Aktuelle NEWS aus Deutschland !

Nordrhein-Westfalen: Internationale Razzia gegen Oldtimer-Diebe - Millionenbeute !

Düsseldorf - Sie hatten es auf alte Schätzchen der Marken Porsche und Mercedes abgesehen - und auf Motorräder.
Polizisten sind in Belgien und den Niederlanden gegen eine mutmaßliche Bande von Oldtimer-Dieben vorgegangen.

Die Polizei stellt am heutigen Nachmittag (14.00) in Düsseldorf die Ergebnisse einer internationalen Razzia gegen Oldtimer-Diebe vor.
Die Bande soll alte Wagen der Marken Mercedes und Porsche sowie Motorräder im Wert von fast vier Millionen Euro gestohlen haben.

Deutsche Polizisten hatten am Dienstag mit ihren Kollegen in den Niederlanden und Belgien zahlreiche Objekte durchsucht.
Gegen fünf Verdächtige wurden Haftbefehle vollstreckt.
700.000 Euro Vermögenswerte sollten sichergestellt werden.
In den Niederlanden war dabei eine Panzerfaust entdeckt und sichergestellt worden.


 
Mitarbeiter soll Stadt um 1,9 Millionen Euro geprellt haben !

Düsseldorf - Ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung von Langenfeld südlich von Düsseldorf soll die dortige Stadtkasse um 1,9 Millionen Euro geprellt haben.
Am heutigen Morgen (09.30 Uhr) beginnt vor dem Düsseldorfer Landgericht der Prozess um den Millionenbetrug.

Dem 55-jährigen Ex-Mitarbeiter der Stadt wird vorgeworfen, über einen Zeitraum von fast 20 Jahren rund 1,9 Millionen Euro für sich privat abgezweigt zu haben.
Der Mann war bei der Stadt für die Vergabe von Instandhaltungsaufträgen zuständig.
Ende Februar 2018 waren die fehlerhaften Abrechnungen aufgefallen.
Die Stadt erstattete Strafanzeige.

Am Tag darauf habe der Baufachmann in Begleitung seines Anwalts bei der Staatsanwaltschaft Düsseldorf eine Selbstanzeige erstattet und ausgepackt, sagt ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.
Dem Geständnis zufolge hatte der 55-Jährige seit 2005 Scheinfirmen erfunden und die Gelder auf eigene Konten fließen lassen.

Die Anklage umfasst 446 Taten mit einem Schadensvolumen von fast 822 000 Euro.
Der Großteil der Taten sei verjährt, erklärte der zuständige Staatsanwalt.
Für den Prozess sind bis Ende August noch drei weitere Verhandlungstage angesetzt.


 
Corona-Ausbruch in Karlsruhe: Eine Party in der Bar - 49 Delta-Infizierte !

Ein Party in Karlsruhe hat zu einem erheblichen Corona-Ausbruch geführt.
Insgesamt 49 Infizierte zählt das Gesundheitsamt inzwischen – und alle haben sich mit der Delta-Variante angesteckt.
Das Sozialministerium fordert Konsequenzen.

Am Nachmittag des 2. Juli freuten sich die Betreiber noch.
In der Raucherlounge des Karlsruher Clubs "Topsy Turvy" sollte an diesem Abend erstmals seit anderthalb Jahren wieder die kleine Bar öffnen, bei Facebook versprach man von 21 bis 5 Uhr "gewohnt gute Laune".

Rund zwei Wochen nach dieser Wiedereröffnungsfeier ist der Kater noch immer nicht verflogen: An jenem Abend feierte im Club nämlich auch eine Reiserückkehrerin aus Mallorca mit, außerdem ein weiterer Corona-Infizierter, der von seiner Ansteckung offenbar nichts wusste.
Seither steigen die Corona-Zahlen in Karlsruhe.

