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Zu stark für NSA: An diesen Tools scheitern die Geheimdienste

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Zu stark für NSA: An diesen Tools scheitern die Geheimdienste

Veröffentlichte Dokumente von NSA und GCHQ zeigen deutlich auf, welche vermeintlich sicheren Verschlüsselungen von Geheimdiensten geknackt werden können - und welche Verschlüsselungen noch sicher sind.

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Ein Team aus "Spiegel"-Reportern und Internetaktivisten, darunter Jacob Appelbaum, Laura Poitras und Andy Müller-Maguhn, hat die Dokumente am Sonntag veröffentlicht. Poitras und Appelbaum stellten die Dokumente gleichzeitig auf dem 31. Chaos Communication Congress des CCC vor.

Unsicher: PPTP, IPsec, SSH, TLS, SSL
Angriffe von Geheimdiensten gibt es den Dokumenten zufolge auf nahezu alle Verschlüsselungsverfahren. Ein Großteil dieser Angriffe ist erfolgreich: PPTP und IPsec, die sichere Verbindungen über VPN gewährleisten sollen, kann die NSA mutmaßlich in weiten Teilen entschlüsseln. Laut den Dokumenten rechnete die NSA bereits für Ende 2011 damit, 20.000 VPN-Verbindungen pro Stunde zu überwachen.

Noch weniger Probleme bereiten der NSA SSH-Verbindungen. Über das SSH-Protokoll greifen etwa Administratoren auf entfernte Server zu. Auch Verbindungen, die per TLS oder SSL verschlüsselt sind - im Web ist das der Standard - kann die NSA entschlüsseln und auswerten.

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Entschlüsselung: Per Manipulation und Brute-Force
Zugang zu den Systemen erlangt die NSA auf unterschiedlichsten Wegen - etwa, indem Agenten schon bei der Entwicklung von Verschlüsselungsverfahren eingreifen. Der "Spiegel" berichtet von Fällen, in denen NSA-Agenten auf Treffen der Internet Engineering Task Force (IETF) anwesend waren, und dort zum einen Informationen sammelten, zum anderen aber auch direkt versuchten, Diskussionen zu beeinflussen. Auf diese Weise werden Verschlüsselungs-Standards bereits in ihrer Entstehung geschwächt, um später Angriffe darauf zu ermöglichen.

Gelingt das Knacken von Verschlüsselungen nicht, setzt die NSA auch auf Brute-Force-Angriffe. Dafür hat sie das Programm LONGHAUL ins Lebens gerufen: Zwei Supercomputer umfasst das Programm, die verschlüsselte Kommunikation durch systematisches Erraten von Passwörtern knacken sollen.

Trivial bis katastrophal: So stuft die NSA Verschlüsselungen ein
Verschiedene Kommunikations- und Verschlüsselungsverfahren stufen die NSA-Kryptologen in insgesamt fünf Stufen ein - abhängig davon, wie schwer sie zu knacken sind. Als "trivial" gilt etwa die Verfolgung eines Dokuments im Internet. "Gering" wird der Aufwand bezeichnet, Facebook-Chats auszulesen, "mäßig" anstrengen muss sich die NSA, um E-Mails eines russischen Mail-Providers abzufangen.

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Tor, PGP & OTR bereiten der NSA Schwierigkeiten
Dennoch bleiben Verfahren, die der NSA Probleme bereiten. Das anonyme Netzwerk , die Festplatten-Verschlüsselung TrueCrypt bis , die Chat-Verschlüsselung Off-the Record , die E-Mail-Verschlüsselung PGP (etwa in der Implementierung ) sowie das Protokoll ZRTP, mit dem sich Chats und Telefonate verschlüsseln lassen (zum Einsatz kommt es etwa in und ), können von der NSA offenbar nicht geknackt werden. In den veröffentlichten Dokumenten, zum Beispiel , finden sich Vermerke, laut denen keine Entschlüsselung möglich war. Allerdings: Datiert sind diese Dokumente zuletzt auf das Jahr 2012.

Als "katastrophal" bezeichnet die NSA Situationen, in denen Nutzer einer Kombination mehrerer Techniken einsetzen, etwa Tor und ein anonymes Chatprogramm. Die NSA verliere in solchen Situationen jegliche Erkenntnisse über Aufenthaltsort und Kommunikation der Zielperson.

 
Tor-Browser-Paket

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Das Tor-Browser-Paket ermöglicht anonymeres Surfen im Internet mit dem Open-Source-Browser Firefox.

Sobald Sie im Internet unterwegs sind, hinterlassen Sie jede Menge Surf-Spuren. Das kostenlose Tor-Browser-Paket inklusive des Firefox-Browser beugt dem vor, indem es Sie über das verschlüsselte Tor-Netzwerk ins Internet bringt.

Das hier angebotene Bundle ermöglicht es, Tor auf einem Windows-System zu benutzen, ohne Software installieren zu müssen. Es ist direkt von einem USB-Stick lauffähig.

