Aktuelle NEWS aus Deutschland !

100 Kilogramm Drogen gefunden - sechs Personen in Haft !

Schlag gegen die Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen: In 20 Kunststoffsäcken beschlagnahmte die Polizei Dutzende Kilogramm Betäubungsmittel.
Außerdem wurden Personen festgenommen.

Bei einer Razzia gegen mutmaßliche Angehörige einer Drogenbande hat die Polizei in Duisburg insgesamt 100 Kilogramm Rauschgift, vermutlich Marihuana, sichergestellt.
Fünf Männer im Alter von 23 bis 53 Jahren und eine Frau (21) kamen in Untersuchungshaft, wie die Staatsanwaltschaft Essen am Montag mitteilte.
Zwei weitere Verdächtige kamen später wieder auf freien Fuß.

Der Razzia waren mehrwöchige Ermittlungen vorausgegangen.
Am Freitagabend schlugen die Beamten dann zu: Zeitgleich stoppten Spezialkräfte in Duisburg einen Kleinwagen und einen Transporter und nahmen die Insassen fest.

In Essen und Bottrop wurden Wohnungen von Tatverdächtigen durchsucht und weitere Personen festgenommen.
Beteiligt waren auch ein Polizeihubschrauber sowie Beamte aus Hessen und Köln.

Das Rauschgift lag im Transporter in 20 zugeschweißten, schwarzen Kunststoffsäcken.
Bei den Wohnungsdurchsuchungen wurden unter anderem Drogen und Datenträger sichergestellt.
Die Ermittlungen dauern an.


 
Polizei lässt Impfpass-Fälscherwerkstatt auffliegen !

In Hamburg war die Polizei einem gesuchten Drogendealer auf der Spur – und fand bei den Ermittlungen eine offenbar professionelle Fälscherwerkstatt für Impfpässe.

In Hamburg hat die Polizei eine Fälscherwerkstatt für Impfpässe hochgenommen.
Wie das "Hamburger Abendblatt" berichtete, kam der 38-jährige Hauptverdächtige in Untersuchungshaft.

Dem Bericht zufolge fanden die Ermittler die Werkstatt per Zufall: Eigentlich hätten sie nach einem Drogendealer gefahndet.
Auf der Straße Bekassinenau in Rahlstedt hätten sie ihn dann dabei beobachtet, wie er sich offenbar mit einem Mann zur Übergabe eines Impfpasses traf.

Impfpass-Fälscher aus Hamburg droht lange Haftstrafe
Der 27-jährige Drogendealer wurde daraufhin verhaftet, gegen ihn lag bereits ein Haftbefehl vor.
Die Beamten durchsuchten ebenfalls die Wohnung des anderen Mannes – und fanden dort hunderte Impfpässe.
Einige seien bereits gefälscht ausgefüllt gewesen: Mit Impfstoff-Etiketten und einem offenbar gestohlenen Stempel aus dem Impfzentrum in Buchholz.
Es wurden auch rund 30.000 Euro in bar gefunden.

Der Mann wurde festgenommen und befindet sich in Untersuchungshaft.
Ihm droht laut dem Nachrichtenmagazin "Stern" wegen mehrerer Drogendelikte und der mutmaßlichen Fälschungen eine lange Haftstrafe.
Auch werde gegen die Käufer der gefälschten Impfpässe wegen Urkundenfälschung ermittelt.


 
Stromausfall in Dresden vermutlich durch Ballon verursacht !

Dresden - Ein Stromausfall in Dresden ist nach jetzigem Kenntnisstand vermutlich durch einen metallbeschichteten Ballon verursacht worden.
Ob dieser Ballon gezielt gesteuert oder zufällig an die neuralgische Stelle des Einspeise-Umspannwerks Dresden Süd gelangte, wurde im Laufe des Abends von der Kriminalpolizei vor Ort untersucht, wie der Netzbetreiber SachsenEnergie mitteilte.
Bei der Untersuchung der Störungsursache seien verschmorte Reste eines Flugobjekts gefunden.
Die Auswertungen der Untersuchungen dauerten an.

