*** Bestes IPTV *** bester Preis *** gratis Test ***



Aktuelle NEWS aus Deutschland !

Ältester Friedhof Deutschlands entdeckt: Gräber aus der Steinzeit !

Sensationsfund nordöstlich von Berlin: Archäologen sind in der Uckermark auf den ältesten Friedhof Deutschlands und vermutlich auch Mitteleuropas gestoßen.
Unter den entdeckten menschlichen Überresten ist auch ein besonders tragischer Todesfall.

Das Gräberfeld aus der Steinzeit ist überraschend bei neuen Untersuchungen in der Nähe von Groß Fredenwalde (Uckermark) ans Licht gekommen.
Vor 50 Jahren waren zunächst die Überreste einer Bestattungsstätte entdeckt worden.
Nun wurde auch ein Babygrab freigelegt.
"Es ist die früheste bislang bekannte Kinder-Bestattung in Mitteleuropa, die wir kennen", sagte der Brandenburger Landesarchäologe Franz Schopper in Berlin.

Aus einer unscheinbaren, mit Sand und Steinchen gefüllten Holzkiste ragt deutlich der kleine Schädel heraus.
Auch die winzigen Knochen der Wirbelsäule und der Füße sind sichtbar.
Anderes sieht nur der Fachmann; so liegen die Händchen auf der Brust. In 60 Zentimeter Tiefe wurde das Skelett entdeckt und komplett geborgen.
"Befund Nr. 8" ist für die Archäologie eine Sensation.

"Ich hatte immer geträumt, einmal eine mittelsteinzeitliche Bestattung zu untersuchen", sagte Thomas Terberger vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege.
Er hatte 2012 den Anstoß für erneute Grabungen auf dem etwa 100 Meter hohen Weinberg in Groß Fredenwalde gegeben.

Weitere Funde denkbar
Schon 1962 waren dort bei Bauarbeiten für einen Signalmast Überreste einer mehr als 8000 Jahre alten Bestattungsstätte entdeckt worden.
Knochen von sechs Menschen konnten geborgen werden.
In jener Zeit trafen auf damals dort noch heimische Jäger und Sammler erste Bauern.

"Wir haben uns alles noch einmal genau angeschaut", sagte Terberger.
Dann wurde ein Schädel entdeckt und scheinbar durcheinander liegende Knochen.
"Das Rätsel löste sich: der Tote war aufrecht bestattet worden und fiel später zusammen", sagte Terberger.
Das Grab war wohl eine Weile offengeblieben und erst als der Oberkörper zusammengefallen war, hatte man es mit Erde versiegelt und darauf ein Feuer entzündet.
Es gebe keine vergleichbaren Funde aus jener Zeit.

Wenig später stießen die Archäologen auf den Kinderschädel.
"Einige Knochenteile konnten bereits untersucht werden", erläuterte Anthropologin Bettina Jungklaus.
Danach handelt es sich um ein etwa sechs Monate altes Kind.
Die Isotopenuntersuchung ergab: Das Baby aus der Mittelsteinzeit wurde nicht ausreichend gestillt und starb vermutlich an Unterernährung.
DNA-Untersuchungen zur Bestimmung des Geschlechts des Kindes sind geplant.

"Das würdevolle Grab zeigt: Das Baby war nach dem Tode den Angehörigen etwas wert", betonte Terberger.
Die Wissenschaftler rechnen mit weiteren Funden in Groß Fredenwalde. Terberger: "Da ist noch mehr."
Weitere Puzzleteile zur Erkundung des Lebens der Vorfahren aus der Mittelsteinzeit werden erwartet.


 
Trümmer abtransportiert: Ermittler kommen nach Zugunglück von Bad Aibling voran !

Bei den Aufräumarbeiten nach dem Zugunglück von Bad Aibling ist inzwischen auch die letzte Blackbox aufgetaucht.
Die Ermittler hoffen, mit ihrer Hilfe dem Hergang des Unfalls mit bisher elf Toten und zahlreichen Verletzten näherzukommen.
Doch drei Tage nach dem Unglück gibt es nicht nur gute Nachrichten.

