Aktuelle NEWS aus Deutschland !

Unbekannte Tote in Zelt: Polizei Münster klärt Identität !

Münster. Nach dem Fund einer Leiche bei Münster hat die Polizei die Identität der Toten geklärt.
Es war eine 45-jährige Wohnungslose aus dem Ruhrgebiet.

Zwei Wochen nach dem Fund einer Frauenleiche in einem Zelt am Dortmund-Ems-Kanal in Münster hat die Polizei die Identität der Toten geklärt.

"Durch die Öffentlichkeitsfahndung gingen bei der Polizei mehrere Hinweise auf eine Frau ohne festen Wohnsitz aus dem Ruhrgebiet ein", teilte die Polizei Münster am Mittwoch mit.

Eine DNA-Untersuchung beim Institut für Rechtsmedizin am Uniklinikum Münster habe "zweifelsfrei bestätigt, dass es sich um die 45-Jährige handelt", berichtete die Polizei.

Tote Frau war vierfache Mutter
Laut Polizei habe die Frau vor ihrem Tod länger in dem Zelt gelebt.
Vor Ort sichergestellt Notizen hätten zu erkennen gegeben, dass sie oft in Krankenhäusern behandelt worden sein soll.

Nähere Angaben zur Todesursache machte die Polizei nicht.
Es habe keine Anhaltspunkte für ein Gewaltverbrechen gegeben, teilte die Polizei mit.
Dies habe eine Obduktion der Leiche ergeben.
Den Informationen der Öffentlichkeitfahndung nach habe es sich um eine vierfache Mutter gehandelt.


 
Geldautomat gesprengt: Gebäude einsturzgefährdet !

Bei der Sprengung eines Geldautomaten in Leichlingen ist ein Gebäude so schwer beschädigt worden, dass es einsturzgefährdet ist.
Wie die Kreispolizei Rhein-Berg mitteilte, hatten unbekannte Täter am frühen Mittwochmorgen den Automaten in einer Bankfiliale nahe des Bahnhofs gesprengt.
Dabei wurde das Wohn- und Geschäftshaus massiv beschädigt.
Die Bewohner mussten evakuiert werden.
Statiker überprüfen nun das Gebäude.

Zeugen hatten einen lauten Knall gehört und beobachtet, wie die mutmaßlichen Täter mit einem dunklen Auto in Richtung A3 flüchteten.
Ob sie Geld erbeuteten, konnte die Polizei zunächst nicht sagen.

Auch in Düsseldorf jagten Unbekannte in der Nacht zum Mittwoch einen Geldautomaten in die Luft und richten dabei erheblichen Schaden an.
Die Täter flüchteten nach Polizeiangaben ohne Beute.


 
Balkonsturz-Prozess: Mutmaßliches Vergewaltigungsopfer sagt vor Kölner Landgericht aus !

Nach dem Balkonsturz am 17. Januar 2021, bei dem sich eine junge Frau schwere Verletzungen zugezogen hat, muss sich der Angeklagte Richard L. (Name geändert) vor dem Kölner Landgericht verantworten.
Am Mittwoch (1. September) hat nun die Geschädigte (28) ausgesagt.

Köln. Die schrecklichen Vorwürfe, die seit Donnerstag (26. August) vor dem Kölner Landgericht im Raum stehen, klingen wie ein fürchterlicher Albtraum.
Zu Anfang des Jahres hatte der Balkonsturz-Fall die ganze Stadt erschüttert.

Am 17. Januar 2021 fand die Kölner Polizei eine junge Frau mit schweren Verletzungen im Innenhof eines Deutzer Wohnhauses auf.
Neben ihr ein Mann mit leichten Verletzungen.
Erst später klärte sich die Situation für die Ermittler auf: Nur die Frau war sieben Meter vom Balkon in die Tiefe gestürzt.
Und der Mann dem Anschein nach nicht ebenfalls Opfer – sondern Täter.

