pini
MyBoerse.bz Pro Member
Neue Höhe: Das Erdbeben von Nepal hat auch Folgen für den Mount Everest
Neue Höhe: Das Erdbeben von Nepal hat auch Folgen für den Mount Everest
Das Erdbeben in Nepal hat anscheinend die Höhe des höchsten Berges der Welt verändert – um mehrere Zentimeter. Andere Regionen verschoben sich gar um fünf Meter.
Rund 200 Kilometer östlich des schweren Erdbebens in Nepal türmt sich der Mount Everest. 8848 Meter hebt sich der höchste Berg der Welt in den Himmel, so steht es im Lexikon. Doch die Angabe ist veraltet, der Everest wurde geknautscht.
«Um mehrere Zentimeter» liege sein Gipfel nun höher oder tiefer, berichtet Kenneth Hudnut, Geophysiker beim Geologischen Dienst der USA, dem USGS. Zu dem Ergebnis kämen Computersimulationen, die Bodenverschiebungen nach Erdbeben berechnen.
Genauere Angaben erhalten die Forscher erst, wenn sie Daten vom Berg geborgen haben – was ein Rennen gegen die Zeit bedeutet. In der Region stehen 28 Sensoren, die Bodenbewegungen aufzeichnen. Doch es ist unklar, ob die Daten gelesen werden können.
Sie werden nach zwei Wochen überschrieben, um Speicherplatz zu sparen. Bis zum 9. Mai müssten die Aufzeichnungen geborgen werden, sagt Hudnut. Ansonsten wären sie verfallen.
Nicht nur die genaue Höhe des Mount Everest müsste dann anderweitig gemessen werden. Vor allem gingen wichtige Daten über den Ablauf des verheerenden verloren. Mit ihnen liesse sich das Risiko von Erdbeben in aller Welt besser abschätzen, sagt Hudnut.
Am liebsten würden die Forscher sofort einen Helikopter mieten. Doch das komme erst in Frage, wenn die Rettung und Versorgung der Menschen im Erdbebengebiet abgeschlossen sei, betont Hudnut. Die Wissenschaft stehe erst an zweiter Stelle.
Erste Analysen haben ergeben, dass sich der Boden in Nepal . Neuesten Messungen von Radarsatelliten zufolge verrutschten Ortschaften nördlich von Kathmandu sogar um fünf Meter.
Nördlich der Stadt hat sich der Boden zudem grossflächig um bis zu zwei Meter gehoben, das zeigen Radardaten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR. Das Hochgebirge hat sich dem DLR zufolge weiträumig um Dutzende Zentimeter abgesenkt.
Der Ruck am vergangenen Samstag in elf Kilometer Tiefe setzte eine Kaskade von Gesteinsbewegungen in Gang: Der Boden in Nepal ist zersprungen wie eine kaputte Glasscheibe – die verkanteten Felspakete rucken bei einem Beben in unterschiedliche Richtungen.
Ursache der Verschiebungen ist der Zusammenstoss zweier Tausende Kilometer breiter : Die Indisch-Australische Platte schiebt sich etwa einen Millimeter pro Woche in den Eurasischen Kontinent.
2000 Kilometer hat sich die Indische Platte im Laufe der vergangenen 50 Millionen Jahre hineingebohrt - und dabei den Himalaya aufgefaltet; zehn seiner Berge wölben sich höher als 8000 Meter. Unter steten Erdbeben hebt sich das Gebirge im Durchschnitt um etwa einen halben Millimeter pro Woche.
Mehr als 500 Jahre lang hatte sich nordwestlich von Kathmandu Spannung im Untergrund aufgebaut. Der letzte starke Schlag entlang der Erdbebennaht, die vergangenen Samstag gebebt hat, entlud sich wohl im Jahr 1505. Immer tiefer hat sich die Indische Platte seither nach Norden gebohrt und dabei offenbar darüber liegende Felspakete mitgeschliffen.
Am Samstag hielt das Gestein der Spannung nicht mehr stand. Obere Schichten lösten sich mit einem Mal – sie schnellten nach Süden. Kathmandu, das ebenfalls auf einer oberen Splitterplatte liegt, .
Am Mount Everest aber, in grösserer Entfernung vom Beben, sagt Geophysiker Hudnut, verformte sich der Boden anscheinend weitaus weniger stark. Da es sich jedoch um die höchste Erhebung der Welt handelt, sind ein paar Zentimeter in gewisser Weise weltbewegend.
