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Google verfolgt Sie ins Geschäft: Neue Werbung trackt Kaufverhalten - auch offline

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Google verfolgt Sie ins Geschäft: Neue Werbung trackt Kaufverhalten - auch offline


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Die Google-Textanzeigen in den Suchergebnissen oder auf anderen Websites kennt jeder. Nun will sich Google mit neuen Werbeformen für die Zukunft rüsten. Hier in Kürze, was sich ändert - und was das für Sie bedeutet:

Interaktive Werbung: Anzeigen in der Websuche zeigen Bildergalerien zu Produkten oder Buchungsoptionen, etwa für Hotels.

User-Tracking über mehrere Geräte: Google misst nun noch genauer, wie Sie auf verschiedenen Geräten surfen und auf Werbung reagieren.

Online und Offline verschmelzen: Google analysiert anhand von Ortungsdaten, wo Sie Werbeplakate sehen und dieses Produkt dann im (Offline-)Laden kaufen.

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Was bedeutet das für Google-Nutzer?
Mit den Neuerungen ist klar, dass Google künftig noch genauer die Daten der User analysiert. Informationen über besuchte Websites oder angeklickte Suchergebnisse und Werbeanzeigen verschmelzen mit Ortungsdaten, wenn Sie die Dienste mobil nutzen.

Wenn Sie etwa auf dem PC ein Produkt recherchieren und dann im Laden nochmal auf dem Handy danach suchen, misst Google das nun noch genauer. Und anhand der Ortungsdaten Ihres Handys will Google (zunächst nur in den USA, später weltweit) erkennen, wo Sie an welchen Werbeplakaten vorbeikommen und ob Sie das darauf gezeigte Produkt dann im Laden kaufen.

Zwar sollen diese Nutzerdaten anonym zusammengefasst werden, weil es vor allem um die Erfolgsmessung der Werbung geht. Dennoch wächst Googles Datenberg erneut, und das wird Datenschützern zu denken geben.

Warum macht Google das?
Google ist ein Werbeunternehmen und erzielt rund 90 Prozent seines Umsatzes mit Werbung. Zwar wachsen die Zahlen weiterhin, doch das Wachstum flacht sich seit Monaten ab – was die Börsenexperten und Aktionäre zunehmend unruhig macht. Googles Problem: Das Werbegeschäft des Konzerns ist auf dem Desktop extrem dominant, auf Mobilgeräten wächst aber mit Facebook ein zunehmend starker Konkurrent heran.

Google verzeichnet zudem inzwischen in zehn Ländern mehr Suchanfragen über Mobilgeräte als über Desktop-PCs. Aufgrund dieser Entwicklung ist Google gezwungen, seinen Werbekunden bessere Lösungen für Mobilgeräte zu bieten. Die nun vorgestellten Neuerungen sind ein großer Schritt in diese Richtung, denn sie ermöglichen Werbekunden genauere Messungen der Werbeanzeigen und damit eine bessere Steuerung der Werbung - kurz: mehr Geld (ein höherer Return on Investment).

Außerdem verspricht Google mit den neuen Formaten bessere Anzeigen. Wer nach einem Auto sucht, sieht in der Werbeanzeige eine Bildergalerie des Modells. Wer nach einem Hotel sucht, kann in der Anzeige die Preise und Verfügbarkeit der Zimmer sehen und die auch gleich buchen. Das bedeutet mehr Komfort, gleichzeitig gräbt Google damit zum Beispiel Hotelportalen wieder Wasser ab. Das werden nicht alle Webdienste gern sehen, zumal es in die selbe Richtung geht wie der Monopol-Vorwurf gegen Google, der aktuell untersucht wird.

 
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