Mittlerweile beziffern Stadt und Landkreis die Zahl der auf diesen Abend zurückverfolgbaren Infektionen,auf 49.
Bei den beiden Ursprungsquellen steckten sich laut Landratsamt 32 direkt an, 15 infizierten sich wiederum an den Angesteckten

Sozialministerium: Bußgeldkatalog ausschöpfen
Unterdessen meldete sich das baden-württembergische Sozialministerium zu Wort: Amtschef Uwe Lahl appellierte an die Behörden vor Ort, den Bußgeldkatalog "entsprechend auszuschöpfen", sofern ein offensichtliches Fehlverhalten nachgewiesen werde.
Zuvor hatten die "Stuttgarter Zeitung"/"Stuttgarter Nachrichten" (StZ/STN) darüber berichtet.

Der Club hat eine Konzession als Bar.
Die bräuchte laut Stadt als gastronomische Einrichtung bis zu einer Inzidenz unter 35 keine Nachweise für Geimpfte, Genesene und Getestete – ein Club, in dem auch getanzt wird – schon.
In der Bar, in der an dem Abend auch getanzt worden sein soll, hatten sich rund 200 Personen aufgehalten.
Kontaktdaten hatten aber nur von etwa 120 vorgelegen.


 
Unwetter in Mettmann: Frau vor Ertrinken gerettet !

Eine Mitarbeiterin eines Seniorenheims in Mettmann bei Düsseldorf ist während des Unwetters von einem umstürzenden Baum schwer verletzt worden und wäre beinahe ertrunken.
Ein Helfer habe den Kopf der Frau über Wasser halten können, bis Feuerwehrleute die eingeklemmte Frau befreit hatten, teilte die Feuerwehr am Mittwoch mit.

Die Frau habe in der Nacht zu Mittwoch mit ihren Kollegen versucht, das Gebäude vor den Wassermassen zu schützen und dafür Sandsäcke ausgelegt.
Dabei sei ein Baum auf sie gefallen und habe sie unter sich begraben.
Das Wasser auf dem Gelände sei immer weiter angestiegen, so dass für die eingeklemmte Frau akute Lebensgefahr bestanden habe.


 
Mann in Autowerkstatt getötet: Fahndung nach 20-Jährigem !

Nach dem gewaltsamen Tod eines Werkstattinhabers in Breckerfeld im Sauerland fahndet die Polizei europaweit nach einem 20-Jährigen.
Der Mann werde dringend verdächtigt, den 57-Jährigen am 6. Juli vor dessen Autowerkstatt mit mehreren Messerstichen getötet zu haben.
Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch weiter mitteilten, ist der 20-Jährige "gewaltbereit und bewaffnet".
Er habe sich bei der Tat an der rechten Hand verletzt und trage dort vermutlich einen Verband.

Der Deutsch-Kasache habe den Werkstatteigentümer am Tag vor der mutmaßlichen Tat um eine "Probearbeit" gebeten.
Das Arbeitsverhältnis sei aber schon nach Stunden im Streit beendet worden.
Das Opfer hatte noch schwerstverletzt einen Notruf abgesetzt, war aber bei Eintreffen der Rettungskräfte bereits seinen "multiplen" Stichwunden erlegen.

Ermittlungen und Befragungen lenkten den Verdacht auf den 20-Jährigen.
Er soll ein Verwandter eines Werkstattkunden sein.
Spürhunde führten zum Wohnort dieses Kunden.
Laut Staatsanwaltschaft war der 20-Jährige zuletzt in Iserlohn gemeldet.
Er sei Polizei und Justiz bekannt.

Im Iserlohner Krankenhaus hatte der Tatverdächtige auch die Hand wegen einer Verletzung der Innenfläche behandeln lassen, wie weitere Ermittlungen ergaben.
Der Flüchtige werde noch im "Nahbereich" vermutet.
Er sei in die Wohnung eines Bekannten eingedrungen und habe sich dort frische Kleidung und eine Schreckschusswaffe besorgt.
Kürzlich versuchte er nach Polizei-Angaben vergeblich, bei einer "Bezugsperson" in Dortmund unterzukommen.


