[HB] Günter Dönges - Butler Parker 11 - 14
Krimiunterhaltung der besonderen Art: Butler Parker ist ein Detektiv mit Witz, Charme und Stil, und der Regenschirm sein Markenzeichen.
11 : Gangsterjagd
"Die Lage erinnert mich verteufelt an einen James-Bond-Film", sagte Stew Criswood. "Ich dachte, so etwas könnten nur Drehbuchautoren ausbrüten." Criswood, ein beleibter, gutmütig und durchschnittlich aussehender Mann von etwa fünfzig Jahren wanderte nachdenklich durch das große Hotelzimmer und blieb dann vor dem breiten, niedrigen Fenster stehen. Für einen kurzen Moment sah er hinunter auf den Strand von Miami, auf dem der nachmittägliche Korso der Badegäste bereits begonnen hatte. "Calderhan wird die Drehbuchautoren noch in den Schatten stellen", warf Anwalt Mike Rander ein. Er saß in einem tiefen, bequemen Sessel und rauchte eine Zigarette. "Er hat schließlich das ideale Druckmittel in der Hand. Er kann verlangen, was er will!"
12 : Schönes Verbrechen
"Das dort ist sein Grab", sagte der Angestellte und wischte sich seine groben, verarbeiteten Hände am Overall ab. "Viel ist noch nicht zu sehen. Aber kommen Sie mal in ein paar Wochen vorbei, dann steht die Kuppel. Dann werden Sie Augen machen!" Parker nickte und wandte sich interessiert um. Er stand auf dem Friedhof "Schattenhain" in Santa Monica. Ein Park hätte nicht besser gepflegt sein können. Es gab sattgrüne Rasenflächen, Trauerweiden, die eigentlich gar nicht traurig aussahen, Baumgruppen und viele Grabdenkmäler, die sich an pompösem Ausdruck zu übertreffen schienen. "Wann wurde Mister Glenn Hastings beerdigt?" fragte Josuah Parker den Angestellten. "Vor vier Wochen", war die Antwort des biederen Mannes. "War übrigens 'ne miese Beerdigung."
13 : Gift und Galle
Nachdem Josuah Parker den Lift verlassen hatte, schritt er würdevoll wie ein Aristokrat durch den mit einem dicken Velourteppich ausgelegten Korridorgang und suchte nach dem Apartment eines gewissen Mr. Wald D. Flagstaff. Diese Tür fand er am Ende des Korridors. Im Näherkommen hörte er die wohlklingenden Töne einer Orgelmusik, die durch die Tür nach draußen klang. Wenn Parker nicht alles täuschte, handelt es sich um eine Bach-Fuge.
Versonnen blieb er einen kurzen Moment stehen und lauschte. Dann zwang er sich förmlich dazu, seinen schwarz behandschuhten Finger auf den Klingelknopf zu legen. Er bedauerte es ungemein, diese Musik durch ein ordinäres Klingeln stören zu müssen. Gewiss, die Musik, die wahrscheinlich aus einem Radio kam, war ungemein laut, doch selbst in der lautstarken Verzerrung war sie noch geeignet, Parker freudig zu stimmen.
14 : In den Wahnsinn
Parker ließ die junge Dame nicht aus den Augen. Sie mochte etwa zwanzig Jahre alt sein, war langbeinig, schlank und sah ungemein attraktiv aus. Zudem war sie mit Sicherheit beschwipst. Sie hielt nur sehr mühsam das Gleichgewicht und konnte nicht verhindern, daß ihre hübschen Beine immer wieder durcheinander gerieten. Dann blieb sie kurz stehen, schien sich zu sammeln und zu konzentrieren, um dann steifbeinig weiterzugehen. Ihr Benehmen fiel allerdings kaum auf. Dazu war es viel zu spät. Mitternacht war längst vorüber und der Verkehr auf den Straßen nur noch gering.
Parker war zu Fuß und kam aus einem kleinen Kino, in dem Filme aus dem alten, geliebten England gespielt wurden. Parker hatte sich solch einen Film zu Gemüte geführt und den Oxford-Akzent des Hauptdarstellers sichtlich genossen. Endlich hatte er seiner bescheidenen Ansicht nach wieder einmal echtes Englisch gehört, echt und ohne jenen breiten, gequetschten Akzent, den die Amerikaner bevorzugten.
Jan Katzenberger
Dauer Folge 11 : 02 Std. 50 Min. ; 124 MB ; TbT mp3 vbr ~110 KB/s ; Share-Online ; Passwort:audiolibro
Dauer Folge 12 : 02 Std. 57 Min. ; 150 MB ; TbT mp3 vbr ~120 KB/s ; Share-Online ; Passwort:audiolibro
Dauer Folge 13 : 03 Std. 05 Min. ; 151 MB ; TbT mp3 vbr ~120 KB/s ; Share-Online ; Passwort:audiolibro
Dauer Folge 13 : 03 Std. 04 Min. ; 154 MB ; TbT mp3 vbr ~119 KB/s ; Share-Online ; Passwort:audiolibro
11 :
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Krimiunterhaltung der besonderen Art: Butler Parker ist ein Detektiv mit Witz, Charme und Stil, und der Regenschirm sein Markenzeichen.
