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Aktuelle NEWS aus Deutschland !

Abgase eingeatmet - Elf Menschen im Krankenhaus !

Lüneburg - Elf Menschen sind im niedersächsischen Lüneburg ins Krankenhaus gebracht worden, nachdem sie Abgase eines Stromgenerators eingeatmet hatten.
Die Gruppe feierte in einer Kleingartenkolonie in einem Gebäude, während im Keller das Gerät lief.
Die Abgaswerte im Keller stiegen auf lebensbedrohliche Werte.
Ein Teil der Gase drang vermutlich durch den Holzfußboden nach oben.
Per Notruf wurden vier Bewusstlose gemeldet, wie es hieß.
Die Polizei ermittelt nun gegen den Betreiber des Generators wegen fahrlässiger Körperverletzung.


 
Düsseldorfer Polizei nimmt bei Großrazzia 40 Männer fest !

Düsseldorf. Sechs Stunden lang kontrollierte die Polizei Düsseldorf 18 Casinos und Bars rund um den Hauptbahnhof. Hintergrund war die Ermittlergruppe Casablanca.

Bei einer großangelegten Razzia im "Maghreb-Viertel" rund um den Düsseldorfer Hauptbahnhof hat die Polizei am späten Samstagabend 18 Cafés, Spielcasinos und Shisha-Bars kontrolliert.
Die Aktion sei schon 2015 geplant worden – also weit vor den Silvester-Übergriffen von Köln, teilte die Polizei am Sonntagmittag mit.

Düsseldorfer Polizei nimmt 40 Männer fest
Ziel sei es gewesen, die Identität der Anwesenden zu überprüfen und deren Aufenthaltsstatus zu klären, so die Polizei.
Hintergrund der Großrazzia waren Ergebnisse der Ermittlergruppe "Casablanca": Sie hatten ergeben, dass sich in den kontrollierten Lokalen Verdächtige treffen.
Die Beamten werfen ihnen Taschen- und Gepäckdiebstahl, Straßenraub und Drogendelikte vor.

Um 17.30 Uhr umstellten rund 300 Polizisten gleichzeitig 18 Lokale – unter anderem an Mintropstraße, Scheurenstraße, Luisenstraße, Ellerstraße, Linienstraße und Lessingstraße.
Insgesamt überprüften die Beamten 294 Personen, vorwiegend Männer aus Nordafrika.

40 Überprüfte wurden vorläufig festgenommen.
Bei 38 von ihnen besteht laut Polizei der Verdacht des illegalen Aufenthalts, ein Mann war schon zur Abschiebung ausgeschrieben.
Ein weiterer Mann wurde wegen des Verdachts der Hehlerei festgenommen.
Zudem gab es sieben Anzeigen wegen Drogendelikten, eine Anzeige wegen Diebstahls, eine wegen Betrugs und eine wegen wegen unerlaubten Waffenbesitzes.
Die Polizisten fanden auch sechs gestohlene Handys.

Erst nach rund sechs Stunden war der Einsatz beendet – gegen 23.45 Uhr zogen die Beamten wieder ab.
Die Auswertung der Kontrollen dauert an.

Polizei-Einsatzleiter Frank Kubicki: "Das Projekt 'Casablanca' hat uns viele Einblicke verschafft in die Strukturen der Verdächtigen, über ihre Gewohnheiten, Aufenthaltsorte und Unterkünfte.
So haben wir die Möglichkeit mit regelmäßigen Kontrollaktionen, aber auch mit großen Razzien, Orte aufzuklären, an denen solche Taten verabredet und vorbereitet werden."

