Aktuelle NEWS aus Deutschland !

Zustellfahrer ist Paketbetrüger: Mehr als 100 Geschädigte !

Milower Land - Mehr als 100 Firmen und Privatpersonen sollen betroffen sein: Die Polizei hat nach Ermittlungen einen Zustellfahrer eines Paketdienstleisters festgenommen, der im Internet Waren auf fremde Namen bestellt und diese bei seinen Lieferfahrten selbst abgefangen haben soll.
Der 35-Jährige wurde am Dienstag während einer Tour in Großwudicke, einem Ortsteil der Gemeinde Milower Land (Havelland), gestellt, wie die Polizeidirektion West und die Staatsanwaltschaft Potsdam am Mittwoch gemeinsam mitteilten.

Den Angaben zufolge fanden Ermittler im Zustellfahrzeug Pakete, die als bereits ausgeliefert registriert waren.
Der Tatverdächtige habe sich zunächst nicht zu den Vorwürfen geäußert.
Die Staatsanwaltschaft habe die Entlassung des Mannes nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen verfügt.

Nach derzeitigem Kenntnisstand soll der Verdächtige mehr als 70 Mal auf fremde Namen bestellte Waren abgefangen haben.
Vorwiegend ältere Menschen hätten im Raum Rathenow und Milower Land Rechnungen und Mahnungen zu Bestellungen bekommen, die sie weder gemacht noch empfangen hätten.
Dabei handele es sich unter anderem um Kleidung und Parfüm.

Ein Polizeisprecher sagte, man gehe von einem Wert von mehreren Tausend Euro aus.
Hierzu werde aber noch ermittelt.

Der Mann komme als Tatverdächtiger für 76 Strafverfahren infrage, die seit März 2021 bei der Polizeiinspektion Havelland eingeleitet worden seien, hieß es weiter in der Mitteilung.
Dabei gehe es um den Verdacht des gewerbsmäßigen Bandenbetrugs, der Unterschlagung und Urkundenfälschung.


 
Lebenslange Haft für 71-Jährigen: Mörder nach 26 Jahren verurteilt !

Es ist der 14. Juli 1995: Eine 35-jährige Frau wird in Sindelfingen ermordet.
Der mutmaßliche Täter wird zwar gefunden, allerdings können die Ermittler ihn nicht überführen.
Erst im vergangenen Jahr gelingt in dem Fall anhand archivierter DNA-Spuren der Durchbruch.


Das Stuttgarter Landgericht hat einen 71-jährigen Mann wegen eines mittlerweile 26 Jahre zurückliegenden Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt.
Die große Schwurgerichtskammer war nach Angaben eines Gerichtssprechers davon überzeugt, dass der Mann im Juli 1995 eine ihm unbekannte damals 35-Jährige in Sindelfingen mit einem Messer heimtückisch erstochen hatte.

Die Kammer folgte mit ihrem Urteil dem Antrag der Staatsanwaltschaft.
Die Verteidigung des Angeklagten hatte einen Freispruch beantragt.
Die Familie des Opfers hatte als Nebenkläger die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld gefordert, um eine vorzeitige Haftentlassung deutlich zu erschweren.
Dem folgte das Gericht aber nicht.

Die Frau war am 14. Juli 1995 auf dem Heimweg von ihrer Arbeit überfallen worden.
Eine Sonderkommission ermittelte monatelang ohne Erfolg.
Der nun Verurteilte wurde bereits kurz nach der Tat überprüft, da sein Auto in der Nähe des Tatorts gesichtet wurde.
Ein Tatverdacht ließ sich jedoch nicht erhärten.
Über den Fall wurde damals auch in der Fernsehsendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst" berichtet.

Der Durchbruch im Fall gelang den Ermittlern im Februar 2020: Der mutmaßliche Täter konnte anhand archivierter DNA-Spuren bei einer Routineüberprüfung des Falls durch ein Speziallabor des Landeskriminalamts identifiziert werden.
Er wurde in der Zwischenzeit wegen anderer Gewalttaten verurteilt, sodass den Ermittlern seine DNA zum Abgleich zur Verfügung stand.
Der Prozess begann im September.


