Sairenji
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Andrew Niccol, Autor der Die Truman Show und Regisseur von Gattaca nimmt in seinem neuesten Film das moderne Hollywood aufs Korn. Der Drang Hollywoods zur Digitalisierung lässt sich in der Tat nicht leugnen und Regisseur und Drehbuchautor Andrew Niccol ist nun der Erste, der dieses Thema explizit in einem Film thematisiert. Herausgekommen ist eine Komödie mit satirisch Zügen auf das moderne Hollywood mit dem Titel Simone. Simone ist im Film der digitale Star, den der Regisseur Victor Taransky (Al Pacino) am Computer erschafft. Simone, im übrigen gespielt von der durchaus echten Schauspielerin Rachel Roberts, ist ein Star ohne Starallüren, sie kennt ihre Texte, macht ihre Stunts selbst, braucht keine Fahrer, keinen Wohnwagen, hat kein Problem mit Nacktszenen und macht dem gestressten Regisseur auch sonst keine Probleme, zumindest nicht, was die Arbeit an dem Film betrifft. In der Welt ausserhalb des Studios, in dem Victor den Rechner stehen hat, an dem er Simone erschafft, sieht die Situation etwas anders aus. Denn dass Simone nicht aus Fleisch und Blut, sondern aus Einsen und Nullen besteht, ist Victors Geheimnis. Der Presse, den Produzenten und den Kinozuschauern verkauft er Simone als reale Person. Doch das Volk, und gerade das U.S.-amerikanische Volk ist hungrig nach Celebrities, nach ihren Stars. Sie wollen mehr über sie wissen als sie nur auf der Leinwand zu bewundern, und so nimmt auch der Presserummel um Simone stetig zu und Victor hat alle Hände voll zu tun, um sich immer neue, brillante Lügen einfallen zu lassen, um das Geheimnis um Simone zu wahren.
Die Idee hinter Simone ist wie schon erwähnt sehr aktuell. Hollywood ist fasziniert von den Möglichkeiten der digitalen Welten, fast kein Film kommt heut zu Tage ohne CGI-Effekte (Computer Generated Image) aus und auch der digitale Mensch ist ein Thema. Toy Story (1995) war der erste komplett am Computer generierte Film und Final Fantasy - Die Mächte in Dir aus dem Jahre 2001 war schliesslich der erste Film, der "reale" Menschen und keine Comicfiguren am Computer erschaffen hat. Und auch wenn die Animationen noch etwas ungelenk, die Mimik etwas hölzern wirkten und die Kosten für die Programmierung wohl auch die Gagen der meisten Hollywood-Stars überschritten haben, so ist die Marschrichtung doch klar. Oder doch nicht? Die technische Komponente dürfte keine Hürde sein, die Rechen- und Animationsleistungen werden immer stärker, doch das Problem liegt woanders, und zwar beim Publikum. Das Publikum hat die digitalen Stars aus Final Fantasy - Die Mächte in Dir nicht angenommen, der Film floppte und es ist fraglich, ob digitale Darsteller jemals so akzeptiert werden wie reale.
Doch trotz der herben Bremse durch Final Fantasy - Die Mächte in Dir bleibt das Thema in Hollywood aktuell und man wird mit dem digitalen Star immer weiter experimentieren. Insofern ist der Ansatz von Simone durchaus interessant und bietet Stoff für eine Mediensatire im Stile von Wag the Dog - Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt, in dem ein Krieg künstlich am Computer erschaffen wird um die Öffentlichkeit von einer Affäre des Präsidenten abzulenken. Doch hier liegt auch das Problem des Films. Denn die Bissigkeit, die Schärfe, die realen Bezüge, die den schon genannten Wag the Dog - Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt oder auch die Die Truman Show, der ja wie Simone auch aus der Feder von Andrew Niccol stammt, fehlen selbigem einfach. Der Streifen bleibt über weite Strecken zu zahm. Der Film schildert auf zugegebener Massen witzige Weise, wie Victor "seine" Simone beschützt, aber mehr auch nicht. Er ist im Grunde genommen "nur" eine Komödie, die den Sprung zur Satire leider nie richtig schafft. Die Ansätze sind da, das Potential ebenfalls, doch das Ergebnis ist einfach zu glatt. Zudem hätte ein bisschen mehr Spiel mit den Meta-Ebenen dem Film nicht geschadet. Zwar gewinnt Simone einen Oscar als beste Hauptdarstellerin, doch etwas mutigere Bezüge zur Realität, wie wir sie zu letzt in Adaption bewundern durften, vermissen wir sie hätten den Film gleich auf eine ganz andere Ebene gehoben.
