Aktuelle NEWS aus Deutschland !

Tödliche Schläge in Psychiatrie: Verfahren gegen Patienten !

Aurich - Vor dem Landgericht in Aurich muss sich von diesem Mittwoch (9.00 Uhr) an ein 35 Jahre alter Psychiatrie-Patient verantworten.
Er soll im Januar dieses Jahres im Zustand der Schuldunfähigkeit in der geschlossenen Psychiatrie des Klinikums Emden einen Mitpatienten mit Schlägen so schwer verletzt haben, dass dieser später an den Folgen der Verletzungen starb, wie das Gericht mitteilte.
Danach soll der Mann weitere Patienten durch Schläge ins Gesicht verletzt haben.
Zudem wirft ihm die Staatsanwaltschaft noch Fälle von sexueller Belästigung und Beleidigung von Polizisten vor.

Die Anklagebehörde geht davon aus, dass der Beschuldigte die Taten wegen einer psychischen Erkrankung im Zustand der Schuldunfähigkeit begangen hat.
Die Kammer soll daher im sogenannten Sicherungsverfahren über die Unterbringung des Mannes in einem psychiatrischen Krankenhaus entscheiden.
Zum Prozessauftakt sollen mehrere Zeugen gehört werden.


 
Mann nach Streit mit Messer bedroht !

St. Ingbert - Ein Mann ist in einer Gaststätte in St. Ingbert mit einem Messer bedroht worden.
Zwischen ihm und einem weiteren Gast war es am Dienstagabend zu einem Streit gekommen, der dann in einer Rangelei mündete, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte.

Plötzlich habe sein Kontrahent ein Klappmesser gezogen und gedroht, ihn damit umzubringen.
Der bedrohte Mann sowie weitere Gäste konnten den mutmaßlichen Täter den Angaben zufolge aus der Gaststätte drängen.
Die Polizei habe ihn dann nach einer Fahndung unweit der Gaststätte auffinden können.

Gegen ihn sei ein Strafverfahren eingeleitet worden.
Er sei aber weiterhin auf freiem Fuß, sagte eine Sprecherin.


 
Nach Streit um Maskenpflicht: Bewaffneter Mob will Berliner Imbiss stürmen !

Knapp 100 teils bewaffnete Menschen haben nach einem Streit um die Maskenpflicht Imbissmitarbeiter bedroht.
Zwischen Imbissbesitzer und Maskenverweigerer war zuvor ein gewaltsamer Streit entbrannt.

Nach einem Streit um die Maskenpflicht hat ein bewaffneter Mob versucht, einen Berliner Imbiss zu stürmen.
Am Dienstagnachmittag wurden Einsatzkräfte zu dem Imbiss im Ortsteil Altglienicke gerufen, wo hundert Menschen in das Geschäft eindringen wollten und die Mitarbeiter bedrohten, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte.
Vor Ort hätten die Beamten bei ruhiger Lage noch etwa 25 Menschen festgestellt.

Ermittlungen der Polizei ergaben, dass ein 19- und ein 20-Jähriger am Nachmittag den Imbiss betreten hatten.
Von einem 24-jährigen Mitarbeiter sollen sie auf die Maskenpflicht hingewiesen worden sein.
Darauf hätten die beiden mit Unverständnis und Aggressivität reagiert und gegen den Tresen geschlagen.

Maskenverweigerer droht mit großer Menschentruppe
Der 24-Jährige soll daraufhin mit Unterstützung zweier weiterer 28-jähriger Mitarbeiter die beiden Männer aus dem Geschäft gedrängt haben.
Zwischen dem 19-Jährigen und dem 24-Jährigen sei es zu einer körperliche Auseinandersetzung gekommen, bei der beide einander ins Gesicht geschlagen haben sollen.
Anschließend flüchtete das Angreiferduo, kündigte aber an, mit einer größeren Gruppe von Menschen zurückzukehren.