QUELLE:
Neue Höhe: Das Erdbeben von Nepal hat auch Folgen für den Mount Everest
Das Erdbeben in Nepal hat anscheinend die Höhe des höchsten Berges der Welt verändert – um mehrere Zentimeter. Andere Regionen verschoben sich gar um fünf Meter.
Rund 200 Kilometer östlich des schweren Erdbebens in Nepal türmt sich der Mount Everest. 8848 Meter hebt sich der höchste Berg der Welt in den Himmel, so steht es im Lexikon. Doch die Angabe ist veraltet, der Everest wurde geknautscht.
«Um mehrere Zentimeter» liege sein Gipfel nun höher oder tiefer, berichtet Kenneth Hudnut, Geophysiker beim Geologischen Dienst der USA, dem USGS. Zu dem Ergebnis kämen Computersimulationen, die Bodenverschiebungen nach Erdbeben berechnen.
Genauere Angaben erhalten die Forscher erst, wenn sie Daten vom Berg geborgen haben – was ein Rennen gegen die Zeit bedeutet. In der Region stehen 28 Sensoren, die Bodenbewegungen aufzeichnen. Doch es ist unklar, ob die Daten gelesen werden können.
Sie werden nach zwei Wochen überschrieben, um Speicherplatz zu sparen. Bis zum 9. Mai müssten die Aufzeichnungen geborgen werden, sagt Hudnut. Ansonsten wären sie verfallen.
Nicht nur die genaue Höhe des Mount Everest müsste dann anderweitig gemessen werden. Vor allem gingen wichtige Daten über den Ablauf des verheerenden verloren. Mit ihnen liesse sich das Risiko von Erdbeben in aller Welt besser abschätzen, sagt Hudnut.
Am liebsten würden die Forscher sofort einen Helikopter mieten. Doch das komme erst in Frage, wenn die Rettung und Versorgung der Menschen im Erdbebengebiet abgeschlossen sei, betont Hudnut. Die Wissenschaft stehe erst an zweiter Stelle.
Erste Analysen haben ergeben, dass sich der Boden in Nepal . Neuesten Messungen von Radarsatelliten zufolge verrutschten Ortschaften nördlich von Kathmandu sogar um fünf Meter.
Nördlich der Stadt hat sich der Boden zudem grossflächig um bis zu zwei Meter gehoben, das zeigen Radardaten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR. Das Hochgebirge hat sich dem DLR zufolge weiträumig um Dutzende Zentimeter abgesenkt.
Der Ruck am vergangenen Samstag in elf Kilometer Tiefe setzte eine Kaskade von Gesteinsbewegungen in Gang: Der Boden in Nepal ist zersprungen wie eine kaputte Glasscheibe – die verkanteten Felspakete rucken bei einem Beben in unterschiedliche Richtungen.
Ursache der Verschiebungen ist der Zusammenstoss zweier Tausende Kilometer breiter : Die Indisch-Australische Platte schiebt sich etwa einen Millimeter pro Woche in den Eurasischen Kontinent.
2000 Kilometer hat sich die Indische Platte im Laufe der vergangenen 50 Millionen Jahre hineingebohrt - und dabei den Himalaya aufgefaltet; zehn seiner Berge wölben sich höher als 8000 Meter. Unter steten Erdbeben hebt sich das Gebirge im Durchschnitt um etwa einen halben Millimeter pro Woche.
Mehr als 500 Jahre lang hatte sich nordwestlich von Kathmandu Spannung im Untergrund aufgebaut. Der letzte starke Schlag entlang der Erdbebennaht, die vergangenen Samstag gebebt hat, entlud sich wohl im Jahr 1505. Immer tiefer hat sich die Indische Platte seither nach Norden gebohrt und dabei offenbar darüber liegende Felspakete mitgeschliffen.
Am Samstag hielt das Gestein der Spannung nicht mehr stand. Obere Schichten lösten sich mit einem Mal – sie schnellten nach Süden. Kathmandu, das ebenfalls auf einer oberen Splitterplatte liegt, .
Am Mount Everest aber, in grösserer Entfernung vom Beben, sagt Geophysiker Hudnut, verformte sich der Boden anscheinend weitaus weniger stark. Da es sich jedoch um die höchste Erhebung der Welt handelt, sind ein paar Zentimeter in gewisser Weise weltbewegend.
QUELLE:



