Aktuelle NEWS aus Deutschland !

Bayern: Zwei Feuerwehrmänner als mutmaßliche Brandstifter in U-Haft !

Rain - Zwei Feuerwehrleute sollen in Niederbayern und der Oberpfalz zahlreiche Brände gelegt haben.
Die 23 und 32 Jahre alten Mitglieder einer Freiwilligen Feuerwehr sitzen nach einem Zeugenhinweis nun in Untersuchungshaft, wie das Polizeipräsidium Niederbayern am Mittwoch mitteilte.

Ein Zeuge hatte am Montagabend gesehen, wie ein Auto an der Bundesstraße 8 zwischen Rain und Schönach (Landkreis Straubing-Bogen) anhielt, der Beifahrer ausstieg und eine Hecke anzündete.
Die alarmierte Polizei konnte die beiden Insassen wenig später festnehmen.
Im weiteren Verlauf hätten sich die Hinweise erhärtet, dass die beiden Männer für weitere Brandlegungen und einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr als Täter in Frage kämen, hieß es von der Polizei.

So seien zwischen April und Mai in der Gegend rund um Mötzing im Landkreis Regensburg rund 370 Heuballen in Brand gesetzt worden, im Landkreis Straubing-Bogen gab es weitere Vorfälle.
Bei Rain wiederum war Mitte Mai ein gefällter Baum mutwillig über die B 8 gelegt worden.
Insgesamt entstand dabei ein Sachschaden im niedrigen fünfstelligen Eurobereich.
Die Polizei konnte nach eigenen Angaben bereits "direkte Bezüge zwischen den Bränden und den zwei Verdächtigen" herstellen.
Sie sitzen nun in U-Haft.


 
Entscheidung rechtskräftig: Ex-Tengelmann-Chef gilt jetzt als tot !

Vor drei Jahren bricht der langjährige Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub zu einer Skitour auf und wird nie wieder gesehen.
Ab sofort gilt er nicht mehr als verschollen, sondern offiziell als tot.
Das zuständige Gericht lässt Zweifel an der Theorie eines Unfalltodes nicht gelten.

Mehr als drei Jahre nach seinem Verschwinden in den Schweizer Alpen gilt der frühere Chef der Tengelmann-Handelsgruppe, Karl-Erivan Haub, offiziell als tot.
Der Beschluss des Amtsgerichts Köln, mit dem der Milliardär für tot erklärt worden war, ist nun rechtskräftig.
Gegen die Entscheidung sei innerhalb der vom Verschollenheitsgesetz vorgegebenen Frist keine Beschwerde eingelegt worden, teilte das Amtsgericht mit.

Karl-Erivan Haub, einer der reichsten Deutschen, war im April 2018 in Zermatt allein zu einer Skitour aufgebrochen und nicht zurückgekehrt.
Die Familie geht davon aus, dass der damals 58-Jährige am Klein Matterhorn tödlich verunglückte.
Aus dem Familienkreis war im Oktober vergangenen Jahres der Antrag gestellt worden, Karl-Erivan Haub für tot zu erklären.

Das Kölner Amtsgericht hatte Haub im Mai für tot erklärt.
In den vergangenen Monaten hatte es Berichte über Zweifel am Tod des erfahrenen Skiläufers gegeben.
Unter anderem Recherchen des RTL/ntv-Reporterteams zeigten Unstimmigkeiten in der Unfalltheorie.
Dabei kam unter anderem eine Verbindung Haubs zu einer russischen Agentin ans Tageslicht.
Das Gericht hält Zweifel am Tod Haubs aber nicht für belegbar.

Nach dem Verschwinden von Karl-Erivan Haub hatte dessen jüngerer Bruder Christian die alleinige Geschäftsführung in dem milliardenschweren Handelskonzern übernommen, zu dem unter anderem der Textil-Discounter Kik und die Baumarktkette Obi gehören.
Bislang gehörte der Familienkonzern jeweils zu gut einem Drittel Karl-Erivan Haub und dem gegenwärtigen Chef Christian Haub.
Die restlichen Anteile besitzt der dritte Bruder Georg Haub.
Nach einem lange schwelenden Familienstreit hatten sich die Erben von Karl-Erivan Haub im April bereit erklärt, ihre Anteile an der Tengelmann Warenhandels-KG an Christian Haub zu verkaufen.


 
Versuchter Totschlag mit Fleischerbeil - Gut drei Jahre Haft !

Hamburg - Wegen beinahe tödlicher Schläge mit einem Fleischerbeil hat das Landgericht Hamburg einen Koch zu drei Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt.

