Aktuelle NEWS aus Deutschland !

Leiche bei Lörrach gefunden: Neunjähriger ist in den Fluten ums Leben gekommen !

Traurige Gewissheit: Der kleine Junge, der am Sonntag in Kandern, im Süden von Baden-Württemberg, vom Hochwasser mitgerissen wurde, ist tot.
Rettungskräfte entdeckten am Morgen die Leiche des Neunjährigen.

Der Junge wurde rund einen Kilometer entfernt vom Unglücksort flussabwärts gefunden.
Den Angaben zufolge starb er in den Fluten.

Er hatte am Sonntag an einem Dorfbach gespielt, der nach starken Regenfällen Hochwasser führte.
Nachdem er mitgerissen worden war, wurde eine große Suchaktion gestartet - Retter aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz suchten stundenlang, auch in der Nacht.
Auch Hubschrauber und Boote kam zum Einsatz.
Bereits am Sonntagabend waren Kleidungsstücke des Jungen am Fluss gefunden worden, der Neunjährige selbst blieb jedoch vermisst.

Strömungsretter der Wasserrettungsorganisation DLRG sowie Feuerwehrleute bargen nun die Leiche, wie ein Polizeisprecher sagte.
Die Eltern des Jungen sowie Angehörige wurden von Spezialisten eines Kriseninterventionsteams betreut.


 
Mehrere "Osmanen"- Rocker bei Razzia in NRW-Städten verhaftet !

Polizeieinsatz in mehreren Städten gegen „Osmanen Germania“ .....

Dinslaken/Essen. Am Montagnachmittag hat die Polizei in einer vom Präsidium Essen koordinierten Aktion mehrere Mitglieder des Rockerclubs „Osmanen Germania“ vorläufig festgenommen.

Einsatzkräfte der Polizei nahmen am Montagnachmittag bei abgestimmten Aktionen in mehreren Städten Nordrhein-Westfalens sieben Mitglieder des vorgeblichen Boxclubs „Osmanen Germania“ fest.
Der Aufbau der Gruppe ähnelt dem eines Rockerclubs, bei den Behörden fürchtet man deshalb neue Auseinandersetzungen in der Szene.

Auf dem Parkplatz einer Fast-Food-Kette und vor einem Bankautomaten griffen Zivilbeamte in Dinslaken zu: Es ist gegen 14 Uhr, als Einsatzkräfte in dunklen Fahrzeugen mit Bochumer und Essener Kennzeichen anrücken.
Die Polizisten nehmen hier mindestens zwei Männer fest.
Während mehrere Beamte einen noch zu Boden drücken, seine Hände mit Kabelbindern fixieren, kniet ein anderer bereits auf dem Parkplatz vor einem Pkw.
Um ihn herum stehen Polizisten in Sturmhauben.
Der Einsatz ist schnell vorbei, die Kombis verschwinden wieder und mit ihnen die Festgenommenen.
Zurück bleibt ein Golf mit Duisburger Kennzeichen, an dem zwei Männer Wache stehen.
Eine Scheibe des Fahrzeugs ist eingeschlagen, es muss abgeschleppt werden.

Zugriffe über mehrere Stunden
Ähnlche Szenen wie diese in Dinslaken spielten sich auch in Essen, Düsseldorf, Solingen und Kerpen ab.
Koordiniert wurden die Einsätze in NRW von der Polizei Essen, die während der Zugriffe nach einer Anfrage darum bat, die Berichterstattung um wenigstens eine Stunde zurückzustellen.
Das sollte verhindern, dass Mitglieder der „Osmanen Germania“ gewarnt und Polizisten in Gefahr gebracht würden.

