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Wetterchaos bei "Rock am Ring": Blitzeinschläge verletzen 33 Besucher

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Wetterchaos bei "Rock am Ring": Blitzeinschläge verletzen 33 Besucher

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Seit 30 Jahren gibt es das Musik-Festival Rock am Ring. Die Ticketnachfrage steigt beständig, auch Regen kann echte Fans nicht vom Zelten abhalten. Doch das Wetter in diesem Jahr ist nicht nur schlecht, sondern auch gefährlich.

Bei mehreren Blitzeinschlägen auf dem Gelände des Festivals Rock am Ring sind 33 Menschen verletzt worden. Die Blitze schlugen bei einem Unwetter in der Nacht an mehreren Stellen ein, wie Polizei und Veranstalter berichteten. Schwerere Verletzungen gab es nicht, die Betroffenen wurden in Krankenhäuser gebracht und können spätestens am darauffolgenden Tag wieder entlassen werden. Verletzt wurden sowohl Mitarbeiter des Festivals als auch Besucher.

Das Programm soll wie geplant weitergehen. Wegen des Unwetters war das Festival in der Nacht abgebrochen worden. Veranstalter Marek Lieberberg entschuldigte sich bei den Fans via Facebook für den Abbruch und bat alle, in ihren Zelten Schutz zu suchen. Vom Blitz getroffen wurde unter anderem der Backstage-Bereich einer der Bühnen sowie einer der Campingplätze.

Am Vormittag machten sich die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Innenminister Roger Lewentz ein Bild von der Lage. Im SWR lobte die Ministerin: "Polizei, Rettungsdienste, Verbandsgemeinde und der Veranstalter haben optimal zusammengearbeitet."

Schon vor dem Gewitter hatten Helfer und Rettungskräfte bei Temperaturen von mehr als 30 grad alle Hände voll zu tun. "Witterungsbedingt haben wir viele Einsätze", sagte ein Sprecher des Deutschen Roten Kreuzes (DRK)dem SWR. Die Helfer hätten 3.400 Festivalbesucher mit Sonnenbränden, Sonnenstichen und Kreislaufproblemen behandelt, rund 50 Menschen seien in Krankenhäuser gebracht worden. "Das ist schon eine Herausforderung." Das DRK hat noch einmal 100 Helfer aus ganz Deutschland gebeten, den Einsatz bei Rock am Ring zu unterstützen.

 
Wetterchaos bei "Rock am Ring": Blitzeinschläge verletzen 33 Besucher

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Auf den sonnigen Auftakt folgt beim Musikfestival "Rock am Ring" eine Nacht voller Unwetter. Mehr als 30 Menschen werden durch Blitzeinschläge verletzt. Es soll aber wie geplant weitergehen bei dem Groß-Event mit knapp 90.000 Fans.

Bei schweren Unwettern mit Blitzeinschlägen sind beim Festival "Rock am Ring" 33 Menschen verletzt worden. Darunter waren Besucher und Mitarbeiter des Events in Rheinland-Pfalz. Sie mussten in der Nacht auf Samstag in Krankenhäuser gebracht werden, wie die Polizei und der Veranstalter mitteilten. Schwer verletzt wurde den Angaben zufolge niemand. Wegen des Unwetters wurde das Programm in der Nacht abgebrochen. Am Samstagnachmittag feierten die knapp 90.000 Rockfans dann weiter wie geplant.

Bereits am Samstagmittag sei es den Verletzten wieder gut gegangen, sagte Yvonne Kuhn von der ärztlichen Leitung auf dem Festivalgelände im Eifel-Ort Mendig. Bis spätestens Sonntag könnten alle aus den Krankenhäusern entlassen werden.

Insgesamt drei Blitze schlugen nachts auf dem Gelände ein, wie Polizeisprecher Gerd Bertram sagte. Zunächst habe es so ausgesehen, als würde das Gewitter vorüberziehen. Dann sei doch ein erster Blitz gegen 1.30 Uhr im Backstage-Bereich einer Bühne niedergegangen. Auf dieser habe zu der Zeit keine Band mehr gespielt, acht Mitarbeiter wurden verletzt.

Veranstalter Marek Lieberberg sagte, vor dem ersten Blitzeinschlag habe es widersprüchliche Meldungen gegeben. Es habe erst so ausgesehen, als ziehe dieses Unwetter vorüber. "Das hat sich geändert. Und als es sich änderte, war es schon zu spät." Als dann ein weiteres Gewitter vorhergesagt wurde, beendeten die Veranstalter ein Konzert des Techno-Djs Fritz Kalkbrenner auf einer Nachbarbühne. Besucher, die noch vor dieser Bühne waren, wurden in größere, blitzgeschützte Zelte gebeten. Dieses Unwetter zog zunächst vorbei, zu den weiteren Einschlägen kam es dann gegen 3.30 Uhr auf einem Campingplatz sowie um kurz nach 4 Uhr nahe des Towers des Flugplatzes. Bei den anderen 25 Verletzten handelt es sich Kuhn zufolge um Besucher des Events.

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Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz, Veranstalter Marek Lieberberg und Verbandsbürgermeister Jörg Lempertz (v.l.) geben auf dem Festivalgelände von "Rock am Ring" in Mendig eine Pressekonferenz.

Hotline für Angehörige


Niemand sei direkt von einem Blitz getroffen worden. Die Verletzten hätten Kontakt zu Gegenständen gehabt, die den Strom der Blitze weitergeleitet hätten - etwa Metallgitter. Geklagt hätten einige über Muskelschwäche sowie Herz- und Kreislauf-Beschwerden. Polizei und Feuerwehr richteten eine Hotline für besorgte Angehörige ein. Sie können sich unter den Telefonnummern 02652-6029143 und 0800-656565 melden.

Das Programm ging wie geplant weiter. Erstmals fand das Festival nicht am Nürburgring, sondern an dem Flugplatz in Mendig statt. An der betroffenen Bühne sei eine Leitung von einem Blitz getroffen worden. "Die wird jetzt zusätzlich abgedeckt", sagte Lieberberg.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Innenminister Roger Lewentz (beide SPD) besuchten am Samstag das Gelände. Lewentz lobte den Einsatz der Rettungskräfte in der Nacht. "Es ist sehr professionell abgelaufen." Alles sei unter Kontrolle gewesen. Das Rettungskonzept an dem neuen Standort habe den "Echttest" bestanden. "So eine Wettersituation kann es geben."

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte in der Nacht vor Gewittern im Großraum rund um das Festival gewarnt. Für den betroffenen Landkreis Mayen-Koblenz sei um 0.16 Uhr auf das potenziell gefährliche Gewitter hingewiesen worden, sagte DWD-Meteorologin Anna Wieczorek. Um 3.35 Uhr sei dann eine Unwetterwarnung herausgegeben worden. Generell könnten Blitzschläge zwar auf einen Landkreis bezogen vorhergesagt werden. "Einen Blitzeinschlag bei 'Rock am Ring' können wir aber nicht vorhersagen. Dass eine Gewitterzelle den Landkreis trifft und dabei auch Blitze entstehen, schon", sagte Wieczorek.

 
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