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Porno-Schleuder FBI: Megaupload ist zurück - dank Polizei-Fail

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Porno-Schleuder FBI: Megaupload ist zurück - dank Polizei-Fail

Megaupload.com: Domain wurde aus der Kontrolle des FBI entführt

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Auf der von der US-Bundespolizei FBI beschlagnahmten Domain des ehemaligen Sharehosters Megaupload tauchten in den letzten Tagen ungewöhnliche Inhalte auf - zumindest dafür, dass die Adresse sich eigentlich in staatlichem Besitz befinden sollte. Der Besucher traf hier auf fragwürdige Anzeigen und Links zu Webseiten, die mit Malware infiziert waren.

Bisher leitete die Domain die Nutzer auf eine Informations-Seite der US-Behörde. Als nun aber die fraglichen anderen Inhalte auftauchten, glaubten einige Nutzer im ersten Moment, der Webserver des FBI, auf dem die Status-Meldung hinterlegt war, sei gehackt worden. Wie das US-Magazin Ars Technica nun aber berichtete, ist die Erklärung sehr viel einfacher und zeugt von einem etwas peinlichen Versagen der Verantwortlichen.


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Wer auch immer beim FBI dafür zuständig war, die beschlagnahmte Adresse zu verwalten, hatte schlicht vergessen, die Registrierung zu verlängern. Beim Registrar, bei dem ehemals das Team um den Unternehmer Kim Dotcom die Domain gebucht hatte, sorgten automatisierte Prozesse entsprechend für deren Freigabe. Diese wurde auch umgehend genutzt und die Adresse leitete zu der Seite Cirfu.net weiter.

Parallel dazu, dass die neuen Inhalte unter der Domain auftauchten, wurde sie auch auf der Plattform GoDaddy meistbietend zum Verkauf angeboten. Als Verkäufer trat ein Nutzer mit dem Pseudonym "Earl Grey" auf, der sich im Profil selbst als "Black Hat SEO Marketer" bezeichnet.

Die Behörden wurden kurzfristig erneut in der Sache aktiv, dennoch benötigten sie einige Tage, um die Kontrolle über die Domain zurückzuerlangen. Aktuell führt die Adresse schlicht ins Nichts und auch Cirfu.net ist offline. Versuche des Magazins, mit Earl Grey in Kontakt zu treten, endeten ohne Erfolg. Nachforschungen brachten zutage, dass es sich um einen britischen Staatsbürger handelt, der derzeit in Spanien lebt.

Der Vorfall führte natürlich auch zu einem zynischen Kommentar von Kim Dotcom, der weiterhin der Ansicht ist, dass das FBI ihm die Adresse unrechtmäßig weggenommen hat. "Man muss es sehen, um es glauben zu können: Megaupload.com - Pornos, Drogen, Malware und Werbemüll werden Ihnen präsentiert vom US-Justizministerium", schrieb der Unternehmer.
 
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Pornos und Malware auf Megaupload - schreiben wir wieder das Jahr 2011? Zum Glück nicht, doch für kurze Zeit schien es so. Denn die vom FBI beschlagnahmte Web-Domain Megaupload.com geriet in falsche Hände - weil die US-Cops pennten.

Megaupload wieder online - aber ungewollt
Der einst beliebte Filehoster Megaupload steht seit Anfang 2012 unter Kontrolle des FBI, weil sie dem Betreiber Kim Dotcom massive Urheberrechtsverletzungen auf der Plattform vorwerfen. Nun hat das FBI jedoch versäumt, die Registrierung der Domain bei dem Dienstleister Cirfu.net zu verlängern. Ein Mensch namens Earl Grey erwarb daraufhin die Domain bei einer GoDaddy-Auktion und platzierte dann Werbebanner auf der Seite, die den User automatisch auf Porno-, Drogen- und Malware-Seiten weiterleitete. Peinlich.

Domain wieder weg, Spott bleibt

Zwar ist die Domain aktuell nicht mehr erreichbar, doch dauerte es eine Woche (!), ehe das FBI die Panne auffiel. Kim Dotcom verbreitete den Fail genussvoll auf Twitter:

You have to see this to believe it: Porn, drugs, malware & ad scams brought to you by the US Department of Justice.
— Kim Dotcom (@KimDotcom) 28. Mai 2015
 
FBI vergisst Megaupload-Domain - Pornos, Drogen & Schadsoftware auf beschlagnahmter Seite !

Das FBI hatte vergessen, die beschlagnahmte Domain von Megaupload zu verlängern, die daraufhin versteigert wurde.

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Zu den vielen Maßnahmen, mit denen die US-Behörden gegen den ehemaligen Filehoster Megaupload von Kim Dotcom vorgingen, gehörte auch die Beschlagnahmung der entsprechenden Domain.
Die Domain wurde dann auf eine Webseite umgeleitet, die auf die Beschlagnahmung hinwies.
Doch anscheinend hat die FBI Cyber Division vergessen, dass Domains ablaufen und die Registrierung von Megaupload.com nicht verlängert.
Nachdem die Domain am 3. April 2015 abgelaufen war, hatte der Registrar GoDaddy die Domain noch einige Zeit gesperrt und auf eine Verlängerung durch das FBI oder einen Verkauf gewartet.

Am 13. Mai hatte sich ein Käufer, der sich Earl Grey nennt und aus Großbritannien stammt, die Domain schließlich in einer Auktion bei GoDaddy gesichert und darauf anscheinend mehrere zwielichtige Dienste beworben.
Kim Dotcom selbst wies auf Twitter vor einigen Tagen darauf hin, dass auf seiner ehemaligen Domain plötzlich Pornos, Drogen, Schadsoftware und Werbe-Betrug“ angeboten werden.
Dabei kamen aber weiterhin die Domain-Name-Server des FBI zum Einsatz.
Es dauerte rund eine Woche, bis das FBI selbst tätig wurde und GoDaddy kontaktierte.

Daraufhin wurde die Megaupload-Domain und einige andere, vor allem von vom FBI beschlagnahmte Glücksspiel-Webseiten, von GoDaddy wegen der Untersuchungen des Vorfalls gesperrt.
Die Verbreitung von Schadsoftware lief allerdings noch einige Tage weiter.
Der Käufer Earl Grey hat diesen Schritt laut dem Bericht auf Twitter harsch kritisiert, denn aus seiner Sicht hatte er die Domain rechtlich einwandfrei erworben.
Außerdem wurde nun durch die Sperre seitens GoDaddy auch seine anonyme Registrierung über den GoDaddy-Dienst „Domains by Proxy“ aufgehoben und seine echte Identität angegeben.
Für jemanden, der Geschäfte mit Schadsoftware-Verbreitern macht, sicher keine angenehme Situation.


 
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