• Regeln für den Video-Bereich:

    In den Börsenbereich gehören nur Angebote die bereits den Allgemeinen Regeln entsprechen.

    Einteilung

    - Folgende Formate gehören in die angegeben Bereiche:
    - Filme: Encodierte Filme von BluRay, DVD, R5, TV, Screener sowie Telesyncs im Format DivX, XviD und x264.
    - DVD: Filme im Format DVD5, DVD9 und HD2DVD.
    - HD: Encodierte Filme mit der Auflösung 720p oder darüber von BluRay, DVD, R5, TV, Screener sowie Telesyncs im Format x264.
    - 3D: Encodierte Filme von BluRay, die in einem 3D Format vorliegen. Dies gilt auch für Dokus, Animation usw.
    - Serien: Cartoon/Zeichentrick, Anime, Tutorials, Dokumentationen, Konzerte/Musik, Sonstiges sind demnach in die entsprechenden Bereiche einzuordnen, auch wenn sie beispielsweise im High Definition-Format oder als DVD5/DVD9/HD2DVD vorliegen. Ausnahme 3D.
    - Bereich Englisch: Englische Releases gehören immer in diesen Bereich.
    - Bereich Talk: Der Bereich, in dem über die Releases diskutiert werden kann, darf, soll und erwünscht ist.


    Angebot/Beitrag erstellen

    - Ein Beitrag darf erst dann erstellt werden, wenn der Upload bei mindestens einem OCH komplett ist. Platzhalter sind untersagt.
    - Bei einem Scenerelease hat der Threadtitel ausschließlich aus dem originalen, unveränderten Releasenamen zu bestehen. Es dürfen keine Veränderungen wie z.B. Sterne, kleine Buchstaben o.ä. vorgenommen werden. Ausnahme Serienbörse:
    - Bei einem Sammelthread für eine Staffel entfällt aus dem Releasename natürlich der Name der Folge. Beispiel: Die Simpsons S21 German DVDRip XviD - ITG
    - Dementsprechend sind also u.a. verboten: Erweiterungen wie "Tipp", "empfehlenswert", "only", "reup", usw. / jegliche andere Zusatzinformation oder Ergänzung, welche nicht in obiger Beschreibung zu finden ist.

    Aufbau des Angebots und Threadtitel

    Der Titel nach folgendem Muster erstellt zu werden. <Name> [3D] [Staffel] [German] <Jahr> <Tonspur> [DL] [Auflösung] <Quelle> <Codec> - <Group>
    Beispiel: The Dark Knight German 2008 AC3 DVDRip XviD - iND
    Beispiel: The Dark Knight 2008 DTS DL BDRip x264 - iND
    Beispiel: The Dark Knight 2008 AC3 DL BDRip XviD - iND
    Beispiel: The Dark Knight German 2008 AC3 720p BluRay x264 iND
    Beispiel: The Dark Knight 2008 DTS DL 1080p BluRay x264 iND
    Beispiel: Die Simpsons S01 German AC3 DVDRip XviD iND
    Beispiel: Die Simpsons S20 German AC3 720p BluRay x264 iND
    Beispiel: Sword Art Online II Ger Sub 2014 AAC 1080p WEBRip x264 - peppermint
    Entsprechend sind also u.a. verboten: Sonderzeichen wie Klammern, Sterne, Ausrufezeichen, Unterstriche, Anführungszeichen / Erweiterungen wie "Tipp", "empfehlenswert", "only", "reup", usw. / jegliche andere Zusatzinformation oder Ergänzung, welche nicht in obiger Beschreibung zu finden ist
    Ausnahmen hiervon können in den Bereichen geregelt sein.