 
Bedrohung mit Schusswaffe: SEK-Großeinsatz gegen Clan-Villa in Berlin am frühen Morgen !

Am Donnerstagmorgen ist ein Sondereinsatzkommando der Polizei, unterstützt von weiteren Polizeikräften, Hundestaffeln und Bauarbeitern zu einem Einsatz in Alt-Buckow angerückt.
Das Objekt ist eine Villa im Besitz einer Großfamilie.

Es gehe bei dem Einsatz am Donnerstagmorgen um eine Bedrohung mit einer möglicherweise scharfen Schusswaffe innerhalb der Familie im März, sagte eine Polizeisprecherin.
Im Einsatz auf dem Grundstück im Stadtteil Rudow im Bezirk Neukölln waren 75 Polizisten.

Nach der Durchsuchung sollte zudem mit Hilfe der Polizei eine Hälfte des Doppelgrundstücks der Großfamilie mit einem Zaun abgetrennt werden.
Eine Baufirma, deren Fahrzeug-Kennzeichen abgeklebt waren, baute am Morgen einen Zaun auf, um die korrekten Grundstücksgrenzen zu markieren.
Die Polizei unterstütze den Bezirk Neukölln bei diesem Vorhaben, sagte die Sprecherin.

Villa nicht mit legalem Geld gekauft
Die denkmalgeschützte Villa, in der ein führendes Mitglied des Clans lebte, sowie die beiden zugehörigen Grundstücke wurden vom Staat beschlagnahmt.
Sie wurden laut Gerichtsurteilen nicht mit legalem Geld gekauft.

Die Villa soll laut Tagesspiegel aber weiterhin von Familienmitgliedern genutzt werden, da es einen Mietvertrag innerhalb der Familie gegeben haben soll, der nach der Beschlagnahmung an den Bezirk fiel, aber weiter gelte.
Das zweite Grundstück soll davon aber nicht erfasst sein, so dass der Bezirk es abtrennen und der Familie entziehen wolle.


 
Juwelen-Diebstahl in Dresden: Vier weitere Tatverdächtige ermittelt !

Vor gut 20 Monaten erbeuten Einbrecher historischen Schmuck aus dem Grünen Gewölbe in Dresden.
Von den Kostbarkeiten fehlt weiterhin jede Spur - doch bei der Ermittlung der Tatverdächtigen machen die Ermittler nun Fortschritte.


Ermittler haben vier weitere Tatverdächtige im Zusammenhang mit dem Einbruch in das Historische Grüne Gewölbe in Dresden identifiziert.
Bei den Verdächtigen handelt sich um vier Männer im Alter zwischen 24 und 37 Jahren, gegen die wegen des Verdachts der Beihilfe zum schweren Bandendiebstahl ermittelt wird, wie die Polizei in Dresden mitteilt.

Die vier Männer sollen den Einbruch im November 2019 vorbereitet haben, indem sie den Tatort einen Tag vorher ausgespäht und ihre Informationen an die Hauptbeschuldigten weitergegeben haben.
Gegen die vier nun ermittelten Verdächtigen besteht weiterhin nur ein Anfangsverdacht der Beihilfe, aber kein dringender Tatverdacht.

Per Öffentlichkeitsfahndung mit Fotos und Videoaufnahmen wurde nach den vier tatverdächtigen Männern gesucht.
Dadurch konnten sie eindeutig identifiziert werden.
Wegen des Juwelendiebstahls im Grünen Gewölbe sitzen bereits fünf Hauptbeschuldigte in Untersuchungshaft.
Die Staatsanwaltschaft Dresden wirft ihnen schweren Bandendiebstahl und Brandstiftung vor.

