2. Doppelte Threads vermeiden / Ein Thread pro Interpret
Da es hier langsam ausartet mit gleichen Interpreten, aber verschiedenen Jahren, gilt ab sofort: Nur noch ein Thread pro Interpret, unabhängig von der Jahreszahl der verschiedenen Alben. Wünschenswert wäre es wenn ihr den Titel ab sofort so benennt: Interpret - Diskographie
Um Doppelpost zu vermeiden, nutze vor dem Posten die Suchenfunktion. Gibt es schon einen passenden Thread, dann poste Dein Angebot dort hinein. Für einzelne Alben einer Sammlung bzw. Hörbuchreihen bitte in den passenden Sammelthreads posten.
3. Der richtige Titel
Gib dem Thread einen einfachen aber vernünftigen Titel, der zum Angebot passt. Um den Thread besser über die Suche zu finden, solltest du einen normalen Titel benutzen. Bei Threads in den Foren Musik, HQ Audio / Lossless und Soundtracks / OST immer das Jahr am Ende des Threadtitels in Klammern angeben, z.B.: Interpretname - Albumname (2016)
4. Die richtigen Angaben
Ein Thread/Thema in der Audio-Börse muss dem User Informationen über das Angebot geben können.
Pflichtangaben:
Bild des Uploads
Genre
Bitrate der Musik Datei: in Kbit/s
Hoster
Größe in MB oder GB
Tracklist
Optional: Angabe wenn Cover dabei sind.
Sollte ein Angebot diese Pflichtangaben nicht beinhalten, wird der Verfasser darauf hingewiesen. Sollte dieses dann nicht geändert werden, werden die Beiträge gelöscht.
(Sollte der Upload nicht als mp3 vorliegen, sondern als ogg/Bin/Cue o.Ä., dann ist dies auch eine Pflichtangabe)
5. Defekte/nicht verfügbare Links und andere Probleme mit einem Upload
Sollte ein Upload down sein, dann meldet es per PN dem Uploader. Gibt es zwei Threads zum gleichen Thema oder ein Upload im falschen Forum, dann meldet dies via "Beitrag melden" Funktion, diese befindet sich neben dem Bedanken-Button.
6. Reupp- /Hosteranfragen
Reuppanfragen oder auch Anfragen ob es bei einem anderen Hoster geuppt werden kann, bitte direkt per PN an den Uploader und nicht in den Thread.
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[Hörbuch]Neue Vahr Süd (Herr Lehmann 2) - Sven Regener
Beschreibung
Wir befinden uns im Jahre 1980 in der Neuen Vahr Süd, einem ganz und gar nicht pittoresken Neubauviertel im Osten von Bremen. Für Frank Lehmann, der gerade seine Lehre beendet hat, noch immer bei seinen Eltern wohnt und irgendwie vergessen hat, den Wehrdienst zu verweigern, wird es ein hartes halbes Jahr. Zwar gelingt ihm nach einem Streit der Auszug aus dem Elternhaus in eine chaotische Wohngemeinschaft im Bremer Studentenviertel Ostertor, aber ein neues Zuhause hat er damit noch lange nicht gefunden, und die Neue Vahr Süd holt ihn immer wieder ein.Und während Frank - noch immer rätselnd, wie es so weit kommen konnte - in der Kaserne strammstehen, Hemden auf Din-A-4 falten und durchs Gelände robben muss, streiten seine Freunde für ihre Version der proletarischen Weltrevolution, gegen Militär und Aufrüstung und um die energische Sibille, ohne diese allerdings vorher nach ihrer Meinung gefragt zu haben. Hin- und hergerissen zwischen Auflehnung und Resignation kämpft Frank Lehmann hart am Abgrund und mit allen erlaubten und unerlaubten Mitteln für eine eigene, würdige Existenz zwischen zwei widersprüchlichen Welten.