Geschädigte (28) sagt aus
Der Angeklagte Richard L. (39) muss sich nun dem Tatvorwurf der Vergewaltigung stellen.
Er soll die Geschädigte zuerst mit K.O. Tropfen im Rotwein betäubt, sie anschließend in seiner Wohnung sexuell missbraucht und dabei gefilmt haben.
Infolge dessen soll die junge Frau anschließend sieben Meter vom Balkon des Angeklagten gestürzt und sich dabei schwere Verletzungen zugezogen haben.

„Wir werden heute noch keine Angaben machen“, erklärt der Rechtsanwalt des Angeklagten Carsten Göthel vor der 13. Großen Strafkammer erneut.
Daraufhin will das Gericht am zweiten Verhandlungstag zuerst die Geschädigte vernehmen.

Beteiligte lernten sich bei der Arbeit kennen
Ihre Rechtsanwältin Monika Müller-Laschet bringt die junge Frau daraufhin in den großen Verhandlungsraum.
Die Verteidigerin setzt sich links neben sie.
Auf der rechten Seite nimmt ein Französisch-Dolmetscher Platz, um die klare Sicht auf den Angeklagten zu versperren.

Zunächst erklärt die 28-Jährige dem Gericht, wie sie den mutmaßlichen Täter kennengelernt hat.
Man habe in derselben Firma gearbeitet, ihr Büro sei auf demselben Flur gewesen.
So sei sie mit dem Angeklagten ins Gespräch gekommen.

Opfer sagt aus
Man habe sich gemocht und später einige wenige Male etwas zusammen unternommen – auf freundschaftlicher Basis, wie sie immer wieder betont.
Sie habe in diesem Zeitraum einen Freund gehabt.
Außerdem sei der Angeklagte verheiratet, was sie ebenfalls gewusst habe.

„Ich hätte nie gedacht, dass ich an meinem Arbeitsplatz einem Kriminellen begegnen würde.
Und das tut sehr weh“, so die 28-Jährige emotional.
Noch sei völlig unklar, ob sie ihre Arbeit jemals wieder aufnehmen könne.
Aktuell sei sie immer noch krankgeschrieben.

Opfer (28) kämpft mit Folgeschäden
Dann spricht die junge Frau über ihre schwerwiegenden Verletzungen seit der Tatnacht.
Sie sei notoperiert, in ein künstliches Koma versetzt und erst am 29. April aus der Reha entlassen worden.
Beim Sturz sei sie mit dem Gesicht aufgekommen und daher bis heute linksseitig im Gesicht gelähmt.

Und: „Ich sehe auf dem linken Auge nur noch schwarz-weiß und schemenhaft“, beschreibt die 28-Jährige weiter.
Augenärzte hätten ihr bereits gesagt, dass sie auf dem linken Auge wahrscheinlich nie wieder sehen könne.

Auch die linke Hand könne sie seit dem Sturz noch nicht wieder richtig bewegen.
Außerdem habe sie Abwehrverletzungen an den Armen, die von körperlichen Angriffen in der Tatnacht stammen würden.
Sie habe wohl versucht sich zu verteidigen und und dadurch Narben davongetragen.

Während der Aussage der jungen Frau vermeidet Richard L. den Blickkontakt.
Selten schaut er zur Zeugenbank herüber.
Doch wenn, dann jedes Mal mit wachsamem Blick.

„Keine Erinnerung an die Vergewaltigung“
Weiter sagt die junge Frau aus, dass sie sich an die gesamte Tatnacht wohl aufgrund der Zuführung der K.o.-Tropfen nicht mehr erinnern könne.

„Ich habe keine Erinnerung an die Vergewaltigung“, gibt die 28-Jährige vor Gericht zu Protokoll.

Was am 17. Januar konkret passiert sei, habe sie erst Wochen später in einem Schreiben vom Amtsgericht erfahren, dass ein Freund für sie gelesen habe.
„Ich hatte nicht den Mut, es selbst zu lesen“, sagt sie weiter aus.