Die Landeshauptstadt war am Montagnachmittag von einem weitgehenden Stromausfall betroffen gewesen.
Den Angaben zufolge waren zeitweise 300.000 Haushalte im gesamten Versorgungsgebiet in Dresden betroffen, darunter auch Industriekunden.
Die Störung war auch in umliegenden Städten wie Radebeul, Radeberg und Freital zu bemerken.
SachsenEnergie teilte mit, dass um 15 Uhr wieder 95 Prozent der Haushalte versorgt waren.


 
Bei Anruf Koks: Berliner Postbote wird zum Internet-Großdealer !

Sein Chat-Imperium umfasste 10.000 Mitglieder.

Als toller Unternehmer wollte er Karriere machen.
Nun sitzt Stefan U. (35) wegen hundertfachen Drogenhandels auf der Anklagebank.

Einen „Drogen-Lieferservice“ hatte der Mann aus Steglitz aufgebaut.
Sein Angebot: Kokain, Amphetamin, MDMA und Ecstasy sowie das verschreibungspflichtige Arzneimittel Ketamin.
Im November 2019 ging er als „Drogen-Unternehmer“ an den Start.
Der Handel lief über einen Messengerdienst.

Angeklagt nun 333 Taten.
In 261 Fällen soll er über verschiedene Chatgruppen sein „Menü“ angeboten, verkauft und anschließend mit verschiedenen Fahrzeugen im Berliner und Potsdamer Stadtgebiet ausgeliefert haben.
Umsatz: 70.614 Euro laut Anklage.
Ab April 2020 hatte Stefan U. auch einen eigenen Koks-Umschlagplatz im Netz: Er ermöglichte anderen Dealern, über eine von ihm ins Leben gerufene und moderierte Chat-Gruppe ihre illegalen Geschäfte mit Teufelszeug abzuwickeln – gegen monatliche Gebühr von 200 Euro.
Mit dem Geschäft als Drogen-Administrator habe er 31.000 Euro kassiert.

Sein Geschäftspartner hatte sich als Mathe-Professor ausgegeben
Stefan U., gelernter Postbote, schiebt seinen Absturz ins Dealer-Milieu auf einen falschen Freund.
Mit dem habe er 2017 eine Firma gegründet.
U. mit leuchtenden Augen zur Richterin: „Es war schon immer mein Traum, ein Unternehmen zu führen.“
Sein Geschäftspartner habe sich ihm gegenüber als Mathe-Professor ausgegeben, sagte U. – „wir boten Beratungsleistungen und Softwareprodukte an“.
Daten sammeln, verknüpfen, auswerten – „wir haben das Unternehmen schnell hochgezogen“.
Sogar mit Rennwagen hätten sie sich befasst. Kunden zahlten an.

Stefan U.: „Aber ab 2019 ging es mit Mahnungen los.“
Der angebliche Freund, der sogar bei ihm gewohnt habe, soll sich als Hochstapler entpuppt haben.
Er sei schließlich mit allen Dokumenten von der Bildfläche verschwunden.
Der Angeklagte: „Es blieb ein sechsstelliger Betrag an Schulden zurück.
Ich bin mit der Firma gescheitert, weil ich hinters Licht geführt worden bin.“
U. stöhnte: Er sei verzweifelt gewesen, habe nicht einmal mehr die Miete zahlen können.
„Da erinnerte ich mich an ein Gespräch über Drogentaxis, das ich zufällig gehört hatte.“

Er koordinierte und entschied, wer als Händler zugelassen wird
Er habe sich gedacht: „So komme ich schnell an Geld.“
Vorher habe er nie mit Drogen zu tun gehabt.
Über einen Messengerdienst habe er eine Gruppe gefunden und Drogen gegen Gebühr verkauft.
Stefan U.: „Dann habe ich eine eigene Gruppe gegründet.“
Er koordinierte und entschied, wer als Händler zugelassen wird.
Der Staatsanwalt: „Die Gruppe verfügte am 10. März 2021 über knapp 10.000 Mitglieder.“
Mehrere Dutzend Händler habe es gegeben.
Ein anonymer Hinweis führte zu Ermittlungen.

