Drei mal 1,50 Meter groß sind die hellgrauen Fliesen, die O. im Februar 2014 im Eigenheim verlegen ließ.
Zu zweit mussten die Handwerker jede der Luxus-Kacheln ins Haus tragen.

Nur ein gutes Jahr später hatte der Bodenbelag erste Macken: Insgesamt zehn der Fliesen hatten Risse, zum Teil waren Stücke abgebrochen.
Sauer schickte Walid O. eine Email an den Fliesenleger.

Außerdem schaltete der Häuslebauer (ist erfolgreich im Beauty-Business tätig) einen Gutachter ein.
Der bescheinigte: keine Materialmängel, sondern Montagefehler!
Unter anderem hätten die Fliesenleger versäumt, vor dem Ausfräsen der Ecken Löcher zu bohren, um Spannung aus den Fliesen zu nehmen.

Zudem seien Dehnungsfugen zu knapp bemessen worden.
Und damit nicht genug: Sowohl der Bodenaufbau als auch der verwendete Kleber seien für das Verlegen der Riesen-Fliesen ungeeignet.

O. reichte Klage beim Landgericht (AZ 18 O 218/15) ein, verlangte vom Handwerker-Chef 46 150 Euro Schadenersatz.
Der gesamte Boden müsste wieder raus, die defekten Fliesen müssten ersetzt und alles neu verlegt werden.

Der Handwerker hielt dagegen: Wenn denn Schäden am Bodenbelag entstanden seien, sei das alters- oder gebrauchsbedingt.
Und außerdem hätte er mit den O.s gar keinen wirksamen Vertrag.

Da wurden die Richter hellhörig.
Hatte Walid O. die Fliesen etwa schwarz verlegen lassen?
Und tatsächlich: Der 33-Jährige gab vor Gericht an, er habe keine Rechnung bekommen.
Trotz mehrfachen Nachfragens, wie er beteuerte.

Der Vorsitzende Dr. Manfred Kaufmann machte den Parteien eine Ansage: Walid O. habe bei „Ohne-Rechnung-Abwicklung“ keinen Anspruch auf Gewährleistung.
Um weiteren Ärger (etwa Einleitung eines Strafverfahrens oder Ermittlungen des Finanzamts) zu vermeiden, einigten sich Walid O. und der Handwerker-Chef schnell auf einen Vergleich: Er zahlt den O.s für die kaputten Luxus-Fliesen 7000 Euro.


 
„Hells Angels“ Prozess gegen Bonner Rocker gestartet !

Koblenz/Bonn - Im dritten Anlauf ging es endlich los: Unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen startete der Prozess gegen Bonner „Hells Angels“ vor dem Landgericht Koblenz.

Der Auftakt wurde zweimal verschoben, weil einer der Angeklagten krank war.

Geiselnahme, räuberische Erpressung und Körperverletzung
Die Staatsanwaltschaft wirft der achtköpfigen Bande Geiselnahme, räuberische Erpressung und Körperverletzung vor.

Bei einer Razzia hatten die Ermittler ein ganzes Arsenal an Schusswaffen, Baseballschlägern, Messern und Schlagstöcken beim Bonner Chapter gefunden.
Laut Anklage drangsalierten sie andere Motorradclubs und lehnten das Gewaltmonopol des Staates ab.

Angeklagter gibt Einblick in Machenschaften
Einer der Angeklagten gab einen Einblick in die „Arbeitsweise“ der Rocker: Etwa machten sie die Gründung anderer Motorradclubs von ihrer Zustimmung abhängig.
Bestehende Clubs zwangen sie mit Gewalt zur Auflösung.

Er habe auch selbst zugeschlagen, räumte der Mann ein.
Innerhalb des Chapters habe es eine „Zwei-Klassen-Gesellschaft“ gegeben, so der Angeklagte.
Nur vier oder fünf Mitglieder seien in alles eingeweiht gewesen.
„Der Rest waren dumme Schafe, die mitlaufen sollten.“

Der Prozess geht weiter.


 
26-Jähriger siegt beim Treppenhaus-Marathon in Hannover !

Hannover - Knapp 84 000 Stufen in 10 Stunden und 14 Minuten: So schnell wie Johannes Schmitz ist keiner beim Treppenhaus-Marathon in Hannover gelaufen.
Der 26-Jährige kam nach etwa 200 Runden durch den 13 Stockwerke hohen Turm des Annastift Berufsbildungswerks als Erster ins Ziel.