Einige Stunden später sei eine unüberschaubare Gruppe vor dem Imbiss erschienen.
Laut Zeugen waren es bis zu hundert Männer – zum Teil mit Messern, Schreckschusswaffen und Pfefferspray bewaffnet.
Die Mitarbeiter seien vor das Geschäft getreten, um sich gegen einen Angriff zu verteidigen.
Dabei sollen sie den 19-Jährigen aus der Gruppe ergriffen und geschlagen haben.
Als die Polizei eintraf, flüchtete der Großteil der Gruppe, während sich die Mitarbeiter wieder in das Geschäft begaben.

Maskenverweigerer ohne Bewusstsein auf Rückbank
Wenig später fuhr ein Mann mit einem Auto vor und bat um Hilfe.
Auf der Rückbank des Wagens lag der 19-Jährige ohne Bewusstsein mit Verletzungen im Gesicht.
Die Beamten versorgten ihn, ein Rettungswagen brachte ihn in ein Krankenhaus.
Als er wieder zu Bewusstsein kam, reagierte er aggressiv und wollte keine Angaben zum Geschehen machen.
Eine Alkoholmessung ergab einen Wert von 2,6 Promille.
Nach ambulanter Behandlung wurde er entlassen.

Vor dem Geschäft beschlagnahmten die Einsatzkräfte einzelne Bewaffnungen.
Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs, des Verdachts der einfachen und gefährlichen Körperverletzung und des Verstoßes gegen das Waffengesetz.


 
Prozess um einen Gräuelmord: Kannibalismus-Verdacht - Lehrer aus Pankow soll Monteur getötet und zerstückelt haben !

Am 5. September des vergangenen Jahres verließ Stefan T. kurz vor Mitternacht seine Wohngemeinschaft in Lichtenberg.
Der 1,90 Meter große Hochleitungsmonteur hatte offenbar seinen schwarzen Rucksack mit der Aufschrift „Back to the Future“ dabei und trug ein schwarzes Basecap der Marke „Ripcurl“ mit einem weißen Aufkleber an der Vorderseite.
Er war bekleidet mit einem T-Shirt, über dem er ein kurzärmeliges Hemd trug, und einer khakifarbenen Cargo-Hose.
Stefan T., so hieß es damals, soll verabredet gewesen sein.
Erst sieben Wochen später ging die Polizei mit einem Foto des 43-jährigen Vermissten an die Öffentlichkeit.
Doch der Hüne mit den rotblonden gelockten Haaren blieb verschwunden, sein Schicksal ungewiss.

Bis zum 8. November.
An jenem Sonntag stieß der Hund eines Spaziergängers in einem Waldstück am Buchholzer Graben in der Nähe der Schönerlinder Chaussee im Pankower Ortsteil Französisch-Buchholz auf einen komplett skelettierten Knochen.
Rechtsmediziner untersuchten den Fund, der offenbar zu einem Bein eines Menschen gehörten.
Wenig später teilte die Polizei mit: Die gefundenen sterblichen Überreste stammten von dem seit Wochen vermissten Stefan T.
Das habe ein DNA-Abgleich ergeben.
Offenbar wurde er Opfer eines Verbrechens.
Am 18. November nahmen Ermittler der 6. Mordkommission einen 41-jährigen Tatverdächtigen fest.
Ein Richter erließ Haftbefehl wegen des Verdachts des Sexualmords aus niedrigen Beweggründen.

Ab kommenden Dienstag muss sich Stefan R. wegen Mordes vor der 32. Großen Strafkammer verantworten, einer Schwurgerichtskammer, die in Fällen von vollendeten und versuchte Tötungsdelikten verhandelt.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Lehrer vor, sein Opfer zur Befriedigung des Geschlechtstriebs und aus niedrigen Beweggründen getötet zu haben.
Den Toten soll er nach der Tat in seiner Wohnung zerlegt und die Leichenteile an verschiedenen Orten in Berlin deponiert haben.
Sterbliche Überreste wurden noch Anfang dieses Jahres gefunden.
Die Staatsanwaltschaft sprach bei Anklageerhebung im Mai von einer „sadistisch-kannibalistisch geprägten sexuellen Tatmotivation“.
Weiter hieß es, dass es keine Anhaltspunkte dafür gebe, dass das Opfer in seine Tötung eingewilligt habe.