Viertel dient bestimmten Personen als Rückzugsraum
Schon Ende Januar vergangenen Jahres hatte die Düsseldorfer Polizei bei einer Großrazzia in Bahnhofsnähe mit 200 Beamten 15 Nordafrikaner festgenommen, die sich illegal in Deutschland aufhielten.
„Im Viertel hat sich ein soziales, kulturelles und wirtschaftliches Zentrum gebildet, das Personen als Rückzugsraum dient, die im Verdacht stehen, Taschen- und Gepäckdiebstähle, aber auch Straßenraubdelikte und Einbrüche zu begehen“, erklärte damals Einsatzleiter Roland Wolff.
Und: „Wir müssen dahin, wo sich die Täter sicher fühlen, ihre Taten verabreden und die gemachte Beute absetzen.“
Die Razzia habe „eine Menge an Erkenntnissen gebracht.“

Gruppe "Casablanca" ermittelt seit anderthalb Jahren
Die Düsseldorfer Polizei hob deshalb das Projekt „Casablanca“ ins Leben, um herauszufinden, was sich in der Szene abspielt.
Jüngst zog die Polizei dazu eine Bilanz nach eineinhalbjähriger Tätigkeit.
Der Erkenntnisstand bis dato: Allein in Düsseldorf tummeln sich Klau-Banden mit 2244 Verdächtigen aus Nordafrika, die Mehrheit von ihnen (1256 Verdächtige) aus Marokko.
Abschieben sei praktisch unmöglich, berichtet ein Polizist, der nicht genannt werden möchte.
„Die Szene wächst und wächst.
Für die Kollegen ist das sehr frustrierend.“


 
Nackter Mann im Schnee auf der Autobahn !

Freienohl. Polizei-Einsatz auf der A46 zwischen Freienohl und Meschede: Ein nackter Mann hat dort im Schnee an der Fahrbahn gestanden.

Ein nackter Mann auf der Autobahn hat am Sonntagmorgen einen Einsatz der Polizei ausgelöst.
Der Mann befand sich in Höhe der Auffahrt Freienohl und hatte bei eisigen Temperaturen im Schnee nach und nach seine Kleidung ausgezogen.
Autofahrer reagierten irritiert und alarmierten die Polizei.

Die eingesetzten Beamten entdeckten den jungen Mann: Er stand auf dem Seitenstreifen und blickte auf die Fahrbahn.
Nach ihren Angaben war er bereits unterkühlt und wirkte verwirrt.
Er wurde in ein Krankenhaus gefahren und soll psychiatrisch untersucht worden sein.
Nach Angaben des Polizei-Pressestelle handelt es sich nicht um einen Fall von Exhibitionismus, der Mann sei offensichtlich durcheinander gewesen und soll zu seinem eigenen Schutz in einer Klinik untergebracht werden.

Insbesondere dass er zu Fuß auf der Autobahn unterwegs war, wird als selbst gefährdend eingestuft.


 
Polizei verhindert Bürgerwehr-Streifen in Mönchengladbach !

Mönchengladbach/Essen. Ruhe und Ordnung ist derzeit in Mode.
In Mönchengladbach hat die Polizei jetzt ortsbekannte Hooligans gestoppt, sich als 'Bürgerwehr' zu betätigen.

Witten, Oberhausen, Düsseldorf - an vielen Orten in NRW bilden sich sogenannte Bürgerwehren als Reaktion auf die massiven Übergriffe in der Silvesternacht in Köln.
In Mönchengladbach hat die Polizei jetzt alle Hände voll zu tun gehabt, Aktionen von Bürgerwehren zu verhindern.

Etwa 25 Personen vorwiegend aus der örtlich bekannten Hooliganszene hatten sich am späten Freitagabend auf dem Alten Markt in der Mönchengladbacher Innenstadt versammelt.
Wie die Polizei mitteilte, wollten sie "im dortigen Bereich für Ruhe und Ordnung sorgen".
Mit einer "Gefährderansprache" machte die Polizei der Gruppe nach eigener Aussage klar, dass das keine gute Idee sei.
Laut Polizei sei die Gruppe danach "nicht mehr auffällig" geworden.

