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Taub und blind: “Die Sprache des Herzens” jetzt im Kino !

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Taub und blind: “Die Sprache des Herzens” jetzt im Kino !

Mit ‘Die Sprache des Herzens’ startete letzte Woche ein großer, emotionaler Film in den deutschen Kinos.
Der beruht auf der wahren Lebensgeschichte von Marie Heurtin, einem taubblinden Mädchen, das von der Nonne Marguerite beigebracht bekommt, wie sie sich trotz ihrer Einschränkungen verständigen und aus ihrer Einsamkeit fliehen kann.

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Der Film erzählt die zu Herzen gehende, berührende Geschichte von Marie, einem Mädchen, das taubblind zur Welt kam und von einer jungen Nonne aus ihrem inneren Gefängnis von Einsamkeit und Verzweiflung befreit wird.
Schwester Marguerite bringt ihr bei, dass es auch für sie möglich ist, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, zu lieben und geliebt zu werden.

‘Die Sprache des Herzens’ ist großes, emotionales Kino mit einzigartigen Bildern und Darstellern, die noch lange im Gedächtnis haften bleiben.
Ariana Rivoire spielt die Rolle der Marie mit unglaublicher Intensität und auch Isabelle Carré gibt der jungen Nonne Marguerite, die trotz aller Rückschläge immer daran glaubt, Marie helfen zu können, ein einzigartiges Gesicht.


Marie Heurtin (Ariana Rivoire) wurde am 13. April 1885 im französischen Vertou geboren.
Ihr Vater war Handwerker. Taub und blind von Geburt an, war sich Marie noch im Alter von zehn Jahren quasi selbst überlassen.
Ungeachtet des Rats der Ärzte, die eine Einlieferung ins Irrenhaus in Nantes empfahlen, unternahm ihr Vater einige Versuche, seine Tochter anderweitig unterzubringen.
Aber dieses „wilde Kind“ litt unter zu schwerwiegenden Behinderungen…

Schließlich wurde Marie im März 1895 in Larnay aufgenommen, von den „Schwestern der Weisheit“ – Nonnen, die sich um junge taube Mädchen kümmerten.
Hier begann ein menschliches Abenteuer ungeheuren Ausmaßes: Das eines von der Außenwelt abgeschnittenen, völlig unsozialisierten Kindes, welches sich Schritt für Schritt aus der Dunkelheit löste, in der es von Geburt an gefangen war.
Ermöglicht wurde dies durch die geduldige Unterweisung einer außergewöhnlichen Lehrerin: Schwester Marguerite (Isabelle Carré).

1860 als Marie Germain geboren, wurde die Tochter eines Arbeiters und einer Bäuerin 1878 unter ihrem neuen Namen Schwester Marguerite zunächst Novizin bei den Schwestern der Weisheit.
Im Juni 1879 legte sie mit 19 Jahren ihr Gelübde ab und wurde nach Poitiers geschickt, wo sie zwei Jahre lang im Heim Saint-Hilaire unterrichtete, ehe sie vom Institut für Blinde und Gehörlose in Larnay erfuhr.
Dort wurde Schwester Marguerite mit 21 Jahren angestellt.
Ihre Begegnung mit Schwester Sainte-Médulle, die seit sechs Jahren ein blindes, gehörloses Mädchen unterrichtete, sollte ihr Schicksal besiegeln.

1895, kurz nach dem Tod von Schwester Sainte-Médulle, übernahm sie die jahrelange Ausbildung des Neuzugangs Marie Heurtin.

Nach vielen Monaten des Kampfes und der harten Arbeit konnte Schwester Marguerite bei Marie einen ersten Erfolg bei der Vermittlung der Zeichensprache erzielen.
Es gelang ihr, eine Verbindung herzustellen zwischen einem Gegenstand und einem Zeichen, das ihn symbolisierte: Die Nonne nahm Marie ein Taschenmesser weg, das dem Mädchen sehr viel bedeutete, und beschrieb es ihr, indem sie ihre Finger über Maries Handfläche zog.
Durch diese Finger floss unendlich viel Geduld und Zuversicht, eine Art übernatürlicher Strom, der wirkte und Spuren hinterließ und der die junge Marie fesselte, bis sie alle Zeichen des Gehörlosen-Alphabets kannte.
Später lernte Marie Heurtin die Blindenschrift Braille, schrieb auf einer Schreibmaschine, spielte Domino und andere Spiele.
Sie nähte, strickte, wurde in Geschichte und Geografie unterrichtet, kannte die Uhr und entwickelte sich zu einer aufmerksamen feinfühligen jungen Frau.


 
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