Mantrailer-Hunde führten zur Wohnung des Beschuldigten
Stefan R. soll den Monteur am 6. September auf einem ******-Portal kennengelernt, am selben Tag getroffen und auf bisher nicht bekannte Weise getötet haben.
Die Mordermittler stießen auf den mutmaßlichen Täter offenbar durch die Auswertung des Chatverlaufs des ******-Portals.
Zudem machten sie einen Taxifahrer ausfindig, der das spätere Opfer gefahren haben soll.
Vom Zielpunkt der Fahrt und von der Fundstelle des Knochens führten dem Vernehmen nach Mantrailer-Hunde die Ermittler zur Wohnung des Tatverdächtigen.

In der Wohnung von Stefan R. soll die Polizei unter anderem Blut, eine Knochensäge und 25 Kilogramm einer Chemikalie gefunden haben.
Ihnen fiel auch eine relativ neue Tiefkühltruhe auf.
Darin entdeckten die Experten der Spurensicherung offenbar Blut des Monteurs.
In den Medien wurde Stefan R. immer wieder als sogenannter Kannibale von Pankow bezeichnet.
Der Tatverdächtige soll im Internet in Kannibalismus-Foren recherchiert haben.
Die Ermittler gehen wohl davon aus, dass Stefan R. Teile der Leiche verspeisen wollte.
Unklar ist jedoch, ob der Vorwurf des Kannibalismus im Prozess bewiesen werden kann.
Stefan R. schweigt bisher zu den Tatvorwürfen.

Angeklagter lehrte in Sekundarschule Mathe und Chemie
Der Angeklagte stammt aus einer kleinen rund 400 Einwohner zählenden Gemeinde in der Südwestpfalz.
2006 schloss er in Rheinland-Pfalz sein Studium ab und kam vor neun Jahren nach Berlin.
Hier arbeitete er zunächst an einer Grundschule und bis zu seiner Festnahme an einer Sekundarschule als Lehrer für Mathematik und Chemie.
In seinen Social-Media-Profilen gibt er Single als Beziehungsstatus an.

Den Prozess gegen Stefan R. hat die Kammer um den Vorsitzenden Richter Matthias Schertz bisher bis Oktober terminiert.
Die Eltern des getöteten Monteurs treten in dem Verfahren als Nebenkläger auf.


 
Zugriff am frühen Morgen: Tödliche Granate auf hungerleidende Zivilisten gefeuert - Polizisten nehmen mutmaßlichen syrischen Massenmörder in seiner Berliner Wohnung fest !

Ein mutmaßlicher Massenmörder, der unbehelligt in der deutschen Hauptstadt lebte: Wegen Kriegsverbrechen, Mord und Körperverletzung in Syrien hat die Bundesanwaltschaft am Mittwoch einen Mann in Berlin festnehmen lassen.
Mouafak Al D. soll den Angaben zufolge im März 2014 auf einem Platz in der Hauptstadt Damaskus aus einer Panzerabwehrwaffe eine Granate in eine Menschenmenge abgefeuert haben.
Mindestens sieben Menschen kamen demnach ums Leben.
Wenigstens drei seien schwer verletzt worden, darunter ein sechsjähriges Kind.
Es habe sich um Zivilisten gehandelt, die auf Lebensmittelpakete des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten warteten.

Der beschuldigte Syrer war zu der Zeit Mitglied der Gruppierung „Free Palestine Movement“, wie die Behörde in Karlsruhe mitteilte.
Zuvor habe er der „Volksfront zur Befreiung Palästinas Generalkommando“ angehört.
Diese bewaffneten Milizen hätten im Auftrag des syrischen Regimes Kontrolle über den betroffenen Stadtteil von Damaskus ausgeübt, der aus einem palästinensischen Flüchtlingslager entstand.
Zwischenzeitlich sei dieser vollständig abgeriegelt gewesen.
Mangel an Nahrung, Wasser und medizinischer Versorgung war die Folge.