Nach Abschluss des Einsatzes erklärte Pressesprecher Ulrich Faßbender, dass „vom Polizeipräsidium Essen seit geraumer Zeit ein Ermittlungsverfahren gegen die Rockerbande ‘Osmanen Germania’’ geführt werde.
Doch zu diesem könne er keine weitere Angaben machen, um die Ermittlungen nicht zu gefährden.
Auch, ob die sieben festgenommenen Mitglieder der „Osmanen Germania “ dem Haftrichter vorgeführt werden, wird noch nicht mitgeteilt.
Fest steht, dass bei den Durchsuchungen Beweismittel zu Tage gefördert werden sollten, die für das Ermittlungsverfahren von Bedeutung sein könnten.
Da die Polizei mit dem Widerstand der Mitglieder in den durchsuchten Gebäuden rechnete, wurden Spezialeinsatzkommandos aus Essen und Münster eingesetzt.

Innenministerium befasst sich mit dem Club
In vielen Städten sind Ableger der „Osmanen Germania“ vertreten, besonders aktiv sind die Mitglieder allerdings in NRW.
Hier soll es nach verschiedenen Berichten bis zu neun Chapter geben, sogar der Landtag befasste sich bereits mit ihnen.
Das Innenministerium des Landes erklärte, dass gegen einen Großteil der Mitglieder kriminalpolizeiliche Erkenntnisse vorliegen würden.

Anfang des Jahres trafen sich Dutzende der vermeintlichen Boxfreunde, die wie bei Rockerclubs üblich in Lederkutten mit Rückenaufnähern auftreten, in Neuss und Duisburg.
In der Ruhrgebietsstadt überschneiden sich die Einflussbereiche von „Bandidos“ und „Hells Angels“, eine weitere Gruppierung könnte für zusätzliche Unruhe im Rotlichtmilieu sorgen.


 
Bombendrohung gegen die Arbeitsagentur in Gelsenkirchen !

Gelsenkirchen. Das Gebäude war für etwa zwei Stunden gesperrt.
Ein verdächtiger Gegenstand wurde nicht gefunden.
Die Ermittlungen zum Vorfall dauern an.

Eine Bombendrohung gegen die Arbeitsagentur hat am Montagmorgen dafür gesorgt, dass das Gebäude etwa zwei Stunden lang gesperrt wurde.
Laut Polizei meldete sich gegen acht Uhr ein Mann von einem öffentlichen Fernsprecher über den polizeilichen Notruf.
Er gab an, dass innerhalb der „nächsten Stunde“ in den Räumlichkeiten an der Vattmannstraße 12 eine Bombe explodieren werde.

Deshalb sperrten die Einsatzkräfte der Polizei sowohl Gebäude als auch das Umfeld ab und durchsuchten die Räume.
Ein verdächtiger Gegenstand wurde nicht gefunden.

Ermittlungen zum Anrufer dauern an
Von einer ernsthaften Drohung sei die Polizei nicht ausgegangen, sagte Pressesprecher Torsten Sziesze.
Dennoch habe man den Ort natürlich untersucht.
Die Ermittlungen zu dem Anrufer dauern an.
Ihn erwartet unter anderem ein Strafverfahren wegen des Missbrauchs von Notrufen.


 
Flucht vor Polizei - Häftling in Düsseldorf schwer verletzt !

Düsseldorf. Auf der Flucht vor der Polizei wurde ein 28-jähriger flüchtiger Häftling beim Überqueren einer Straße von einem Auto erfasst und schwer verletzt.

Für diesen Häftling endete sein Fluchtversuch nicht in der Freiheit, sondern im Krankenhaus: Auf der Flucht vor einer Polizeistreife wurde ein 28-Jähriger am frühen Montagmorgen von einem Auto angefahren und schwer verletzt.

Gegen 7.15 Uhr überprüften Beamte die Wohnanschrift des 28-Jährigen im Stadtteil Eller.
Gegen den Mann lag ein Haftbefehl vor, da er aus der offenen Justizvollzugsanstalt (JVA) Castrop-Rauxel geflohen war.
Hier hatte er eigentlich eine Ersatzfreiheitsstrafe von insgesamt 136 Tagen wegen Diebstahls zu verbüßen.
Am 13. Januar hatte er seine Haftstrafe angetreten.
Nach Angaben eines Sprechers des NRW-Justizministeriums hatte der Mann seitdem bereits zwölf Ausgänge, von denen er immer zurückgekehrt war.

