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Nach über 40 Jahren Einzelhaft: Richter entlässt letzten "Angola 3"-Häftling

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Nach über 40 Jahren Einzelhaft: Richter entlässt letzten "Angola 3"-Häftling

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Albert Woodfox war das letzte Mitglied der bekannten Häftlingsgruppe "Angola 3". Er hatte über 40 Jahre in Isolationshaft gesessen, weil er einen Gefängniswärter getötet haben soll. Jetzt darf der 68-jährige kranke Mann auf ein Leben im Freiheit hoffen.

Nach mehr als 40 Jahren Isolationshaft hat ein Richter im US-Bundesstaat Louisiana die Entlassung eines als Mörder verurteilten Mannes aus dem Gefängnis angeordnet. Als Begründung gab er an, der 68-Jährige sei alt und krank, berichtete die Zeitung "The Baton Rouge Advocate". Zudem seien alle Zeugen der Tat bereits verstorben. Albert Woodfox soll 1972 einen Gefängniswärter erstochen haben. Stets gab es aber erhebliche Zweifel an seiner Schuld.

Der Richter verbot nun ein neues Verfahren gegen den in zwei Prozessen 1973 und 1988 verurteilten Mann. Auch diese Urteile waren im Nachhinein wegen Verfahrensfehlern kassiert worden. Woodfox wartete im Gefängnis auf einen dritten Prozess.

Er gehörte zu den sogenannten "Angola 3", einer Gruppe von Häftlingen, die jeweils jahrzehntelang in dem Gefängnis in der Stadt Angola in Einzelhaft saßen. Die Männer wurden 23 Stunden am Tag in einer nur sechs Quadratmeter großen Zelle eingesperrt. Nur dreimal in der Woche gab es Hofgang - für jeweils eine Stunde, dafür aber allein.

Gründer der Black-Panther-Bewegung


Neben Woodfox war auch Herman Wallace wegen des Mordes an dem weißen Wärter Brent Miller verurteilt worden. Wallace wurde 2013 aus der Haft entlassen und starb wenige Tage später an einer schweren Krebserkrankung. Amnesty International hatte sich immer wieder für die Freilassung der Männer eingesetzt, die unter unwürdigsten Bedingungen in dem Hochsicherheitsgefängnis leben mussten, das von den Gefangenen "Angola" genannt wurde.

Die beiden Männer hatten im Gefängnis eine Black-Panther-Bewegung gegründet und sich für bessere Haftbedingungen stark gemacht. Ein dritter Mann schloss sich ihnen an: Robert King, der wegen Mordes an einem Mitinsassen verurteilt worden war. Er kam 2001 frei. Die Geschichte der "Angola 3" sorgte international für Aufsehen und wurde bereits zweimal verfilmt.
 
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