Die Bundesanwaltschaft wirft dem Mann Kriegsverbrechen, Mord in sieben Fällen und gefährliche Körperverletzung in drei Fällen vor.
Ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs sollte noch am Mittwoch entscheiden, ob er in Untersuchungshaft kommt.
Beamte des Landeskriminalamtes Berlin hätten bei dem Zugriff am Morgen auch die Wohnung des Beschuldigten in der Bundeshauptstadt durchsucht.


 
Zwei Prostituierte getötet: Angeklagter (41) schweigt zum Prozessauftakt !

In Kiel hat am Mittwoch ein Prozess um die Ermordung zweier Frauen begonnen.
Timo M. (41) muss sich vor dem Landgericht in der schleswig-holsteinischen Hauptstadt verantworten, weil er seine Opfer 2018 sowie 2020 im Abstand von zwei Jahren heimtückisch und zur Befriedigung des Geschlechtstriebs getötet haben soll.
Sein erstes Opfer versteckte er in der Zwischenzeit auf dem Dachboden seines Wohnhauses.

Timo M. soll zwei Frauen getötet haben
Laut Anklageschrift soll Timo M. im August 2018 zunächst eine 26-jährige Prostituierte bei einem Treffen in seiner Rendsburger Wohnung ermordet haben, wobei er zusätzlich ihr Mobiltelefon und ihre EC-Karte an sich nahm.
Zwei Jahre später im September 2020 tötete er demnach eine 40-Jährige, die laut Angaben der Staatsanwaltschaft ebenfalls als Prostituiere arbeitete, in ihrer Wohnung in Rendsburg.
Auch in diesem Fall stahl er nach der Tat das Mobiltelefon des Opfers sowie zusätzlich auch Geld.

Laut Staatsanwaltschaft habe Timo M. „zur Befriedigung des Geschlechtstriebes, aus Habgier und heimtückisch“ gehandelt.
Beide Opfer wurden demnach an Händen und Füßen mit Klebeband gefesselt, bevor ihnen Plastiktüten über den Kopf gezogen und am Hals verschlossen wurden.
Im zweiten Fall soll der angeklagte Deutsche zugesehen haben, wie die 40-Jährige erstickte.

Erst der zweite Mord führte die Polizei zum Angeklagten
Nach dem Fund der Leiche der 40-Jährigen führten die Ermittlungen der Polizei zu dem Verdächtigen.
Bei einer Durchsuchung stießen die Beamten dann auf dem Dachboden des Mehrfamilienhauses, in dem der Mann wohnte, zusätzlich auf die ermordete 26-Jährige.
Kriminaltechnische Analysen erhärteten nach früheren Angaben der Ermittler in beiden Fällen den Verdacht gegen den Beschuldigten.

Das erste Opfer war bereits 2018 vermisst gemeldet worden.
Die Polizei räumte anschließend Fehler ein.
So hatte es bereits 2019 eine Durchsuchung bei Timo M. gegeben.
Diese beschränkte sich allerdings auf dessen Wohnung und hatte lediglich zum Ziel, die mutmaßlich missbräuchlich verwendete EC-Karte der Vermissten zu finden.
Weitere Verdachtsmomente gegen den Mann gab es laut Behörden damals nicht.
Später erklärten sie, mögliche weitere „Verknüpfungen“ in dem Fall nicht ausreichend beachtet zu haben.

Im Prozess verweigerte Timo M. die Aussage. Bereits im Ermittlungsverfahren hatte er keine Angaben zur Tat gemacht.
Es sind weitere Prozesstage angesetzt.

Immer wieder kommt es vor, das Männer Frauen aus vermeintlichen Besitzansprüchen heraus töten.
Solche Taten werden als Femizid bezeichnet.


 
Clan-Mitglied vor Gericht: Fast vier Jahre Haft für diesen brutalen Racheakt !

