Schiffsunglück in China NEWS
Katastrophe auf dem Jangtse: Schiff mit 450 Menschen an Bord kentert
Auf dem chinesischen Jangtse kentert ein Touristenboot, Hunderte Menschen werden noch immer vermisst. Die Rettungsarbeiten sind kompliziert: Das Schiff liegt kieloben im Wasser, es stürmt und regnet heftig.
Ein Passagierschiff mit mehr als 450 Menschen an Bord ist auf dem Jangtse-Strom in China gesunken. Die Zahl der Opfer ist noch nicht bekannt. Noch immer suchen Rettungskräfte nach Überlebenden. Tauchern gelang es staatlichen Medien zufolge mehrere Stunden nach dem Unglück, eine 85-jährige Touristin aus dem Rumpf des kieloben liegenden Schiffs zu holen.
Insgesamt sind bislang allerdings lediglich etwa ein Dutzend Menschen gerettet worden. Fünf Leichen wurden bisher geborgen. Starker Wind und heftiger Regen erschweren die Rettungsarbeiten. Im Rumpf des Schiffes wurden fünf weitere Überlebende über Klopfzeichen lokalisiert.
Das Schiff war am späten Montagabend gesunken. Der Fluss soll an der Stelle etwa 15 Meter tief sein. Unter den Geretteten befinden sich nach Angaben der Nachrichtenagentur Xinhua der Kapitän und der Chefingenieur. Sie wurden demnach zur Befragung von der Polizei in Gewahrsam genommen. Sie gaben an, das Schiff sei in einen Zyklon geraten und schnell gesunken. Im staatlichen Radio war von etwa zwei Minuten die Rede. Ein Notruf sei nicht abgesetzt worden.
Das Schiff "Stern des Orients" (Dongfang Zhixing) war mit chinesischen Touristen auf dem Weg von Nanjing in Ostchina nach Chongqing im Südwesten, als das Unglück im Bereich von Jianli in der Provinz Hubei passierte. Das 1994 gebaute und 76 Meter lange Schiff soll eine Kapazität von bis zu 534 Personen haben. Es gehört Medienberichten zufolge einer Firma, die Touren rund um den Drei-Schluchten-Staudamm anbietet.
Passagiere wohl alle Touristen
Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping forderte umfassende Bemühungen zur Rettung der Überlebenden. Regierungschef Li Keqiang und sein Stellvertreter Ma Kai machten sich auf den Weg zum Unglücksort. Das Transportministerium wurde angewiesen, alle Kräfte zu mobilisieren.
Mehr als zehn Schiffe seien an den Rettungsarbeiten beteiligt, berichtete die Nachrichtenagentur China News Service. Die Wassertiefe beträgt an der Stelle rund 15 Meter. Die Behörden haben offenbar weitere Einsatzkräfte angefordert.
Unter den 458 Menschen an Bord seien 47 Besatzungsmitglieder und 7 Mitarbeiter von Reisebüros, hieß es. Die Passagiere sollen alle Touristen sein. Die meisten sind offenbar zwischen 50 und 80 Jahre alt gewesen. Es gibt noch keine Hinweise, ob auch Ausländer an Bord waren.
Die chinesischen Behörden sind darauf bedacht, sich nach derartigen Unglücken nicht den Vorwurf der Untätigkeit einzuhandeln. In den sozialen Netzwerken fielen die Reaktionen auf das Schiffsunglück auf dem Jangtse zurückhaltend aus. Es meldeten sich aber auch ein paar kritische Stimmen zu Wort. So schrieb ein Nutzer des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo, im chineschen Fernsehen werde nicht genügend über das Unglück berichtet. Nach dem Unglück der südkoreanischen Fähre "Sewol" vor gut einem Jahr hätten die dortigen Sender "24 Stunden täglich" darüber berichtet.
Im Januar waren bei dem Untergang eines Schleppdampfers auf dem Jangtse im Osten Chinas 22 Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen acht Ausländer.