Vor sechs Monaten klickten schließlich die Handfesseln.
Aus der Traum vom Firmen-Chef.
Nun gestand er mit einer Einschränkung: In seiner Chat-Gruppe seien deutlich weniger Händler aktiv gewesen als in der Anklage aufgelistet.
Fortsetzung: Dienstag.


 
Unbekannte attackieren Jobcenter in Hamburg: Staatsschutz ermittelt !

In Hamburg ist es zu zwei Anschlägen gekommen: Am Jobcenter Altona wurde ölige, braune Flüssigkeit verspritzt und in Rahlstedt sind Fensterscheiben beschädigt worden.
Nun ermittelt der Staatsschutz.

Unbekannte Täter haben den Eingangsbereich des Jobcenters Alte Königstraße in Hamburg-Altona mit einer unbekannten öligen, braunen Flüssigkeit beschmiert.
Da es sich um eine behördliche Einrichtung handele und daher eine politische Motivation hinter der Tat stecken könne, ermittle nun der Staatsschutz, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag.

Angriffe auf Jobcenter in Hamburg: Kein Bekennerschreiben
Ein Polizeisprecher erklärt: "Es wurden keine Bekennerschreiben oder Vergleichbares an den Tatorten gefunden", wie das Abendblatt berichtet.
Auch zu möglichen Motiven und der Schadenshöhe konnten zunächst keine Aussagen getroffen werden.

Ebenfalls am Dienstag wurde den Angaben zufolge entdeckt, dass am Jobcenter in der Meiendorfer Straße in Rahlstedt Fensterscheiben beschädigt wurden.
Auch hier ermittelt der Staatsschutz.


 
Fahndung in Hannover: Polizei sucht nach vermisstem Elfjährigen und seiner Mutter !

n Hannover sucht die Polizei nach einem Elfjährigen und seiner Mutter, die seit Tagen vermisst werden.
Nun wendet sie sich an die Öffentlichkeit.

Die Polizei Hannover sucht mit einem Foto öffentlich nach dem elfjährigen Antonio G. sowie seiner Mutter Franziska T. und bittet die Bevölkerung um Mithilfe.

Die beiden sind laut Mitteilung der Polizei seit dem 3. September aus dem Stadtteil Vahrenwald verschwunden.
An diesem Tag soll es den letzten Kontakt zwischen dem 51-jährigen Vater von Antonio G. und seinem nun vermissten Sohn gegeben haben.
Dieser soll sich zu dem Zeitpunkt in der Obhut der 34-jährigen Mutter befunden haben.
Nach Ende des Ferienumgangs wurde das Kind demnach nicht mehr an seinen sorgeberechtigten Vater zurückgegeben.

Gefahr nicht auszuschließen
Bisher führte die Fahndung nicht zum Auffinden von Mutter und Sohn.
Aktuell geht die Polizei davon aus, dass die beiden weiterhin gemeinsam unterwegs sind, schließt aber eine Gefahr für Leib oder Leben der Vermissten nicht aus.

Der elf Jahre alte Antonio G. ist etwa 1,45 Meter groß, hat blonde, kurze Haare mit einem Scheitel nach links und blaue Augen.
Er hat vermutlich einen orangefarbenen Rucksack bei sich.
Zur Bekleidung kann die Polizei keine Angaben machen.

Die 34 Jahre alte Franziska T. ist rund 1,70 Meter groß.
Sie hat eine schlanke Figur, braun-blonde kurze Haare und trägt eine Brille.