Der Clan-Kriminelle mit reichlich Knast-Erfahrung hörte das Urteil wütend: Drei Jahre und neun Monate Haft gegen Nasser R. (44) im Prozess um brutale Attacken auf Tschetschenen.

Für die Staatsanwältin war es eine Vergeltungstat
Das Gericht entschied: Schuldig der gefährlichen Körperverletzung in zwei Fällen und des Landfriedensbruchs.
Nach einem Überfall auf einen Spätkauf der Familie R. durch rivalisierende Tschetschenen sollen der Angeklagte und weitere Männer aufgebrochen sein, um sich zu rächen.

Die Staatsanwältin: „Eine Vergeltungstat.“

Es wurden auf einem Parkplatz am S-Bahnhof Gesundbrunnen am 7. und 8. November tschetschenische Männer angegriffen, die nichts mit dem Überfall zu tun hatten.
Das Gericht überzeugt: Gezielt seien Personen angegriffen worden, die der ethnischen Volksgruppe der Tschetschenen angehören.
Der Richter: „Es war eine rassistische Tat.“

Mit Eisenstangen, Fäusten, Tritten und auch einem Messer wurden jeweils zwei Männer angegriffen und verletzt.
Es war eine elektronische Fußfessel, die zu R. und nun zum Schuldspruch führte.
Das Ortungsgerät wurde ihm 2019 nach Verbüßung von knapp viereinhalb Jahren Haft wegen Drogenhandels verpasst.
Der Richter: „Die Daten belegen, dass er an beiden Tagen vor Ort war.“
R. kündigte Revision an.


 
Wegen Tweets: Bochumer in Türkei festgenommen !

Eigentlich besucht Mahmut Güneş regelmäßig Verwandschaft in der Türkei – jetzt wurde er bei der Einreise verhaftet, weil er regierungskritische Tweets geteilt haben soll.

"Er hat nichts getan.
Nur Twitter - was soll das?
Ohne Meinungsfreiheit sind wir keine Menschen", sagt sein Schwager Ali Yücekaya.
Wegen einer Hochzeit wollten sie in die Türkei einreisen.

Bei der Passkontrolle am Flughafen wurde Mahmut Güneş am Samstag vor den Augen seines Schwagers festgenommen.
Vorgeworfen wird ihm Terrorpropaganda.
Er soll Tweets geteilt haben, die Kritik an der türkischen Regierung äußern.
Das Auswärtige Amt hat seine Verhaftung bestätigt.

In die Türkei einreisen ist für den Pizzabäcker aus Bochum nichts Ungewöhnliches - zwei Mal im Jahr besucht er seine Familie.
Nie habe es Probleme gegeben, erzählt seine Tochter dem WDR.

Bewährungsantrag abgelehnt
Jetzt sitzt Mahmut Güneş in Haft.
Seine Familie hat sofort einen Bewährungsantrag gestellt - der wurde am Dienstag (03.08.2021) abgelehnt und auf September vertagt.

Mahmut Güneş hat kurdische Wurzeln und seit etwa 10 Jahren die deutsche Staatsbürgerschaft.
Die Verhaftung sorgt für großes Aufsehen.
Unter anderem fordert die Bochumer Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen von den Linken die Bundesregierung auf, sich für die Freilassung einzusetzen.


 
Nach Flut: Vier Staatsanwaltschaften prüfen Ermittlungsaufnahme !

Zahlreiche Vorwürfe in Verbindung mit dem Hochwassermanagement beschäftigen neben der Staatsanwaltschaft Koblenz jetzt auch die Staatsanwaltschaften in Aachen, Köln und Bonn.
Dort sind erste Strafanzeigen eingegangen.

Ist in den betroffenen Landkreisen vor den Wassermassen am 14. Juli zu spät gewarnt worden?
Ist die Steinbachtalsperre eventuell zu spät abgelassen worden?
Diesen Vorwürfe gehen wegen der Größe des Überflutungsgebietes neben der Staatsanwaltschaft Koblenz jetzt auch die Staatsanwaltschaften in Aachen, Bonn und Köln nach.