 
Düsseldorf: Siedlung wird evakuiert !

Hochwasser bedroht Siedlung - Anwohner sollen Gebiet verlassen.

Rund 350 Gebäude sind betroffen: Die Stadt Düsseldorf hat die Anwohner im Stadtteil Grafenberg aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen.
Das Hochwasser könnte die Ostparksiedlung überschwemmen.


Die Stadt Düsseldorf hat wegen einer drohenden Überschwemmung die Anwohner im Stadtteil Grafenberg zum Verlassen ihrer Wohnungen aufgefordert.
Besonders betroffen vom steigenden Hochwasser der Nördlichen Düssel seien etwa 350 Gebäude der Ostparksiedlung, teilte die Stadt am Mittwoch mit.
Eine Betreuungsstelle für die Anwohner sei in einer Schule eingerichtet worden.

Am Nachmittag soll zudem aus Sicherheitsgründen und zum Schutz der dortigen Trafo-Station der Strom abgeschaltet werden.
Die Stadt rechnet nach eigenen Angaben damit, dass die Keller der Häuser mit Wasserständen von 1,50 bis 2 Metern Höhe überflutet werden.

Erst in den kommenden Tagen könnten die Wassermassen kontrolliert abgepumpt werden.
Wer sich in dem betroffenen Gebiet aufhalte, solle Heiz- und Kochgeräte abschalten und die Gebäude anschließend sofort verlassen, warnte die Stadt über die App Nina.
Zudem forderte sie die Menschen auf, geparkte Fahrzeuge aus dem Überflutungsbereich wegzubringen.

Nach starken Regenfällen sei es in der Düssel zu einem "historischen Hochwasser" gekommen, teilte die Stadt am Mittwochnachmittag mit.


 
Schlag gegen Clankriminalität in Hannover !

Hannover - Beim Vorgehen gegen mutmaßlich kriminelle Mitglieder einer Großfamilie hat die Polizei in Hannover am Mittwoch 16 Wohnungen durchsucht.
Dabei wurden 26.000 Euro Bargeld und mutmaßliches Diebesgut beschlagnahmt, wie die Polizeidirektion Hannover und die Staatsanwaltschaft Hildesheim mitteilten.

Das Großverfahren richtet sich demnach gegen 27 Personen, die miteinander verwandt seien.
Es geht um schweren Bandendiebstahl, Betrug, Hehlerei und andere Vorwürfe.

Zu den mutmaßlich gestohlenen Gegenständen gehörten Handys, Kleidung und originalverpackte Kosmetikartikel.
Eine Sondereinheit zum Kampf gegen Clanstrukturen ermittelt seit März gegen die polizeibekannten Beschuldigten.

Sie sollen unter anderem strafunmündige Kinder unter 14 Jahren zu Diebstählen in Supermärkten und Drogerien angestiftet haben.
Zur Vermögensabschöpfung wurden die Fahrzeugbriefe mehrerer Autos und ein Ölgemälde beschlagnahmt.

"Die Bekämpfung krimineller Clanstrukturen ist und bleibt ein wichtiges Thema", sagte der Polizeipräsident von Hannover, Volker Kluwe.
"Das aktuelle Verfahren setzt ein deutliches Zeichen gegen die kriminellen Strukturen und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind."


 
Thüringen: Verkäuferin stoppt Dieb - Schlag mit Flasche auf den Kopf !

Bad Frankenhausen - Zwischen einem mutmaßlichen Ladendieb und einer Verkäuferin ist es im Kyffhäuserkreis zu einer handfesten Auseinandersetzung gekommen.
Der 33-Jährige hatte nach Polizeiangaben von Mittwoch am Dienstagabend zwei Flaschen Schnaps stehlen wollen. "

Als er von der Mitarbeiterin auf die Flaschen angesprochen wurde, kam es zu einem Handgemenge", teilte die Polizei mit.
Dabei habe die Frau "einen Schlag mit einer Flasche auf den Kopf bekommen" und sei verletzt worden.