Die Täter drangen Ende November 2019 durch ein Fenster in das Grüne Gewölbe des Dresdener Residenzschlosses ein.
Innerhalb weniger Minuten entwendeten sie kostbaren historischen Juwelenschmuck aus dem 18. Jahrhundert.
Anschließend entkamen sie mit einem Auto, das sie kurz darauf in Brand setzten.
Der Coup löste international große Aufmerksamkeit aus.
Eine Sonderkommission ermittelt seitdem - allerdings ohne Erfolg.

Mehrere Privatpersonen, die persönlich mit dem Museum verbunden sind, stellen nun eine Million Euro zur Wiederbeschaffung Juwelen als Belohnung in Aussicht.
Die Geldgeber wollen anonym bleiben und stellen die Summe aus ihrem Privatvermögen zur Verfügung.
Es ist ein weiterer Versuch, den historischen Schmuck zu retten und ihn zurück ins Grüne Gewölbe nach Dresden zu bringen.


 
Zwei Tote bei Flugzeugabsturz !

Unglück beim Start - Eheleute sterben bei Flugzeugabsturz.

In Nordholz im Landkreis Cuxhaven ist ein Sportflugzeug abgestürzt.
Zwei Menschen starben.
Nach Informationen eines Reporters vor Ort handelt es sich um zwei Eheleute.

Bei einem Flugzeugabsturz in Nordholz sind zwei Menschen ums Leben gekommen.
Die einmotorige Maschine vom Typ "Aquila A210" verunglückte am Donnerstagmorgen gegen 10 Uhr unmittelbar nach dem Start auf der Piste des Flugplatzes im Landkreis Cuxhaven.

Wie die "Bild" berichtet, soll das Sportflugzeug sofort Feuer gefangen haben und in Flammen aufgegangen sein.
Die beiden Insassen verbrannten demnach.
Laut einem Reporter vor Ort soll es sich um ein Ehepaar gehandelt haben.

Die Absturzursache ist noch unklar.
Die Bundesstelle für Flugunfallforschung aus Braunschweig sei in Kenntnis gesetzt worden und habe die Ermittlungen übernommen, sagte ein Polizeisprecher.


 
Feuerwehr findet Toten bei Einsatz in Minden !

Bei einem Feuerwehreinsatz in Minden haben die Einsatzkräfte am Donnerstag einen Toten entdeckt.
Eine dunkle Rauchwolke am Dach des Einfamilienhauses hatte den Einsatz ausgelöst, wie die Polizei mitteilte.

Die Todesumstände und die Brandursache werden derzeit noch ermittelt.
Zeugen hatten am Mittag die Feuerwehr alarmiert.


 
Vergiftete Zimtschnecke: Mann (39) wollte seine Ex mit Gebäck ermorden - 6 Jahre Knast !

Kaum jemand kann zu einer Zimtschnecke nein sagen.
Und das machte sich ein Mann (39) aus Franken für seinen teuflischen Plan zu Nutze.
Um seine Ex loszuwerden, präparierte er ein Gebäckteil mit Schlafmitteln.
Nur durch Glück überlebte die Frau.
Der Mann muss nun hinter Gitter.

6 Jahre Knast
Sechs Jahre und drei Monate muss der Angeklagte nun in den Knast.
Er hatte den versuchten Mord als Verzweiflungstat darstellen wollen, doch dem folgte die 19. Strafkammer des Landgerichts Nürnberg-Fürth nicht.
Sie wertete den Giftanschlag mit der mit Schlafmitteln versetzten Zimtschnecke als heimtückischen Mordversuch.

Dass die Frau heute noch lebt, war nämlich purer Zufall!
Ein Rückblick:
Im November 2020 lebten die noch verheirateten Eheleute bereits getrennt.
Beim Angeklagten gab es damals finanzielle und gesundheitliche Probleme.
Zudem habe er darunter gelitten, dass er seinen Sohn (5) nicht so oft sehen konnte, wie er wollte.
Das wollte er nach eigener Aussage mit den vergifteten Zimtschnecken ändern.
Dennoch bestritt er eine Tötungsabsicht.
Er habe seine Ex nur für eine gewisse Zeit außer Gefecht setzen wollen, um mehr Zeit mit seinem Sohn zu haben.