Er ist schon früh in Führung gegangen, sagte Sprecherin Michaela Serttas.
13 Männer und eine Frau waren am Morgen bei dem extremen Wettlauf gestartet, bei dem sie die Marathondistanz von 42,195 Kilometern in der Vertikalen zu bewältigen hatten.


 
Polizei gibt Flüchtlingen Mitschuld für Eskalation in Clausnitz !

Clausnitz - Nach ihrem umstrittenen Einsatz bei fremdenfeindlichen Protesten vor einer Asylbewerberunterkunft hat die sächsische Polizei mehreren Flüchtlingen eine Mitschuld für die Eskalation gegeben.
Sie hätten in Clausnitz aus dem Bus heraus gefilmt und mit Gesten wie dem Stinkefinger die Demonstranten provoziert, sagte der Chemnitzer Polizeipräsident Uwe Reißmann.

Deswegen seien drei Flüchtlinge von der Polizei gewaltsam aus dem Bus geholt worden.
Er räumte aber ein, das die Polizei Probleme hatte, der Situation in dem Erzgebirgsort Herr zu werden.


 
Polizeigewerkschaft verteidigt Einsatz in Clausnitz !

Berlin - Die Deutsche Polizeigewerkschaft hat den umstrittenen Polizeieinsatz bei fremdenfeindlichen Protesten vor einer Asylbewerberunterkunft im sächsischen Clausnitz verteidigt.
Ich habe keinerlei Zweifel daran, dass die Kollegen richtig gehandelt haben, sagte Gewerkschaftschef Rainer Wendt der Huffington Post.

Es habe Gefahr für Leib und Leben der Flüchtlinge bestanden, weshalb eine Räumung des Busses alternativlos gewesen sei.
Der Junge, der von einem Polizisten aus dem Flüchtlingsbus gezerrt wurde, habe zuvor massiv die herumstehende Menge provoziert.


 
Bayerischer Wald: Navi lotst Autofahrer (21) auf Skipiste - und dann ?

Bodenmais -Sein Navigationsgerät hat einen 21 Jahre alten Autofahrer im Bayerischen Wald direkt auf eine Skipiste gelotst.

Der Wintersportler aus dem Raum Weiden hatte das Skigebiet am Großen Arber als Ziel eingegeben, wie die Polizei am Samstag mitteilte.

Das Navi führte ihn - an drei Verbotsschildern vorbei - auf eine Forststraße, die im Winter als Piste präpariert ist.

Unterhalb der Chamer Hütte auf rund 1200 Metern blieb das Auto in einem Schneehaufen stecken.

Kurzerhand stieg der Mann auf seine Ski um, fuhr die Abfahrt hinunter und rief dort mit dem Handy Polizei und Abschleppdienst zur Hilfe.

In Österreich gebe es auch ungewöhnliche Anfahrtswege, weshalb er sich weiter nichts dabei gedacht habe, erklärte er den Beamten.


 
Skandal in JVA Aachen: Schließer ließen Häftling neun Minuten hängen - Pflegefall !

Die JVA Aachen sorgt für Schlagzeilen ohne Ende: Vor vier Wochen entkam ein Sexverbrecher beim Brauhaus-Besuch.
Jetzt hat der Skandal-Knast eine Klage am Hals.

Der neue Fall wirft ein Schlaglicht auf das brutale Leben hinter Gittern – und könnte das Land NRW viele Millionen Euro kosten!

Es war ein grauenhafter Anblick für die drei Vollzugsbeamten, die ihren Häftling morgens abholen sollten: Der Mann (damals 29) hängt stranguliert am Zellenfenster, die Arme verdreht, sein Körper baumelt über einem kaputten Stuhl.

Der Kopf, seinen Hals würgt eine Schlinge aus Bettlaken, ist blau angelaufen.

Was dann geschieht, ist für die Kölner Anwältin Corinna Born (59), die die Familie Güclü vertritt, unfassbar: „Die Vollzugsbeamten haben den Mann nicht sofort aus der lebensgefährlichen Situation befreit, sondern sind, obwohl sie zu dritt an der Zellentür standen, zunächst zu ihrem Vorgesetzten gegangen und haben ihm die Situation geschildert.“

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Im Klartext: Die Gefängniswärter ließen einen Knacki mindestens neun Minuten hängen!