Tor-Browser-Paket Update: Das ist neu
In der neuen Version 4.0.8 wurden Sicherheitsfeatures geupdatet. Alle Informationen zum neuen Release lesen Sie im Herstellerblog.

Fazit: Noch nie war anonymes Surfen so einfach, wie mit diesem kostenlosen Tor-Browser-Paket. Umständliches Konfigurieren entfällt hier komplett, Sie müssen nur noch den mitgelieferten Firefox-Browser starten.

Download:
 
TrueCrypt

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TrueCrypt ist ein kostenloses Open-Source-Programm zum sicheren Verschlüsseln einzelner Daten oder des ganzen Systems.

Das Gratis-Tool TrueCrypt erstellt virtuelle Laufwerke, die mit 128-, 256-, oder 448-Bit-Keys verschlüsselt werden und nur noch nach Eingabe des zugeteilten Passworts zugänglich sind.

Auf diese Weise lassen sich einzelne Verzeichnisse, externe Speichermedien wie USB-Memory-Sticks, Systempartitionen oder gleich die gesamte Festplatte sichern.

Der "Traveller-Modus" ermöglicht den Gebrauch von TrueCrypt, auch wenn die Software nicht auf dem System installiert ist. Es ist sogar möglich mit TrueCrypt ein zweites, verstecktes Betriebssystem zu installieren, das für andere nicht erkennbar ist. Außerdem können nicht nur ausgewählte, verschlüsselte Partitionen selbstständig aktiviert werden, sobald ihr Träger (etwa eine USB-Festplatte) angeschlossen wird, sondern die AES-Verschlüsselung kann nun auch hardwareseitig beschleunigt werden.

Fazit: Mit der kostenlosen Open-Source-Software TrueCrypt schützen Sie Ihre Daten vor neugierigen Blicken. Das Tool gilt weiterhin als eines der wenigen Programme, dessen Verschlüsselung selbst Geheimdienste nicht ohne hohen Aufwand knacken können.

Download:
 
OTR für Pidgin

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Mit dem Plug-in OTR schreiben Sie mit Pidgin verschlüsselte Messages.

Mit der Pidgin-Erweiterung "Off-the-Record" (OTR) können Sie verschlüsselte Nachrichten an Ihre Freunde senden. Niemand anderes außer Ihren Gesprächspartnern kann diese Nachrichten lesen.

Damit Sie die Verschlüsselungs-Technik nutzen können, müssen beide Gesprächsparter OTR installiert haben.

OTR ist nicht nur auf Pidgin-Clients beschränkt. So steht unter anderem ein Plug-in für Miranda im Internet zum Download bereit.

Die hier angebotene Version von OTR kommt mit der Windows-Version von Pidgin zurecht. Linux-User finden auf der Homepage des Herstellers eine eigene Version zum Download. Dort finden Sie auch ein OTR-Plug-in für AIM.

Hintergrund: Pidgin - der Nachfolger von Gaim - ist ein kostenloser Instant-Messenger für alle Netzwerke. Dieser werbefreie Freeware-Messenger ist unter anderem kompatibel zu ICQ, AIM, MSN, Yahoo und zum IRC-Netzwerk. Darüber hinaus lässt er sich mit Plug-ins erweitern.

Fazit: Safer Chat mit "Off-the-Record". Das Programm stellt sicher, dass Mitlauscher keine Chance haben und vertrauliche Gespräche auch vertraulich bleiben.

Download:
 
Gpg4win

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Mit Gpg4win verschlüsseln Sie Ihre E-Mails wie ein Geheimagent um vertrauliche Nachrichten zu versenden.

Gpg4win setzt auf den kostenlosen Codierer GnuPG, bietet aber darüber hinaus mehrere nützliche Tools und Utilities zur E-Mail- und Datei-Verschlüsselung.

Um mit Gpg4win verschlüsselte E-Mails zu versenden, benötigen Sie zunächst den öffentlichen Schlüssel der Person, die die Nachricht erhalten soll. Nach dem Verfassen Ihrer Mail kopieren Sie deren Inhalt in die Zwischenablage und klicken anschließend mit der rechten Maustaste auf den "WinPT-Button" in Ihrer Taskleiste.

Über den Menüpunkt »Zwischenablage | Verschlüsseln« können Sie nun den Schlüssel des Empfängers auswählen. Nun wird der Text codiert, anschließend fügen Sie diesen wieder in die E-Mail ein. Die verschlüsselte Nachricht kann nur vom Besitzer des Schlüssels entziffert werden.

Hinweis: Um Gpg4win verwenden zu können, benötigen Sie einen E-Mail-Client wie Outlook oder Mozilla Thunderbird. Alternativ können Sie zum Versenden der Nachrichten das mitgelieferte Mail-Programm "Claws Mail" nutzen.

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