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Mike Krüger: «Ich wurde als Kind geschlagen und gedemütigt»

pini

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Mike Krüger: «Ich wurde als Kind geschlagen und gedemütigt»

Mike Krüger: «Ich wurde als Kind geschlagen und gedemütigt»



Er geht mit einigen seiner Weggefährten hart ins Gericht: Mike Krüger berichtet in seiner Autobiografie, wie schwer seine Kindheit und Jugend war.

Wenn er auf der Bühne steht, gibt es eigentlich immer etwas zu Lachen. Doch Mike Krüger (63) hat schwere Zeiten hinter sich. In seiner Autobiographie «Mein Gott, Walther: Das Leben ist oft Plan B» blickt der deutsche Komiker zurück auf seine traurige Kindheit. Der «Bild»-Zeitung gewährt er vorab kleine Einblicke – und die sind alles andere als rosig. Denn Krüger wurde als Kind von Mitschülern und Lehrern verprügelt.

Der Komiker beschreibt, wie er mit zehn Jahren ins Internat kam. Er habe sich vom ersten Tag an «wie in einem Gefängnis» gefühlt, sagt er. Weil er der Kleinste von allen gewesen sei, wurde er von seinen Mitschülern «verprügelt und erniedrigt». Und wo war das Aufsichtspersonal? «Die Erzieher glänzten in diesen Situation stets durch Abwesenheit oder schauten einfach weg.»

Taschengeld für einen Leibwächter

Er sei damals auf einen Leibwächter angewiesen gewesen, sagt der Vater einer Tochter: Ein Mitschüler, der «grosse Bernd», habe auf ihn aufgepasst – und sich im Gegenzug mit Kuchen versorgen lassen, den der spätere Komiker von seinem Taschengeld bezahlte.

Fast noch schlimmer erging es Krüger allerdings mit den Lehrern, die er im Buch als «asoziales Pack» bezeichnet. «Sie waren boshafte Sadisten», sagt er heute. Er habe manchmal nachts mit anderen Mitschülern im Schlafanzug und «bei Minusgraden im tiefen Schnee» um das Internatsgebäude herumlaufen müssen. Auch Schläge mit dem Rohrstock auf das Hinterteil waren eine gern genutzte Bestrafungsmethode. «Danach konnte ich vor lauter Schmerzen mindestens drei Nächte nicht mehr schlafen», erinnert er sich.

Fünf Jahre in der Hölle

Er sei «fünf Jahre durch die Hölle gegangen», sagt der Komiker heute. Auch sein Papa sei ihm keine grosse Hilfe gewesen: Nach dem frühen Tod der Mutter (damals war Krüger drei Jahre alt) habe der vielbeschäftigte Vater keine Lust gehabt, sich um ihn zu kümmern. So landete Krüger schliesslich im Internat.

Erst, als er 15 Jahre alt war, holte der Vater ihn wieder zurück nach Hause. In «dieser bedeutenden Phase» der Pubertät habe er ihn aber allein gelassen. Für Krüger stand schnell fest, dass er so schnell wie möglich sein Elternhaus verlassen wollte: «Ich bin schon mit 19 von zu Hause aus- und mit meiner Freundin, die heute meine Frau ist, zusammengezogen.»

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