Es ist eine Puzzlearbeit - für die Ermittler, die die Ursache für das Zugunglück von Bad Aibling finden wollen.
Und für diejenigen, die die Wracks abtransportieren sollen.
Die Experten kommen bei der Spurenanalyse voran - bislang aber ohne konkrete Ergebnisse.

Schlechte Nachrichten kommen aus den Kliniken.
Die Zahl der Opfer könnte noch steigen, sagte eine Polizeisprecherin: "Es ist leider so, dass einige in einem kritischen Zustand sind."
Es stehe zu befürchten, dass weitere Menschen den Kampf um ihr Leben verlören.

Unfallstelle wird aufgeräumt
Am Dienstag waren zwei Züge auf der eingleisigen Strecke zwischen Holzkirchen und Rosenheim ungebremst ineinander gerast.
In einem ökumenischen Gottesdienst wollen die Menschen in Bad Aibling an diesem Sonntag der Opfer der Zugkatastrophe gedenken.

Die Unfallstelle wird unterdessen Stück für Stück mit schwerem Gerät aufgeräumt.
"Die zwei Triebwagen sind jetzt voneinander getrennt, die rollfähigen Zugteile werden langsam abtransportiert", erläuterte die Polizeisprecherin.
Ein Kollege sagte am Nachmittag: "Das Gleis wird heute nicht vollständig geräumt werden."
Wann die letzten Zugteile abtransportiert sein werden, ist noch unklar.

Rätselraten über Ursache geht weiter
Zur Suche nach der Ursache sagte die Sprecherin: "Wir brauchen noch mehr Puzzleteile, um das gesamte Bild sehen zu können."
Es sei noch nicht ausgemacht, ob es sich um menschliches oder technisches Versagen handele.
"Da können auch mehrere Sachen zusammenspielen."
Eine andere zuverlässige Quelle hatte der dpa bereits am Dienstag "menschliches Versagen" als Ursache genannt.
Die Polizei betonte nun: "Die Ermittlungsarbeit müssen wir seriös und sachlich voranbringen."
Daher äußere sie sich nicht weiter.

Experten haben zwei der drei Fahrtenschreiber aus den Zugwracks inzwischen vollständig ausgelesen.
"Es konnten keine Hinweise auf Missachtung von Signalen festgestellt werden", berichtete ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums mit Blick auf die Datenspeicherkassette desjenigen Zuges, der von Rosenheim nach Holzkirchen unterwegs war.

Der eine der beiden Fahrtenschreiber des Gegenzuges sei ebenfalls bereits ausgewertet worden.
"Daraus können keine Erkenntnisse auf die Handlungen des Triebfahrzeugführers gewonnen werden."

Hoffen auf die dritte Blackbox
Die Auswertung der dritten, erst am Freitag geborgenen Blackbox werde derzeit versucht - das Gerät sei allerdings beschädigt.
Dass es in dem einen Zug zwei Fahrtschreiber gegeben habe, liege daran, dass in dem Fall ein zweiteiliger Zug unterwegs gewesen sei.

Als nächstes würden die Zugfunkgespräche ausgewertet und mit dem Fahrtverlauf abgeglichen, erläuterte der Ministeriumssprecher.
Zudem würden die im Stellwerk registrierten und dokumentierten Bedienhandlungen mit den Aufzeichnungen der Datenspeicherkassette abgeglichen und dortige Abläufe untersucht.

Vergeblicher Notruf
Der Polizeisprecher sagte, wenn das Gleis von Wrackteilen freigeräumt sei, müssten die Ermittler noch technische Untersuchungen vornehmen etwa an den Gleisen und am Stellwerk.
Zudem sollen Zeugen vernommen werden, die dazu schon in der Lage sind.