Enger Austausch untereinander
Die Staatsanwaltschaften stehen nach eigenen Angaben in engem Austausch untereinander.
Wegen der großen Menge an Hinweisen hat die Koblenzer Behörde inzwischen ein eigenes Emailpostfach eröffnet.
Sie bittet, alle Informationen nur dorthin zu schicken – an [email protected]

Es wird aber betont, dass es sich derzeit nicht um Ermittlungsverfahren handelt.
Erst recht werden keine Beschuldigten namentlich genannt.

Die Staatsanwaltschaften gehen der Frage nach, ob sich Verantwortliche im Zusammenhang mit der Flutkatastrophe möglicherweise strafbar gemacht haben.
So liegen nach der Hochwasserkatastrophe der Bonner Behörde bereits verschiedene Anzeigen aus dem Kreis Euskirchen und dem Rhein-Sieg-Kreis vor.
Bonn ist für beide zuständig.

Strafanzeige gegen Betreiber der Steinbachtalsperre
Eine Strafanzeige richtet sich gegen die Betreiber der Steinbachtalsperre in Euskirchen.
Das sind der Wasserversorgungsverband Euskirchen-Swisttal und die Operativ E-Regio GmbH.
Der Vorwurf lautet da: Die Talsperre sei zu spät abgelassen worden.
In den vergangenen Wochen gab es schon Kritik, dass der Füllstand vor dem Starkregen zu hoch gewesen sei.

Unzureichende Warnung vor Flut
Andere Anzeigen werfen den Verantwortlichen vor, dass sie unzureichend vor der Flut gewarnt hätten.
Auch die Staatsanwaltschaft Bonn prüft derzeit, ob ein Anfangsverdacht dafür vorliegt.
Bestätigt sich dieser, werde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, sagte Behördensprecher Sebastian Buß.
Der Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz gibt bereits in der Sache keine Stellungsnahme mehr ab "in Hinblick auf die laufenden Prüfungen der Staatsanwaltschaft."

Zuständigkeiten unter Staatsanwaltschaften aufgeteilt
Das Überflutungsgebiet ist in die gewohnten Zuständigkeitsbereiche aufgeteilt: Die Kölner Staatsanwaltschaft ist für den Raum Erftstadt zuständig.
Aachen für den nördlichen Teil des Kreises Euskirchen sowie den Raum Stolberg und Eschweiler.
Koblenz für den Kreis Ahrweiler, in dem bis jetzt allein 138 Tote durch die Flut zu beklagen sind.

Die Bonner Staatsanwaltschaft prüft für den Rhein-Sieg-Kreis, Teile des Kreises Euskirchen inklusive der Steinbachtalsperre und den Raum Bad Münstereifel.


 
Familienstreit im Tönnies-Konzern offenbar geschlichtet

Beim Fleischkonzern Tönnies aus Rheda-Wiedenbrück scheint der langjährige Familienstreit beigelegt.
Wie das Unternehmen am Mittwoch bekannt gab, soll die bisherige Eigentümerstruktur unverändert bleiben.

Es klingt nach dem friedlichen Ende eines jahrelangen erbitterten Streits: Tönnies bleibe ein Familienunternehmen, überschreibt der Konzern eine Presseinformation am Mittwoch.
Alles bleibe, wie es ist.
Die Gesellschafterstämme seien zu dem Schluss gekommen, dass die jetzige Struktur genau die richtige sei.
Das Zerrüttungsverfahren sei beendet.

Jahrelange öffentliche Streits zwischen Robert und Clemens Tönnies
Dabei hatten sie sich über Jahre öffentlich gestritten: auf der einen Seite der allgegenwärtige Konzernboss Clemens Tönnies, auf der anderen sein Neffe Robert.
Dessen früh verstorbener Vater Bernd hatte das vergleichsweise noch kleine Unternehmen vor vielen Jahren an seinen Bruder Clemens übergeben.
Beiden Seiten gehört die Gruppe zu 50 Prozent – doch Robert Tönnies wollte mehr.
Sein Onkel habe sich Anteile unrechtmäßig erschlichen.

