Toechter.German.2014.AC3.DVDRiP.x264-XF
Titel: Töchter
Genre: Drama
Laufzeit: 92 Min.
Sprache/n: Deutsch
Video Stream: DVD-RIP
Audio Stream: Dolby Digital 5.1
Video Codec: MPEG-2
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Größe: 622.66 MB
Parts: 7 Dateien
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Archivformat: RAR
Brian De Palmas Verfilmung des berühmten Romans von Stephen King krankt zwar an einigen deplatzierten Regiespielereien und an manchen Drehbuchideen, die nicht wirklich zünden wollen - doch alles in allem ist Carrie - Des Satans jüngste Tochter ein unterhaltsames Horrordrama, das vom ersten bis zum letzten Moment an fesselt.
Im Jahre 1970 veröffentlichte ein junger Mann mit Slade seine erste Kurzgeschichte. Diese war nicht sonderlich erfolgreich, doch der Mann in den Zwanzigern gab nicht auf und vier Jahre später erblickte sein erster Roman das Licht der Welt - der just ein Bestseller wurde. Es ist wohl unnötig zu erwähnen, dass es sich bei dem Mann um Stephen King und bei dem Roman um Carrie handelte.
Weitere vier Jahre später gelangte Carrie unter der Regie von Brian De Palma schließlich zu filmischen Ehren. Dabei standen De Palma und sein Drehbuchautor Lawrence D. Cohen, der später noch die Drehbücher zu vielen King-Verfilmungen schreiben sollte, natürlich vor dem Problem, die Geschichte für die Leinwand aufzubereiten.
Das ist ihnen ganz gut gelungen, jedoch gibt es leider immer wieder Szenen, die in dem eigentlich sensiblen Drama (ein Horrorfilm ist Carrie - Des Satans jüngste Tochter erst in den letzten zwanzig Minuten) nichts zu suchen haben - beispielsweise die alberne Szene, in der ein paar Jungs ihre Anzüge aussuchen. Dafür hätte man sich an anderen Stellen, etwa wenn Carrie lernt, ihre Kräfte einzusetzen oder beim plötzlichen Aufbegehren gegen ihre Mutter, etwas mehr Zeit gewünscht.
Inszeniert ist das Ganze dann jedoch weitgehend ordentlich, mit einem guten Tempo, das zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkommen lässt und davon abhält, das ganze Treiben logisch zu hinterfragen. Jedoch konnte es sich De Palma in der einen oder anderen Szene nicht verkneifen, ein paar Spielereien wie Farbspiele, Zeitlupeneffekte und einmal sogar eine vorgespulte Szene einzubauen, was den eigentlich sensiblen Film erheblich stört.
Ebenfalls auffallend sind die unzähligen Anleihen an die Filme von Meisterregisseur Alfred Hitchcock, allen voran Vertigo - Aus dem Reich der Toten und Psycho. Die Palette von De Palmas Verbeugung vor dem Ausnahmeregisseur reicht dabei von guten Ideen, wie der gelungenen Spiegelszene, bis zu platt-offensichtlichen Anspielungen - hier beachte man beispielsweise den Schulnamen. Letztere sind dabei jedoch spürbar in der Überzahl und beginnen mit Fortschreiten der Laufzeit störend aufzufallen.
Beeindruckend ist hingegen die Leistung von Hauptdarstellerin Sissy Spacek, die in ihrer Rolle perfekt aufgeht. Carrie - Des Satans jüngste Tochter ist ohne Frage einer derjenigen Fälle, in denen man ohne Relativierung behaupten kann, dass die Darstellerin die Figur nicht spielt, sondern die Figur ist.
Gleiches gilt für ihre Filmmutter Piper Laurie, die übrigens 19 Jahre später in Die Grasharfe erneut als Spaceks Mutter zu sehen war. Laurie, die hier nach 15-jähriger Filmabstinenz wieder vor der Kamera steht, gibt ihrer Figur die notwendige Ernsthaftigkeit und Tragik, um dem Film die nötige Tiefe zu verleihen.
Hätten Brian De Palma und sein Drehbuchautor Lawrence D. Cohen auf die vielen unnötigen Szenen verzichtet und die eine oder andere relevante Szene ausgebaut, könnte man hier von einem Meisterwerk sprechen. Doch auch wenn man das nicht kann, ist Carrie - Des Satans jüngste Tochter ein sehr gut gemachter Film, der auf der emotionalen Ebene anspricht und dabei auch durchaus zu überzeugen weiß und in jedem Fall einen Blick wert ist.
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