Der diensthabende Fahrdienstleiter im Stellwerk von Bad Aibling hat nach "Spiegel"-Informationen noch versucht, die aufeinander zurasenden Züge per Notruf zu stoppen.
Die Polizeisprecherin sagte auf Anfrage, dazu lägen ihr keine Informationen vor.

Wann die Strecke wieder geöffnet wird, ist noch unklar.
Nach den Bergungsarbeiten müssen noch Gleise und Oberleitungen repariert werden.
Zudem muss es laut Polizei eine Probefahrt geben.


 
Hunderte protestieren in Dresden gegen Kundgebung von Neonazis !

Dresden - Am Vorabend des Jahrestages der Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg haben mehrere hundert Menschen gegen einen Aufmarsch von Neonazis demonstriert.
Begleitet von starker Polizeipräsenz zogen sie am Abend durch den Stadtteil Prohlis.
Nach kurzer Strecke stoppte die Polizei den Marsch, weil er von der angemeldeten Route abwich.

Zeitgleich versammelten sich an einem nahegelegenen S-Bahnhof mehrere hundert Rechtsradikale zu einem Gedenkmarsch für die Bombenopfer.
Rechtsradikale versuchen immer wieder, den Jahrestag für ihre Ideologie auszunutzen.


 
Zuletzt bearbeitet:
Krankenhaus muss wegen Cyberattacken OP-Termine verschieben !

Essen. Eine Klinik in Neuss musste nach einem Hacker-Angriff ihre Systeme herunterfahren.
Mindestens zwei weitere Häuser sind betroffen.
Das LKA ermittelt.

Ein Virus legt eine Klinik lahm: Was vor wenigen Tagen das Lukaskrankenhaus in Neuss erlebte, ist offenbar kein Einzelfall.
Mindestens zwei weitere Krankenhäuser in NRW waren in jüngster Zeit Opfer von Computerviren, wie aus sicherer Quelle bekannt ist.
In einigen Berichten wird von mindestens sechs Fällen ausgegangen.

Den letzten bekannten Fall vor den aktuellen Hacker-Angriffen gab es im August 2015 in Oberhausen.
Dort verschlüsselte sogenannte Ransomware Dateien mit sensiblen Patientendaten und machte sie unbrauchbar - ähnlich wie in Neuss.
Im Oberhausener Fall hatten Cyberkriminelle versucht, eine Klinik zu erpressen: Die komplizierte Verschlüsselung würden sie nur gegen Geld wieder entfernen, hieß es da.

In Neuss soll es Berichten zufolge ähnlich gelaufen sein - die Klinik dementiert jedoch einen Erpressungsversuch.
Inzwischen ist das Landeskriminalamt (LKA) eingeschaltet.
Vier Experten für Internetkriminalität haben begonnen, in der Klinik zu ermitteln, teilte eine LKA-Sprecherin mit: "Wir werden jetzt die Ermittlungen komplett übernehmen."

Krankenhäuser haben keine Meldepflicht
Die medizinische Arbeit in dem Krankenhaus läuft auf Sparflamme, Termine für komplizierte Operationen mussten verschoben werden, weil die Klinik offline gehen musste.
Etwa 15 Prozent aller geplanten Operationen hätten nicht stattgefunden, teilt das Krankenhaus mit.

Eine Meldepflicht gibt es für Kliniken nicht, und die wenigsten machen Cyberattacken öffentlich.
Die Krankenhäuser melden das bei uns nicht zwangsläufig", sagt Lothar Kratz, Sprecher der Krankenhausgesellschaft NRW.
Man könne deshalb zur Zeit nicht sagen, wie viele Kliniken genau betroffen seien.
"Wir werden aber alle Krankenhäuser anschreiben und um Rückmeldung bitten", so Kratz. Man müsse sich aber darauf einstellen, "dass die Einschläger immer näher kommen."
Weil die Krankenhäuser immer mehr mit IT-Systemen arbeiten und zunehmend Netzwerke nutzen, werde die Wahrscheinlichkeit von Cyberattacken größer.