Hooligan mischt sich in Streit ein und gibt sich als Bürgerwehr-Mitglied aus
Zur gleichen Zeit wurde am Hauptbahnhof Mönchengladbach eine weitere Gruppe beobachtet mit etwa zehn Personen.
Auch dort hatte die Polizei den Verdacht, die etwa zehn Personen wollte sich als Bürgerwehr betätigen.
"Darauf angesprochen, distanzierte sich diese Gruppe ausdrücklich von dem Verdacht".

Am frühen Samstagmorgen gegen 5 Uhr kehrten Polizisten zum Alten Markt zurück - weil dort ein verbaler Streit zwischen zwei Kneipengängern in Gewalt ausuferte, als sich ein 31-Jähriger einmischte und einen der Streitenden mit dem Kopf im Gesicht verletzte.
Er war Alkoholisiert und stand auch unter Drogen, teilte die Polizei mit.
Ihr gegenüber gab er sich als Bürgerwehr-Mitglied aus, vermutlich um sein Einmischen in den Streit der beiden anderen Männer zu legitimieren.
Laut Polizei sei der 31-Jährige bei der Polizei bereits "hinreichend in Erscheinung getreten", etwa mehrfach wegen Körperverletzung.
Er werde zudem zur örtlichen Hooliganszene gezählt.
Gegen ihn läuft jetzt ein Strafverfahren.


 
BKA-Chef Münch warnt vor rechtsextremen Terrorgruppen !

Berlin. BKA-Chef Münch zeigt sich besorgt über die Gewalt gegen Flüchtlinge und warnt vor rechter Gewalt.
Auch eine andere Bedrohung wächst.

BKA-Präsident Holger Münch hat angesichts zunehmender Gewalt gegen Flüchtlinge vor dem Entstehen rechtsextremer Untergrundgruppen nach NSU-Vorbild gewarnt.
Die Polizei brauche „schnelle Ermittlungsergebnisse und Urteile, um die Dynamik der rechtsextremen Straftaten zu unterbrechen“, sagte Münch der „Bild am Sonntag“.
Sonst könnten sich schlimmstenfalls terroristische Strukturen bilden, wie es sie mit der NSU-Gruppe bereits gegeben habe.
Von den rund ermittelten 500 Tätern bei Straftaten gegen Asylunterkünfte im vergangenen Jahr seien 70 Prozent vorher nicht wegen politisch motivierter Delikte aufgefallen.
Sie seien überwiegend aus der Umgebung der Unterkünfte gekommen.

Mit Sorge sehe er zudem die selbst ernannten Bürgerwehren, die Recht und Gesetz in die eigene Hand nehmen wollten, sagte Münch.
Da müsse man genau hinschauen, wer da wie tätig werde.
In rechtsextremen Internetforen gebe es seit den Übergriffen auf Frauen an Silvester so viel Kommunikation wie nach dem Anschlag von Paris.
„Dort wird zur Notwehr aufgerufen mit dem Ziel, in der Bevölkerung hoffähig zu werden.“

Delikte in Sammelunterkünften meist Gewaltkriminalität
Des Weiteren erklärte BKA-Präsident Münch, dass das Bundeskriminalamt eine wachsende Zahl von Straftaten in Flüchtlings- und Asylbewerberheimen registriert.
Die Straftaten in Sammelunterkünften stiegen „enorm“, sagte Münch der „Bild am Sonntag“.
Dort würden seit Wochen oder Monaten viele Menschen auf engstem Raum leben, „darunter besonders viele junge Männer unter Bedingungen, die Kriminalität fördern.“
Besonders durch Straftaten auffallen würden Migranten vom Balkan oder aus Nordafrika, vor allem Marokkaner, Tunesier und Algerier.
Viel weniger dagegen die Zuwanderer aus Syrien und dem Irak.
Die Hälfte der Delikte in den Großunterkünften seien Gewaltkriminalität.

Mit den mehr als eine Million Flüchtlingen im vergangenen Jahr seien aber nicht überproportional viele Kriminelle nach Deutschland gekommen.
„Die Kriminalität steigt nicht so schnell an wie die Zahl der Flüchtlinge.