11 : Gangsterjagd
"Die Lage erinnert mich verteufelt an einen James-Bond-Film", sagte Stew Criswood. "Ich dachte, so etwas könnten nur Drehbuchautoren ausbrüten." Criswood, ein beleibter, gutmütig und durchschnittlich aussehender Mann von etwa fünfzig Jahren wanderte nachdenklich durch das große Hotelzimmer und blieb dann vor dem breiten, niedrigen Fenster stehen. Für einen kurzen Moment sah er hinunter auf den Strand von Miami, auf dem der nachmittägliche Korso der Badegäste bereits begonnen hatte. "Calderhan wird die Drehbuchautoren noch in den Schatten stellen", warf Anwalt Mike Rander ein. Er saß in einem tiefen, bequemen Sessel und rauchte eine Zigarette. "Er hat schließlich das ideale Druckmittel in der Hand. Er kann verlangen, was er will!"
12 : Schönes Verbrechen
"Das dort ist sein Grab", sagte der Angestellte und wischte sich seine groben, verarbeiteten Hände am Overall ab. "Viel ist noch nicht zu sehen. Aber kommen Sie mal in ein paar Wochen vorbei, dann steht die Kuppel. Dann werden Sie Augen machen!" Parker nickte und wandte sich interessiert um. Er stand auf dem Friedhof "Schattenhain" in Santa Monica. Ein Park hätte nicht besser gepflegt sein können. Es gab sattgrüne Rasenflächen, Trauerweiden, die eigentlich gar nicht traurig aussahen, Baumgruppen und viele Grabdenkmäler, die sich an pompösem Ausdruck zu übertreffen schienen. "Wann wurde Mister Glenn Hastings beerdigt?" fragte Josuah Parker den Angestellten. "Vor vier Wochen", war die Antwort des biederen Mannes. "War übrigens 'ne miese Beerdigung."
13 : Gift und Galle
Nachdem Josuah Parker den Lift verlassen hatte, schritt er würdevoll wie ein Aristokrat durch den mit einem dicken Velourteppich ausgelegten Korridorgang und suchte nach dem Apartment eines gewissen Mr. Wald D. Flagstaff. Diese Tür fand er am Ende des Korridors. Im Näherkommen hörte er die wohlklingenden Töne einer Orgelmusik, die durch die Tür nach draußen klang. Wenn Parker nicht alles täuschte, handelt es sich um eine Bach-Fuge.
Versonnen blieb er einen kurzen Moment stehen und lauschte. Dann zwang er sich förmlich dazu, seinen schwarz behandschuhten Finger auf den Klingelknopf zu legen. Er bedauerte es ungemein, diese Musik durch ein ordinäres Klingeln stören zu müssen. Gewiss, die Musik, die wahrscheinlich aus einem Radio kam, war ungemein laut, doch selbst in der lautstarken Verzerrung war sie noch geeignet, Parker freudig zu stimmen.
14 : In den Wahnsinn
Parker ließ die junge Dame nicht aus den Augen. Sie mochte etwa zwanzig Jahre alt sein, war langbeinig, schlank und sah ungemein attraktiv aus. Zudem war sie mit Sicherheit beschwipst. Sie hielt nur sehr mühsam das Gleichgewicht und konnte nicht verhindern, daß ihre hübschen Beine immer wieder durcheinander gerieten. Dann blieb sie kurz stehen, schien sich zu sammeln und zu konzentrieren, um dann steifbeinig weiterzugehen. Ihr Benehmen fiel allerdings kaum auf. Dazu war es viel zu spät. Mitternacht war längst vorüber und der Verkehr auf den Straßen nur noch gering.
Parker war zu Fuß und kam aus einem kleinen Kino, in dem Filme aus dem alten, geliebten England gespielt wurden. Parker hatte sich solch einen Film zu Gemüte geführt und den Oxford-Akzent des Hauptdarstellers sichtlich genossen. Endlich hatte er seiner bescheidenen Ansicht nach wieder einmal echtes Englisch gehört, echt und ohne jenen breiten, gequetschten Akzent, den die Amerikaner bevorzugten.
Jan Katzenberger
Dauer Folge 11 : 02 Std. 50 Min. ; 124 MB ; TbT mp3 vbr ~110 KB/s ; Share-Online ; Passwort:audiolibro
Dauer Folge 12 : 02 Std. 57 Min. ; 150 MB ; TbT mp3 vbr ~120 KB/s ; Share-Online ; Passwort:audiolibro
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Dauer Folge 13 : 03 Std. 04 Min. ; 154 MB ; TbT mp3 vbr ~119 KB/s ; Share-Online ; Passwort:audiolibro
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