Die Strafkammer sprach den 45-jährigen Nepalesen am Mittwoch wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung schuldig, wie ein Gerichtssprecher mitteilte (Az.: 621 Ks 3/21).
Die Staatsanwaltschaft hatte drei Jahre und zehn Monate Haft beantragt, die Verteidigung Freispruch gefordert.

Der Tat am 2. Dezember vergangenen Jahres in Hamburg-Bergedorf war ein Streit um eine Restaurantgründung vorausgegangen.
Der Angeklagte habe knapp 9000 Euro beigesteuert und nach der Trennung der Partner auf Rückzahlung seiner Einlage und ausstehende Lohnzahlungen bestanden, sagte der Gerichtssprecher.
Der Mann sei im Vorfeld der von ihm eingeräumten Tat Opfer von Täuschungen und Ausbeutung durch den später Geschädigten geworden.

Am Tattag waren der 51 Jahre alte Restaurantbetreiber und dessen Ehefrau zur Wohnung des Angeklagten in einem Mehrfamilienhaus gekommen, um über die Forderungen zu sprechen.
An der Haustür gerieten sie in Streit.
Die beiden Männer hätten zunächst mit Fäusten aufeinander eingeschlagen.

Dann habe der Angeklagte das Beil aus dem Hosenbund gezogen und dem auf dem Boden liegenden Kontrahenten damit viermal wuchtig auf den Kopf geschlagen.
Das Opfer erlitt lebensgefährliche Verletzungen und konnte nur durch eine Notoperation gerettet werden.
Der Angeklagte war geflüchtet, hatte sich aber mehrere Stunden später der Polizei gestellt.

Die knapp 9000 Euro hatte der Koch, der Anfang 2016 mit Hilfe von Schleusern nach Deutschland gekommen war, von seiner Familie in Nepal bekommen.
Weil der 45-Jährige seine Eltern aber nicht versorgen konnte, gerieten diese in Not und verloren ihr Haus.
Bei dem Angeklagten hätten sich Wut, Verzweiflung und Ohnmacht angestaut, erklärte die Vorsitzende der Strafkammer, Jessica Koerner.

Das Gericht ging darum von einem minderschweren Fall aus.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.


 
Angeklagter will im Prozess um Mord an 19-Jähriger aussagen !

Lüneburg - Im Prozess um den gewaltsamen Tod einer Gymnasiastin hat der 19 Jahre alte Angeklagte für heute eine Aussage vor dem Lüneburger Landgericht angekündigt.
Er ist wegen heimtückischen Mordes aus niedrigen Beweggründen angeklagt, nachdem seine Freundin Mitte Januar erstochen im Auto gefunden wurde.

Er soll die Trennung nicht akzeptiert haben.
Der Vater hatte seine Tochter, die kurz vor dem Abitur stand, auf einem privaten Parkplatz in der Hansestadt gefunden.
Er hatte nach ihr gesucht, weil sie von ihrem Job in einem Lokal abends nicht nach Hause gekommen war.


 
500.000 Euro mit Corona-Selbsttests abgezockt: zwei Haftbefehle vollstreckt !

Im Zusammenhang mit einem groß angelegten Betrug mit Corona-Selbsttests hat die Polizei am Mittwoch in Berlin zwei Haftbefehle vollstreckt.
Vorausgegangen waren umfangreiche Ermittlungen der Polizei Berlin gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Berlin.

Polizei-Einsatzkräfte durchsuchten am Mittwoch mehrere Örtlichkeiten und vollstreckten dabei die zwei Haftbefehle.
Den insgesamt drei Tatverdächtigen im Alter von 26, 28 und 53 Jahren wird vorgeworfen, unter Nutzung von Scheinfirmen einerseits bereits bezahlte Tests nicht geliefert und andererseits schon gelieferte Tests nicht bezahlt zu haben.
Der Gesamtschaden beläuft sich auf rund 500.000 Euro.

Die Haftbefehle gegen die beiden jüngeren Männer wurden Mittwoch in Charlottenburg vollstreckt.
Neben erfolgten Durchsuchungen in den Wohnungen der Männer wurden auch mehrere Lagerräume durchsucht.
Bei den insgesamt 14 Durchsuchungen, im Wesentlichen in Charlotteburg, wurden die Einsatzkräfte fündig: neben sieben Paletten mit Corona-Tests, die offenkundig dem Betrugsverfahren zugeordnet werden können, fanden sie unter anderem auch rund 1,6 Tonnen Kaffee, verpackte Gemälde, Ikonen sowie Porzellan, wozu noch weitere Ermittlungen erfolgen.