Der mutmaßliche Dieb habe versucht zu fliehen, sei aber noch im Geschäft gefasst worden.


 
Leiche in Nähe von Kleingartenanlage gefunden !

Wiesbaden - Nach dem Fund einer Männerleiche im Wiesbadener Stadtteil Kastel schließt die Polizei ein Gewaltverbrechen nicht aus.
Zeugen hätten den Toten am Mittwochmorgen bei einer Unterführung nahe einer Kleingartenanlage entdeckt, teilte das Polizeipräsidium Westhessen mit.

Bei der Leiche handele es sich um einen 41 Jahre alten Mann.
Zur Todesursache machten die Beamte keine weiteren Angaben.
Zu den Hintergründen der möglichen Tat werde ermittelt.


 
Im Starkregen: Dach von Ladenlokal stürzt ein !

Würselen - Im Starkregen ist am Mittwoch das Flachdach eines Einzelhandelsgeschäfts in einem Einkaufszentrum in Würselen bei Aachen eingestürzt.
Eine verletzte Person habe sich selbst retten können, teilte die Stadt mit.

Der Bereich sei auch noch mit Rettungshunden abgesucht worden, es seien jedoch keine weiteren Menschen in dem Gebäude entdeckt worden.
Der Komplex mit mehreren Geschäften wurde zunächst komplett geräumt.

Nachdem das Gebäude von Fachleuten in Augenschein genommen wurde, blieb nur der Bereich mit dem eingestürzten Dach weiter gesperrt.

"Vermutlich hat das Dach den Wassermassen infolge des Starkregens nicht standgehalten", erklärte die Stadt Würselen.


 
Nach Starkregen in NRW: Feuerwehrmann ertrinkt bei Rettungsarbeiten !

In mehreren Städten Deutschlands gibt es überschwemmte Straßen, vollgelaufene Keller und umgestürzte Bäume.
Im Erzgebirgskreis wird ein Mann vermisst, nachdem er von den Fluten mitgerissen wurde.
In Altena, südlich von Iserlohn ertrinkt ein Feuerwehrmann bei Rettungsarbeiten.

Starkregen und Gewitter haben in Teilen Deutschlands zu Unfällen und zahlreichen Feuerwehreinsätzen geführt.
Während sich die Lage in einigen Regionen seit dem Morgen beruhigte, ist vor allem Nordrhein-Westfalen noch stark betroffen.
Auch in den kommenden Tagen wird es wieder viel regnen.

In Altena, südlich von Iserlohn, ist ein Feuerwehrmann bei Rettungsarbeiten ertrunken.
Zuvor berichtete die Feuerwehr von "mehreren kleineren Erdrutschen".
Man habe alle Hände voll zu tun, einen genauen Überblick gebe es noch nicht.
Auf der Autobahn 46 in Richtung Wuppertal wurde Kies von einer Baustelle gespült.
Das sorgte zeitweise für eine Vollsperrung.

In Hagen kam wegen der heftigen Unwetterfolgen der Krisenrat zusammen.
Es gebe mindestens 200 Einsatzorte, sagte ein Stadtsprecher.
Besonders stark getroffen sei der Süden mit vier Stadtteilen, die zum Teil nicht mehr zu erreichen seien.
Zudem wurde ein Altenheim wegen einströmender Wassermassen evakuiert.
Eltern im gesamten Stadtgebiet seien gebeten worden, ihre Kinder nicht in die Kita zu schicken.
"Wir wollen so wenige Fahrten durch das Stadtgebiet haben wie möglich", betonte der Sprecher.
Es gebe auch Schäden in einigen Kitas nach den starken Regenfällen in der Nacht.