"Wir müssen lernen, wie wir mit dieser Sicherheitsfrage umgehen"
Das sagt auch Matthias Gärtner vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI): "In vielen Bereichen gehen wir immer mehr in Richtung IT.
Das hat erhebliche Vorteile, birgt aber auch Risiken."
Künftig müssen entsprechend dem IT-Sicherheitsgesetz, das im Sommer 2015 in Kraft getreten ist, manche Kliniken dem BSI melden, wenn sie Opfer von Schadsoftware geworden sind.
Grob gesagt: Vor allem große Kliniken gehören laut Verordnung zur sogenannten kritischen Infrastruktur, die im Falle ihres Ausfalles einen nachhaltigen Schaden für die Gesellschaft bedeuten würde, so die Definition.

"Für Atomkraftwerke gilt das zum Beispiel schon", erklärt Gärtner.
Genaue Kriterien für Krankenhäuser müssten erst noch erarbeitet werden.
"Wir müssen lernen, wie wir mit dieser Sicherheitsfrage umgehen.
Es ist ja so: Zuerst war das Internet da, dann wurde die Sicherheit draufgepackt."
Künftig soll anhand der Meldungen von Kliniken dann ausgewertet werden, ob es auffällige Häufungen gibt - und ob der Virenbefall als gezielter Angriff gewertet werden muss.
"Derzeit sind solche gezielten Cyberangriffe auf die Infrastruktur in Deutschland eher selten", sagt Gärtner.


 
Festival-Besucher wollte Bombe beim "Ruhrpott Rodeo" zünden !

Duisburg. Mit einer selbstgebastelten Bombe im Auto stoppte die Polizei auf der A40 einen Mönchengladbacher.

Gericht verurteilte ihn zu einer zehnmonatigen Bewährungsstrafe.
Für das "Ruhrpott Rodeo" hatte sich ein 21-Jähriger aus Mönchengladbach etwas ganz Besonderes überlegt: Mit einer selbstgebastelten Bombe wollte er nach eigenen Worten "die Stimmung anheizen".
Dafür verurteilte ihn das Amtsgericht Duisburg am Donnerstag zu einer Jugendstrafe von zehn Monaten auf Bewährung.

Im Mai 2014 hielt die Polizei den jungen Mann auf der A40 bei Duisburg auf dem Weg nach Hünxe an.
In dem Dorf am Niederrhein fand zu dieser Zeit das "Ruhrpott Rodeo" statt.
Das Punk-Festival besuchten 8500 Fans.

Vor Gericht erklärte der Angeklagte nun, dass er die Bombe "beim Pogen" (typischer Punk-Tanz in einer Festival-Gruppe) zünden und Rauchschwaden freisetzen wollte.
Aus China-Böllern hatte der 21-Jährige Schwarzpulver entnommen und es in einem Rohr verstaut.
Die Bombe hätte laut Gutachter allerdings eine gefährliche Detonation inmitten der feiernden Fans ausgelöst und nicht nur Rauch von sich gegeben.


 
2000 demonstrieren in Augsburg gegen AfD-Chefin Petry !

Augsburg. Das Hausverbot fürs Rathaus hatte ein Gericht gekippt: Freitag protestierten 2000 Augsburger gegen den Auftritt von AfD-Chefin Petry.

Rund 2000 Menschen haben nach Polizeiangaben in Augsburg gegen einen Auftritt von AfD-Chefin Frauke Petry im historischen Rathaus der Stadt demonstriert.
Vor dem Gebäude hielten am Freitagabend viele Teilnehmer einer Mahnwache Schilder hoch mit dem Artikel 1 des Grundgesetzes „Die Würde des Menschen ist unantastbar“, auf einem Transparent stand „Schämen Sie sich, Frau Petry!“

Ein großes Aufgebot der Polizei sicherte das Rathaus und den Rathausplatz.
Nach Angaben eines Polizeisprechers gab es nur einzelne kleinere Rangeleien zwischen links- und rechtsgerichteten Demonstranten.
Insgesamt sei die Lage ruhig gewesen.