Gefangener floh über den Zaun
Nach Angaben der Gefängnisleitung war der Flüchtige über den Zaun gestiegen.
Während der Nachmittagszählung am Sonntag war sein Fehlen bemerkt worden.
"Bei uns handelt es sich um eine so genannte offene JVA", sagt die stellvertretende Leiterin Andrea Bögge.
Das Gelände sei ringsum von einem "hohen, aber nicht unüberwindbaren Zaun" umgeben.
"Der Gefangene hat das Gelände aktiv verlassen", so Bögge.
Beim offenen Vollzug spreche man aber nicht von einem Ausbruch, sondern von einer Entweichung, ordnet der Justizministeriums-Sprecher ein.

Als die Polizisten das Wohnhaus an der Von-Krüger-Straße am Montag ansteuerten, setzte sich gerade ein Mann, der der Personenbeschreibung entsprach, auf sein Fahrrad.
Per Außenlautsprecher forderten die Beamten den Radler mehrfach auf, stehen zu bleiben.
Der Angesprochene trat laut Polizei jedoch kräftig in die Pedale und flüchtete über einen Fußgängerpfad in Richtung Schloßallee und weiter zur Heidelberger Straße.
Beim Überqueren der mehrspurigen Fahrbahn übersah der 28-Jährige einen Pkw, der in Richtung Bernburger Straße unterwegs war.
Es kam zur Kollision, bei der der Flüchtende zu Boden stürzte und sich schwere Verletzungen zuzog.
Es bestehe aber keine Lebensgefahr, so die Polizei.

Der Mann, bei dem es sich tatsächlich um den Gesuchten handelte, wurde in eine Klinik eingeliefert.
Nach einer ersten Behandlung werden ihn dort auch wieder Justizbeamte "in Empfang nehmen".


 
Polizei in Duisburg stoppt Auto mit kompletter Couchgarnitur an Bord !

Duisburg. Eine komplette Couchgarnitur hatte ein Autofahrer in Duisburg in und auf seinen Wagen geladen.
Die Polizei setzte der Fahrt ein Ende.

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Wozu braucht man Lieferwagen, wenn es doch auch Limousinen gibt mit umklappbarer Rückbank?
Und großer Heckklappe? Und Autofahrer, die von der Kunst des Improvisierens etwas verstehen: In Duisburg führte das jetzt zu einem kurioses Transport - und einem reichlich gefährlichen, wie die Duisburger Polizei am Montag berichtete.

Im Duisburger Stadtteil Fahrn auf der Aldenrader Straße stieß eine Polizeistreife am vergangenen Freitag gegen 13.30 Uhr auf ein derart voll beladenes Auto, dass sie die Fahrt kurzum stoppte.
Und zwar auf Dauer.
Grund: In dem Renault Laguna älteren Baujahrs steckte eine komplette Couchgarnitur - unter Ausnutzung sämtlicher vorhandener Flächen.

Wohnzimmersessel mit einem Strick auf das Autodach gebunden
Die Couch ragte, eingeklemmt zwischen Dach und Stoßfänger, in kühner Weise unter der geöffneten Heckklappe aus dem Kofferraum heraus.
Einer der zwei Sessel lag auf der Couch-Sitzfläche, gehalten wohl nur durch den Druck der Heckklappe.
Der andere Sessel war mit einem groberen Strick über dem Fahrer- und Beifahrersitz auf das Dach gebunden.

Von "Ladungssicherheit" konnte da keine Rede sein, befand die Polizei.
Dem Fahrer wurde die Weiterfahrt untersagt.
Und er muss mit Post rechnen: eine Anzeige wegen einer Ordnungswidrigkeit.


 
Mehrmals ohne Führerschein unterwegs: Ein Jahr Knast !

Frankfurt/Main - Trotz fehlenden Führerscheins ist ein junger Mann immer wieder Auto gefahren - und muss deshalb ins Gefängnis.
Das Frankfurter Amtsgericht verhängte gegen den 20 Jahre alten Mann ein Jahr Haft.

