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Mehr als erhofft: Frequenzauktion bringt 5,1 Milliarden Euro

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Mit 4,5 Milliarden Euro haben Experten gerechnet, am Ende liegt der Erlös sogar leicht darüber: Die Auktion freier Funkfrequenzen für das schnelle Internet spült 5,1 Milliarden Euro in den Bundeshaushalt.

Mit Erlösen von knapp 5,1 Milliarden Euro ist die Auktion um neue Mobilfunkfrequenzen für das schnelle Internet zu Ende gegangen. Nach einem dreiwöchigen Bieterkampf fiel in der Niederlassung der Bundesnetzagentur in Mainz nun der Hammer.

Mit Hilfe der erstmals versteigerten 700-Megahertz-Frequenzen sollen künftig auch in ländlichen Regionen schnellere Internetverbindungen über Mobilfunkgeräte wie Smartphones oder Tablets möglich sein.

Das Bietergefecht ging am Vormittag nach insgesamt 179 Runden zu Ende. Allerdings gingen nur noch für einen Block im 1.500-MHz-Band etwas höhere Gebote ein, in den anderen Frequenzen bewegt sich nichts mehr. Alle drei Anbieter seien erfolgreich gewesen, teilte die Bundesnetzagentur mit. Für die Nutzungsrechte zum Ausbau des schnellen mobilen Internets müssen Telefónica 1,2 Milliarden, die Deutsche Telekom 1,8 Milliarden und Vodafone 2,1 Milliarden Euro zahlen.

Experten hatten mit einem Ergebnis von höchstens 4,5 Milliarden Euro gerechnet. Die Auktionserlöse fließen an den Bund, der sie zum Teil wiederum in die Förderung des Breitbandausbaus stecken will.

 
Versteigerte Mobilfunk-Frequenzen: Provider können jubeln - Verbraucher aber nicht

Die Versteigerung neuer Mobilfunkfrequenzen ist abgeschlossen. Telekom, Vodafone und Telefonica haben für knapp 5,1 Milliarden Euro frühere DVB-T- und GSM- und bislang ungenutzte Frequenzen ersteigert. Sowohl die Provider als auch die Politik ist zufrieden - doch für die Verbraucher sind das nicht nur gute Nachrichten.

Mobilfunk-Auktion: Wer wie viel wofür zahlt
Hier die Eckdaten der Auktion: Vodafone ersteigerte Frequenzblöcke im Umfang von 110 MHz für 2,09 Milliarden Euro. Die Telekom bekommt Blöcke mit insgesamt 100 MHz für 1,79 Milliarden. Telefonica, nach der Fusion von O2 und E-Plus ohnehin schon mit den meisten Frequenzblöcken ausgestattet, begnügte sich mit 60 MHz für 1,2 Milliarden Euro. Interessante Randnotiz: Am begehrtesten waren nicht die ehemaligen DVB-T-Frequenzen um 700 MHz, sondern die alten GSM-Blöcke, deren Lizenzen Ende 2016 auslaufen und nun neu versteigert wurden.

Provider, Politiker: Alle sind happy...

Die drei Provider vermeldeten anschließend, man sei mit der Auktion "zufrieden". Auch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur dürfte sich freuen. Mit 5,1 Milliarden Euro kommt mehr Geld in die Kassen, als Experten vorausgesagt hatten. 4 Milliarden Euro davon fließen in die Bundeskassen, der Rest an die Bundesländer - jeweils mit der Auflage, das Geld in den Breitbandausbau zu investieren.

... oder doch nicht?
Da nur die drei großen Provider zur Auktion zugelassen wurden, wird es in den nun versteigerten Frequenzen leider nicht zu mehr Wettbewerb und innovativen Breitband-Angeboten kommen. Kleine regionale Anbieter wie Liquid Broadband wurde durch hohe Mindestgebote von vornherein ausgeschlossen. Nun liegt der Breitband-Ausbau wieder bei den marktbeherrschenden Unternehmen. Wie schleppend die den Ausbau vor allem in entlegenen ländlichen Gebieten vorantreiben, ist bekannt. Angesichts der lukrativeren Städte (mehr potenzielle Kunden auf kleinem Raum) zwar nachvollziehbar, aus Sicht der Bevölkerung abseits der großen Orte ist das aber fatal.

CHIP Online meint:

Leider hat die Bundesnetzagentur in den Auflagen der Auktion keine 100-prozentige Breitband-Abdeckung festgelegt. Das wird den Providern auch künftig einen Ausweg bieten, um die kleinen weißen Flecken auf der Breitbandkarte zu ignorieren. Es sei denn, Bundesminister Dobrindt knüpft das Förderprogramm des Bundes eben genau daran, die unterversorgten Gebiete bevorzugt mit den neuen LTE-Frequenzen abzudecken.
 
Frequenzauktion bringt Milliarden und weckt bereits Begehrlichkeiten

Die deutschen Mobilfunkbetreiber haben noch einmal Milliarden ausgegeben, um in den Besitz zusätzlicher Frequenzen für ihre Netze zu kommen. Fast 5,1 Milliarden Euro spült die Vergaberunde der Bundesnetzagentur nun in die Kassen des Staates - und es werden bereits Ansprüche auf das Geld erhoben.

Mit dem größten Finanzeinsatz schlug der Mobilfunkkonzern Vodafone zu, der etwas tun muss, um seine aktuelle Position am Markt zu verbessern. Durch den Zusammenschluss von Telefonica/O2 und E-Plus war erst kürzlich nach Nutzerzahlen der neue Marktführer entstanden und man fand sich in einer Situation wieder, in der es nicht mehr darum ging, mit der Deutschen Telekom ohne weitere Konkurrenz um den Spitzenplatz zu kämpfen.

Knapp 2,1 Milliarden Euro setzte Vodafone ein, um zusätzliche Frequenzen für seinen Netzausbau zu erhalten. Dafür konnte sich das Unternehmen vier Pakete sichern - im 700-, 900-, 1.500- und 1.800-Megahertz-Band. An zweiter Stelle lag die Deutsche Telekom zum Ende mit deutlich geringeren 1,8 Milliarden Dollar, die ebenfalls vier Pakete erwarb.

Die Telefonica hingegen gab sich mit weniger zufrieden. 1,2 Milliarden Euro investierte das Unternehmen und begnügte sich letztlich mit drei Paketen in den Bändern um 700, 900, und 1.800 Megahertz. Durch den Zusammenschluss des eigenen Netzes mit dem von E-Plus steht hier aber ohnehin bereits einiges an Spektrum zur Verfügung.

Die neue Auktion brachte letztlich deutlich mehr ein, als erwartet. Branchenkenner hatten im Vorfeld mit einem Betrag zwischen 2 Milliarden und 4,5 Milliarden Euro gerechnet. Die neuen Frequenzen sollen aber vor allem die Kapazitäten der LTE-Netze verbessern, von denen sich die Mobilfunkbetreiber noch einiges an Potenzial versprechen. Immerhin ist die mobile Internet-Nutzung gerade erst so richtig in Fahrt gekommen und glänzt mit enormen Wachstumsraten.

Die Internet-Wirtschaft würde es am liebsten sehen, wenn die Gelder direkt wieder in ihre eigene Branche zurückfließen. So forderte der Bundesverband Breitband-Kommunikation bereits, diese vor allem für die Unterstützung des Netzausbaus zu verwenden. Das hatte im Vorfeld bereits für Kritik gesorgt: Auf diese Weise würde es sich lediglich um eine Umverteilung von Geldern in die Kassen der großen Netzbetreiber handeln.

 
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