Sven Regener ist ein komischer und zugleich beklemmender Roman gelungen, der uns über den Aufbruch seines Helden in eine verwirrende Zukunft die frühen achtziger Jahre von einer Seite nahebringt, die wir erfolgreich verdrängt zu haben glaubten.
gelesen von Sven Regener
Daten
Qualität: VBR
Format: mp3
Größe: 697 MB
Hoster: UL + SO
Passwort: Hsp4all
Frank Lehmann ist zurück. Neue Vahr Süd erzählt, wie es dem liebenswerten Kauz neun Jahre vor den Erlebnissen in Sven Regeners grandiosem Erstlingswerk Herr Lehmann ergangen ist. Lehmanns Freunde nennen ihn noch bei seinem Vornamen Frank, er wohnt noch in Bremen bei seinen Eltern im Neubauviertel Neue Vahr Süd und muss seinen Wehrdienst ableisten, weil er schlicht vergessen hat zu verweigern. Und damit ändert sich sein Leben völlig.
Kaum kommt er nach der ersten Woche beim Bund wieder nach Hause, hat sich sein Vater in seinem Zimmer ausgebreitet, um dort kaputte Fernseher zu reparieren. Frank versteht den Wink mit dem Zaunpfahl und zieht aus. In der neuen WG seines Freundes Martin Klapp ist zufällig noch ein kleines Durchgangszimmer frei, und da er unter der Woche eh in der Kaserne ist, genügt ihm das. Und so pendelt er wöchentlich zwischen zwei völlig unterschiedlichen Welten hin und her, von der Kaserne, wo er seine Hemden ordentlich auf A4 Format zusammenlegen muss, zu seiner politisch linken WG, in der niemand abspült. Nur getrunken wird hier wie da.
Frank Lehmann hält immer innerlich Distanz, beobachtet und hinterfragt alles mit einer naiven Sturheit, die das Absurde in beiden Welten aufdeckt. Er verliebt sich und versucht, es sich selbst wieder auszureden, schließlich bringt es ja doch nur Probleme. Und Probleme hat er schon genug beim Bund, in der WG und mit den Eltern, die nicht zuhören, weder ihm, noch sich selbst. Überhaupt wird im ganzen Buch selten richtig zugehört und viel geredet. So entstehen herrliche Dialoge, die Satz für Satz die Figuren und ihre Unfähigkeiten entlarven. Doch nicht bissig-verbittert oder mit erhobenem Zeigefinger, sondern hintergründig, mit viel Humor und irgendwie auch Verständnis für all die seltsamen Gestalten. Neue Vahr Süd ist urkomisch und streckenweise bedrückend zugleich. So lebendig und facettenreich, so klar wie verspielt, so schlichtweg brillant, dass man vor dem Autor nur den Hut ziehen kann und inständig flehen: mehr davon!
Wer hätte gedacht, dass die Geschichte von Herrn Lehmann eine Fortsetzung erfährt. Nur, dass Herr Lehmann jetzt nicht mehr Herr Lehmann heißt, weil die Fortsetzung neun Jahre vorher spielt und man zu einem 20-Jährigen nun wirklich schlecht Herr sagen kann. Frank Lehmann hat ohnehin andere Sorgen. Er muss zum Wehrdienst, weil er das Verweigern irgendwie verschwitzt hat. Auch dass er in eine chaotische Männer-WG zieht, in der ständig K-Gruppen-Diskussionen geführt werden, macht sein Leben nicht gerade einfacher. Von den üblichen Frauenproblemen ganz zu schweigen.
Aber mit den Problemen wächst auch die Komik, zumindest bei Sven Regener. Dass es viel zu lachen gibt, ist aber auch zu einem guten Teil der Vortragsweise des Autors geschuldet. Auch wenn so manches Wort vernuschelt wird, ansonsten passt seine Interpretation perfekt zum Text: vom schnoddrigen norddeutschen Tonfall bis hin zum flotten Tempo, das er anschlägt. Der Mann ist ja Musiker und findet einfach den richtigen Rhythmus. Sobald man sich eingehört hat, wird man schier süchtig nach diesem Sprach-Sound, den man dann immerhin 12 CDs lang genießen kann, in diesem Fall lohnt es sich wirklich.