Verkauf des Konzerns stand im Raum
Noch im März war in der Branche offen über den Verkauf des Konzerns an internationale Investoren spekuliert worden.
Damals wurde ein Wert von knapp vier Milliarden Euro genannt.
Von Seiten des Konzerns hieß es damals, dass man solche Gerüchte generell nicht kommentiere.

Gesellschafter wollen Konzern gemeinsam führen
Jetzt ist sogar von einem gemeinsamen operativen Management ist die Rede.
Der Fokus werde nun auf Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Tierschutz gelegt.
Außerdem wolle man den Wert des Unternehmens weiter steigern.
In diesem Jahr feierte das Unternehmen das 50-jährige Firmenjubiläum.


 
Dutzende Verletzte in Tschechien: Zug aus München verunglückt - drei Tote !

Ein Zug von München nach Prag überfährt kurz hinter der deutschen Grenze offenbar ein Haltesignal und kollidiert mit einer Regionalbahn.
Drei Menschen sterben, einige Verletzte schweben noch in Lebensgefahr.
Inzwischen sind weitere Details zum Unfallhergang bekannt.

Ein aus München kommender Zug ist in Tschechien mit einem entgegenkommenden Personenzug frontal zusammengestoßen.
Drei Menschen seien bei dem Unglück im Südwesten des Landes ums Leben gekommen, teilte die Polizei mit.
Darunter seien die beiden Lokführer, beide tschechische Staatsangehörige, sowie eine Frau aus dem Regionaltriebwagen.

Eine Sprecherin des Rettungsdienstes teilte mit, dass zehn weitere Menschen mit schweren Verletzungen in tschechische Krankenhäuser gebracht worden seien, sieben Menschen schwebten demnach sogar in Lebensgefahr.
Mehr als 30 Personen haben ihren Angaben zufolge leichtere Verletzungen wie Schürfwunden und Prellungen erlitten.
Vier deutsche Fahrgäste wurden zur weiteren Behandlung nach Bayern gebracht.

Nach Angaben der tschechischen Polizei waren vier Helikopter, mehrere Krankenwagen und dutzende Rettungskräfte im Einsatz.
Auch Helfer des Deutschen Roten Kreuzes, der bayerischen Rettungsdienste sowie Ärzte aus der deutschen Stadt Cham seien am Unglücksort.
Zudem habe die deutsche Polizei ihre Unterstützung angeboten.
Tobias Muhr vom Bayerischen Roten Kreuz lobte die grenzüberschreitende Zusammenarbeit.
"Jeder weiß, was hier zu tun ist", sagte er dem BR-Fernsehen.

Zwei Signale missachtet
Der tschechische Verkehrsminister Karel Havlicek eilte an die Unglücksstelle.
"Die Situation ist ernst", sagte er im Fernsehen.
Er lobte die Reaktion der Rettungskräfte, die schnell mit Dutzenden Helfern und vier Rettungshubschraubern vor Ort gewesen seien.

Bilder machten die Wucht des Aufpralls deutlich.
Die Führerstände der Lokomotive und des Triebwagens wurden völlig zerstört und tief eingedrückt.
"Plötzlich gab es einen furchtbaren Schlag und alles ist durch die Gegend geflogen", sagte ein Augenzeuge der Zeitung "Pravo".
"Einfach schrecklich", meinte ein anderer.

Nach ersten Erkenntnissen habe der Zug München-Prag zunächst ein Langsamfahrt- und dann ein Haltesignal missachtet, erläuterte Havlicek.
Er sei dann auf der eingleisigen Strecke mit dem entgegenkommenden Triebwagenzug kollidiert.
Der sogenannte Regioshark war auf dem Weg von der Industriestadt Pilsen (Plzen) nach Domazlice an der deutschen Grenze.