Nun wolle sie alles, was sie über die Taten gehört habe, sowie die körperlichen Folgen möglichst vergessen und nichts mehr erfahren.

„Er wusste, dass ich nicht d’accord war“
„Hatten Sie denn jemals sexuellen Kontakt mit dem Angeklagten oder auch nur Interesse an ihm?“ fragt der Richter die 28-Jährige daraufhin.

„Niemals.
Für mich waren wir Freunde und sonst nichts.
Er wusste, dass ich nicht d’accord war und deswegen hat er diese Droge auch ausgewählt“, sagt die 28-Jährige weiter aus.

Kurz danach wird ein Nachbar des Angeklagten als Zeuge vernommen.
Michael K. (40) sei am Abend der Tatnacht früh ins Bett gegangen und dann vom Sturz-Geräusch aufgewacht.

Nachbar wurde Zeuge
„Ich hörte im Halbschlaf, wie ein Körper ohne Kontrolle hart aufschlägt.
Ich konnte nichts sehen, als ich aus dem Fenster gesehen habe.
Doch ich wusste, irgendetwas stimmt hier nicht“, so der Anwohner.

Erst später habe er den Rettungswagen kommen hören, aus seinem anderen Fenster geschaut und dann einen unbekleideten weiblichen Körper im Schnee liegen sehen.
Ein ihm bis dato unbekannter Mann habe teilnahmslos daneben gestanden.


 
Nach tödlichem Crash: Berufungsprozess gegen Polizisten !

Berlin - Mehr als dreieinhalb Jahre nach dem tödlichen Zusammenstoß eines Funkstreifenwagens mit dem Auto einer jungen Frau beginnt heute (9.00 Uhr) der Berfungsprozess gegen einen Berliner Polizisten.
Der 53-Jährige war im Dezember 2020 wegen fahrlässiger Tötung zu einem Jahr und zwei Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Gegen die Entscheidung des Amtsgerichts Tiergarten hatten sowohl die Verteidigung als auch die Staatsanwaltschaft und die Nebenklage Berufung eingelegt.
Nun prüft das Landgericht Berlin den Fall.

Der Beamte war am 29. Januar 2018 in Berlin-Mitte mit Blaulicht, Signalhorn und überhöhter Geschwindigkeit auf dem Weg zu einem Einsatz, als er den Wagen der jungen Frau rammte, die gerade einparken wollte.
Laut Staatsanwaltschaft war der Polizist nach einer Tunnelausfahrt mit 130 Stundenkilometern unterwegs.
Bei der Kollision sei noch eine Geschwindigkeit von 93 Stundenkilometern festgestellt worden.
Die 21-Jährige verstarb noch am Unfallort.

Der Fall hatte öffentlich große Wellen geschlagen.
Erst Monate nach Beginn der Ermittlungen wurde bekannt, dass eine im Krankenhaus genommene Blutprobe des Fahrers Alkohol enthalten haben soll.
Es kam der Verdacht auf, dies habe vertuscht werden sollen.
Die Staatsanwaltschaft hatte zunächst Gefährdung des Straßenverkehrs durch Alkohol am Steuer mitangeklagt.
Das musste aber nach einem Gerichtsbeschluss fallen gelassen werden, weil die beschlagnahmte Patientenakte des Polizisten nicht als Beweismittel verwendet werden durfte.
Die Beschlagnahme sei rechtswidrig gewesen.


 
Sachsen: Tödlicher Schuss nach Erbstreit - Prozessbeginn !