Obwohl er erst zwei Wochen zuvor zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden war, hatte er sich wieder ans Steuer seines Firmenwagens gesetzt.
Dabei wurde er in einem Fall ohne Sicherheitsgurt geblitzt.
Kurze Zeit später fuhr er ausgerechnet auf einen Zivilpolizisten zu, der ihn noch von seinem Prozess kannte.

Vor Gericht räumte der Bauunternehmer die Vorwürfe ein.
Er brauche beruflich ein Fahrzeug, um auf die Baustellen zu kommen, habe aber aufgrund der gegen ihn verhängten Führerscheinsperren keine Möglichkeit, die Fahrprüfung zu absolvieren.
Das Gericht verhängte neben der Haftstrafe eine erneute Führerscheinsperre von einem Jahr.


 
Gericht verbietet "Team Wallraff"-Bericht über Helios-Kliniken !

RTL darf einen im Januar 2016 gezeigten Beitrag der Sendung "Team Wallraff - Reporter undercover" über die Helios-Kliniken nicht mehr ausstrahlen.
In der Folge "Wenn Krankenhäuser gefährlich werden" hatte sich eine Reporterin in das Helios-Krankenhaus Wiesbaden eingeschleust und heimliche TV-Aufnahmen gedreht.

Dagegen wehrten sich die Helios-Kliniken: "Das Filmmaterial wurde heimlich gedreht und ist insgesamt irreführend.
Die verdeckten Aufnahmen durch eine als Praktikantin getarnte Reporterin in zum Teil sehr intimen Situationen sind ein nicht gerechtfertigter Eingriff in die Privatsphäre unserer Patienten und Mitarbeiter."
Zudem sei der Bericht reißerisch gewesen, begründete die Geschäftsführung von Helios die Klage.
Das Landgericht Hamburg folgte dieser Sichtweise und erließ eine Unterlassungsverfügung.

Nicht der erste Gerichtsstreit um "Team Wallraff"
Es ist nicht das erste Mal, dass die TV-Berichte von "Team Wallraff" ein Fall für die Justiz werden.
Nach einem Beitrag im Magazin "Extra" vom Dezember 2015 über angebliche Missstände in den Hamburger Marseille-Kliniken zogen diese vor Gericht und erwirkten eine einstweilige Verfügung gegen RTL.

Schon im Sommer 2015 hatte das Unternehmen eine einstweilige Verfügung gegen RTL erwirkt.
Dabei ging es um eine Reportage aus Großküchen.

Kritik an Günter Wallraff
"Team Wallraff" ist ein Reporterteam, dass es sich zur Aufgabe gemacht hat, undercover Missstände in Unternehmen zu recherchieren und öffentlich zu machen.
Geleitet wird das Team vom bekannten Investigativjournalisten Günter Wallraff.

Wallraff hatte seit den 60er Jahren immer wieder mit spektakulären Undercover-Einsätzen und daraus resultierenden Enthüllungen für Aufsehen gesorgt.
Etwa als "Bild"-Redakteur oder als türkischer Gastarbeiter ("Ganz unten").
Seit Wallraff für RTL tätig ist, steht er häufig in der Kritik.


 
Köln-Neuehrenfeld: Streit in der Wohnung - Mann (47) tötet 59-Jährigen !

Köln -Tödlicher Streit in Köln-Neuehrenfeld!

Am Sonntagabend ist ein Kölner (59) in einem Mehrfamilienhaus im Verlauf eines Streites tödlich verletzt worden.

Die Polizei nahm einen Tatverdächtigen (47) vor Ort fest.

Nach bisherigen Ermittlungen geriet der 59-Jährige in seiner Wohnung auf der Äußeren Kanalstraße gegen 19.30 Uhr in einen zunächst verbalen Streit mit dem 47-Jährigen.

In dessen Verlauf kam es zu Handgreiflichkeiten, wobei der Angegriffene Verletzungen im Kopfbereich erlitt.
Alarmierte Polizisten nahmen den Tatverdächtigen in der Wohnung des Getöteten fest.

