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Nach mehr als 50 Jahren: USA nimmt Kuba von der Terrorliste !

collombo

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Washington/Miami – Annäherung geglückt!
Die USA haben Kuba offiziell von der Liste der Terrorismus unterstützenden Staaten genommen.
Das US-Außenministerium teilte am Freitag mit, damit sei der Weg frei für die Aufnahme voller diplomatischer Beziehungen und die Eröffnung von Botschaften in Havanna und Washington.

US-Präsident Barack Obama hatte die Absicht, Kuba von der Liste der Terrorstaaten zu nehmen, vor 45 Tagen angekündigt.
Der Kongress verzichtete darauf, die Umsetzung der Entscheidung zu stoppen.

Geteilte Ansichten über Annäherungskurs
Am Vortag hatte Obama einen Überraschungsbesuch in der wichtigsten Wallfahrtsstätte für Exil-Kubaner in den USA gemacht.
Beobachter werteten die Visite als mögliche Vorbereitung einer Reise nach Kuba.

Innerhalb der Gemeinde der Exil-Kubaner in den USA gibt es geteilte Ansichten über den Annäherungskurs des Weißen Hauses an Havanna.
Die beiden Staaten wollen nach mehr als 50 Jahren volle diplomatische Beziehungen aufnehmen.

Obama besuchte Kubaner-Kirche
Medienberichten zufolge besuchte Obama am Donnerstag unangekündigt die Kirche „Lady of Charity of El Cobre“ in Miami.
Dort verehren die Exil-Kubaner eine Muttergottesfigur als Zeichen für die nationale Einheit der Kubaner.

Das Weiße Haus sprach in einer anschließend veröffentlichten Erklärung von einem symbolischen Besuch.
Obama habe „der kubanisch-US-amerikanischen Diaspora Respekt zollen wollen, die hier betet“.
Es sei ihm darum gegangen, „die Opfer der US-Kubaner zu ehren, die sie für ihr Streben nach Freiheit und Chancen gebracht haben, und ihren außerordentlichen Beitrag für unser Land zu würdigen“.

Kubareise für September geplant
Papst Franziskus will vom 19. bis 22. September nach Kuba reisen.
Mitte Mai war Kubas Staatspräsident Raul Castro im Vatikan erstmals mit Franziskus zusammengetroffen.
Nach dem Besuch auf der Karibikinsel reist das Kirchenoberhaupt weiter in die USA (22. bis 27. September).

Papst Franziskus ergriff die Initiative
Hintergrund des Tauwetters ist die vatikanische Vermittlung zwischen den USA und Kuba.
Castro hatte dem Papst bereits im Dezember öffentlich für die erfolgreichen Bemühungen gedankt.
Die im Dezember eingeleitete Annäherung zwischen den USA und Kuba war auf Initiative von Papst Franziskus zustande gekommen und vom Vatikan moderiert worden.


 
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