*** Bestes IPTV *** bester Preis *** gratis Test ***



Zahl der Mers-Infizierten steigt: Hunderte Südkoreaner in Quarantäne

vladi63

xxxxxxxxxx
Zahl der Mers-Infizierten steigt: Hunderte Südkoreaner in Quarantäne

Ausbruch des Mers-Virus: Südkorea schließt 500 Schulen

imago62804152htgu9s.jpg


Nach zwei Todesfällen und 30 Infektionen mit dem Mers-Virus steigt in Südkorea die Nervosität. Viele der Infizierten haben sich wohl bei einem Mann angesteckt, der kurz zuvor aus dem Nahen Osten zurückgekehrt ist. Aber eben nicht alle.

Südkorea hat wegen des Mers-Ausbruchs mehr als 1300 Menschen unter Quarantäne gestellt. Mehr als 500 Schulen sind außerdem geschlossen, damit die schwere Atemwegserkrankung sich nicht weiter ausbreitet. Die Regierung kündigte nach einer Dringlichkeitssitzung unter Vorsitz von Präsidentin Park Geun Hye außerdem eine Sondereinheit von Beamten, Ärzten und Gesundheitsexperten an. Sie soll das Vorgehen gegen das Mers-Virus besser koordinieren.

Die Zahl der bestätigen Ansteckungsfälle stieg auf 30. Auch in China wird ein an dem Mers-Virus (Mers-CoV) erkrankter Mann, der Sohn eines südkoreanischen Patienten, behandelt. Typische Symptome sind Fieber, Lungenentzündung und Nierenversagen.

Zwei Wochen nach dem Ausbruch in Südkorea hatten die Behörden die ersten beiden Todesfälle des Landes infolge von Mers bekanntgegeben. Es handelte sich dabei um eine 58-jährige Frau und einen 71 Jahre alten Mann, die beide Vorerkrankungen hatten.

Virus könnte Pandemie zur Folge haben

Die Weltgesundheitsorganisation warnt auf ihrer Website vor einer weiteren Verbreitung von Mers in Südkorea. Angesichts der Reihe von Kliniken, die sich um den ersten dokumentierten Mers-Patienten im Land gekümmert hätten, "können weitere Fälle erwartet werden". "Ein solch großer Ausbruch außerhalb des Nahen Ostens ist eine neue Entwicklung", heißt es weiter.

Das Mers-Virus wurde erstmals 2012 in Saudi-Arabien nachgewiesen. Der Erreger wurde nach bisheriger Erkenntnis seit vielen Jahren unerkannt von Kamelen auf Menschen übertragen. Er gehört zu den Coronaviren, zu denen viele Erkältungsviren und auch der Sars-Erreger zählen. Viren dieser Gruppe können sich genetisch rasch verändern und so an veränderte Bedingungen anpassen - etwa an den Menschen statt eines Kamels als Wirt. Experten warnen daher, Behörden weltweit sollten sich vorsichtshalber darauf vorbereiten, dass ein Mers-Virus mit weit höherer Ansteckungsrate eine Pandemie zur Folge haben könnte.

25 der 30 Patienten im selben Krankenhaus infiziert

Die Südkoreaner sind auch deshalb beunruhigt, weil unter den jüngsten Fällen Kranke sind, die keinen direkten Kontakt zum ersten Patienten gehabt hatten. Die meisten Infektionen wurden bisher mit dem 68 Jahre alten Mann in Verbindung gebracht, bei dem im Mai zum ersten Mal in Südkorea das Virus nachgewiesen wurde. Er war zuvor von einer Nahost-Reise zurückgekehrt. Viele Südkoreaner versuchen sich jetzt mit Mundmasken vor einer Ansteckung zu schützen.

Drei Ärzte bei dem Treffen mit der Präsidentin hätten jedoch vor "übermäßiger Beunruhigung" gewarnt, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap. 25 der 30 Patienten hätten sich in ein und demselben Krankenhaus mit dem Virus infiziert. Die Staatschefin hatte die Behörden getadelt, "dass die erste Reaktion auf Mers unzureichend war". Einheimische Medien hatten kritisiert, dass die Informationsweitergabe zu Mers anfangs mangelhaft gewesen sei.

500 Schulen vorsorglich geschlossen


Bislang hätten sich weit über 500 Schulen zu einer vorsorglichen Schließung entschieden, so das Erziehungsministerium. Die meisten davon befinden sich in der nördlichen Provinz Kyonggi, in der der erste Mers-Fall gemeldet worden war. Viele Schulen wollten den Unterricht in den kommenden Tagen nicht mehr aufnehmen, hieß es.

Nach Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten ist Südkorea nach den Zahlen des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) das Land mit den meisten bestätigten Mers-Fällen. Bis Ende Mai 2015 wurden nach ECDC-Daten weltweit 1172 Mers-Fälle gemeldet, darunter 479 Todesopfer.

 
Zuletzt bearbeitet:
Zahl der Mers-Infizierten steigt: Hunderte Südkoreaner in Quarantäne

2015-06-04t055537z-12n5paw.jpg


Die Angst vor dem Mers-Virus wächst in Südkorea. Die Zahl der Infizierten nimmt zu, Hunderte Schulen und Kindergärten bleiben geschlossen. Auch die Nachbarländer sind besorgt.

In Südkorea breitet sich das Coronavirus Mers weiter aus. Es seien fünf weitere Menschen an dem Middle East Respiratory Syndrom erkrankt, insgesamt gebe es landesweit nun 35 Infizierte, teilte das Gesundheitsministerium in Seoul mit. 700 Schulen und Kindergärten blieben vorsichtshalber geschlossen.

Am Dienstag waren in Südkorea die ersten beiden Mers-Patienten seit Ausbruch der Krankheit Mitte Mai gestorben. Mehr als 1660 Menschen aus dem Umfeld von Mers-Infizierten wurden unter Quarantäne oder besondere Beobachtung gestellt. In Seoul tragen inzwischen zahlreiche Menschen aus Furcht vor einer Ansteckung in U-Bahnen und Bussen Atemmasken.

Auch in den Nachbarländern ist die Beunruhigung offenbar groß. Die südkoreanische Tourismusbehörde meldete, etwa 7000 Urlauber, die meisten von ihnen Chinesen und Taiwaner, hätten ihre Reise nach Südkorea storniert. Oft sei der Mers-Ausbruch als Hauptgrund genannt worden.

Neu entwickelter Stamm

Bei dem Mers-Virus handelt sich um einen seit 2012 bekannten neuen Stamm aus der Gruppe der Coronaviren. Die Erkrankung geht häufig mit grippeähnlichen Beschwerden einher wie Fieber, Husten und Kurzatmigkeit. Bei schweren Verläufen kann sich eine Lungenentzündung entwickeln, auch kann es zu Nierenversagen kommen. Allerdings ist Mers nicht so leicht zwischen Menschen übertragbar.

Weltweit haben sich bislang 1161 Menschen in mehr als 20 Ländern mit Mers infiziert, 436 Patienten starben. Die meisten Erkrankungen treten auf der Arabischen Halbinsel und dort vor allem in Saudi-Arabien auf. In anderen Gebieten handelte es sich meist um eingeschleppte Infektionen.

 
Zurück
Oben Unten