Hitlers Spionage Generale Sagen Aus
Beschreibung: Wer in diesem Buch Kolportagen über Spionagefälle aus dem zweiten Weltkrieg erwartet, der lege es aus der Hand. Dieser Ratschlag kommt vom Autor, der auf drei Kontinen- ten Aussageprotokollen, Akten und anderen Beweisstücken mit dem Ziel nachjagte, Spuren von großangelegten Verbre- chen aus den dreißiger und vierziger Jahren zu sichern.
Anstoß für diese Nachforschungen waren eigentlich fünf Sätze, die der Chef von Hitlers Wehrmachtführungsstab, Generaloberst Alfred Jodl, am 14. Mai 1945, also noch eine Woche nach der bedingungslosen Kapitulation des nieder- gekämpften Hitlerdeutschlands, seinen Kriegstagebuchfüh- rer, Major i. G. Joachim Schultz-Naumann, notieren ließ: »14. 5. Nach Ansicht Generaloberst legen Alliierte besonde- ren Wert auf Abwehr-Unterlagen; sind nicht vorhanden. Wir können nur immer wieder betonen, daß Wehrmacht in ent- scheidenden Abwehrfragen durch Befehl des Führers ausge- schaltet worden ist. Er übertrug Abwehr dem Reichssicher- heitshauptamt, da er zur Wehrmacht nicht das Vertrauen hatte, daß sie Abwehr in seinem Sinne durchführe. Hierin liegt schon ein sehr entlastendes Moment für die Wehr- macht... Ausblick für die Zukunft: Kommende Möglichkei- ten der Orientierung, basierend auf Gegensatz zwischen Ost und West.«1 Generaloberst Jodl glaubte alle Agentenkarteien und Archive der »Abwehr« – gemeint ist damit das Spiona- ge- und Sabotage-Amt Ausland/Abwehr des Oberkomman- dos der Hitlerwehrmacht – befehlsgemäß verbrannt, ver- senkt, unauffindbar versteckt. In dieser Situation gab er schon im Mai 1945 eine Sprachregelung heraus, nach der sich seitdem Dutzende westdeutscher, aber auch mitunter Historiker und Bücherschreiber anderer NATO-Staaten
diensteifrig zu richten suchen.
Format: PDF
Sprache: Deutsch
Größe: 8,36 MB
Hoster:
Passwort: Keins
Beschreibung: Wer in diesem Buch Kolportagen über Spionagefälle aus dem zweiten Weltkrieg erwartet, der lege es aus der Hand. Dieser Ratschlag kommt vom Autor, der auf drei Kontinen- ten Aussageprotokollen, Akten und anderen Beweisstücken mit dem Ziel nachjagte, Spuren von großangelegten Verbre- chen aus den dreißiger und vierziger Jahren zu sichern.
Anstoß für diese Nachforschungen waren eigentlich fünf Sätze, die der Chef von Hitlers Wehrmachtführungsstab, Generaloberst Alfred Jodl, am 14. Mai 1945, also noch eine Woche nach der bedingungslosen Kapitulation des nieder- gekämpften Hitlerdeutschlands, seinen Kriegstagebuchfüh- rer, Major i. G. Joachim Schultz-Naumann, notieren ließ: »14. 5. Nach Ansicht Generaloberst legen Alliierte besonde- ren Wert auf Abwehr-Unterlagen; sind nicht vorhanden. Wir können nur immer wieder betonen, daß Wehrmacht in ent- scheidenden Abwehrfragen durch Befehl des Führers ausge- schaltet worden ist. Er übertrug Abwehr dem Reichssicher- heitshauptamt, da er zur Wehrmacht nicht das Vertrauen hatte, daß sie Abwehr in seinem Sinne durchführe. Hierin liegt schon ein sehr entlastendes Moment für die Wehr- macht... Ausblick für die Zukunft: Kommende Möglichkei- ten der Orientierung, basierend auf Gegensatz zwischen Ost und West.«1 Generaloberst Jodl glaubte alle Agentenkarteien und Archive der »Abwehr« – gemeint ist damit das Spiona- ge- und Sabotage-Amt Ausland/Abwehr des Oberkomman- dos der Hitlerwehrmacht – befehlsgemäß verbrannt, ver- senkt, unauffindbar versteckt. In dieser Situation gab er schon im Mai 1945 eine Sprachregelung heraus, nach der sich seitdem Dutzende westdeutscher, aber auch mitunter Historiker und Bücherschreiber anderer NATO-Staaten
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