Tagelanges juristisches Tauziehen um Petrys Auftritt
Dem Auftritt Petrys war ein tagelanges juristisches Tauziehen vorangegangen.
Nach umstrittenen Äußerungen der Bundesvorsitzenden der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland zum Schusswaffen-Einsatz gegen Flüchtlinge hatte Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) Petry zunächst ein Hausverbot erteilt und einen AfD-Empfang im Rathaus untersagt.
Beide Verbote wurden bei Eilverfahren vom Augsburger Verwaltungsgericht gekippt.


 
17 Tote: Grippewelle trifft besonders gesunde Erwachsene !

Berlin. Die Grippewelle rollt, bisher starben in Deutschland wohl 17 Menschen.
Untypisch ist die Patientengruppe, die es 2016 häufig erwischt.

Die aktuelle Grippewelle trifft nach ersten Erkenntnissen Menschen mittlerer Altersgruppen häufiger und schwerer als in den Vorjahren.
Ursache sei wohl die aktuelle deutliche Dominanz des erst seit 2009 zirkulierenden Virus A(H1N1)pdm09, sagte die Influenzaexpertin des Robert Koch-Instituts (RKI), Silke Buda, der Deutschen Presse-Agentur.
„Das Virus scheint auch bei jüngeren Erwachsenen und Personen ohne chronische Vorerkrankung mehr schwere Krankheitsverläufe zu verursachen als das A(H3N2)-Virus, das im Vorjahr verbreitet war.“

Mindestens 17 Menschen sind nach Angaben des RKI in dieser Saison bereits an Grippe gestorben.
Die tatsächliche Zahl der Todesfälle könne jedoch nur geschätzt werden, erklärte eine Sprecherin am Donnerstag.
Nicht alle mit Influenza im Zusammenhang stehenden Todesfälle könnten als solche erkannt und labordiagnostisch bestätigt werden.
Zudem würden dem RKI Todesfälle nur sporadisch übermittelt.
Schwere Verläufe seien dennoch relativ selten und der Impfstoff passe bisher, sagte Silke Buda.
Ärzte müssten Patienten zwischen 15 und 59 nun verstärkt im Fokus haben.

Schweinegrippe dominiert die Saison
Auch international sei vermehrt von schweren Influenza-Fällen auf Intensivstationen berichtet worden, sagte Buda.
In den näher bestimmten Fällen habe es sich vor allem um das H1N1-Virus gehandelt, das vielen noch unter dem Namen Schweinegrippe bekannt sein dürfte.
Fachleute halten den Begriff jedoch für irreführend: „Es hört sich so an, als handle es sich um ein Virus, das auch bei Schweinen zirkuliert“, sagte Buda.
Das sei aber nicht der Fall bei der Kombination, die beim Menschen 2009 die Pandemie auslöste.
H1N1 wird genauso übertragen wie andere Viren: durch Tröpfchen beim Niesen oder Sprechen zum Beispiel.

Auch wenn das H1N1-Virus für das Immunsystem des Menschen noch relativ neu ist, so betonte Buda, dass es auch in den Vorjahren stets kursierte.
In der Saison 2014/2015 etwa lag der Anteil an den Influenza-Infektionen bei 15 Prozent.
In dieser Saison sind es bisher 70 Prozent.
Das muss aber nicht so bleiben.
Möglicherweise verbreite sich die Influenza vom Typ B noch stärker, die bisher etwa 23 Prozent der Fälle ausmacht.
„Bei Influenza B ist es häufig so, dass der Anteil im Verlauf der Saison noch ansteigt“, sagte Buda.