Opfer überlebte durch einen Zufall
Also habe er eine seiner in der Familie berühmten Zimtschnecken mit Schlafmitteln versetzt.
Dass seine Ex nicht an dem Giftgebäck starb, lag allein daran, dass sie sich die Zimtschnecke mit ihrer Mutter teilte.
Experten sagten im Prozess aus, dass sie gestorben wäre, wenn sie das komplette Gebäck gegessen hätte.
So blieb sie am Leben, erkrankte aber dennoch schwer.
Noch schlimmer traf es ihre Mutter, die im Krankenhaus intubiert und künstlich beatmet werden musste.
Tagelang kämpfte sie um ihr Leben.
Heute sind beide Frauen wieder so fit, dass sie im Prozess als Nebenklägerinnen auftreten konnten.

Das Gericht blieb mit dem Strafmaß, obwohl sie Heimtücke als Mordmotiv ausmachte, unter der Forderung der Staatsanwaltschaft von neun Jahren Haft.
Dennoch sah es als erwiesen an, dass der Mann den Tod seiner Frau zumindest billigend in Kauf genommen habe, als er die Zimtschnecken mit dem Schlafmittel Etizolam versetzte.
Das Mittel ist in Deutschland nicht erhältlich.
Dort wo es verwendet wird, erfolgt die Ersteinnahme vorsorglich unter ärztlicher Kontrolle.
Der Mann hatte die Wirkung des Medikaments gekannt: Er hatte sich nicht nur im Internet informiert, sondern das Schlafmittel auch selbst – in geringerer Dosis – eingenommen.

Knast und Drogenentzug
Das Gericht verurteilte den Mann auch wegen der unerlaubten Einfuhr und des Besitzes von Betäubungsmitteln und wegen gefährlicher Körperverletzung.
Wegen seines Drogenkonsums muss er in eine Entziehungsanstalt – das hatte neben der Staatsanwaltschaft auch die Verteidigung für ihren Mandanten vorgeschlagen.

Auch dieser versuchte Mord fällt dabei in die Kategorie versuchter Femizid – also der versuchten Tötung einer Frau wegen ihres Geschlechts.
Laut einer BKA-Statistik versucht in Deutschland jeden Tag ein Mann ein solches Verbrechen an seiner (Ex-)Partnerin zu verüben.
Alle zwei bis drei Tage gelingt es einem.


 
Ermittlungen gegen Viagogo: Durchsuchungen bei mehreren Fußballklubs !

Der Ticket-Zweithändler Viagogo steht immer wieder in der Kritik.
Vor allem im Fußball gibt es häufig Boykott-Aufrufe.
Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung.
Dabei werden auch die Geschäftsräume mehrerer deutscher Fußballklubs durchsucht.

Wegen staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen gegen den Ticket-Zweithändler Viagogo sind die Geschäftsräume deutscher Fußball-Profivereine durchsucht worden.

Der FC Bayern, der FC Augsburg und der 1. FC Nürnberg bestätigten Durchsuchungen.
Die Staatsanwaltschaft Mannheim ermittelt wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung, wie die Behörde mitteilte.
Gegen wen, sagte sie nicht.
Vereine oder Spieler seien aber nicht betroffen.

Auch Viagogo bestätigte die Ermittlungen.
Der Ticket-Zweithändler kündigte an, mit den Behörden kooperieren zu wollen.
"Wir sind uns einer laufenden Untersuchung bezüglich Steuerzahlungen in Deutschland bewusst", teilte ein Sprecher mit.
Viagogo komme allen Steuerpflichten in den Märkten, in denen sie tätig sind, "voll und ganz nach".
"Wir kooperieren mit den zuständigen Behörden und sind zuversichtlich, dass diese Angelegenheit zeitnah geklärt wird", teilte Viagogo mit.

