Großbrand in Lohne gelöscht: Nach Feuer bei Wiesenhof drohen Kündigungen !
Der Großbrand bei Wiesenhof in Lohne (Niedersachsen) ist gelöscht.
An eine Fortsetzung des Schlachtbetriebs ist in den kommenden Wochen aber nicht zu denken.
Versetzungen der Beschäftigungen an andere Standorte und Kündigungen sind die Folge.
"Zum jetzigen Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass die Schlachtung in den nächsten Wochen nicht wieder aufgenommen werden kann", sagte eine Wiesenhof-Sprecherin.
Für die 1200 Beschäftigten hat das schwerwiegende Folgen.
Ein Teil der Mitarbeiter könnte "leider nicht weiterbeschäftigt werden", sagte eine Sprecherin nach einer Mitarbeiterversammlung.
Sie erhielten eine Kündigung.
Für die betroffenen Beschäftigten werde ein Sozialplan erstellt.
Wie viele Mitarbeiter nicht weiterbeschäftigt und wie viele vorübergehend an anderen Standorten eingesetzt werden, soll in der nächsten Woche mitgeteilt werden.
Mehr als 1000 Mitarbeiter
Die Geschäftsleitung werde alles tun, um so schnell wie möglich den Betrieb in Lohne zumindest teilweise wiederaufnehmen zu können, sagte die Sprecherin weiter.
Planungen für den Wiederaufbau sollen in den kommenden Tagen anlaufen.
Beschäftigt sind in Lohne 750 Festangestellte sowie 450 Leiharbeiter und Werksvertragsbeschäftigte.
Für Experten beginnt derweil die Suche nach der Ursache des Feuers, das am Ostermontag ausgebrochen war und nach Schätzungen der Polizei einen zweistelligen Millionen-Schaden angerichtet haben dürfte.
Brandermittler haben den Komplex inzwischen in Augenschein genommen.
"Ergebnisse wird es aber erst in Monaten geben", sagte eine Polizeisprecherin.
Hunderte Feuerwehrleute im Einsatz
Über 400 Feuerwehrleute hatten stundenlang gegen das Feuer gekämpft.
Produziert wurde am Montag nicht.
Die wenigen Mitarbeiter im Betrieb seien rechtzeitig in Sicherheit gebracht worden, hieß es von Wiesenhof.
Nach Angaben der Polizei wurde ein Mitarbeiter und ein Angehöriger der Rettungskräfte leicht verletzt.