Zwickau - Nach dem gewaltsamen Tod eines Mannes in Limbach-Oberfrohna (Landkreis Zwickau) beginnt heute (9.00 Uhr) der Prozess gegen einen 74-Jährigen.
Er ist am Landgericht Zwickau wegen Totschlags angeklagt.
Der Senior soll den 41-Jährigen im März mit einer Pistole erschossen haben.
Nach früheren Angaben der Polizei hatte er die Waffe legal besessen.
Grund soll ein Streit um das Erbe der Mutter des Opfers gewesen sein - der Partnerin des Seniors.
Die Polizei hatte ihn damals in der Nähe des Tatortes festgenommen, er sitzt in Untersuchungshaft.

Für den Prozess hat das Gericht weitere Verhandlungstermine bis Ende Oktober geplant.
Die Ehefrau des Opfers und sein Bruder treten als Nebenkläger auf, wie das Gericht vorab mitteilte.


 
Tödliche Attacke: Plädoyers im Prozess gegen 19-Jährigen !

Lüneburg - Im Prozess um die Tötung einer 19 Jahre alten Gymnasiastin sollen heute die Plädoyers gehalten werden.
Der gleichaltrige Angeklagte hatte vor dem Lüneburger Landgericht ein Geständnis abgelegt.

Der junge Mann bekannte sich vor der Jugendkammer dazu, seine Freundin Mitte Januar in ihrem Auto auf einem Parkplatz in der Hansestadt erstochen zu haben.
Der Deutsche ist wegen heimtückischen Mordes aus niedrigen Beweggründen angeklagt.
Er soll die Trennung nicht akzeptiert haben.
Die Kammer muss entscheiden, ob er nach Jugendrecht oder möglicherweise nach Erwachsenenstrafrecht verurteilt wird.

Der Vater hatte seine Tochter nachts gefunden.
Er hatte nach ihr gesucht, weil sie von ihrem Job in einem Lokal abends nicht nach Hause gekommen war.
Die Familie tritt als Nebenkläger auf.


 
Polizist demonstriert in Uniform: Zwangsurlaub !

Ein Polizist aus Nordrhein-Westfalen hat sich offenbar in Uniform an Protesten der "Querdenken"-Szene in Berlin beteiligt.
Jetzt zieht seine Dienststelle Konsequenzen.

Ein Mann mit Hemd, Krawatte und im Sakko mit "Polizei"-Aufschrift sowie NRW-Landeswappen stand rund 50 Minuten am Rande der Demo, umringt von Einsatzkräften in Anzügen mit Rückennummern.
Dann hatten Beamte der Berliner Polizei seine Personalien geklärt, Rücksprache gehalten und ließen ihn gehen.
Sie wussten jetzt: Sie hatten unter "Querdenkern" einen uniformierten Oberkommissar der Polizei Nordrhein-Westfalen in Gewahrsam genommen.
Ein bislang einzigartiger Vorgang.

Das bestätigte die Polizei Berlin.
Demnach war der Uniformierte am Samstag auf dem Leipziger Platz bei einer Versammlung der Anti-Corona-Maßnahmen-Partei "Die Basis" aufgefallen.
"Über weitere Maßnahmen hat die zuständige Polizeidienststelle zu entscheiden, die von uns informiert wurde", sagte ein Sprecher.

Disziplinarverfahren eingeleitet
Zuständig ist die Kreispolizeibehörde Siegen – und dort wurde der Oberkommissar nach Bekanntwerden des Vorfalls in Zwangsurlaub geschickt.
Die Weiterführung der Dienstgeschäfte wurde ihm verboten, und ein Disziplinarverfahren ist eingeleitet, sagte der dortige Polizeisprecher Meik Scholze.

Geprüft werde jetzt, ob der Mann gegen die Neutralitätspflicht und außerdienstliche Wohlverhaltenspflicht verstoßen hat.
Polizeibeamte können zwar etwa auf dem Heimweg ihre Uniform tragen – politische Bekundungen als Versammlungsteilnehmer sind ihnen aber nach dem Beamtenstatusgesetz nicht gestattet.
In der "Querdenker"-Szene wurde der Polizist bereits am Samstag als "mutiger Held" gefeiert.
Zuerst hatte der Blogger Boris Reitschuster darüber berichtet.