Rund 2400 bestätigte Grippefälle in der ersten Februarwoche
Ob das so ist, wollen Experten auch wegen der Passgenauigkeit der Grippe-Impfstoffe im Auge behalten: Denn die aktuell zirkulierende B-Linie ist in den am weitesten verbreiteten Dreifachimpfstoffen nicht enthalten.
Diese B-Linie sei aber auch „nicht brandneu“ für die Bevölkerung, sagte Buda.
Um etwas über die Wirksamkeit des Impfstoffs zu sagen, müssten Studien abgewartet werden.

Knapp 2400 labordiagnostisch bestätigte Fälle von Influenza sind dem RKI in der ersten Februarwoche übermittelt worden, rund 7300 sind es seit Oktober 2015.
Die Meldedaten spiegeln nur einen Bruchteil des tatsächlichen Geschehens wieder, weil nicht alle Patienten mit Grippesymptomen auf Influenza getestet werden.
Influenza beginnt meist abrupt mit Kopf- und Gliederschmerzen oder Fieber, bevor Halsschmerzen oder Husten einsetzen.
Die Viren, die Influenza beim Menschen auslösen, verändern sich genetisch von Saison zu Saison.


 
Urlauber in Österreich aus defekter Sesselbahn geholt !

Mitterbach am Erlaufsee - In Niederösterreich mussten 39 Urlauber mit Hilfe von Tauen aus einer defekten Sesselbahn geholt werden.
Dabei seien drei Hubschrauber im Einsatz gewesen, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA.

Die Sesselbahn sei am frühen Nachmittag in Mitterbach am Erlaufsee stehengeblieben, weil der hydraulische Schlauch einer Bremse geplatzt war.
Die Bergungsaktion habe drei Stunden gedauert, teilte die Feuerwehr mit.
Vier Personen hätten sich leichte Unterkühlungen zugezogen.


 
Schützenböller zu laut Mann erleidet Hörsturz und kassiert Schmerzensgeld !

Düsseldorf -Mit Krawumm donnerten die Böllerkanone der Hubertusschützen in Hackenbroich durch die Stille des Dorfes.
Die Verabschiedung eines Ehrenbruders.

Nur wenige Meter davon entfernt saß Peter D. (39/ Namen geändert) mit seiner Frau beim Abendbrot.
Ihm flogen buchstäblich die Ohren weg.
Die Folge: Hörsturz.

Erste Verhandlung vor Gericht
Am Freitag verklagte er den Kanonier Friedrich D. (65) vor dem Düsseldorfer Landgericht.
Er verlangt 5408 Euro Schadenersatz und Schmerzensgeld.

Drei Monate hörte er fast gar nichts mehr.
Zurück bleibt bis heute ein Tinnitus.

Als die Gattin die Polizei anrief, hörte sie nur lapidar: „Das ist Brauchtum.
Da müssen sie durch.“

Doch das fand der Richter nicht.
Denn die Veranstaltung war zwar angemeldet.

Allerdings sollte die Kanone auf dem Kirchplatz vor der Kirche St Katharina stehen.
So war es angemeldet und stand auch in der Zeitung.
Offenbar war es eine spontane Eingebung, die Kanonen mitten auf der Dorfstraße zu platzieren.
Nur wenige Meter vom Haus des Klägers.
Der hatte zwar die Rolladen geschlossen, trotzdem waren die Schüsse unerträglich.

Der Kanonier verteidigte sich, dass Peter D. doch selbst mal Schütze gewesen sei.
Seine Familie heute noch Mitglied im Verein ist.
Doch das alles fand der Richter unerheblich.
Er schlug ein Vergleich über 3931 Euro vor.
Der Kanonier und „sein Opfer“ stimmten zu.
Bezahlen wird das die Haftpflichtversicherung von Friedrich D.


 
Größter Fund seit Jahren: Zoll stellt sieben Millionen Schmuggel-Zigaretten sicher !

Schmuggel-Razzia in Berlin!
In Lichtenberg, Tempelhof und Neukölln schlugen die Fahnder zu.
Fund: Sieben Millionen unversteuerte und unverzollte Kippen.