Der deutsche "alex"-Zug des privaten Anbieters Länderbahn sei laut Plan um 4.44 Uhr am Hauptbahnhof in München gestartet und habe gegen 7.40 Uhr Halt in Furth im Wald (Landkreis Cham) unweit der Grenze gemacht.
Dort habe Personal der tschechischen Bahn Ceské Drahy (CD) den Zug übernommen.
Eisenbahnrechtlich habe der Zug in der Verantwortung der CD gestanden, betonte der Länderbahn-Sprecher.

Viele Fahrgäste stehen unter Schock
Die tschechische Eisenbahninspektion hat Ermittlungen aufgenommen, die Monate in Anspruch nehmen dürften.
Ein technischer Defekt werde nicht ausgeschlossen, hieß es.
Zu dem Zusammenstoß kam es bei dem Dorf Milavce zwischen den Stationen Blizejov und Domazlice.
Viele der Fahrgäste standen unter Schock und mussten psychologisch betreut werden.
Sie kamen vorübergehend in einem Gemeindehaus unter, bevor ihre Weiterreise organisiert werden konnte.

Auf tschechischen Eisenbahnstrecken kommt es immer wieder zu Unfällen.
Die Sicherungstechnik gilt vielerorts als veraltet.
Erst vor einem Jahr waren im Erzgebirge nahe der deutschen Grenze zwei Züge frontal zusammengestoßen.
Dabei waren zwei Menschen gestorben, darunter ein Deutscher.
Die Regierung in Prag hatte daraufhin ein Modernisierungsprogramm für die Signaltechnik angekündigt.
Das moderne europäische Zugsicherungssystem ETCS ist bisher erst auf rund 200 Kilometern des Streckennetzes installiert.
Bis 2025 soll es zumindest auf allen Hauptkorridorstrecken vorhanden sein.

Der Sachschaden geht nach ersten Schätzungen in die Millionen.
Die Strecke muss voraussichtlich längere Zeit gesperrt bleiben.
Seit Jahren wird über einen Ausbau der Bahnverbindung zwischen München und Prag gesprochen.
Derzeit beträgt die Fahrzeit zwischen den beiden Städten, die nur knapp 300 Kilometer Luftlinie voneinander entfernt sind, noch fast sechs Stunden.

Für Anfragen von Fahrgästen und Angehörigen richtete die Länderbahn eine Hotline unter 0341/91 35 40 40 ein.
Die bayerische Polizei schaltete eine Angehörigen-Hotline unter 0961/401 55 00.


 
Wegen Raub und Diebstahl: Zwei Ex-Polizisten müssen sitzen !

Zwei ehemalige Polizisten sind vom Landgericht Bamberg zu jeweils vier Jahren Haft verurteilt worden.

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Die beiden 30-Jährigen, einer früher bei der Berliner, der andere bei der Bundespolizei beschäftigt, hatten seit November in Oberfranken mit einem Raubzug für Aufregung gesorgt.
Unter anderem waren sie im Januar 2021 mit einem Auto in ein Juweliergeschäft gerast, hatten dort Uhren und Schmuck im Wert von mindestens 200.000 Euro erbeutet.

Ein Angeklagter war laut Landgericht bei der Landespolizei Berlin, hatte 2018 einen Unfall, war danach krankgeschrieben und wurde im März 2021 in den vorzeitigen Ruhestand versetzt.
Der andere Täter stammte aus Norddeutschland, war bei der Bundespolizei und ist seit 2019 im vorzeitigen Ruhestand.

Ein Täter wurde am Berliner Westhafen gefasst
Dank guter Kooperation der bayerischen und der Berliner Polizei konnte der Berliner am Westhafen gefasst werden, wo er ein geraubtes Handy verkaufen wollte.
Sein Komplize wurde in einer Bamberger Wohnung gefasst, wo auch Beute aus dem Juwelier-Bruch gefunden wurde.

Jetzt müssen sie in Haft, verurteilt wegen unter anderem wegen Raubes und Diebstahls.
Die Staatsanwaltschaft hatte für beide Männer vier Jahre und zehn Monate gefordert, die Verteidiger zweieinhalb Jahre Gefängnis.


 
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