Heftige Regenfälle hatten in Hagen zu überfluteten Straßen und vollgelaufenen Kellern geführt.
Über Nacht gingen Hunderte Notrufe bei der Feuerwehr ein.
Von Hängen wurden zudem Schlammmassen auf Straßen gespült, viele Ortsteile waren daher nicht befahrbar.
In einer Unterführung in der Nähe des Hauptbahnhofs sammelte sich so viel Regenwasser, dass mehrere Autos nicht mehr weiterkamen.
Die Feuerwehr holte die Menschen aus ihren Fahrzeugen.

In Hagen waren laut wetter.de in der Stunde vor Mitternacht 38 Liter pro Quadratmeter gefallen, in der Stunde danach 66 Liter pro Quadratmeter und zwischen 1 und 2 Uhr noch mal 38,6 Liter pro Quadratmeter, insgesamt also knapp 150 Liter pro Quadratmeter.
Das sind knapp zwei Monatsmengen innerhalb von wenigen Stunden.

Mann in Sachsen wird vermisst
Im sächsischen Jöhstadt (Erzgebirgskreis) wird nach wie vor ein Mann vermisst, der am Dienstag von einer Sturzflut mitgerissen worden war.
Die Suchaktion war in der Nacht vorerst abgebrochen worden.
Angaben der Polizei zufolge hatten Anwohner im Ortsteil Steinbach am Dienstagabend versucht, ihre Grundstücke gegen einen über die Ufer getretenen Fluss zu sichern.
Einer der Anwohner wurde dabei von den Fluten mitgerissen.
Alle Rettungsversuche durch die Nachbarn schlugen fehl.
Die Suche gestalte sich wegen des hohen Wasserstandes des Steinbaches und der topographischen Gegebenheiten als schwierig, teilt die Polizei mit.
Für die Suche kamen neben Polizeihubschraubern auch mehrere Suchhunde sowie viele Einsatzkräfte zum Einsatz.

In Baden-Württemberg soll bereits in der Nacht zu Montag ein 81 Jahre alter Mann bei Arbeiten an seinem Haus in den Fluss Jagst gestürzt sein, der nach starken Regenfällen Hochwasser führt.
Auch er wird weiter vermisst.
"Wir rechnen nicht damit, dass die Person noch lebend gerettet werden kann", hieß es weiter.
Gleichwohl gehe die Suche dort weiter, wo Einsatzkräfte gefahrlos agieren könnten.

Anwohner in Erkrath sollen nicht duschen oder waschen
Schwere Überschwemmungen gab es auch in Erkrath. Die Stadt rief die Anwohner am Morgen über die sozialen Medien dazu auf, möglichst "kein weiteres Abwasser zu produzieren und möglichst nur noch die Toilette zu nutzen."
Demnach sollen "Duschen, Waschen und die Nutzung der Spülmaschine" unterlassen werden, "um die Situation nicht zu verschärfen."
Aufgrund des anhaltenden starken Regenfalls seien die Abwasserkanäle stark überfüllt.
Auch die Düssel trete an einigen Stellen schon über die Ufer.
Autofahrer wurden gebeten, sich von den Wassermassen an bestimmten Stellen fernzuhalten.
Man solle mit dem Auto auch nicht durch überflutete Stellen fahren.
Zudem mussten etwa 100 Bewohner eines Wohnheims ihre Unterkunft wegen Überschwemmungen verlassen.

Auch in anderen Städten in Nordrhein-Westfalen war die Feuerwehr im Dauereinsatz.
In Düsseldorf rückte die Feuerwehr zu rund 180 wetterbedingten Einsätzen aus.
In der Nacht seien Keller vollgelaufen und Straßen überschwemmt worden, teilte die Feuerwehr mit.
Im Märkischen Kreis berichtete die Polizei von unpassierbaren Straßen sowie Wassereinbrüchen in Gebäude nach einem Dammbruch in Iserlohn.