100 Einsatzkräfte, sieben Millionen geschmuggelte Zigaretten, Gesamtsteuerschaden von rund 1,5 Millionen Euro.
So einen großen Fund gab es seit zehn Jahren nicht mehr in Berlin!

Mit ca. 100 Einsatzkräften des Zollfahndungsamtes Berlin-Brandenburg, Spezialeinheiten des Zolls aus Köln, Hamburg, Hannover, Essen und Dresden, unterstützt von der Berliner Polizei und des Technischen Hilfswerkes wurden am Donnerstag fünf Wohnungen und eine Lagerhalle in Lichtenberg, Tempelhof und Neukölln durchsucht.

„Durch die erfolgreiche Zusammenarbeit europäischer Zoll- und Ermittlungsbehörden ist es unter Leitung der Staatsanwaltschaft Berlin gelungen, ca. 7 Millionen unverzollte und unversteuerte Zigaretten sicherzustellen“, so Regierungsdirektor Pampel-Jabrane, Leiter des Zollfahndungsamtes Berlin-Brandenburg.

Dabei konnten neben den Schmuggelzigaretten, umfangreiches Beweismaterial, wie Unterlagen, Computer und Smartphones, eine Waffe ohne PTB-Kennzeichen sowie Bargeld in Höhe von insgesamt etwa 34.000 Euro sichergestellt werden.

Die Zigaretten der Marke „Richman“ hatten einen ungewöhnlich langen Reiseweg zurückgelegt.
Sie wurden in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf ein Frachtschiff verladen, hinter Kisten mit Laminat versteckt und nach Hamburg transportiert.
Von dort gelangten sie über Antwerpen und Rotterdam schließlich per Lkw nach Berlin, wo die Zollfahnder die mutmaßlichen Täter und ihre illegale Ware in Empfang nahmen.

Gegen die beiden Haupttäter im Alter von 37 und 50 Jahren wurden Haftbefehle des Amtsgerichts Tiergarten vollstreckt.
Zwei weitere Männer im Alter von 39 und 44 Jahren wurden vorläufig festgenommen.
Der 44-jährige mutmaßliche Täter konnte am Freitag wieder auf freien Fuß gesetzt werden, der andere Tatverdächtige wird am Freitag dem Haftrichter vorgeführt.

Der vorläufig berechnete Gesamtsteuerschaden (Tabaksteuer, Zoll, Einfuhrumsatzsteuer) beträgt rund 1,5 Millionen Euro.


 
Klima der Angst: Berlin sagt kriminellen Clans den Kampf an !

Sie bedrohen, verprügeln und schüchtern Frauen ein: Kriminelle Clans sorgen für Angst in Deutschlands Hauptstadt.
Das soll sich nach Plänen des Berliner Senats schon bald ändern.

Der rot-schwarze Senat will im Kampf gegen organisierte Kriminalität und Paralleljustiz bis Ende April ein Konzept vorlegen.
"Das ist eine ressortübergreifende Aufgabe", sagte Justizsenator Thomas Heilmann (CDU).
Vor allem gegen die systematische Unterdrückung von Frauen in Parallelgesellschaften müsse vorgegangen werden.

"So viel Repression gegen Täter wie möglich, ja - aber das allein löst die Probleme nicht", erläuterte der CDU-Politiker die Strategie.
Opfern müssten Auswege gezeigt werden.
Sie sollten ermutigt werden, Täter anzuzeigen.
"Wenn die Opfer nichts sagen, hat der Rechtsstaat ganz große Schwierigkeiten bei der Strafverfolgung."

Senator will Videobefragung als Beweismittel
Aus einer Studie vom Dezember geht hervor, dass gewalttätige Großfamilien und Clans mit mehreren tausend Angehörigen in Teilen Berlins ein Klima der Angst geschaffen haben.
Betroffen sind demnach Teile von Neukölln, Wedding, Moabit, Kreuzberg und Charlottenburg - Tendenz zunehmend.
Die Übergänge zur organisierten Kriminalität seien fließend.