Klub-Mitarbeiter offenbar nur Zeugen
Viagogo dient als Plattform für Ticketverkäufer - so bei Sportveranstaltungen oder Konzerten.
Auf den Ticketpreis verlangt Viagogo eine Gebühr, die auch beim Kauf erhoben wird.
Bei einigen Fußball-Fans gilt die Plattform aber als umstritten, in der Vergangenheit gab es häufig Boykott-Aufrufe.

Der FC Augsburg betonte, dass bei den Ermittlungen der Finanzbehörden keine jetzigen oder ehemaligen Mitarbeiter als Beschuldigte Teil des Verfahrens seien, sondern als Zeugen auftreten.
Nürnberg bestätigte die Untersuchungen mit einem praktisch wortgleichen Statement.
Der FC Augsburg teilte zudem mit, mit dem Unternehmen "vor über sieben Jahren in einer vertraglichen Beziehung" gestanden zu sein.
Die Nürnberger haben ebenfalls "bis vor sieben Jahren" mit der Firma zusammengearbeitet.

Der FC Bayern erklärte: "Bei den Untersuchungen, die die Staatsanwaltschaft Mannheim zusammen mit der Steuerfahndung bei der FC Bayern München AG - offenbar wie bei vielen anderen Fußballklubs - durchführt, sind weder der FC Bayern München, noch eine seiner handelnden oder früher handelnden Personen, noch eine übergeordnete Fußballorganisation oder ein Fußballverband Gegenstand der Ermittlungen.
Vielmehr kommen diese lediglich als Zeugen im Zuge von Ermittlungen gegen ein drittes Unternehmen in Betracht."


 
Überflutete Keller und Straßen nach Starkregen in NRW !

Starkregen in Folge eines Unwetters hat in Teilen Nordrhein-Westfalens zahlreiche Keller und Straßen unter Wasser gesetzt.
Am Donnerstagabend zogen mehrere Gewitter über NRW hinweg.
Für einige Orte hatte der Deutsche Wetterdienst vor heftigem Starkregen gewarnt.

Im Ruhrgebiet wurde die Autobahn 42 bei Herne überschwemmt.
Zwischen dem Kreuz Herne und der Abfahrt Gelsenkirchen-Bismarck seien zahlreiche Autos im Wasser stecken geblieben, hieß es am Donnerstagabend aus der Leitstelle der Autobahnpolizei.
Der Streckenabschnitt sei gesperrt worden.
Polizei und Feuerwehr seien unter anderem mit Pumpen im Einsatz, um die Lage zu beobachten und sich wenn nötig um die Feststeckenden zu kümmern.
"Wir müssen jetzt geduldig sein und abwarten, bis das Wasser wieder abfließen kann", sagte ein Sprecher.

Die Feuerwehr-Leitstelle Herne sprach am Abend von mehr als 50 Einsätzen.
Man sei mit 130 Kräften im Einsatz.
Es waren den Angaben nach zahlreiche Keller vollgelaufen und mehrere große Ausfahrtsstraßen überflutet worden.
Am Abend hatte sich die Wetterlage beruhigt.

In der Nachbarstadt Bochum musste die Feuerwehr ebenfalls zu unwetterbedingten Einsätzen ausrücken.
Zweimal war dort ein Blitz in Bäume eingeschlagen, die umzustürzen drohten.
Auch in der bereits vor einigen Tagen durch Überschwemmungen schwer getroffenen Stadt Fröndenberg an der Ruhr liefen wieder mehrere Keller voll.

In Recklinghausen wurde eine Autobahnunterführung überschwemmt.
Sie wurde komplett gesperrt.
Insgesamt kam es nach Angaben der Feuerwehr vom Abend zu acht unwetterbedingten Einsätzen in der Stadt.
Ein Baum stürzte in Hünxe auf eine Straße und musste weggeräumt werden.

In Bergisch Gladbach war die Feuerwehr mit 35 Einsatzkräften und 13 Einsatzfahrzeugen an diversen Einsatzstellen unterwegs.
Im Stadtteil Sand trat ein Bach über die Ufer.

