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Operation hätte nichts geändert: Tuğçe starb an einer Hirnblutung

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Operation hätte nichts geändert: Tuğçe starb an einer Hirnblutung

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Die Studentin Tuğçe Albayrak ist einem Rechtsmediziner zufolge an einer Hirnblutung gestorben. Selbst eine Notoperation hätte sie nicht retten können. Allerdings könnte Tuğçe einen kurzen Blackout gehabt haben - ausgelöst durch die Ohrfeige des Angeklagten.

Die Studentin Tuğçe ist nach Angaben eines Rechtsmediziners an einer Hirnblutung gestorben, die durch den harten Aufschlag ihres Kopfes auf den Boden ausgelöst wurde. Auch eine rasche Operation hätte die 22-Jährige nicht retten können, sagte der Gutachter Marcel Verhoff, Direktor des Instituts für Rechtsmedizin der Uni-Klinik Frankfurt, vor dem Landgericht Darmstadt.

Der angeklagte Sanel M. hatte in dem Prozess zugegeben, der jungen Frau im November 2014 vor einem Schnellrestaurant in Offenbach eine Ohrfeige gegeben zu haben, so dass sie stürzte, mit dem Kopf aufschlug und später starb. Der Experte sagte dazu, eine Ohrfeige könne einen kurzen Blackout ausgelöst haben, so dass Tuğçe möglicherweise ohne Abwehrreaktion hingefallen sei. "Grundsätzlich ist eine Ohrfeige dazu in der Lage, wenn sie fest geschlagen ist."
Ein "Unglückstreffer"

Tödlich sei aber der Sturz auf die linke Kopfhälfte gewesen. Die Ohrfeige bekam Tuğçe auf die rechte Seite. Durch den Sturz sei ein Blutgefäß des Haupthirns gerissen. Ein Schlag könnte eine solche Verletzung nicht verursachen. "Sie bekam den Schlag auf die rechte Seite und fiel auf die linke. Die Gewalteinwirkung auf die linke Seite führte zur Hirnblutung und war die tödliche Verletzung. Eine schnellere Intubation oder Operation hätte Tuğçe nicht gerettet", zitiert die "Bild"-Zeitung den Mediziner. Er fügte demnach hinzu: "Den Schlag kann man als Unglückstreffer bezeichnen."

Nach Darstellung Verhoffs muss die Studentin beim Aufprall auf einen Gegenstand aufgeschlagen sein. Dabei könnte es sich um einen Ohrring gehandelt haben. "Es hat sich eine drei Zentimeter lange Kante in den Kopf hineingebohrt, wo der Schädel dünn ist", sagte der Professor. "Der Ohrring hat eine solche Kante." Dies habe nicht zu der Hirnblutung geführt, war allerdings offenbar der Grund für den Schädelbruch, der bei der Studentin festgestellt wurde.

Laut "Bild" waren sowohl Tuğçe als auch Sanel M. leicht alkoholisiert. Sanel hatte 0,86 Promille Alkohol im Blut, Tuğçe 0,61 Promille.
 
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