"Verschlüsselung ist Problem für Polizei": Europol-Chef kritisiert sichere Apps & Geräte
"Verschlüsselte Kommunikation ist zu dem größten Problem für die Polizei geworden, wenn es um Terrorismusbekämpfung geht." Das sagte der Chef der europäischen Polizeibehörde Europol. Er sieht sich in seiner Arbeit behindert durch Funktionen, die für viele Menschen unerlässlich geworden ist.
Sicherheit vs Privatsphäre
In einem Interview mit dem britischen Radiosender BBC sagte Europol-Chef Rob Wainwright, dass terroristische Operationen ganz wesentlich auf verschlüsselter Kommunikation basieren. Vor allem das anonym nutzbare ******* (etwa Tor), Hardware-verschlüsselte Geräte wie das iPhone und sichere Messenger sind ein Problem für die Ermittler. Also genau die Funktionen, die auch Nicht-Terroristen schätzen, weil sie ihre Privatsphäre vor den Lauschangriffen von Geheimdiensten und Hackern schützen wollen.
Kritik an Hardware-Herstellern
Der Europol-Chef sagte zudem, er sei enttäuscht von den Hardware-Herstellern. Für die ist es wirtschaftlich wichtig, den Kundenwünschen nach mehr Privatsphäre nachzukommen. Allerdings macht das den Ermittlern sehr schwer, die Terroristen zu identifizieren. Vor allem der IS (Islamischer Staat) nutzt diese verschlüsselte Kommunikation massiv. Der IS verwendet zu Propagandazwecken zudem laut Europol rund 50.000 Twitter-Accounts, mit denen sie bis zu 100.000 Tweets pro Tag absetzen.
CHIP Online meint:
Aus Sicht der Polizei ist die Kritik sicher nachvollziehbar. Aber die vom Europol-Chef implizierte Forderung, Verschlüsselung generell durchlässiger zu machen, kann natürlich nicht die Lösung sein. Jeder, der seine Privatsphäre schützen will, sollte die Tools dafür verwenden können, ohne davon ausgehen zu müssen, dass die Polizei mitliest.
"Verschlüsselte Kommunikation ist zu dem größten Problem für die Polizei geworden, wenn es um Terrorismusbekämpfung geht." Das sagte der Chef der europäischen Polizeibehörde Europol. Er sieht sich in seiner Arbeit behindert durch Funktionen, die für viele Menschen unerlässlich geworden ist.
Sicherheit vs Privatsphäre
In einem Interview mit dem britischen Radiosender BBC sagte Europol-Chef Rob Wainwright, dass terroristische Operationen ganz wesentlich auf verschlüsselter Kommunikation basieren. Vor allem das anonym nutzbare ******* (etwa Tor), Hardware-verschlüsselte Geräte wie das iPhone und sichere Messenger sind ein Problem für die Ermittler. Also genau die Funktionen, die auch Nicht-Terroristen schätzen, weil sie ihre Privatsphäre vor den Lauschangriffen von Geheimdiensten und Hackern schützen wollen.
Kritik an Hardware-Herstellern
Der Europol-Chef sagte zudem, er sei enttäuscht von den Hardware-Herstellern. Für die ist es wirtschaftlich wichtig, den Kundenwünschen nach mehr Privatsphäre nachzukommen. Allerdings macht das den Ermittlern sehr schwer, die Terroristen zu identifizieren. Vor allem der IS (Islamischer Staat) nutzt diese verschlüsselte Kommunikation massiv. Der IS verwendet zu Propagandazwecken zudem laut Europol rund 50.000 Twitter-Accounts, mit denen sie bis zu 100.000 Tweets pro Tag absetzen.
CHIP Online meint:
Aus Sicht der Polizei ist die Kritik sicher nachvollziehbar. Aber die vom Europol-Chef implizierte Forderung, Verschlüsselung generell durchlässiger zu machen, kann natürlich nicht die Lösung sein. Jeder, der seine Privatsphäre schützen will, sollte die Tools dafür verwenden können, ohne davon ausgehen zu müssen, dass die Polizei mitliest.