Auf Videos aus Gummersbach, die der WDR zeigte, war zu sehen, wie Wassermassen eine Straße hinunterflossen.
Dem Bericht nach löste der Regen im Ortsteil Frömmersbach eine Schotterlawine aus.
Die Feuerwehr war im Einsatz.
Anwohner halfen mit Schaufeln mit.


 
Mordurteil im zweiten Verfahren: Zehn Jahre Haft für Berliner U-Bahn-Schubser !

Zum zweiten Mal steht Zakaria L. vor Gericht, weil er nach einem Streit einen 30-Jährigen ins Gleisbett einer einfahrenden U-Bahn gestoßen hat - das Opfer starb an seinen Verletzungen.
Nach dem ersten Urteil wegen versuchter Körperverletzung mit Todesfolge geht es diesmal um Mord.

In der Neuauflage eines Prozesses um den tödlichen Stoß vor eine U-Bahn hat das Berliner Landgericht den 28-jährigen Angeklagten zu einer zehnjährigen Haftstrafe wegen Mordes verurteilt.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Zakaria L. sein 30-jähriges arg- und wehrloses Opfer im Oktober 2019 im U-Bahnhof Kottbusser Tor heimtückisch mit voller Wucht ins Gleisbett gestoßen hatte.
Dazu habe er eigens "Fahrt aufgenommen".
Es gebe Anhaltspunkte, dass dabei Alkohol und Drogen im Spiel gewesen seien.
Das Opfer habe jedoch nicht mit einem Angriff gerechnet, urteilte das Gericht.
Der 30-Jährige war von einer einfahrenden U-Bahn erfasst worden und seinen Verletzungen erlegen.

L. soll die Tat im Zuge eines Streit um Drogen begangen haben, danach soll er geflohen sein.
Das Landgericht verurteilte den 28-Jährigen zunächst im Mai vergangenen Jahres wegen versuchter Körperverletzung mit Todesfolge zu vier Jahren und drei Monaten Haft.
Zudem sollte er in einer Entziehungsanstalt untergebracht werden.
Einen bedingten Tötungsvorsatz sah die Kammer damals nicht, zudem verneinte sie die Vollendung der Körperverletzung mit Todesfolge.

Diese Einschätzungen seien rechtsfehlerhaft gewesen, entschied später allerdings der Bundesgerichtshof (BGH) und ordnete eine Neuauflage des Prozesses an.
Er gab damit den Revisionen von Staatsanwaltschaft und Nebenklage statt.
Die Feststellungen zum objektiven Tatgeschehen erhielt der BGH dabei aufrecht.

In der Neuverhandlung ging es hauptsächlich um die Frage des Tötungsvorsatzes.
Die Staatsanwaltschaft sah diesen als gegeben an und argumentierte zusätzlich, dass L. den Geschädigten heimtückisch getötet habe.
Es gebe keinerlei Zweifel, dass L. um die Arg- und Wehrlosigkeit seines Opfers gewusst habe.

Die Verteidigung bemängelte im neuen Prozess, dass die Kammer "wenig Aufklärungswillen" gezeigt habe.
Sie argumentierte, dass L. aufgrund eines Rauschzustands die Gefährlichkeit seiner Tat nicht richtig habe einschätzen können, was gegen einen Tötungsvorsatz spreche, und plädierte auf Körperverletzung mit Todesfolge sowie eine Strafe von etwas über vier Jahren.


 
„Meine Füße auf Ihrem Kopf“ Skandal-Video: Kölner Polizist bedroht bekannten DJ !

In Köln ist eine Fahrzeugkontrolle aus dem Ruder gelaufen: Der kontrollierende Polizist sprach dabei widerwärtige Drohungen aus, die an den Tod vom US-Amerikaner George Floyd erinnern.
Die Kölner Polizei hat bereits auf den Vorfall reagiert.