Auch mehrere augenscheinlich gefälschte Personalpapiere wurden entdeckt, die ebenfalls sichergestellt wurden.


 
Drogenrazzia im Ruhrgebiet: Boss des Miri-Clans entkommt Ermittlern !

Schlag gegen die organisierte Kriminalität: Nach monatelangen Ermittlungen nimmt die Polizei in NRW mehrere Führungsfiguren des Miri-Clans fest.
Der Kopf der Gruppe kann sich dem Zugriff der Fahnder allerdings entziehen.

Bei einer Razzia im Ruhrgebiet haben Ermittler am Morgen mehrere Mitglieder der kriminellen Führungsebene des Miri-Clans festgenommen.
Der 35 Jahre alte Clan-Chef habe sich allerdings nach Spanien abgesetzt und konnte dort nicht wie geplant festgenommen werden, sagte der ermittelnde Staatsanwalt Thomas Manthei in Dortmund.
Nach ihm werde weiter mit internationalem Haftbefehl gesucht.

NRW-Innenminister Herbert Reul lobte nach der Razzia die Arbeit der Ermittler.
"Ein weiteres Mal geht der Rechtsstaat als Gewinner vom Platz", sagte Reul.
Die Polizei habe dem kriminellen Teil des Clans "ins Mark getroffen."
Der CDU-Politiker betonte: "Kriminelle Clans können sich nirgendwo sicher fühlen.
Wer in Nordrhein-Westfalen in der organisierten Kriminalität unterwegs ist, den kriegen wir."

Das Verfahren gegen die mutmaßlichen Kokain-Händler läuft den Angaben der Ermittler seit Oktober 2020.
Nach umfangreichen Auswertungen verschlüsselter Chats, mit denen sich die Bandenmitglieder über ihre Drogengeschäfte ausgetauscht haben sollen, erfolgte am Morgen der Zugriff.
21 Objekte wurden durchsucht, ein Großteil davon in Dortmund, aber auch in Bochum und Werl.
Der kriminellen Bande wird bandenmäßiger Handel mit Kokain vorgeworfen.
Dafür sollen sie in Dortmund und Werl jeweils ein Zwischenlager betrieben haben.
Die Drogen sollen sie selbst hergestellt und als angeblich peruanisches und damit gewinnbringenderes Kokain weiter verkauft haben.

Insgesamt seien sieben Männer im Alter zwischen 26 und 45 Jahren festgenommen worden.
Ein ebenfalls mutmaßlich an den Drogengeschäften beteiligter Bruder des Clan-Chefs war heute aus Albanien ausgeliefert worden.
Polizei und Staatsanwaltschaft gehen davon aus, dass es weitere Personen gibt, die zur Bande gehören.
Dazu zählen neben einem nicht identifizierten "Drogen-Koch" auch der 35 Jahre alte Clan-Chef, der sich bereits im März mitsamt seines Luxusautos nach Spanien abgesetzt haben soll.
Trotz großer Anstrengungen auch der Kollegen vor Ort sei es bisher nicht gelungen, den Mann dort festzunehmen.
Man sei zuversichtlich ihn zeitnah verhaften zu können, sagte die Einsatzleiterin der Polizei, Annette Henning.

Der libanesisch-stämmige Miri-Clan mit seinen kriminellen Strukturen ist bereits seit einigen Jahren im Visier der Dortmunder Polizei, wie die Henning erläuterte.
Bereits 2015 hatten demnach konkurrierende Gruppen in Dortmund um die Vorherrschaft beim Kokainhandel gekämpft, darunter auch Mitglieder des Miri-Clans.
2018 und 2019 habe es dann gewaltsame Auseinandersetzung mit den Bandidos und dem Clan gegeben.


 
Kölnerin in Türkei zu langer Haft verurteilt - darf aber zurück nach Deutschland.

Die Kölnerin Gönül Örs muss wegen Terrorpropaganda für mehr als zehn Jahre in der Türkei ins Gefängnis.
Ein Gericht in Istanbul hat am Donnerstagmittag das Urteil im Prozess verkündet und Örs für schuldig gesprochen.
Sie hatte an einer Demonstration in Köln teilgenommen.

Im April 2012 hatte die Sozialwissenschaftlerin Gönül Örs gemeinsam mit anderen Demonstrantinnen ein Ausflugsschiff auf dem Rhein besetzt.
Die Aktion der Frauen dauerte nur wenige Minuten – sie hatten auf Kurdinnen aufmerksam machen wollen, die sich im Hungerstreik befanden.