In der Tat, so belegen es die Akten, ging der Anruf beim Rettungsdienst um 9.09 Uhr ein.

Erst danach kamen die Beamten zurück in die Zelle, schnitten Fatih Güclü los, legten ihn auf den Boden und begannen mit Wiederbelebungsmaßnahmen.

Per Hand – einen Defibrillator, wie er an öffentlichen Plätzen fast überall greifbar ist, gab es vor Ort nicht.

Die Notärztin übernahm.
„Sie stellte aber auch fest, dass sein Gehirn möglicherweise durch längeren Sauerstoffmangel einen erheblichen Schaden davon getragen haben könnte“, wird später einer der JVA-Mitarbeiter aussagen.

Und das war so: Seit diesem Tag - es war der 11.März 2012 - ist Fatih Güclü ein Schwerstpflegefall und wird in einem Leverkusener Heim betreut.

Anwältin Born: „Herr Güclü ist ein Vollpflegefall für den Rest seines Lebens.
Dies hat das Land zu vertreten.
Wir klagen auf 10.000 Euro Pflegeaufwand pro Monat und Schmerzensgeld von 500.000 Euro.“

Wie kam es zu diesem Vorfall?
Warum haben die Wärter so lange gezögert?
Standen sie einfach unter Schock?
Oder haben sie falsch gehandelt?

Keiner weiß es.
Fakt ist: Güclü war Intensivtäter, wurde 2005 wegen gefährlicher Körperverletzung zu sieben Jahren Haft verurteilt.

Während seiner Knastzeit hatte er immer wieder auch eigene Notlagen vorgetäuscht, um seine Aufpasser blitzartig brutal zu attackieren.

Deshalb war der Mann, bei dem eine Psychose und eine „dissoziale Persönlichkeitsstörung“ erkannt wurde, als „besonders gefährlicher Gefangener“ eingestuft.
Wie gefährlich Güclü war, beschreiben diverse Dienstanweisungen.

Neben Anwesenheitspflicht von „mindestens drei Bediensteten“ und der Ausstattung der Zelle mit einer zusätzlichen Gittertür heißt es: „Auch in Notsituationen ist der Gefangene erst zu fesseln, bevor medizinische Versorgung geleistet wird.“

Kaum zu glauben: Trotz extremer Maßnahmen gab es immer wieder neue Attacken und brutale Körperverletzungen gegen die Wächter, listenweise Vorfälle füllen Akten.
Dies war kein Einzelfall

Bei einem Prozess in Köln – es ging wieder um Körperverletzung – gab es martialische Szenen: Güclü musste von drei bewaffneten Polizeibeamten mit Sturmhauben und Helmen begleitet werden, zusätzlich zu drei Justizwachtmeistern.

Seine Hände waren in Schellen am Bauchgurt gefesselt, auch die Füße lagen in Ketten.

„Der Mann wurde jahrelang gehalten wie ein Tier“, sagt Anwältin Born.
„Wer ein Tier jahrelang einsperrt und in Ketten legt, hat den Tierschutz am Hals.“

Wir baten die JVA Aachen um Stellungnahme zu dem Fall.
Vize-Chefin Charlotte Adams-Dolfen erklärte: „Ich bitte um Verständnis, dass im Hinblick auf das laufende Gerichtsverfahren nicht beabsichtigt ist, eine Stellungnahme zu dem Sachverhalt abzugeben, der den Gegenstand des Gerichtsverfahrens bildet.“



 
Vorfälle in Clausnitz und Bautzen: Tillich - "Das sind keine Menschen, das sind Verbrecher" !

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat die fremdenfeindlichen Vorfälle in seinem Bundesland als "widerlich und abscheulich" bezeichnet.
In Bautzen hatten in der Nacht zahlreiche Anwohner und Gaffer den Brand in einem geplanten Flüchtlingsheim bejubelt.
Die Ermittler gehen von Brandstiftung aus.
Vor einigen Tagen war zudem in Clausnitz ein Bus mit ankommenden Flüchtlingen blockiert worden.

Die Vorfälle seien erschreckend und schockierend zugleich, sagte Tillich am Sonntag den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
"Das sind keine Menschen, die sowas tun.
Das sind Verbrecher."

Die Strafverfolgungsbehörden würden konsequent ermitteln und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen.
Solche Taten besudelten "das, was die Menschen an Mut in der friedlichen Revolution aufgebracht haben und den Fleiß beim Wiederaufbau Sachsens".