Köln - Der Kölner Deniz Köse (38) ist am Dienstag (6. Juli) von einem Polizisten bedroht worden.
So sehr, dass er sich jetzt um sein Wohl sorgt.
Ein Beamter hatte ihm bei einer Verkehrskontrolle angedroht, mit seinen Füßen auf seinen Kopf zu steigen.
Offenbar ohne ersichtlichen Grund.
Der Vorfall wurde auf Video aufgenommen.
Den Polizisten erwarten jetzt die Konsequenzen.

Deniz Köse, der als „DJ Stutter“ bekannt ist, hatte nichts Böses im Sinn, als er auf den Kölner Ringen in einem Porsche entlang fuhr.
Eine Polizeikontrolle ist dann verbal eskaliert.

Polizist droht bei Verkehrskontrolle mit Gewalt
„Der Polizist hat mir gesagt, dass er mich ‚Salafisten‘ am liebsten aus dem Wagen zerren und auf mir rumtrampeln würde.
Ich bin ruhig geblieben.
Der Polizist hat aber wohl versehentlich den Fahrzeugschein mitgenommen“, berichtet Deniz Köse.
Am nächsten Tag brachte derselbe Beamte den Schein zur Mozartstraße, nachdem sich der Kölner bei einer Polizeiwache gemeldet hatte.

„Nach 24 Stunden habe ich ihm die Gelegenheit gegeben, über das nachzudenken, was er am Vortag gesagt hatte.
Aber er hat es fast genauso wiederholt.
Ich war fassungslos, dass ein Polizist so etwas zu mir sagt“, schildert der Kölner, der oft für Stars wie den ehemaligen Box-Weltmeister Floyd Mayweather – wie bei dessen Besuch in Köln im März 2020 – auflegt.

Zu dem Video, das mittlerweile fast 20.000 Klicks hat, schrieb er noch: „Kölner Polizist möchte den ‚George Floyd‘-Move bei einem Türken durchführen.“
Der Polizist ist gut zu hören, er sagte: „Ich würde mir wünschen, dass sie auf dem Boden liegen und ich mit meinen Füßen auf ihrem Kopf.
Genauso wünsche ich mir, dass alle Salafisten und Rechts- und Linksradikalisten direkt der Blitz treffen würde.“

Deniz sagte darauf: „Sie als Polizist sollten sowas nicht aussprechen.
Das macht man nicht.“
Der Beamte erwiderte nur: „Ich kann mir ganz viele Sachen wünschen.“

Polizist droht bei Verkehrskontrolle mit Selbstjustiz
Dass der Polizist auch, „die Strafe, die sie erfahren werden, ist zu gering“, sagte, kann der Kölner DJ nicht nachvollziehen.
„Das ist Selbstjustiz.
Er hat meinen Wagen ohne Grund durchsucht.
Ich habe doch nichts gemacht.
Als ich dann gesagt habe, dass ich ihn aufgenommen habe, ist er ausgerastet und wollte mir mein Handy abnehmen“, berichtet der Kölner.
Zudem sei der Kölner „vom Salafismus weit entfernt“: „Ich fliege um die Welt, um auf Partys mit meiner Musik für gute Stimmung zu sorgen.“

Polizei stellt nach Drohung Handy sicher
Der Polizist habe später Verstärkung gerufen.
Eine Streifenwagenbesatzung war aber unsicher, ob sie dem Kölner das Handy abnehmen dürften.
Sie fragten bei der Zentrale nach.
Dann kam laut Deniz Köse der Leiter der Wache an der Stolkgasse dazu.
„Nachdem er sich das Video angesehen hatte, war er sehr sauer auf den Polizisten.
Er sagte, ‚Wie bitte?
Sowas bei der Kölner Polizei?
Sowas wollen wir bei uns nicht haben‘.“

So wurde das Handy von der Polizei sichergestellt, um die Aufnahmen auszuwerten.
Köse bekam auch eine Durchschrift von der Polizei, auf der steht, dass wegen Volksverhetzung gegen den Beamten ermittelt wird.