Der BKA-Präsident wies Vorwürfe zurück, die Polizei verheimliche die Herkunft von Straftätern.
Das BKA erstelle alljährlich die Polizeiliche Kriminalitätsstatistik.
Diese sei „auf der BKA-Homepage für jedermann nachzulesen“.

In der Silvesternacht war es am Kölner Hauptbahnhof aus einer großen Menschenmenge heraus zu zahlreichen sexuellen Übergriffen auf Frauen gekommen.
Inzwischen wurden mehrere Dutzend Tatverdächtige unter anderem aus dem nordafrikanischen und arabischen Raum identifiziert.

Terrorgefahr dauert noch lange an
Die allgemeine Terrorgefahr in Deutschland wird nach Einschätzung des Bundeskriminalamts (BKA)noch lange andauern.
„Die Sicherheitslage ist aufgrund der terroristischen Bedrohung sehr angespannt und wird es über Jahre bleiben“, sagte BKA-Präsident Holger Münch.
„Seit 2013 haben sich die Gefährdungshinweise deutlich erhöht.
Im vergangenen Jahr hatten wir dreieinhalbmal so viele Hinweise wie zwei Jahre zuvor.“
Aktuell gebe es jedoch keinen Hinweis auf einen bevorstehenden Anschlag.

Besonders im Blick haben die Sicherheitsbehörden sogenannte Gefährder, denen sie einen Anschlag in Deutschland zutrauen.
„Von diesen 444 sind derzeit 212 in Deutschland und davon 65 in Haft“, sagte Münch.
Sie seien zu 95 Prozent männlich, 18 Prozent seien Konvertiten – also nicht von Geburt an Muslime – meist mit deutscher Staatsbürgerschaft.
Nach jüngsten BKA-Zahlen vom Donnerstag sind sogar schon 446 Gefährder registriert.

Münch kritisierte die mangelnde Registrierung von Flüchtlingen: „Selbst bei denen, die wir erfassen, haben wir oft nur ein Lichtbild und Fingerabdrücke und wissen deshalb trotzdem nicht immer, wer sie wirklich sind oder welche Vorgeschichte sie haben.
Dies lässt sich auch nicht gänzlich ändern.
Aber die Lücke der nichtregistrierten Flüchtlinge müssen wir schließen.“


 
Uli Hoeneß kommt bereits Ende Februar aus Haft frei !

München. Seit Juni 2014 sitzt Ex-Bayern-Präsident Uli Hoeneß im Gefängnis.
Doch schon Ende Februar wird er aus der Haft entlassen werden.

Uli Hoeneß, der frühere Präsident des FC Bayern, soll vorzeitig aus der Haft entlassen werden.
Das Landgericht Augsburg bestätigte am Montag einen Bericht der „Sport Bild“.
Der 64-Jährige sitzt seit 2014 eine Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung ab.

Am 2. Juni 2014 hatte Hoeneß die Haft in der Justizvollzugsanstalt Landsberg am Lech angetreten.
Er war am 13. März 2014 wegen Hinterziehung von 28,5 Millionen Euro Steuern zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden.
Die Hälfte der 42 Monate dauernden Haft von Hoeneß endet am 2. März 2016.
„Die Bewährungszeit wurde auf drei Jahre festgesetzt“, erläuterte das Gericht nun.
Seit Januar 2015 war Hoeneß Freigänger.

Uli Hoeneß war Ersttäter
Eine Richterin hat Hoeneß’ Antrag auf vorzeitige Haftentlassung stattgegeben, er soll am 29. Februar das Gefängnis verlassen können.
Laut Paragraf 57, Absatz 2 des Strafgesetzbuches kann ein Gericht schon nach Verbüßung der Hälfte einer Freiheitsstrafe die Vollstreckung des Restes zur Bewährung aussetzen, „wenn die verurteilte Person erstmals eine Freiheitsstrafe verbüßt und diese zwei Jahre nicht übersteigt oder die Gesamtwürdigung von Tat, Persönlichkeit der verurteilten Person und ihrer Entwicklung während des Strafvollzugs ergibt, dass besondere Umstände vorliegen“.