Ulbig: "Wir stehen vor einer großen Aufgabe"
Auch der sächsische Innenminister Markus Ulbig (CDU) verurteilte die Vorfälle in Bautzen scharf.
"Was mich besonders betroffen macht, ist die Tatsache, dass mehrere betrunkene Bautzener vor Ort pöbelten", sagte Ulbig.
Es sei "unerträglich, wie offen und respektlos der Hass auf Ausländer zur Schau getragen wird", fügte er hinzu.
"Wir stehen vor einer großen gesamtgesellschaftlichen Aufgabe, diesen Hass aus den Köpfen der Menschen zu bekommen."

Die Ermittler gehen zurzeit von Brandstiftung aus.
Das sagte der Leiter des für Extremismus zuständigen Operativen Abwehrzentrums (OAZ) der sächsischen Polizei und Leipziger Polizeipräsident Bernd Merbitz.
Die Untersuchungen liefen aber noch.
Einen Tatverdacht gebe es bisher nicht.
Es werde in "jede Richtung" ermittelt, betonte Merbitz, der vor Ort in Bautzen war.

Technischer Defekt offenbar unwahrscheinlich
"Mopo24" zitiert den früheren Hotelier, Michael Pfützner: "Ich habe noch vor drei Wochen in dem Hotel gewohnt, jetzt ist das Gebäude total ausgebrannt."
Demnach sagte er weiter: "Stellen Sie sich vor, ich wäre da drin gewesen heute Nacht."

Er könne sich nicht vorstellen, dass ein technischer Defekt für den Brand verantwortlich sei.
Alle Gasleitungen seien abgedreht gewesen, auch der Strom sei zum größten Teil nicht mehr am Netz gewesen, so "Mopo24" weiter.

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz, zeigte sich derweil ebenfalls erschüttert über die Vorfälle in Bautzen: "Ich bin entsetzt, dass es in Deutschland wieder zu Szenen kommt, in denen ein Mob applaudiert, weil ein Flüchtlingsheim brennt.
Ein solches Verhalten ist erbärmlich", sagte die SPD-Politikerin dem "Tagesspiegel". "Wer Löscharbeiten behindert und Hassparolen gegen Flüchtlinge skandiert, ist kein besorgter Bürger, sondern kriminell und ein Rassist."

Gaffer mit abfälligen Bemerkungen und rassistischen Parolen
Anwohner sowie teils alkoholisierte Gaffer hatten den Brand mit "abfälligen Bemerkungen oder unverhohlener Freude" kommentiert, wie die Polizei mitteilte.
"Wir wollen keine Asylantenheime", riefen Anwesende laut einem Bericht der "Sächsischen Zeitung".
Darunter seien auch Kinder gewesen, die applaudierten und Flüchtlinge als "Kanaken" bezeichneten.

Die Polizei nahm die Personalien mehrerer Schaulustiger auf.
Außerdem nahm sie drei 19 und 20 Jahre alte Bautzener in Gewahrsam, die die Arbeiten der Feuerwehr massiv behindert hatten.
Sie hatten zuvor einen Platzverweis erhalten, hatten aber Widerstand geleistet.

Das Ortskundigen als Husarenhof bekannte Gebäude wurde zuletzt als Hotel genutzt und sollte zukünftig als Asylbewerberunterkunft dienen.


 
Verwundert über Aufregung: Bewohner von Clausnitz reden Bus-Attacke klein !

Die Clausnitzer fragen sich, was in ihrem Ort passiert ist.
Nur wenige verurteilen den Brüllangriff auf Flüchtlinge, die meisten reden das Geschehene klein - auch Heimleiter Thomas Hetze, der AfD-Mitglied ist.

Es gibt viele unschöne Sätze zu hören, wenn man mit den Menschen in Rechenberg-Bienenmühle über die Flüchtlingsbus-Attacke im Ortsteil Clausnitz spricht.
Am schwersten zu ertragen aber ist ihre Verwunderung.

Ein wütender Mob von bis zu hundert Leuten tobte am Donnerstagabend vor einem Bus mit 15 Neuankömmlingen, die in Deutschland Zuflucht suchen.
Das Gebrüll verängstigte die Businsassen dermaßen, dass sie sich zwei Stunden lang nicht aus dem Fahrzeug trauten.
Schließlich mussten Polizisten sie in ihre neue Unterkunft tragen.