Katastrophe auf dem Jangtse: Schiff mit 450 Menschen an Bord kentert
Auf dem chinesischen Jangtse kentert ein Touristenboot, Hunderte Menschen werden noch immer vermisst. Die Rettungsarbeiten sind kompliziert: Das Schiff liegt kieloben im Wasser, es stürmt und regnet heftig.
Ein Passagierschiff mit mehr als 450 Menschen an Bord ist auf dem Jangtse-Strom in China gesunken. Die Zahl der Opfer ist noch nicht bekannt. Noch immer suchen Rettungskräfte nach Überlebenden. Tauchern gelang es staatlichen Medien zufolge mehrere Stunden nach dem Unglück, eine 85-jährige Touristin aus dem Rumpf des kieloben liegenden Schiffs zu holen.
Insgesamt sind bislang allerdings lediglich etwa ein Dutzend Menschen gerettet worden. Fünf Leichen wurden bisher geborgen. Starker Wind und heftiger Regen erschweren die Rettungsarbeiten. Im Rumpf des Schiffes wurden fünf weitere Überlebende über Klopfzeichen lokalisiert.
Das Schiff war am späten Montagabend gesunken. Der Fluss soll an der Stelle etwa 15 Meter tief sein. Unter den Geretteten befinden sich nach Angaben der Nachrichtenagentur Xinhua der Kapitän und der Chefingenieur. Sie wurden demnach zur Befragung von der Polizei in Gewahrsam genommen. Sie gaben an, das Schiff sei in einen Zyklon geraten und schnell gesunken. Im staatlichen Radio war von etwa zwei Minuten die Rede. Ein Notruf sei nicht abgesetzt worden.
Das Schiff "Stern des Orients" (Dongfang Zhixing) war mit chinesischen Touristen auf dem Weg von Nanjing in Ostchina nach Chongqing im Südwesten, als das Unglück im Bereich von Jianli in der Provinz Hubei passierte. Das 1994 gebaute und 76 Meter lange Schiff soll eine Kapazität von bis zu 534 Personen haben. Es gehört Medienberichten zufolge einer Firma, die Touren rund um den Drei-Schluchten-Staudamm anbietet.
Passagiere wohl alle Touristen
Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping forderte umfassende Bemühungen zur Rettung der Überlebenden. Regierungschef Li Keqiang und sein Stellvertreter Ma Kai machten sich auf den Weg zum Unglücksort. Das Transportministerium wurde angewiesen, alle Kräfte zu mobilisieren.
Mehr als zehn Schiffe seien an den Rettungsarbeiten beteiligt, berichtete die Nachrichtenagentur China News Service. Die Wassertiefe beträgt an der Stelle rund 15 Meter. Die Behörden haben offenbar weitere Einsatzkräfte angefordert.
Unter den 458 Menschen an Bord seien 47 Besatzungsmitglieder und 7 Mitarbeiter von Reisebüros, hieß es. Die Passagiere sollen alle Touristen sein. Die meisten sind offenbar zwischen 50 und 80 Jahre alt gewesen. Es gibt noch keine Hinweise, ob auch Ausländer an Bord waren.
Die chinesischen Behörden sind darauf bedacht, sich nach derartigen Unglücken nicht den Vorwurf der Untätigkeit einzuhandeln. In den sozialen Netzwerken fielen die Reaktionen auf das Schiffsunglück auf dem Jangtse zurückhaltend aus. Es meldeten sich aber auch ein paar kritische Stimmen zu Wort. So schrieb ein Nutzer des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo, im chineschen Fernsehen werde nicht genügend über das Unglück berichtet. Nach dem Unglück der südkoreanischen Fähre "Sewol" vor gut einem Jahr hätten die dortigen Sender "24 Stunden täglich" darüber berichtet.
Im Januar waren bei dem Untergang eines Schleppdampfers auf dem Jangtse im Osten Chinas 22 Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen acht Ausländer.
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