Festnahme bei Besuch der Mutter in der Türkei
Die deutsche Justiz stellte entsprechende Strafverfahren ein.
Als Gönul Örs Jahre später in die Türkei reiste, um ihre Mutter dort im Gefängnis zu besuchen, kam sie wegen des Vorfalls ebenfalls in Haft.

Sie saß drei Monate in der Türkei in Untersuchungshaft und stand sechs Monate unter Hausarrest.
Seit inzwischen rund einem Jahr galt für sie eine Ausreisesperre - die haben die Richter bei ihrer Urteilsverkündung am Donnerstag aufgehoben.

Die Richter sprachen Gönül Örs in allen Anklagepunkten schuldig.
Im Detail verurteilte das Gericht sie wegen Terrorpropaganda zu einem Jahr und acht Monaten, wegen Freiheitsberaubung unter Gewaltanwendung zu fünf Jahren und für
Entführung oder Beschlagnahmung von Beförderungsmitteln zu drei Jahren und neun Monaten Haft.
Die Kölnerin nahm nicht an der Verhandlung teil.


 
42-Jährige stirbt in Kasseler Polizeigewahrsam !

Eine Frau ist in Kassel tot in einer Gewahrsamszelle der Polizei gefunden worden.
Eine Obduktion soll klären, woran die 42-Jährige starb.

Mitarbeiter entdeckten die 42-Jährige am Mittwoch bei einer Routinekontrolle in der Zelle des Polizeipräsidiums Nordhessen in Kassel, wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Donnerstag gemeinsam mitteilten.
"Sofort eingeleitete Rettungsmaßnahmen verliefen leider erfolglos."

Woran die Frau starb, war zunächst unklar.
Die Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren ein und beantragte die Obduktion der Leiche.

Taumelnd auf Straße gestürzt
Die wohnsitzlose Frau war wenige Stunden vorher in der Innenstadt von einer Streife aufgegriffen worden, weil sie "im offenbar stark berauschten Zustand" taumelnd auf die Straße gestürzt war und dabei beinahe von einem Auto überfahren worden wäre.
Die Polizisten nahmen die 42-Jährige daraufhin zur Ausnüchterung mit.

Bei ihrer Eingangsuntersuchung durch einen Arzt zeigte sie den Angaben zufolge keine Auffälligkeiten.


 
Verhungerter Häftling: Fehlende Einwilligung !

Düsseldorf - Nach einem neuen Bericht über einen hinter Gittern verhungerten Häftling hat das NRW-Justizministerium auf die fehlende Einwilligung des Mannes zu einer Behandlung verwiesen.
"Für die im Raume stehende Frage, ob einem Betroffenen geholfen werden darf, ist nicht maßgeblich, ob dieser explizit äußert, sterben zu wollen, sondern ob er in eine Heilbehandlung (d.h. etwa externe Flüssigkeitszufuhr, Verabreichung künstlicher Ernährung) einwilligt", teilte ein Sprecher am Donnerstag mit.
Nach den bislang vorliegenden Erkenntnissen habe es an dieser entsprechenden Einwilligung gefehlt.

Der "Kölner Stadt-Anzeiger" (Freitag) hatte berichtet, dass der Mann einem Ministeriumsbericht zufolge "selbst nie die Absicht geäußert habe, durch den Verzicht auf Essen und Trinken tatsächlich sterben zu wollen".
Vielmehr habe er die Nahrungsaufnahme mit der Begründung eingestellt, das Essen sei vergiftet und Bedienstete wollten ihm "Böses".
Später habe er zudem gesagt, "er gehöre in die Klapse".

Der Fall war am Mittwoch Thema im Rechtsausschuss des Landtags.
Ministeriumsvertreter hatten mitgeteilt, der Mann habe aus freien Stücken Nahrung und Trinken verweigert.
Keiner der beteiligten Psychiater habe dem Häftling eine dauerhafte Störung attestiert, hatte NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU) dazu erklärt.
Nach der jüngeren Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts habe ein Mensch das Recht, sich durch Nahrungsverweigerung das Leben zu nehmen, wenn er bei vollem Bewusstsein sei.

Der Rechtsanwalt des 67-Jährigen hatte in dem Fall zuvor schwere Vorwürfe erhoben.
"Aus meiner Sicht hat der Strafvollzug hier vollkommen versagt", hatte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger" gesagt.
"Mein Mandant hätte in eine Psychiatrie gehört."