Niemand in dem Erzgebirge-Ort Rechenberg-Bienenmühle streitet ab, dass das so vorgefallen ist.
Es gibt - zum Glück - ein Video.
Aber warum sich nun so viele Leute aufregen?
Warum Reporter in den Ort kommen?
Die Einwohner verstehen es nicht.
Viel eher verstehen sie schon, dass sich da Leute aufgemacht haben, um Flüchtlingen Angst einzujagen.

Ein Kind gewürgt?
"Einfacher Zwang"
Die Männermeute schrie so laut "Wir sind das Volk" und "Haut ab", dass ein Junge vorne im Bus in Tränen ausbrach.
Der Junge heißt Ramzi, kommt aus dem Libanon und ist 13 Jahre alt.
Sein Bruder, Luai, ist 15.
Ihn schleifte ein Polizist im Würgegriff aus dem Bus, weil er nicht aussteigen wollte.
Zu sehen ist diese Szene in der langen Version des Videos, und die bringt jetzt auch die sächsische Polizei in Erklärungsnot.

Zuerst standen nur zwei ältere Polizeibeamte da, als der Bus ankam, erzählt einer, der dabei war.
Der Mob war da, der Bus mit 15 Menschen kam, und dann ging so lange nichts, bis weitere Beamte kamen und den Bus räumten.

Die sächsische Polizei rechtfertigt das Gezerre, das Schieben und den Würgegriff als "einfachen Zwang" - das Haus sei nun mal der sicherste Ort gewesen.
Der Einsatz sei "verhältnismäßig" gelaufen.
Weil sich Businsassen den Beamten widersetzt haben sollen, kündigt der Polizeipräsident sogar Ermittlungen gegen einzelne Flüchtlinge an.

Clausnitz und Rechenberg-Bienenmühle stehen nun auf der langen Liste verrufener, sächsischer Orte mit rechtsextremer Gewalt.
Bei rechten Straftaten ist das Bundesland führend, jeder vierte Übergriff bundesweit findet in Sachsen statt.

Ein paar Helfer und Anwohner nennen die Geschehnisse von Clausnitz am Samstag scheußlich und schändlich, aber es sind wenige.
Die Verantwortlichen - vom Bürgermeister Michael Funke, der die erwartete Ankunft der Flüchtlinge am Donnerstagmittag öffentlich bekannt gemacht hatte, über den Heimleiter Thomas Hetze bis zum Wachdienst - sagen sinngemäß alle das Gleiche: Es werde viel aufgebauscht und übertrieben.

Angst vor Mördern
Nie würde er mit den Flüchtlingen einen Tee trinken, sagt ein Rentner an seiner Haustür unweit des Heims.
Die müssten erst ihre Religion ablegen, dann könne man über ein Willkommen reden.
Muslime sind für ihn Mörder, die darf es in seinem Sachsen nicht geben.

Die libanesische Familie um Ramzi, Luai und ihren Vater Majidi erklärt, sie sei vor Salafisten aus dem Libanon geflohen.
Vater und Söhne hatten Angst vor muslimischen Mördern, genau wie der sture Herr, der die Straße runter wohnt.
Sohn Luai, seit drei Monaten in Deutschland, übersetzt für seinen Papa.

Während die vier Syrerinnen, drei Libanesen, zwei Afghanen und sechs Iraner in den kleinen Wohnblocks am Ortsrand beisammensitzen, steht Heimleiter Thomas Hetze in der offenen Haustür, an der sich die brutale Szene am Donnerstag abgespielt hat.
Er lächelt und schaut drein wie ein rosiger Jugendherbergsvater.
Alles in Ordnung hier?
Hetze sagt, dass er hier nichts über die Unterkunft und die Bewohner sagen darf.
Verbot vom Landratsamt.

Dabei ist der Mann Hobby-Politiker, andernorts redet er gerne und viel - und dabei auch viel krudes Zeug: Heimleiter Hetze, zuständig für das Wohl von Flüchtlingen in einem feindseligen Ort, ist Mitglied der rechtspopulistischen Partei Alternative für Deutschland (AfD).