Die Polizeiinspektion Hannover bittet Zeugen, die Hinweise zu den Vermissten geben können, sich unter der Telefonnummer 0511 109-2717 zu melden.


 
Streit in Essen-Borbeck: Polizei sucht mit Hubschrauber nach Verdächtigen !

Im Nordosten von Essen kreiste ein Hubschrauber am Himmel.
Nach Polizeiangaben wird eine Person gesucht.

Im Essener Stadtteil Borbeck ist die Polizei derzeit im Einsatz.
Nach einer "Bedrohungslage" sucht sie nach einem namentlich bekannten Verdächtigen.
Medienberichte, nach denen die Person ein Messer bei sich trägt, könne die Polizei nicht bestätigen, schrieben die Beamten am frühen Nachmittag auf Twitter.

Die Polizei war zunächst mit vielen Einsatzkräften vor Ort.
Auch ein Hubschrauber war im Einsatz.
Da ein erster Tatverdacht nicht bestätigt werden konnte, reduzierte die Polizei das Kräfteaufgebot gegen 15 Uhr.

Die Ermittlungen dauern dennoch an.
Weitere Informationen zu den Hintergründen sind bislang nicht bekannt.
Es bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung, heißt es.


 
Dortmund: Teenager nach Überdosis tot - Dealer vor Gericht !

In Lünen ist vor zwei Jahren ein junger Mann durch Betäubungsmittel ums Leben gekommen.
Ein 45-Jähriger verkaufte ihm zuvor massenweise Ecstasy und Marihuana.

Nach dem Drogentod eines 18-Jährigen in Lünen hat vor dem Dortmunder Landgericht der Prozess gegen den mutmaßlichen Dealer des Opfers begonnen.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem 45-jährigen Angeklagten vor, den Tod des Teenagers im Frühjahr 2019 leichtfertig in Kauf genommen zu haben.

Zu Prozessbeginn am Dienstag hieß es dazu in einer vom Verteidiger abgegebenen Erklärung: "Der Tod des jungen Mannes hat bei meinem Mandanten zu großem Entsetzen geführt.
Das hat ihn sehr mitgenommen."
Der 18-Jährige habe beim Kauf des Rauschgifts jedoch einen ganz normalen Eindruck gemacht.

Der Angeklagte soll dem Teenager am Tag vor dessen Tod zehn Gramm Marihuana und 14 Ecstasy-Tabletten verkauft haben.
Am nächsten Morgen war der 18-Jährige als Notfall in ein Lüner Krankenhaus eingeliefert worden, wo die Ärzte aber nichts mehr für ihn tun konnten.
Im Blut des Verstorbenen sollen später Rückstände der beiden illegalen Drogen und auch Alkohol festgestellt worden sein.


 
Berlin: Verdacht auf Betrug mit Arztrezepten - Apotheker vor Gericht !

Weil er an jahrelangen Betrügereien einer Bande mit gefälschten Arztrezepten beteiligt gewesen seien soll, muss sich ein Apotheker seit Dienstag vor dem Berliner Landgericht verantworten.
Dem 59-Jährigen werden 77 mutmaßliche Taten in der Zeit von August 2013 bis Juli 2017 zur Last gelegt.
Er soll durch den Schwindel mehr als 800.000 Euro erlangt haben.

In einer Erklärung des Angeklagten hieß es, er habe die Grenze zwischen erlaubt und verboten aus den Augen verloren.
Die Summe habe er fast vollständig zurückgezahlt.

Laut Anklage hatte die Bande in der Zeit von 2013 bis Mitte 2017 Rezepte für teure Medikamente gefälscht und in Apotheken eingelöst.
Die erschlichenen Medikamente seien an Apotheker mit Großhandelslizenz unter dem Großhandelspreis veräußert worden.
Die gefälschten Rezepte seien dann bei den Krankenkassen abgerechnet worden.

