Verlieren SSD-Festplatten ihre Daten schon nach einer Woche, wenn man sie nicht einschaltet? Diese Meldung macht seit einigen Tagen die Runde, doch ein Blick in die Daten zeigt, wann Sie wirklich mit Datenverlust rechnen müssen.
Datenverlust bei SSDs: Abhängig von Raumtemperatur
Die Diskussion basiert auf dem Vortrag (hier das PDF) des Seagate-Ingenieurs Alvin Cox, der gleichzeitig Vorsitzender der Halbleiter-Standardisierungsorganisation JEDEC ist. Darin erklärt er, unter welchen Umständen SSDs Daten verlieren. Abhängig ist das von der Umgebungstemperatur des PCs oder des RAID-Systems, und zwar gemessen beim aktiven Betrieb, und wenn die SSD nicht in Betrieb ist.
Datenverlust bei extremen Temperaturschwankungen
Der Datenverlust nach nur einer Woche kann auftreten, wenn die Raumtemperatur im aktiven Betrieb der SSD deutlich niedriger ist (25-30° Celsius) als wenn die SSD nicht im Betrieb ist (55° C) - ein eher ungewöhnlicher Zustand.
Typischerweise liegt die Raumtemperatur bei Privatanwendern bei maximal 25° C. Ist der Rechner eingeschaltet, kann sich dessen unmittelbare Umgebung auf etwa 40° C erhitzen. In diesem Fall geht Intel davon aus, dass die Daten auf der SSD 52 Wochen, also ein Jahr, gespeichert bleiben, ohne dass man die SSD aktiv nutzen muss.
Keine Panik - aber Vorsicht bei SSDs
Die Panik um den Datenverlust nach nur einer Woche ist also weit übertrieben. Dennoch zeigt die Analyse, dass sich SSDs nicht als Langzeitspeicher eignen. Bei den Preisen von SSDs dürfte zwar ohnehin niemand auf die Idee gekommen sein, seine Backups und Datenarchive dauerhaft auf den Flash-Platten zu sichern. Wer das doch vorhatte, sollte sich aber lieber einer Alternative suchen - die besten magnetischen Festplatten finden Sie in unserer .