Nur von irgendwem gehört
Es existiert ein Redemanuskript Hetzes, die Ansprache hielt er Anfang November auf einer AfD-Kundgebung.
Darin warnt er vor einem "ungezügelten 100.000-fachen Einmarsch von Wirtschaftsflüchtlingen".
Dahinter stehe ein "amerikanischer Masterplan", der auf "Destabilisierung des Nordens von Afrika und des Nahen Ostens" abziele.
So sei ein Flüchtlingsstrom entstanden, der Europa schwächen solle.
Hetze sorgt sich laut Redemanuskript, weil "die oberste Regierung absichtlich gegen Deutschland und deren Einwohner arbeitet".

Zweimal wollte der Ingenieur Hetze Bürgermeister werden, zuletzt 2015 auf FDP-Ticket.
Dieselbe örtliche FDP, die im November die AfD-Vorsitzende Frauke Petry einlud, um in einem Gasthof nur wenige hundert Meter von Hetzes Wohnhaus entfernt zu sprechen.
"Herbstoffensive" nannte die AfD das damals.

Auf den Straßen von Clausnitz hört man von Bürgern immer wieder Variationen von Hetzes Rede.
"Die Amis", "der Islamismus", "die Berliner Politik", pauschale Verschwörungsmuster erklären hier alles, was nicht passt.
Und alle haben nur von irgendwem von der Schreiattacke vom Donnerstagabend gehört, keiner will da gewesen sein.
Und aus dem Ort, aus Rechenberg-Bienenmühle, waren die Krakeeler ganz sicher nicht.
Die meisten seien wohl angereist.

Die Linie hält Bürgermeister Michael Funke nicht durch.
Er sagt "Spiegel Online", er sei am Donnerstagabend an der Unterkunft gewesen, "um die Leute zu empfangen".
Alles werde nun "viel dramatischer dargestellt als es eben ist".
Er habe nur "zehn, vielleicht ein paar mehr" von den Krakeelern gekannt.
Also doch rassistische Clausnitzer Bürger, keine Krawallmacher aus der Umgebung?

Funke hat keine Zeit mehr.
Durch den Haustürspalt sagt er noch: Er habe Gäste.


 
Verschmähte Liebe: Frau in Ahaus entführt und erschossen !

Eine junge Frau ist in der Nähe von Ahaus entführt und durch Kopfschüsse getötet worden.
Dabei handelte es sich offenbar um eine Beziehungstat.

Die 28-Jährige wurde nach ersten Erkenntnissen der Ermittler von einem Mann am Samstagabend abgepasst und gezwungen, mit ihrem Auto zu einem entlegenen Parkplatz zu fahren.
Dort soll der 52-Jährige sein Opfer getötet haben.
"Der Mann erschoss sich anschließend selber", erklärte Oberstaatsanwalt Heribert Beck.

Rettungskräfte und Angehörige entdeckten das Auto mit den beiden Leichen gegen Mitternacht an der Landstraße 560.
Im Auto wurde die mutmaßliche Tatwaffe, eine Pistole, gefunden.
Beide lebten in anderen Beziehungen

"Wir gehen derzeit davon aus, dass der Täter bereits früher mit der jungen Frau eine Beziehung eingehen wollte, die jedoch nie zustande kam", sagte Kriminalhauptkommissar Ulrich Bux in einer Mitteilung, der die Mordkommission leitet.
"Die Gründe für diese grausame Tat liegen möglicherweise in den erfolglosen Annäherungsversuchen."

Das Opfer hatte laut "Bild"-Zeitung einen Freund, bei dem es sich kurz vor der Bluttat noch gemeldet hatte.
"Habe jetzt Schluss, komme gleich nach Hause", schrieb sie.

Der mutmaßliche Täter sei verheiratet, habe jedoch in einer anderen Beziehung gelebt, so die Polizei.
Den Ermittlern liegen keine Informationen vor, dass die Frau vor der Tat Stalking angezeigt hätte.
Die beiden Leichen sollen am Montag obduziert werden.


 
Tödliche Messerstecherei in bayerischer Asylunterkunft !

Dorfen - Tödlicher Ausgang einer Messerstecherei: Ein 20-jähriger Asylbewerber ist in einem Flüchtlingsheim im oberbayerischen Dorfen Polizeiangaben zufolge von einem 38-jährigen Mitbewohner erstochen worden.
Laut Polizei eskalierte in der Nacht ein Streit zwischen den beiden Männern.

Der Rettungsdienst fand den 20-Jährigen schwer verletzt in einem Zimmer des Wohncontainers.
Der Mann starb noch in der Unterkunft.
Der mutmaßliche Täter ließ sich widerstandslos festnehmen.


 
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