Hoeneß wurde zwar zu deutlich mehr als zwei Jahren Haft verurteilt, ist aber Ersttäter – und erfüllt damit die wichtigste Voraussetzung für eine vorzeitige Entlassung.

Mit Spannung wird erwartet, ob Hoeneß nach der Entlassung aus dem Gefängnis bei den Bayern wieder ganz vorne mitmischt oder es bei der Mitarbeit in der Jugendabteilung bleibt.
Als Freigänger hatte Hoeneß in der Zentrale des FC Bayern an der Säbener Straße ein Büro bezogen und von dort aus in der Jugendabteilung des Rekordmeisters gearbeitet.
Der aktuelle Präsident Karl Hopfner hatte mehrfach angekündigt, nicht gegen Uli Hoeneß anzutreten, sollte dieser eine weitere Amtszeit als Vereinspräsident anstreben.
In einer Online-Petition hatten sich bereits über 5000 Bayern-Fans dafür ausgesprochen, dass Hoeneß noch einmal das höchste Amt im Verein übernehmen sollte.



 
Sparkasse Neuss verbietet verschleierter Kundin den Zutritt !

Neuss. Einer vollverschleierten Muslimin ist der Zutritt zu einer Neusser Sparkasse verweigert worden.
Die Frau hat inzwischen Anzeige erstattet.

Die Sparkasse in Neuss hat einer vollverschleierten Muslimin untersagt, die Kassenräume zu betreten.
Die Frau sei aus Sicherheitsgründen unter Verweis auf das Vermummungsverbot gebeten worden, die Räume zu verlassen, bestätigte ein Sprecher der Sparkasse am Montag den Vorfall vom 13. Januar, über den die "Rheinische Post" berichtet hatte.
Ein Hinweisschild mit dem durchgestrichenen Motorradhelm weise auf das Verbot hin.

Weil man sie an die Schulter gefasst und geschubst habe, erstattete die Frau nach Polizeiangaben Anzeige.
Ob sie dabei den Schleier lüften musste, konnte die Polizei nicht sagen.
Die Sparkasse betonte, es habe keine körperliche Gewalt gegeben.
Keine allgemeinen Vorgaben zum Umgang mit mit vollverschleierten Frauen

Nach Angaben des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes gibt es keine Vorgaben für den Umgang mit vollverschleierten Frauen.
Bei der Eröffnung eines Kontos müsse aber das Gesicht zu sehen sein.
Das geschehe etwa in Düsseldorf in einem abgetrennten Raum, wo die Kundin den Schleier hebe.


 
Erster Verdächtiger von Köln wegen Sexualdelikt in U-Haft !

Köln. Ein 26-Jähriger sitzt wegen des Verdachts einer Sexualstraftat an Silvester in Köln in U-Haft.
Die Zahl der Anzeigen steigt auf 766.

Erstmals seit den Übergriffen in Köln sitzt ein Tatverdächtiger wegen einer Sexualstraftat in Untersuchungshaft.
Dem 26 Jahre alten Algerier werde vorgeworfen, aus einer Gruppe heraus ein Opfer sexuell genötigt und dabei ein Handy gestohlen zu haben, sagte der Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer am Montag.

Der Mann sei am Wochenende zusammen mit einem weiteren Algerier festgenommen worden, der einen Handydiebstahl, aber keine Sexualstraftat begangen haben soll.
Beide lebten in einer Flüchtlingsunterkunft in Kerpen.

