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Google+ tot, Glass tot, Drohne tot: Googles schwarze Woche

vladi63

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Für ein erfolgsverwöhntes Unternehmen wie Google ist eine Woche wie die vergangene ungewöhnlich und bemerkenswert. Mehrere Negativ-Meldungen kratzen am Sieger-Image. Oder sind die Niederlagen am Ende doch ein Gewinn für Google?

Google-Dienste vor dem Aus

Einmal mehr deutet sich an, dass Google+, das Social Network von Google, vor dem Aus steht. Google entfernt zur Zeit Links zu Google+-Profilen aus den Suchergebnissen. Zudem führt ein Klick auf den Usernamen auf Google-Seiten nicht mehr auf das Google+-Profil. Und die Google+-Benachrichtigungen heißen nun nur noch Google-Benachrichtigungen. Zwar versicherte Google+-Chef Bradley Horowitz kürzlich in einem Interview mit Medium: "Google+ ist nicht tot." Doch deutete er große Veränderungen an, die Google+ eher zu einem Stream an Informationen machen könnten, der sich aus allen Google-Diensten speist.

Ähnlich düster sind die Aussichten für die smarte Brille Google Glass. Nach dem vorzeitigen Aus für die Explorer-Version der Brille, hat nun mit Chris O'Neill einer der wichtigsten Glass-Manager das Projekt verlassen. Dann wurde vor wenigen Tagen noch bekannt, dass eine der von Google getesteten Internet-Drohnen bei einem Testflug abgestürzt ist. Die solarbetriebene Drohne soll bis zu fünf Jahre ohne Zwischenstopp in der Luft bleiben können - beim Test stürzte sie aber schon kurz nach dem Start ab. Und schließlich feuerte Apple-Chef Tim Cook eine Breitseite auf Google, indem er das Geschäftsmodell "Daten für Gratis-Dienste" (wie den neuen Gratis-Fotospeicher) kritisierte.

Google-Fails: Versteckter Sieg in der Niederlage
Also eine schwarze Woche für Google - oder? Das Ende (oder die großen Veränderungen) von Google+ könnten sich als Glücksgriff erweisen. Allein der Name Google+ hat so viel Spott und Enttäuschung provoziert, so viel verbrannte Erde hinterlassen, dass ein Neustart ohne diesen Namen wohl die einzige Chance ist, den Dienst zu retten.

Auch für Google Glass muss der Personalwechsel nicht schlecht sein. Das Projekt ist inzwischen ohnehin nicht mehr im Forschungslabor Google X aufgehängt, sondern unter der Obhut von Nest-Chef Tony Fadell, einem der unumstritten besten Industriedesigner.

Trotz allem, oder gerade auch wegen solch ambitionierten Projekten wie der Internet-Drohne, ist Google laut Forbes eines der wertvollsten Unternehmen der Welt - die Nummer drei hinter Apple und Microsoft, aber noch vor Coca Cola, IBM oder McDonalds. Viel besser könnte es Google also kaum gehen - trotz gelegentlicher Fehltritte.

 
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