Auch optisch bleibt der Film weitestgehend flach, er ist nicht langweilig oder unansprechend inszeniert, aber ich hätte mir etwas mehr von dieser schlichten Elleganz gewünscht, mit der uns Andrew Niccol in seinem Regiedebüt Gattaca verzauberte. Aus darstellerischer Sicht ist ebenfalls kein Highlight zu verzeichnen, wobei Al Pacino noch am meisten überzeugt. Sogar witzige Seiten legt er an den Tag, etwa in der Szene, wo Simone ein Fernsehinterview gibt und eine Kamera Victors Bewegungen einfängt und auf das digitale Bild von Simone überträgt, sodass Pacino praktisch Simone spielt.
Bleibt festzuhalten, dass Simone eine durchaus ansprechende Komödie ist, die ihre medienkritische Ansätze leider nicht voll ausschöpft und somit unter ihren Möglichkeiten bleibt.
Die Idee hinter Simone ist wie schon erwähnt sehr aktuell. Hollywood ist fasziniert von den Möglichkeiten der digitalen Welten, fast kein Film kommt heut zu Tage ohne CGI-Effekte (Computer Generated Image) aus und auch der digitale Mensch ist ein Thema. Toy Story (1995) war der erste komplett am Computer generierte Film und Final Fantasy - Die Mächte in Dir aus dem Jahre 2001 war schliesslich der erste Film, der "reale" Menschen und keine Comicfiguren am Computer erschaffen hat. Und auch wenn die Animationen noch etwas ungelenk, die Mimik etwas hölzern wirkten und die Kosten für die Programmierung wohl auch die Gagen der meisten Hollywood-Stars überschritten haben, so ist die Marschrichtung doch klar. Oder doch nicht? Die technische Komponente dürfte keine Hürde sein, die Rechen- und Animationsleistungen werden immer stärker, doch das Problem liegt woanders, und zwar beim Publikum. Das Publikum hat die digitalen Stars aus Final Fantasy - Die Mächte in Dir nicht angenommen, der Film floppte und es ist fraglich, ob digitale Darsteller jemals so akzeptiert werden wie reale.
Doch trotz der herben Bremse durch Final Fantasy - Die Mächte in Dir bleibt das Thema in Hollywood aktuell und man wird mit dem digitalen Star immer weiter experimentieren. Insofern ist der Ansatz von Simone durchaus interessant und bietet Stoff für eine Mediensatire im Stile von Wag the Dog - Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt, in dem ein Krieg künstlich am Computer erschaffen wird um die Öffentlichkeit von einer Affäre des Präsidenten abzulenken. Doch hier liegt auch das Problem des Films. Denn die Bissigkeit, die Schärfe, die realen Bezüge, die den schon genannten Wag the Dog - Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt oder auch die Die Truman Show, der ja wie Simone auch aus der Feder von Andrew Niccol stammt, fehlen selbigem einfach. Der Streifen bleibt über weite Strecken zu zahm. Der Film schildert auf zugegebener Massen witzige Weise, wie Victor "seine" Simone beschützt, aber mehr auch nicht. Er ist im Grunde genommen "nur" eine Komödie, die den Sprung zur Satire leider nie richtig schafft. Die Ansätze sind da, das Potential ebenfalls, doch das Ergebnis ist einfach zu glatt. Zudem hätte ein bisschen mehr Spiel mit den Meta-Ebenen dem Film nicht geschadet. Zwar gewinnt Simone einen Oscar als beste Hauptdarstellerin, doch etwas mutigere Bezüge zur Realität, wie wir sie zu letzt in Adaption bewundern durften, vermissen wir sie hätten den Film gleich auf eine ganz andere Ebene gehoben.
Auch optisch bleibt der Film weitestgehend flach, er ist nicht langweilig oder unansprechend inszeniert, aber ich hätte mir etwas mehr von dieser schlichten Elleganz gewünscht, mit der uns Andrew Niccol in seinem Regiedebüt Gattaca verzauberte. Aus darstellerischer Sicht ist ebenfalls kein Highlight zu verzeichnen, wobei Al Pacino noch am meisten überzeugt. Sogar witzige Seiten legt er an den Tag, etwa in der Szene, wo Simone ein Fernsehinterview gibt und eine Kamera Victors Bewegungen einfängt und auf das digitale Bild von Simone überträgt, sodass Pacino praktisch Simone spielt.
Bleibt festzuhalten, dass Simone eine durchaus ansprechende Komödie ist, die ihre medienkritische Ansätze leider nicht voll ausschöpft und somit unter ihren Möglichkeiten bleibt.
S1m0ne.GERMAN.DVDRiP.Xvid-MAX-REPACKED-GTF | Größe: 704 MB | Parts: 2
Titel: S1m0ne | Typ: Repack | Genre: Drama | Laufzeit: 01:52:00 | Infos: , | Trailer:
Dateiname: max-Simone_xvid.avi | Auflösung: 640x256 | Sprache:
Video: DVDRiP | Video-Bitrate: 728 Kbps | Audio: AC3 5.1 | Audio-Bitrate: 128 Kbps | Format: .avi
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