Nach Gewalt-Androhung: Kölner DJ hofft auf „angemessene“ Reaktion der Polizei
Der Kölner ist jetzt verunsichert.
„Ich habe große Angst.
Der Polizist hat meine Daten und ist bewaffnet.
Wer weiß, wozu er in der Lage ist“, sagt Deniz Köse.
Er hofft jetzt, dass die Polizei „angemessen“ auf den Vorfall reagiert.
Der Fall mache ihn aber auch wütend: „Ist es ein Verbrechen, einen Porsche zu fahren?
Ich habe die Schnauze voll von Diskriminierungen.“

Was sagt die Kölner Polizei dazu?
Auf Anfrage gab die Behörde diese Erklärung ab: „Die Polizei Köln hat die Anzeige des Bürgers aufgenommen und die Ermittlungen eingeleitet.
Die Staatsanwaltschaft Köln wird die Strafbarkeit der Äußerungen prüfen.
Sollte der Verdacht auf strafbares Verhalten vorliegen, werden die Ermittlungen aus Gründen der Neutralität von der Polizei Bonn übernommen.“

Kölner Polizist nach Drohung aus dem Dienst genommen
Die stellvertretende Polizeipräsidentin Miriam Brauns sagt zu dem Vorfall: „Für derartige Worte eines Polizeibeamten habe ich wirklich kein Verständnis.
Das entspricht nicht dem Bild der Polizei Köln.
Gegen den Beamten ist ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden, ihm ist bis auf Weiteres das Verbot der Führung der Dienstgeschäfte ausgesprochen worden.“

Weiter erklärt die Polizei, dass gegen die Person, die das Gespräch mit dem Polizisten heimlich aufgezeichnet und im Anschluss in den sozialen Medien veröffentlicht haben soll, die Polizei Köln ebenfalls Anzeige wegen des Verdachts der Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes erstattet hat.


Köln: Polizist spricht abartigen Wunsch aus !



 
Nach Schwarzbau: Großkontrolle bei Tesla-Gigafabrik in Grünheide !

Erst ein Bußgeldverfahren wegen illegal errichteter Chemikalientanks, jetzt die Kontrolle der gesamten Baustelle: Auf dem Tesla-Gelände in Brandenburg herrscht derzeit viel Unruhe.

Nachdem Brandenburgs Landesumweltamt ungenehmigte Tanks auf der Tesla-Baustelle in Grünheide entdeckt hat, kontrolliert die Behörde am Freitag das komplette Gelände.
Wie der "Tagesspiegel" berichtet, wolle das Amt sicherstellen, dass nicht noch weitere ungenehmigte Aktivitäten auf der Baustelle vor sich gingen.

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass das Landesumweltamt den Verdacht eines Schwarzbaus auf dem Gelände prüfe.
Hinweise dazu kamen vom Umweltverband Grüne Liga und dem Naturschutzbund in Brandenburg.
Am Donnerstag teilte das Ministerium dann mit, dass man ein Bußgeldverfahren vorbereite, weil der US-Elektroautobauer drei nicht zugelassene Chemikalientanks errichtet hatte.

Immer wieder Ärger mit Tesla
Es ist nicht das erste Mal, dass Tesla Tesla Aktie in Grünheide ohne Genehmigung gebaut hat.
Schon vor einigen Monaten hatte das Unternehmen unerlaubt rund 550 Pfähle zu tief in den Boden gerammt.
Wie Recherchen des ZDF-Magazins "Frontal 21" ergaben, ließ Tesla-Chef Elon Musk zudem wochenlang Leitungen für Trink- und Niederschlagswasser verlegen, ohne die Erlaubnis dafür zu haben.

Musk hatte mehrmals kritisiert, dass der Genehmigungsprozess in Deutschland zu langsam sei.
So sagte er bei seinem jüngsten Besuch der Baustelle Ende Mai: "Wenn es immer mehr Regeln gibt, kann man am Ende gar nichts mehr machen."
Der Tesla-Chef hält es weiter für möglich, Ende des Jahres mit der E-Autoproduktion zu beginnen.


 
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