Nach Angaben Bremers handelt es sich bei dem 26-Jährigen um den ersten Beschuldigten aus der Silvesternacht, der wegen einer mutmaßlichen Sexualstraftat in Untersuchungshaft sitzt.
Er habe sich aber noch nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Zahl der Anzeigen auf 766 gestiegen
Eine weitere Festnahme im Zusammenhang mit den Übergriffen gab es nach Angaben der Polizei am Freitagabend in Aachen.
Bei der Kontrolle eines 25 Jahre alten algerischen Asylbewerbers sei ein Handy gefunden worden, das in der Silvesternacht in Köln gestohlen worden war.

Die Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt nach eigenen Angaben nun gegen 21 Beschuldigte, von denen acht in Untersuchungshaft sitzen.
Den meisten werden Eigentumsdelikte wie Diebstahl vorgeworfen.
Inzwischen gibt es 766 Anzeigen, die Hälfte wegen Sexualdelikten

Auch mehr als zwei Wochen nach den Übergriffen auf Frauen in Köln zeigen Menschen Straftaten aus der Silvesternacht bei den Ermittlern an.
Mittlerweile seien 766 Anzeigen eingegangen, sagte der Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer am Montag.
Bei rund der Hälfte gehe es um Sexualdelikte.
Darunter seien auch mindestens drei Anzeigen wegen Vergewaltigung.
In anderen Fällen werde noch geprüft, ob die Vorwürfe diesen Straftatbestand erfüllten.
Zu möglichen weiteren Ermittlungsergebnissen zu den mutmaßlichen Tätern wollte sich die Behörde im Laufe des Montags äußern.

Streit gibt es immer noch um den Informationsfluss.
Nordrhein-Westfalens Innenministerium hat die Kölner Polizei gegen den Vorwurf in Schutz genommen, Oberbürgermeisterin Henriette Reker nicht richtig über die Übergriffe der Silvesternacht informiert zu haben.
Der Leiter der Polizeiabteilung im Innenministerium, Wolfgang Düren, versicherte in einem am Montag veröffentlichten Brief, „dass es keinerlei Unrichtigkeiten in den Erklärungen der Polizei gegeben“ habe.

Innenministerium verteidigt Polizei
Die parteilose Politikerin Reker hatte dem Kölner Polizeipräsidenten Wolfgang Albers eine Woche nach Silvester das Vertrauen aufgekündigt.
In einer Pressemitteilung erklärte sie, sie habe „Informationen insbesondere zur Herkunft von ermittelten Beteiligten aus der Gruppe der Täter“ erst aus der Presse erfahren.
Ein Sprecher des Innenministeriums sagte dazu am Montag auf Anfrage, Albers habe Reker „immer über den Stand, den die Polizei hatte, informiert“.

In der Silvesternacht sollen in Köln überwiegend Männer nordafrikanischer und arabischer Herkunft massenhaft Frauen sexuell bedrängt und bestohlen haben.
Innenminister Ralf Jäger (SPD) hatte Albers am 8. Januar nach heftiger Kritik am Agieren der Polizei vor Ort und der anschließenden Kommunikation der Vorfälle in den einstweiligen Ruhestand versetzt.

Ministeriumssprecher Düren führt in seinem Schreiben aus, dass Albers die Oberbürgermeisterin am 2. Januar telefonisch „über die bis dahin vorhandenen Erkenntnisse unterrichtet“ habe.
Bei der Pressekonferenz am 4. Januar habe die Polizei darauf hingewiesen, „dass es sich bei der alkoholisierten Menschenmenge vornehmlich um Personen aus dem nordafrikanisch-arabischen Raum handelte“.
In einem Gespräch am 5. Januar habe Albers Reker dann erneut über den aktuellen Stand informiert.
„Aus diesem Grund ist die entsprechende Presseerklärung der Stadt Köln nicht nachvollziehbar“, folgert Düren.
Reker sah Vertrauen in Polizei erschüttert

Reker hatte am vergangenen Freitag noch einmal wiederholt, dass sie sich durchaus unzureichend informiert fühle.
„Die frühen polizeiinternen Informationen und Protokolle, die in den letzten Tagen in den Medien veröffentlicht wurden, haben mir zum Zeitpunkt der Pressekonferenz am 5. Januar nicht vorgelegen und liegen mir auch bis heute nicht vor“, betonte sie.