Von Gewalt Betroffene müssten verstärkt über ihre Rechte aufgeklärt werden, sagte der Senator.
In patriarchalen Familien werde geschlagenen Frauen gedroht, dass ihnen die Kinder weggenommen würden, wenn sie zur Polizei gingen.
"Das ist Quatsch", sagte Heilmann.
"Wir brauchen Aufklärung, und wir brauchen Mittler dafür."

Misshandelte Frauen aus abgeschotteten Familien, die eine Anzeige wagten, könnten zu Beginn eines Ermittlungsverfahrens als Zeugen auch per Video von einem Richter befragt werden, schlug Heilmann vor.
Eine solche Aussage könnte im Strafprozess gegen Täter als Beweismittel gelten - so dass die Frau im Gerichtssaal nicht unbedingt noch einmal aussagen müsse, während womöglich Personen aus dem Clan im Zuschauerraum sitzen.

Die Videobefragung sei gesetzlich möglich, werde aber bislang zu selten angewandt.
Heilmann halte sie für ein gutes Mittel, um das Schweigen gegenüber der Justiz zu durchbrechen: "Ich befürworte das ausdrücklich."

Mit mehr Personal gegen die Clans
Der Senator kündigte weiter an, die Strafverfolgung zu stärken.
Sieben neue Staatsanwälte beginnen in diesem Jahr ihren Dienst in Berlin.
Ein Teil von ihnen werde bei der Aufklärung organisierter Kriminalität wie Geldwäsche und Drogenhandel eingesetzt.

Zehn zusätzliche Stellen gibt es zudem am Landgericht, um drei neue Strafkammern einzurichten.
Die Mitarbeiter der Anklagebehörde sollten außerdem geschult werden, Strukturen krimineller Familienclans zu erkennen.


 
Einsatz missglückt: Polizei schießt auf falschen Mann !

Eine dramatische Polizei-Panne ereignete sich in Mecklenburg-Vorpommern.
Eigentlich galt der Einsatz einem in Hamburg gesuchten Kriminellen, dann fiel ein Schuss, und ein anderer Mann wurde getroffen.
Der 27-Jährige wurde lebensgefährlich verletzt.
Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft Schwerin gegen den Polizisten.

Ein Mobiles Einsatzkommando (MEK) aus Hamburg hatte am Freitag im Ort Lutheran einen Pick-up-Wagen mit zwei Insassen gestoppt, um einen Haftbefehl gegen einen polizeibekannten Mann aus der Hamburger Rotlichtszene zu vollstrecken.
Der Gesuchte hatte eine Haftstrafe von zwei Jahren und acht Monaten wegen Körperverletzung nicht angetreten, wie ein Sprecher der Hamburger Staatsanwaltschaft sagte.

Mann am Kopf getroffen
Bei dem Einsatz schoss ein Polizist durch die Seitenscheibe und traf den 27-Jährigen Fahrer des Autos am Kopf.
Wie sich herausstellte, waren jedoch weder der Angeschossene noch der Beifahrer des Wagens Ziel des Zugriffs, wie ein Sprecher der Schweriner Staatsanwaltschaft sagte.
In welcher Beziehung die beiden zum gesuchten Straftäter stehen, war vorerst unklar.
Berichte, dass das gestoppte Auto auf den noch immer flüchtigen Straftäter zugelassen sei, konnte der Sprecher nicht bestätigen.

Der angeschossene 27-Jährige aus der Region schwebte am Samstag weiter in Lebensgefahr.
Nach Angaben der Polizei habe es beim Einsatz eine "Gefährdungslage" gegeben, die den Schusswaffengebrauch vermutlich rechtfertige, sagte Sprecher der Schweriner Staatsanwaltschaft.
Ob im Auto oder bei den Insassen Waffen gefunden wurden, war zunächst nicht zu erfahren.


 
Zurück
Oben Unten