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SSD ist kein Datengrab: JEDEC spricht über Datenverlust nach stromloser Lagerung !

collombo

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SSD ist kein Datengrab: JEDEC spricht über Datenverlust nach stromloser Lagerung !

Die JEDEC hat die aktuelle Fassung ihrer Untersuchung zum Datenverlust bei SSDs vorgelegt, die über das Problem der stromlosen Lagerung von befüllten SSDs berichtet.
Die können nämlich bei dieser Lagerung Daten verlieren, was es zu beachten gilt.

SSDs sind nicht dafür gebaut, ein sicheres Datengrab für wertvolle digitale Schätze zu sein.
Das sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben.
Die JEDEC unterstreicht das nun noch einmal in einem Bericht.
Die flinken Systemspeicher sind vor allem für die Bereitstellung von Daten geeignet, die kurz- und mittelfristig gelagert werden müssen – idealerweise unter Strom.
Fällt die Stromversorgung weg, kann das zum Datenverlust führen und je nach Typ schneller als man denkt.

Die Informationen der Untersuchung stammen nicht von irgendwem, sondern von der schon erwähnten JEDEC (Joint Electron Device Engineering Council), eine Organisation zur Standardisierung in der Elektronik – vornehmlich von Speicherzellen.
Sie ist damit vergleichbar mit Organisationen wie VESA (vornehmlich Computergrafik) und IEEE (vornehmlich Kommunikation).

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Aus dem Bericht der JEDEC geht hervor, dass eine SSD sehr empfindlich auf die Temperaturen während des Betriebs und der anschließenden stromlosen Lagerung reagieren kann.
Dabei gilt: Je höher die Temperatur beim Schreiben der Daten (in einem gewissen Rahmen), desto besser für die Langlebigkeit der Daten.
Eine warme Lagerung indes ist eher schädlich für die Daten.
Auf Seite 27 des JEDEC-Berichts ist dazu eine Tabelle zu finden.


Betroffen sind vor allem Enterprise-SSDs.
Die müssen laut JEDEC-Vorschrift ihr Daten nur 3 Monate ohne Strom halten können, wenn sie das entsprechende JEDEC-Zertifikat haben wollen.
Die (durchschnittlich realitätsnahen, aber auf Zuverlässigkeit ausgelegten) Rahmenbedingungen lauten dabei: Betrieb bei 55 Grad Celsius, Lagerung bei 40 Grad Celsius.
Bei Consumer-SSDs verhält es sich etwas anders.
Die müssen Daten ein Jahr lang ohne Strom halten können.
Auch hier gelten wieder die spezifischen Vorgaben: 40 Grad Celsius im Betrieb, 30 Grad Celsius bei der Lagerung.
Allerdings ist das sehr theoretisch, denn zudem muss ein 100-prozentiger Program/Erase-Cycle der NAND-Flashs vorliegen und auch alle anderen Rahmenbedingungen sind graue Theorie, wie etwa der durchschnittliche 8-Stunden-Betrieb am Tag.

De facto sollte man eine SSD nicht zur Lagerung von Daten über längere Zeiträume, vor allem ohne Strom, einplanen.
Hier gilt nach wie vor der Griff zur guten alten Festplatte als bessere Alternative.
Sind die Daten sehr wichtig, sollte zudem stets ein Backup greifbar sein – ein RAID kann das übrigens nicht sein.
Das Aussterben der Festplatten ist also noch nicht abzusehen und SSDs sollten als das verwendet werden, was sie sind: Ein Datenträger zum schnellen Bereitstellen von Informationen über einen absehbaren Zeitraum.
Also das Betriebssystem oder installierte Spiele, gerne auch Videos und Fotos zum Bearbeiten und späteren Sichern.


 
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