Düren wies darauf hin, dass es bis zum 5. Januar tatsächlich noch keine Erkenntnisse zu Tatverdächtigen gegeben habe.
Erst am 6. Januar seien die ersten drei Tatverdächtigen ermittelt worden.
Albers habe Reker folglich am 5. Januar auch hier den damaligen Stand richtig wiedergegeben.
Zudem habe er damals öffentlich „differenziert“ berichtet, dass sich unter rund 70 polizeilich kontrollierten Störern, die sich in der Silvesternacht unter den rund 1000 Menschen am Bahnhofsvorplatz befanden, viele mit einer „Bescheinigung über die Meldung als Asylsuchender“ ausgewiesen hatten.

Reker hatte am 5. Januar gesagt, die Behörden hätten keine Hinweise darauf, dass es sich bei den Beteiligten um Menschen aus der „Flüchtlingsgruppe“ handele.
Entsprechende Vermutungen seien „absolut unzulässig“.
Drei Tage später beklagte sie: Die Fakten, die ihr die Polizeiführung geschildert habe, gäben nicht das vollständige Bild der Einsatznacht wieder, ihr Vertrauensverhältnis zur Kölner Polizeiführung sei „erheblich erschüttert“.


 
Nach Großrazzia in Düsseldorf alle Festgenommenen wieder frei !

Düsseldorf - Nach der Großrazzia im Düsseldorfer Maghreb-Viertel hat die Polizei alle 40 Festgenommenen wieder freigelassen.
Es hätten keine Haftgründe vorgelegen, sagte ein Polizeisprecher.

In mehreren Cafés, Bars und Spielcasinos waren am Samstagabend fast 300 Nordafrikaner überprüft und 40 festgenommen worden.
Gegen einen Verdächtigen werde wegen des Verdachts der Hehlerei ermittelt, weil bei ihm ein gestohlenes Laptop entdeckt worden sei.


 
Mit Heroin gedealt: Drogen-Oma (71) zu sieben Jahren Haft verurteilt !

Dortmund - Sie hatte sich die fette Kohle versprochen und kassierte am Ende aber eine Menge Ärger.
In Dortmund ist eine 71 Jahre alte Frau vom Landgericht wegen Drogenhandels zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.

Bestellungen per Telefon
Die Rentnerin soll richtig dick im Geschäft gewesen sein.
Laut Gericht war sie zwischen Mitte und Ende 2014 an Deals mit mindestens sechs Kilo Heroin beteiligt.
Wert: rund 300.000 Euro.

Sie agierte in einer internationalen Bande und soll die Drogen-Bestellungen per Telefon in den Niederlanden aufgegeben und später auch selbst Lieferungen in Empfang genommen haben.
Bei der Durchsuchung ihrer Wohnung stellte die Polizei neben kleinen Mengen Heroin auch eine Gaspistole samt Munition sicher.


 
DNA in Tatautos: Spur nach Raubüberfall führt zur RAF !

Im vergangenen Sommer kam es bei Bremen zu einem spektakulären Raubüberfall auf einen Geldtransporter.
In zwei Tatautos haben Ermittler nun DNA-Spuren gefunden, die Mitgliedern der früheren Roten Armee Fraktion (RAF) gehören.
Das berichtete der Sender NDR.

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Von der zuständigen Staatsanwaltschaft Verden war dazu noch keine Stellungnahme zu erhalten, Polizeikreise bestätigten den Vorgang aber.

Laut NDR soll es sich um die genetischen Fingerabdrücke der 57 Jahre alten Daniela Klette, des 58 Jahre alten Volker Staub und des ebenfalls als Terrorist gesuchten Burkhard Garweg, Alter unbekannt.