Die Polizei Köln hat eine Mordkommission eingesetzt.

Die Ermittlungen dauern an.

Der 47-Jährige machte bislang keine Angaben zur Sache, teilte die Staatsanwaltschaft mit.


 
Auf Flughafen-Toilette: Streit auf Klo endet mit Klobürsten-Attacke !

München - Schon Gerhard Polt wetterte im derbsten bairisch: "So was wie du gehört doch mit der Scheißbürsten rausgehaut".
Eine Dame nahm den Ausdruck wörtlich.

Zu einem handfesten Streit mit einer Klobürste als Tatwaffe ist es auf einer Damen-Toilette am Münchner Flughafen gekommen.
Nach Angaben der Polizei von Montag waren sich am Samstagabend drei Frauen an den Waschbecken in die Haare geraten.
Plötzlich habe dabei eine 31-Jährige eine 50 Jahre alte Kontrahentin mit der Klobürste attackiert.

Die Beamten konnten den Streit schnell schlichten, diverse Anzeigen wurden erstattet.
Den Grund für die ungewöhnliche Auseinandersetzung am ungewöhnlichen Ort konnte die Polizei nicht klären.


 
Schwarzfahrer zerstört ICE-Scheibe - und macht Polizei fassungslos !

München - Ein Mann war am Münchner Hauptbahnhof in Panik geraten, weil er in einem ICE festsaß.
Mit einem Nothammer zerschlug er erst die Scheibe - und gab dann noch Unglaubliches von sich.

Die Streifen der Bundespolizei am Münchner Hauptbahnhof müssen Tag für Tag Nerven wie Drahtseile haben.
Auch bei einem der jüngsten Vorfälle.
Wie die Polizei berichtet, wurden die Beamten am Montagmorgen gegen 6 Uhr zu einem ICE alarmiert.
Ein Lokführer hatte ein verdächtiges Geräusch vernommen, als er den Zug - in dem keine Fahrgäste sitzen sollten - gerade aus dem Bahnhof zur Lok rangieren wollte.
Aus dem Inneren ertönten plötzlich dumpfe Schläge.

Sobald die Polizisten sich der Geräuschquelle näherten, erkannten sie recht schnell, was da vor sich ging: Jemand versuchte sich aus dem Zug zu befreien, indem er die Scheibe mit einem Nothammer zertrümmerte.
Dieser Jemand war ein 66-jähriger Stuttgarter, der sich offenbar vor der Fahrkartenkontrolle verstecken wollte und dabei eingeschlossen wurde.
Möglicherweise ist er auch nachträglich eingestiegen, um Flaschen zu sammeln.
Das müssen die Ermittler jetzt herausfinden, heißt es.
In jedem Fall dürfte der Mann aber keine Fahrkarte gehabt haben.

Von Reue keine Spur - er beschwert sich sogar noch
Von schlechten Gewissen kann allerdings keine Rede sein: Gegenüber den Bundespolizisten wurde er aggressiv und beschwerte sich, dass es viel zu schwer sei, das Fenster komplett zu zerschlagen.
Im Notfall eine Katastrophe.
Ihm dürfte der Ernst seiner Lage nicht bewusst gewesen sein.

Mit seiner Aktion hat der blinde Passagier einen Schaden von etwa 2.500 Euro verursacht.
Gegen ihn wird nun wegen Sachbeschädigung ermittelt.
Der Zug muss in die Werkstatt.


 
Disco-Prügelei nach Wiesn-Besuch: Schläger geht in Berufung - Ferch-Prozess wird neu aufgerollt !

Diesen Auftritt hätte er sich wohl gerne erspart. Heino Ferch (52) muss erneut vor Gericht erscheinen.
Es geht um eine Disco-Prügelei, bei der der Schauspieler das Opfer war.