Es ist auch ein Foto aufgetaucht, dass den Beamten mit einem Schild – "Beim Faschismus mach ich nicht mit" – zeigt.
In Bezug auf die Corona-Maßnahmen von "Faschismus" zu sprechen, ist ein Narrativ, das in der "Querdenker"-Szene weitverbreitet ist.
Der Polizist wurde laut Polizei am Dienstag angehört.
Die Polizei machte keine Angaben, wie er sich dabei äußerte.
Strafrechtliche Ermittlungen gibt es gegen ihn bisher nicht.

Festnahme auf genehmigter Versammlung
Die Festnahme erfolgte auf einer genehmigten Veranstaltung, die laut Polizei zum Anlaufpunkt für Teilnehmer diverser verbotener Demos geworden war.
Im Laufe des Wochenendes war es bei kleineren Aufzügen in Berlin immer wieder zu Katz-und-Maus-Spielen mit der Polizei gekommen.
Demonstranten versuchten auch, Polizeiabsperrungen zu durchbrechen und wurden mit Reizgas und körperlicher Gewalt gestoppt.
Zehn Polizisten wurden am Samstag verletzt.
Es gibt bisher keine Berichte, dass der Polizist aus dem Siegerland auch bei verbotenen Demonstrationen war.

Vor dem Wochenende waren 13 angemeldete Versammlungen in Berlin verboten worden, weil nach den dortigen Erfahrungen nicht mit der Einhaltung von Demo-Auflagen wie Maskentragen zu rechnen war.
Das Verbot der Versammlung der "Basis" auf dem Leipziger Platz hatte das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg aufgehoben: Dort sei noch nicht sicher davon auszugehen, dass sich nicht an Auflagen gehalten wird.

So kam es dann aber: Statt der angemeldeten 500 Teilnehmer fanden sich laut Polizei mehr als 2.500 ein, von denen ein Großteil die Hygienemaßnahmen ignorierte.
Die Veranstalter lösten deshalb vorzeitig auf.


 
Geldtransporter überfallen: Koksnase zwingt Räuber wohl zum Geständnis !

Wegen der Kosten für seinen Kokainkonsum lässt sich ein 31-jähriges Mitglied eines Berliner Familienclans zu einem Überfall auf einen Geldtransporter überreden.
Weil ihm wegen seiner Drogensucht bei der Tat die Nase läuft, kommen ihm die Ermittler auf die Spur.
Nun will er seine Strafe mildern.


Rund sechs Monate nach dem Überfall auf einen Geldtransporter am Berliner Kurfürstendamm hat ein angeklagter mutmaßlicher Täter die gegen ihn erhobenen Vorwürfe eingeräumt.
Der 31-jährige Muhamed R. legte zum Prozessauftakt vor dem Berliner Landgericht ein Geständnis ab.
Das Gericht hatte dies zuvor zur Voraussetzung für einen Verständigungsvorschlag gemacht, den R. annahm.
Ihn erwartet im Gegenzug nun eine mehrjährige Haftstrafe.

Staatsanwältin Sandra Loos verlas zum Prozessbeginn die Anklage.
Demnach werden R. schwerer Raub und Körperverletzung vorgeworfen.
Er soll gemeinsam mit drei unbekannten Mittätern am 19. Februar den Geldtransporter überfallen und dadurch Bargeld in Höhe von mehr als 600.000 Euro erbeutet haben.
Der 31-Jährige ist kriminell vorbelastet und Mitglied eines bekannten Berliner Familienclans.

Die Täter sollen den Transporter maskiert und als Müllmänner getarnt vor einer Bankfiliale abgepasst haben.
Dort habe R. einen Sicherheitsmitarbeiter mit einer Schreckschusspistole bedroht und entwaffnet.
Zwei weitere Mitarbeiter habe der dann mit Reizgas besprüht, während die weiteren Täter die Beute in einem Transportsack verstauten.
Dann flüchteten sie in einem Auto, das sie später auf einem Parkplatz in Brand setzten.