Der 67-jährige Untersuchungshäftling war Mitte Dezember im Haftkrankenhaus Fröndenberg gestorben.
Der Mann hatte wegen des Verdachts, seine Frau getötet zu haben, in U-Haft gesessen.


 
Bombenalarm im Wahlkreisbüro von Angela Merkel: Verdächtiger ermittelt !

Teile der Innenstadt von Stralsund mussten am Donnerstag vorübergehend gesperrt werden wegen eines Pakets an einem besonderen Ort: Es lag vor dem Wahlkreisbüro von Kanzlerin Angela Merkel.

Im Wahlkreisbüro von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Stralsund hat es am Donnerstag einen Bombenalarm gegeben.
Ein Mann habe am Nachmittag ein verdächtiges Paket am Briefkasten des Gebäudes in der Innenstadt befestigt, teilte die Polizei mit.

Aufgrund der unklaren Gefahrensituation seien der Munitionsbergungsdienst und der Gefahrgutzug der Feuerwehr angefordert worden.
Die Umgebung wurde demnach für Passanten gesperrt, Anwohner verließen vorsorglich die anliegenden Häuser.
Schließlich konnte die Polizei Entwarnung geben: In dem Paket waren demnach nur Alltagsgegenstände.

Aufgrund einer ausführlichen Personenbeschreibung durch Zeugen habe ein 43-Jähriger ermittelt werden können, der das Paket angebracht haben soll.
Warum er das tat und um welche Alltagsgegenstände es sich handelte, teilte die Polizei nicht mit - ebenso keine Details zu dem Verdächtigen.
Nach Angaben der "Bild"-Zeitung untersuchen Gefahrengutachter noch einen Brief mit weißem Pulver.
Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.


 
Bei Streit in Baden-Württemberg: 54-Jähriger von seinem Arbeitskollegen erstochen !

In Baden-Württemberg ist ein 54-Jähriger an seinem Arbeitsplatz niedergestochen worden.
Im Zentrum der Mordermittlungen steht sein jüngerer Arbeitskollege.

Im Alb-Donau-Kreis ist am Donnerstag ein 54 Jahre alter Mann an seinem Arbeitsplatz erstochen worden.
Als mutmaßlicher Täter steht ein 30 Jahre jüngerer Mann im Zentrum der Ermittlungen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten.
Demnach arbeiteten beide Männer in einer Firma in Munderkingen.
Dort seien sie am Morgen aus bisher unbekannten Gründen miteinander in Konflikt geraten.
"Der 24-Jährige zog wohl plötzlich ein Messer und soll auf den 54-Jährigen eingestochen haben", heißt es.

Trotz medizinischer Notfallbehandlung sei der Verletzte am Tatort gestorben.
Polizisten hätten den Verdächtigen dort widerstandslos festgenommen.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft soll er am Freitag einem Haftrichter vorgeführt werden.
Die Kriminalpolizei Ulm hat Ermittlungen aufgenommen, hieß es.


 
Nach Tod von Mann: Frau und Bruder wegen Mordes vor Gericht !

Eine junge Frau verliebt sich in den Bruder ihres Mannes.
Weil der Ehemann der neuen Beziehung im Weg steht, ermorden sie ihn.
So lautet die Anklage im Fall des brutalen Todes eines 26-Jährigen, mit dem sich das Landgericht Ulm ab Freitag beschäftigt.


Ulm - Nach dem gewaltsamen Tod eines 26-Jährigen bei Ebersbach an der Fils (Landkreis Göppingen) müssen sich ab Freitag (13.30 Uhr) seine Ehefrau und sein Bruder wegen Mordes vor Gericht verantworten.
Die Staatsanwaltschaft Ulm wirft den beiden vor, den jungen Mann im Dezember 2020 gemeinschaftlich aus niederen Beweggründen und heimtückisch ermordet zu haben, wie ein Sprecher des Landgerichts Ulm mitteilte.

Die damals 30 Jahre alte Ehefrau des Opfers hat demnach im Jahr 2020 eine Liebesbeziehung zum damals 25 Jahre alten Bruder ihres Mannes begonnen.
Beide wollten künftig zusammen leben.
Da der 26-Jährige diesem Plan im Weg gestanden haben soll, sollen die beiden laut Staatsanwaltschaft beschlossen haben, ihn zu töten.
Der Vater und ein weiterer Bruder des Getöteten sind Nebenkläger im Verfahren.
Es sind zwölf Verhandlungstage bis Ende September geplant.


 
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