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Der Prozess rund um die Disco-Prügelei von 2014 muss neu aufgerollt werden. Foto:dpa/az​

München - Er ist Zeuge im Berufungsprozess gegen Steve R. (32).
Der Ex-Fußballprofi hatte sich 2014 in der Disco "Heart" mit Ferch geprügelt.
Wegen Körperverletzung hatte das Amtsgericht den Versicherungsmakler zu einer Geldstrafe verurteilt.
Doch sowohl der Verurteilte als auch die Staatsanwaltschaft legten Berufung ein.
Der Prozess muss also neu aufgerollt werden.
Diesmal am Landgericht.

Steve R. erklärte zum Prozessauftakt, dass ihn die Ferch-Affäre viele Kunden gekostet habe.
Er schilderte am Montag seine Version der Prügelei: Gegen Mitternacht seien er und ein Freund im Gedränge am VIP-Bereich gegen den Tisch von Ferch geschubst.
Der Schauspieler habe sich aufgeregt und sie mit Eiswürfeln beworfen.
Als ihm der Sektkübel mit dem Eis weggenommen wurde, habe ihn Ferch ohne Vorwarnung ins Gesicht geschlagen und verletzt.

Es kam zu einem kurzen Gerangel.
Er habe dann zugeschlagen, gibt Steve R. zu, "aber nur um mich zu wehren".
Ferch rutschte in der Folge aus, fiel hin.
Das Geschrei war groß.

Auch Heino Ferch wurde verletzt.
Er darf am Dienstag erzählen, wie es aus seiner Sicht dazu gekommen ist.


 
Festnahmen in Freital: "Generalbundesanwalt hat Wahnsinnstempo vorgelegt" !

Auf Anordnung der Bundesanwaltschaft haben Spezialeinheiten der Polizei in Sachsen fünf Rechtsextremisten festgenommen, die mehrere Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte verübt haben sollen.
Der Generalbundesanwalt habe ein "Wahnsinnstempo" vorgelegt und "endlich repressive Maßnahmen ergriffen", sagt Kathrin König, Thüringer Landtagsabgeordnete der Linken.
"Das hätte viel früher passieren müssen."

Generalbundesanwalt Peter Frank hatte kürzlich die Ermittlungen wegen Terrorverdachts an sich gezogen.
Nun ordnete er die Razzia an, bei der mehrere Räume und Wohnungen in Sachsen durchsucht wurden.
Mehr als 200 Beamte des Bundeskriminalamts, der Bundespolizei sowie der sächsischen Polizei waren beteiligt, darunter die Spezialeinheit GSG 9.

"Was ist im Freistaat Sachsen los?"
"Die Gefahr durch rechtsextreme Gewalt bleibt beständig", sagt König im Gespräch.
Es sein "ein Glück", dass bislang noch niemand bei den Anschlägen umgekommen sei, so die Politikerin.
Doch das werde von den Tätern "billigend in Kauf genommen", deren Ziel es sei, Flüchtlinge einzuschüchtern und davon abzuhalten, nach Deutschland zu kommen.

König wirft dem Land Sachsen vor, die Ermittlungen zu den Übergriffen verschleppt zu haben.
"Was ist im Freistaat Sachsen los?", fragt sie.
Wieso müsse erst der Generalbundesanwalt kommen und die Sache übernehmen.
"Repressive Maßnahmen zeigen Wirkung" und dies sei wichtig, um weitere Straftaten zu verhindern.
Rechtsextreme Straftaten passierten ja auch in anderen Städten.
"Freital ist nur der Höhepunkt".

"Die Täter wollen morden"
"Die rechtsextremistischen Übergriffe haben im vergangene Jahr an Anzahl und Brutalität deutlich zugenommen", sagt Simone Rafael von der Amadeu-Antonio-Stiftung in Berlin.
Nach ihrer Ansicht nehmen die Täter bei ihren Brandanschlägen Tote nicht nur billigend in Kauf, sondern: "Sie wollen morden."
Ihr Ziel sei es tatsächlich, Flüchtlinge und deren Unterstützer umzubringen.
Erschrecken wollten sie natürlich auch.