Die Anklage gegen den 59-Jährigen lautet auf gewerbs- und bandenmäßigen Betrug, Urkundenfälschung und Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz.
Der Prozess wird am 17. September fortgesetzt.



 
Berlin: Diebstahl von 242 Tablets aus Schule - Fast drei Jahre Haft !

Nach dem Diebstahl von 242 Tablets aus einer Berliner Schule ist der Angeklagte zu zwei Jahren und elf Monaten Gefängnis verurteilt worden.
Der 27-Jährige, der damals als Mitarbeiter einer Reinigungsfirma in dem Schulgebäude tätig war, habe eine günstige Gelegenheit genutzt und die Geräte im Gesamtwert von fast 100.000 Euro aus einem alarmgesicherten Raum entwendet, begründete das Amtsgericht Tiergarten am Dienstag die Entscheidung.

Der Angeklagte wurde des Diebstahls in einem besonders schweren Fall schuldig gesprochen.
Das Gericht ordnete zudem die Einziehung von Wertersatz in Höhe der Beute an.

Schüler aus sozial benachteiligten Familien sollten in der Corona-Pandemie die Tablets für den Unterricht zu Hause bekommen.
Die 242 Geräte wurden laut Anklage in der Nacht zum 28. Januar 2021 gestohlen - nur wenige Stunden nach der Lieferung.
Der 27-Jährige wurde knapp zwei Wochen nach der Tat festgenommen.
Der Verbleib der Tablets ist bis heute unklar.
Wegen der Nutzung eines Transponder-Chips zum Ausschalten der Alarmanlage sei das Reinigungspersonal schnell in Verdacht geraten, hatten Ermittler erklärt.
Nur ein kleiner Kreis von Personen habe von der Lieferung gewusst.

In der Gesamtschau der Indizien komme nur der Angeklagte als Täter in Frage, so das Gericht.
Er habe als Reinigungskraft über einen Transponder und einen Generalschlüssel verfügt.
Als die Tablets überraschend angeliefert wurden, sei der 27-Jährige im Schulgebäude gewesen.
Nach Mitternacht habe er die Schule erneut aufgesucht und die Alarmanlage mit einem Transponder unscharf gestellt.

Die Richter berücksichtigten im Strafmaß, dass der Angeklagte nicht vorbestraft ist und von einer Spontantat auszugehen sei.
Zudem seien die Sicherungsvorkehrungen für die Geräte im Gesamtwert von 96.800 Euro völlig unzureichend gewesen.

Die Staatsanwältin hatte eine Strafe von drei Jahren und vier Monaten Haft gefordert.
Die beiden Verteidiger plädierten nach fast zweimonatigem Prozess auf Freispruch.
Der Angeklagte hatte kurz vor dem Urteil erklärt, er habe die Tat nicht begangen.
Einer der Anwälte kündigte bereits die Prüfung von Rechtsmitteln an.


 
Zahl steigt auf 72: Noch mehr Infizierte nach 2G-Party in Münster !

Trotz 2G-Bedingungen haben sich bei einer Party in Münster mittlerweile bereits 72 Besucher mit Corona infiziert.
Weitere Ansteckungen sind wahrscheinlich, sagt die Stadtverwaltung.
Verstöße vonseiten der Clubbetreiber oder bei den Impfnachweisen können bisher nicht festgestellt werden.

Die Zahl der bekanntgewordenen Corona-Infektionen unter den Besuchern der "2G"-Clubparty in Münster ist auf 72 gestiegen.
Davon kämen 55 Gäste aus Münster, die übrigen Personen wohnten in der erweiterten Region, teilte die Stadt mit.
"Auch ein Mitarbeiter des Clubs ist infiziert", hieß es.