Gericht fordert werthaltiges Geständnis
Nach Verlesung der Anklage teilte der Vorsitzende Richter Sebastian Brinsal mit, dass es Verständigungsgespräche zwischen der Verteidigung von R. und der Staatsanwaltschaft gegeben habe.
Das Gericht aber wolle zusätzlich einen eigenen Vorschlag machen.
Dieser sieht zwischen sechseinhalb und siebeneinhalb Jahren Haft vor.
Bedingung: ein glaubwürdiges, werthaltiges Geständnis. R. und seine Verteidiger stimmten zu.

"Die Tatvorwürfe treffen in vollem Umfang zu", gestand er in einer von seinem Verteidiger verlesenen Einlassung.
Er habe bei vielen Menschen hohe Schulden gehabt, vor allem durch seinen Kokainkonsum.
Ein Bekannter habe ihn angesprochen, ob er bei einer "Sache" mitmachen wolle.
Er habe sich überreden lassen, ließ er erklären.
"Ich sah die Möglichkeit, auf einmal alle meine Schulden loszuwerden".
Da ihm während des Überfalls aufgrund seines Kokainkonsums die Nase lief, habe er sich ins Gesicht gefasst und so wohl DNA-Spuren auf dem Pullover eines Sicherheitsmitarbeiters hinterlassen.
Als Anteil aus der Beute habe er 70.000 Euro erhalten.

Trotz des Geständnisses ging die Beweisaufnahme weiter.
Das Gericht müsse überprüfen, ob das Geständnis werthaltig sei, teilte eine Sprecherin mit.
Als erstes wurde deshalb ein Video von einer Kamera aus dem Innern des Transporters gezeigt.

Auf diesem war zu sehen, wie einer der Wachmänner umgestoßen, unter Vorhalt einer Pistole entwaffnet und anschließend mit Reizgas besprüht wurde.
Anschließend wurden mehrere kleine Videoclips von Zeugen abgespielt, die den Überfall mit ihren Mobiltelefonen gefilmt hatten.
Bis kommenden Mittwoch sind zwei weitere Verhandlungstage angesetzt.


 
Staatsanwalt fordert zwölfeinhalb Jahre Haft für 19-Jährigen !

Lüneburg - Die Lüneburger Staatsanwaltschaft hat eine Freiheitsstrafe von zwölfeinhalb Jahren wegen Mordes für den 19 Jahre alten Angeklagten nach Tötung seiner gleichaltrigen Freundin gefordert.
Zwar solle das Erwachsenenstrafrecht angewandt werden, jedoch milder, weil er noch Heranwachsender sei, sagte Staatsanwalt Jochen Kaup am Donnerstag vor der Jugendkammer des Landgerichts.

Die Nebenklage sah dagegen Heimtücke und niedrige Beweggründe bei der grausamen Tat im Januar.
Wegen der besonderen Schwere der Schuld plädierten die Vertreter der Familie des Opfers auf lebenslang.

Der Verteidiger des jungen Mannes forderte eine Beurteilung nach dem Jugendstrafrecht und eine maßvolle Strafe von höchstens zehn Jahren wegen Totschlags.
Erstmals im Prozess meldete sich der Beschuldigte selbst zu Wort.
"Es tut mir unendlich leid, was ich getan habe.

Ich bereue es jeden Tag", sagte der Deutsche unter Tränen und wandte sich damit an den Vater und die Schwester des Opfers, die im Gerichtssaal waren.
Er hatte zu Beginn des Prozesses in einer vom Anwalt verlesenen Erklärung eingeräumt, seine Freundin in ihrem Auto auf einem Parkplatz in der Hansestadt erstochen zu haben.
Der Vater des Opfers hatte seine Tochter nachts gefunden.