"Diese Tätergruppe ist von ihrer politischen Ideologie her eher unempathisch," so Rafael weiter.
"Und wenn sie an scharfe Waffen herankommen, werden sie sie auch einsetzen," warnt die Journalistin.
Dabei spreche sie nicht vom "rassistischen Normalbürger mit seinem Benzinkanister", sondern von in rechtsextremen Gruppierungen organisierten Straftätern.

Wie König wirft sie Polizei und Justiz bislang "traurige Ermittlungen" vor.
Schon lange seien rechtsextreme potentielle Täter in sozialen Netzwerken aktiv, "da muss es Methoden geben, an sie heran zu kommen".
Es müsse "Priorität der Polizei" sein, die Täter zu bestrafen.
Die vom Generalbundesanwalt angeordnete Razzia nennt Rafael einen "großen Erfolg".

"Weitere Aktivitäten laufen"
Die Ermittlungsbehörden haben unterdessen weitere Tatverdächtige im Visier.
"Der Ermittlungskomplex ist durchaus größer und weitere Aktivitäten laufen derzeit", sagte Sachsens Innenminister Markus Ulbig.
Details nannte der CDU-Politiker nicht. Die Sicherheitsbehörden würden konsequent an diesem Thema arbeiten.

Bei den am bereits Festgenommenen handelt es sich um vier Männer im Alter von 18 bis 39 Jahren und eine 27-jährige Frau.
Die Bundesanwaltschaft wirft ihnen vor, gemeinsam mit drei weiteren Beschuldigten eine rechtsterroristische Vereinigung in Freital gegründet zu haben.
Konkret soll die Gruppe für zwei Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte in Freital sowie auf ein alternatives Wohnprojekt in Dresden verantwortlich sein.

Schon seit einiger Zeit sitzen die zwei mutmaßlichen Rädelsführer der "Gruppe Freital", Timo S. und Patrick F., sowie der Deutsche Philipp W. in Untersuchungshaft.

Den insgesamt sieben Männern und einer Frau werden neben der Mitgliedschaft in einer rechtsterroristischen Vereinigung je nach Beteiligung an den einzelnen Anschlägen gefährliche Körperverletzung, Sachbeschädigung, die Herbeiführung von Sprengstoffexplosionen bis hin zu versuchtem Mord vorgeworfen.

Für Sprengstoffanschläge auf Asylbewerberunterkünfte sowie auf Wohnprojekte von politisch Andersdenkenden beschaffte sich die Gruppe nach Angaben der Bundesanwaltschaft aus Tschechien "pyrotechnische Sprengkörper" in dreistelliger Zahl.

Nach Angaben der Bundesanwaltschaft sollen Mitglieder der Gruppe im vergangenen Jahr drei Sprengstoffanschläge begangen haben, im September in Freital, im Oktober in Dresden und in der Nacht zum 1. November in Freital.
Dabei wurde ein Mensch verletzt.

Gruppe verübte wohl weitere Anschläge
Vermutet wird, dass weitere Attacken auf das Konto der Gruppe gehen.
"In welchem Umfang der rechtsterroristischen Vereinigung noch weitere Anschläge zuzurechnen sind, bleibt den weiteren Ermittlungen vorbehalten", sagte die Sprecherin der Bundesanwaltschaft, Frauke Köhler.

In diesem Jahr wurden nach Angaben des Innenministeriums bereits 337 Übergriffe gegen Asylunterkünfte registriert, darunter 66 Gewaltdelikte.

Linken-Politikerin König betonte unterdessen, was man neben konsequenten repressiven Maßnahmen gegen die Täter bräuchte: "eine starke Zivilgesellschaft, die sich gegen neonazistische Bestrebungen positioniert."
Diese müsse den Menschen zeigen, dass sie willkommen sind und für ihre Sicherheit gesorgt werde.

Eben dies täten die "normalen Menschen" bereits, sagt dazu Rafael.
"Sie wollen helfen, heißen die Flüchtlinge willkommen und senden damit deutliche Signale."
Doch auch die "politischen Eliten" müssten das tun und sich klar dazu bekennen.


 
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