Insgesamt hatten am 3. September rund 380 Menschen an der Partynacht teilgenommen.
Für den Zutritt galt die 2G-Regel, das heißt, nur Geimpfte oder Genesene wurden reingelassen.
"Weitere Ansteckungen sind wahrscheinlich, da vereinzelt noch Infektionsmeldungen mit Bezug zu dem Club-Event eintreffen."
Auf die Infektion aufmerksam geworden seien die Betroffenen aufgrund milder Symptome oder durch eine Meldung ihrer Corona-Warn-App auf dem Smartphone.
Die Impfung schütze zwar vor einer schweren Erkrankung, eine Ansteckung und weitere Übertragungen seien hingegen nicht auszuschließen, betonte Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer vergangene Woche.

Von den Infizierten aus Münster forderte das Gesundheitsamt Impfnachweise an.
Bisher hätten keine Verstöße bei den Impfnachweisen festgestellt werden können, berichtete die Stadt.
Auch sonst habe sich der Club nach bisherigem Kenntnisstand an die rechtlichen Rahmenbedingungen und behördlichen Auflagen gehalten.

Nach Bekanntwerden des Ausbruchs hatte die Stadt Münster das Hygienekonzept des Clubs als vorbildlich gelobt: Nicht nur hatte der Club nur immunisierten Menschen Zutritt gewährt, auch die Lüftungsanlagen überträfen laut Wartungsfirma die Anforderungen.
Das Gesundheitsamt empfahl allen Gästen der Party, einen Bürgertest vornehmen zu lassen.
Bei Symptomen sollten sich die Partygäste an einen Hausarzt wenden.


 
Millionen erschlichen: Staatsanwaltschaft ermittelt !

Koblenz - Wegen Veruntreuung von Arbeitsentgelt, Schwarzarbeit sowie anderer Taten hat die Staatsanwaltschaft Koblenz Anklage gegen drei Männer erhoben.
Die Männer im Alter zwischen 36 und 51 Jahren sollen der Behörde zufolge in Rheinland-Pfalz und im Saarland Scheinrechnungen erstellt beziehungsweise angekauft haben.
Der Betrug habe sich zwischen August 2017 bis Dezember 2020 abgespielt, heißt es in einer Mitteilung vom Dienstag.

Im Zentrum der Ermittlungen steht ein 51 Jahre alter Mann, der eine Firma im Sicherheitsgewerbe in Rheinhessen betreibt.
Laut Staatsanwaltschaft sitzt er in Untersuchungshaft.
Er soll Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von über drei Millionen Euro hinterzogen haben.
Dazu habe er Scheinfirmen genutzt, die an die von ihm geführte Firma Rechnungen für nie geleistete Arbeiten ausgestellt hätten.
Der Mann habe die Rechnungen bezahlt und diese Beträge abzüglich einer Provision wiederum in bar zurückerhalten.
Mit diesem Geld habe er dann "nicht oder nicht ordnungsgemäß" zur Sozialversicherung angemeldete Schwarzarbeiter bezahlt.

Die zwei weiteren Verdächtigen sollen den 51 Jahre alten Mann unterstützt haben, indem sie Scheinrechnungen zur Verfügung gestellt haben.
Auf diese Weise hätten sie ihn "bei der Generierung des 'Schwarzgeldes' und der Auszahlung der 'Schwarzlöhne' unterstützt".
Außerdem sollen sie eine Million Euro aus einer bankrotten Servicefirma dem Insolvenzverwalter verschwiegen haben.
Haftbefehle gegen beide Männer wurden im Mai 2021 gegen Meldeauflagen und Sicherheitsleistungen außer Vollzug gesetzt, heißt es.

Weitere Ermittlungen gegen 16 Beschuldigte, bei denen es sich um die eingetragenen oder faktischen Geschäftsführer weiterer Servicefirmen sowie um Angestellte des 51 Jahre alten Hauptangeklagten handelt, dauern nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch an.
Ein Termin zur Hauptverhandlung vor der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Koblenz ist noch nicht bestimmt.


 
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