Er hatte nach ihr gesucht, weil sie von ihrem Job in einem Lokal abends nicht nach Hause gekommen war.
Das Urteil ist für kommenden Donnerstag (9.9.) angekündigt.


 
Hessen: Polizei durchsucht auf Suche nach Drogen mehrere Wohnungen !

Hersfeld-Rotenburg - Bei einem Einsatz gegen die Drogenkriminalität hat die Polizei im Kreis Hersfeld-Rotenburg Rauschgift mit einem Verkaufswert von mehreren tausend Euro sichergestellt.
Vier Frauen im Alter von 21 bis 52 Jahren und acht Männer im Alter von 25 bis 42 Jahren seien vorübergehend festgenommen worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit.
Sie seien nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen worden, da keine Haftgründe vorlagen.

Den Durchsuchungen am Dienstagvormittag in acht Städten und Gemeinden wegen des Verdachts auf Drogenanbau und –handel seien umfangreiche Ermittlungen vorangegangen.
Gefunden worden seien Amphetamin, Marihuana und Haschisch sowie rund 70 erntereife Marihuanapflanzen und mehrere Hundert Euro Bargeld.


 
Bayern: Flucht bei Kontrolle - Polizist schießt auf Porschefahrer !

München - Bei einer Verkehrskontrolle in München hat ein Polizist auf einen Porschefahrer geschossen, der mit seinem Wagen auf ihn zuraste.
Der Mann und seine Beifahrerin wurden dabei in der Nacht zu Donnerstag verletzt.

Wie die Beamten mitteilten, hatte sich der Autofahrer zuvor mehrfach einer Kontrolle im Stadtteil Bogenhausen entzogen und erst an einer Autobahnausfahrt gehalten.
Dort sei der 53-Jährige mit seinem Wagen auf einen der beiden Polizisten zugefahren.

Der Beamte habe daraufhin mit seiner Dienstwaffe auf das Fahrzeug in Richtung des Fahrers gezielt, "um diese unmittelbare und gegenwärtige Gefahr für sein Leben abzuwehren".

Der Fahrer sei zunächst erneut geflüchtet, dann aber verletzt in seinem Auto aufgefunden worden.
Er kam ins Krankenhaus, seine Beifahrerin wurde leicht verletzt.
Gegen ihn ermittelt die Polizei unter anderem wegen Verdachts auf Trunkenheit im Straßenverkehr, den Schusswaffengebrauch untersucht das Landeskriminalamt.


 
Bayern: Explosion - Polizei prüft Zusammenhang mit Unfall !

Rohrbach an der Ilm/Schrobenhausen - Nach einer schweren Explosion in einem Einfamilienhaus im oberbayerischen Rohrbach an der Ilm (Landkreis Pfaffenhofen) prüft die Polizei einen Zusammenhang mit einem tödlichen Autounfall in der Region.
Nach Angaben eines Polizeisprechers war der Halter des Autos in dem Haus gemeldet.

Allerdings verbrannte die Leiche bei dem Unfall auf der B300 in Schrobenhausen am Donnerstagmittag bis zur Unkenntlichkeit, so dass die Ermittler noch nicht wissen, wer genau bei dem Autounfall starb.
Zunächst berichtete der "Donaukurier" über diese Entwicklung.

Bei der Explosion des Einfamilienhauses sind mindestens zwei Menschen verletzt worden - die Bewohner des stark beschädigten Nachbarhauses.
In dem völlig zerstörten Haus vermisst die Polizei zwei der fünf dort gemeldeten Menschen.

Drei waren zum Zeitpunkt der Explosion am Donnerstagmittag nicht zu Hause.
Nach den Vermissten werde in den Trümmern mit Hochdruck gesucht, sagte der Polizeisprecher.
Dabei im Einsatz seien Suchhunde und Sonden.


 
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