In Mettmann wurde eine Mitarbeiterin eines Seniorenheims von einem umstürzenden Baum schwer verletzt und wäre beinahe ertrunken.
Ein Helfer habe den Kopf der Frau über Wasser halten können, bis Feuerwehrleute die eingeklemmte Frau befreit hatten, teilte die Feuerwehr mit.
Die Frau habe in der Nacht mit ihren Kollegen versucht, das Gebäude vor den Wassermassen zu schützen und dafür Sandsäcke ausgelegt.
Dabei sei ein Baum auf sie gefallen und habe sie unter sich begraben.
Das Wasser auf dem Gelände sei immer weiter angestiegen, so dass für die eingeklemmte Frau akute Lebensgefahr bestanden habe.

Feuerwehr und THW im Dauereinsatz in Hof
Im bayerischen Landkreis Hof hatte das Landratsamt wegen des Starkregens am Dienstagabend den Katastrophenfall ausgerufen.
Dieser wurde am Morgen wieder aufgehoben.
Die Wetterlage habe sich in den vergangenen Stunden entspannt, teilte das Landratsamt in Hof mit.
Zu tun gibt es aber noch jede Menge.
Die Einsatzkräfte seien im gesamten Landkreis unterwegs, um aufzuräumen.

In der Region Hof hatten heftige Regenfälle Straßen und Häuser überflutet.
Besonders betroffen waren Naila, Selbitz, Köditz, Feilitzsch und Trogen.
Mehr als 50 Feuerwehren mit knapp 1000 Leuten sowie 140 Angehörige des Technischen Hilfswerks (THW) waren im Dauereinsatz, um Wasser aus Kellern zu pumpen, Sandsäcke zu beschaffen und Straßen wieder befahrbar zu machen.

Wegen der vielen Anrufer sei sogar der Notruf 112 in der Region in Einzelfällen nicht sofort erreichbar gewesen, teilte das Bayerische Rote Kreuz (BRK) mit.
Zwei Menschen wurden bei einem Verkehrsunfall leicht verletzt, als ihr Auto auf regennasser Fahrbahn gegen eine Leitplanke rutschte.
Zudem kam es zu umgestürzten Bäumen und vereinzelt auch zu Stromausfällen.
Von der Heftigkeit des Unwetters zeigte sich ein Feuerwehrsprecher überrascht.
So extrem habe er das seit Jahren nicht erlebt.
Binnen zwölf Stunden fielen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes dort bis zu 80 Liter vom Himmel.

Die Unwetter trafen auch Baden-Württemberg.
In Mannheim und Umgebung sorgten heftige Regenfälle teilweise für umgestürzte Bäume und überflutete Straßen.
Geparkte Fahrzeuge wurden durch umgestürzte Bäume beschädigt.
Verletzt wurde niemand.
Auch in Hockenheim mussten zwei Autos geborgen werden, deren Fahrer erfolglos versucht hatten, eine Straße mit starker Wasseransammlung zu durchfahren.
In Heidelberg sorgte Wasser auf den Straßen für kurzzeitige Verkehrsbehinderungen.

Die Meteorologen von wetter.de rechnen bis mindestens Freitag mit teils kräftigem Dauerregen.
So werden in der kommenden Nacht und am Donnerstag weitere Unwetter mit heftigem Regen erwartet - unter anderem im südlichen Nordrhein-Westfalen, in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg sowie im Saarland.
Dabei verlagert sich der Schwerpunkt südwärts.


 
Technikausfall im Klinikum Wolfenbüttel: Staatsanwalt ermittelt !

Braunschweig - Im Klinikum Wolfenbüttel sind am Mittwoch die digitalen Systeme ausgefallen.
Wie die Polizei in Braunschweig bestätigte, hatte das Krankenhaus auch keinen Zugang zum Internet mehr.

Zuvor hatte der NDR berichtet, dass der Grund ein Hacker-Angriff und eine mögliche Erpressung seien.
Dazu wollte sich die Polizei nicht äußern.

Die Staatsanwaltschaft habe die Ermittlungen übernommen, bestätigte eine Polizeisprecherin am Abend.
Der medizinische Betrieb konnte laut NDR aber weiterlaufen.


 
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