Belohnungen in Millionenhöhe
Alle drei stehen seit Jahrzehnten auf der Fahndungsliste des Bundeskriminalamtes.
Auf Hinweise, die zu ihrer Ergreifen führen, sind teilweise Belohnungen in Millionenhöhe ausgelobt.

Bei dem Überfall am 6. Juni auf dem Parkplatz eines Verbrauchermarkts in Groß Mackenstedt, einem Ortsteil der Gemeinde Stuhr bei Bremen, hatten drei Maskierte auf einen Geldtransporter geschossen.

Täter im Tarnanzug
Verletzt wurde niemand, die Kugeln blieben in einem Reifen und im Blech stecken.
Nach Polizei-Angaben hatten sie den Geldtransporter mit einem Kleinbus zugeparkt.
Zwei mit Tarnanzügen gekleidete Menschen waren ausgestiegen und hatten die Transporteure in ihrem Fahrzeug bedroht.

Als ein dritter Täter ebenfalls im Tarnanzug dazukam, fielen mindestens drei Schüsse, berichtete die Polizei kurz nach der Tat.
Nachdem die Kriminellen nicht die Türen öffnen konnten, ergriffen sie ohne Beute die Flucht mit einem Auto, das der dritte Täter mitgebracht hatte.

Geld für die "Altersversorgung"
Die linksextreme Terrororganisation RAF hatte sich 1998 für aufgelöst erklärt.
Einige ihrer damaligen Mitglieder sind aber bis heute verschwunden.
Mehr als zwei Jahrzehnte lang war die RAF in Deutschland der Inbegriff von Gewalt und Mord, mehr als 30 Menschen starben durch den RAF-Terror.

Klette, Staub und Garweg sollen 1993 an dem Sprengstoffanschlag auf die Justizvollzugsanstalt in Weiterstadt in Hessen beteiligt gewesen sein.
Damals waren ihre DNA-Spuren gefunden worden.

Im Sommer 1999 waren die DNA-Spuren der drei schon mal nach einem Raubüberfall gefunden worden.
Maskierte hatten einen Geldtransporter in Duisburg-Rheinhausen (NRW) überfallen.
Damals erbeuteten die Täter etwa eine Million Mark.
Laut "NDR" gingen Experten davon aus, dass die Taten der "Altersversorgung" der Ex-RAF-Terroristen dienen.


 
Leiche im See: Mutmaßlicher Pferdehof-Mörder begeht Selbstmord !

Im Dezember letzten Jahres wurde ein Pferdehof-Besitzer aus Leipzig mit drei Schüssen ermordet.
Der mutmaßliche Täter wurde jetzt tot in einem See aufgefunden.
Er hat sich durch einen Kopfschuss selbst getötet.

Bei dem im Cospudener See bei Leipzig entdeckten Toten handele es sich um den Gesuchten, wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten.

Nach der Obduktion der Leiche gehen die Behörden davon aus, dass sich der 50-jährige Österreicher durch einen Schuss in den Kopf selbst tötete.
Wann der Mann den Suizid beging, konnte noch nicht festgestellt werden.

Fahndung mit Hubschraubern und Hundertschaften
Der Tote stand im dringenden Verdacht, am 3. Dezember den 52 Jahre alten Besitzer des Pferdehofs erschossen zu haben.
Danach ließ er der Staatsanwaltschaft Unterlagen mit entsprechenden Hinweisen zukommen.
Sein Auto wurde im Süden Leipzigs gefunden.
Im Dezember hatte die Polizei mehrfach mit Hubschraubern und Hundertschaften nach dem Mann gesucht.

Ein Paddler hatte den Leichnam des Mannes am Samstag auf einer Sandbank im See entdeckt.
Nach der Bergung des Toten hatten bei ihm gefundene Ausweispapiere bereits erste Hinweise darauf ergeben, dass es sich bei ihm um den mutmaßlichen Mörder handeln könnte.


 
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