    Die Beiträge sollen wie folgt aufgebaut werden:
    Überschrift entspricht dem Threadtitel
    Cover
    kurze Inhaltsbeschreibung
    Format, Größe, Dauer sind gut lesbar für Downloader außerhalb des Spoilers zu vermerken
    Nfo sind immer Anzugeben und selbige immer im Spoiler in Textform.
    Sind keine Nfo vorhanden z.B. Eigenpublikationen, sind im Spoiler folgende Dateiinformationen zusätzlich anzugeben :
    Quelle
    Video (Auflösung und Bitrate)
    Ton (Sprache, Format und Bitrate der einzelnen Spuren)
    Untertitel (sofern vorhanden)
    Hosterangabe in Textform außerhalb eines Spoiler mit allen enthaltenen Hostern.
    Bei SD kann auf diese zusätzlichen Dateiinformationen verzichtet werden.

    Alle benötigten Passwörter sind, sofern vorhanden, in Textform im Angebot anzugeben.
    Spoiler im Spoiler mit Kommentaren :"Schon Bedankt?" sind unerwünscht.


    Releases

    - Sind Retail-Release verfügbar, sind alle anderen Variationen untersagt. Ausnahmen: Alle deutschen Retail-Release sind CUT, in diesem Fall sind dubbed UNCUT-Release zulässig.
    - Im Serien-Bereich gilt speziell: Wenn ein Retail vor Abschluss einer laufenden Staffel erscheint, darf diese Staffel noch zu Ende gebracht werden.62
    - Gleiche Releases sind unbedingt zusammenzufassen. Das bedeutet, es ist zwingend erforderlich, vor dem Erstellen eines Themas per Suchfunktion zu überprüfen, ob bereits ein Beitrag mit demselben Release besteht. Ist dies der Fall, ist der bereits vorhandene Beitrag zu verwenden.
    - P2P und Scene Releases dürfen nicht verändert oder gar unter einem iND Tag eingestellt werden.


    Support, Diskussionen und Suche

    - Supportanfragen sind entweder per PN oder im Bereich Talk zu stellen.
    - Diskussionen und Bewertungen sind im Talk Bereich zu führen. Fragen an die Uploader haben ausschließlich via PN zu erfolgen, und sind in den Angeboten untersagt.
    - Anfragen zu Upload-Wünschen sind nur im Bereich Suche Video erlaubt. Antworten dürfen nur auf Angebote von MyBoerse.bz verlinkt werden.


    Verbote

    - Untersagt sind mehrere Formate in einem einzigen Angebotsthread, wie beispielsweise das gleichzeitige Anbieten von DivX/XviD, 720p und 1080p in einem Thread. Pro Format, Release und Auflösung ist ein eigener Thread zu eröffnen.
    - Grundsätzlich ebenso verboten sind Dupes. Uploader haben sich an geeigneter Stelle darüber zu informieren, ob es sich bei einem Release um ein Dupe handelt.
    - Gefakte, nur teilweise lauffähige oder unvollständige Angebote sind untersagt. Dies gilt auch für eigene Publikationen, die augenscheinlich nicht selbst von z.B. einer DVD gerippt wurden. Laufende Serien, bei denen noch nicht alle Folgen verfügbar sind, dürfen erstellt und regelmäßig geupdatet werden.
    - Untersagt sind Angebote, welche nur und ausschließlich in einer anderen Sprache als deutsch oder englisch vorliegen. Ausnahmen sind VORHER mit den Moderatoren zu klären.


    Verstoß gegen die Regeln

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Geheimnisvolle Orte S01 - S02 COMPLETE GERMAN DOKU WS HDTVRip x264 - TVP

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Geheimnisvolle Orte
bisher 7 Folgen in 2 Staffeln (Das Erste)

Dokumentarreihe über Orte und Plätze voller spannender, bisher weitgehend unbekannter Zeitgeschichte, an denen das wechselvolle und schicksalhafte 20. Jahrhundert Zeugnisse hinterließ.



Staffel 1, Folge 1: Hitlers Reichskanzlei

„Wer die Reichskanzlei betritt, muss das Gefühl haben, vor den Herrn der Welt zu treten.“ Einzig diese Bestimmung hatte für Adolf Hitler sein 1939 fertig gestellter erster „Bau des Großdeutschen Reiches“. Architektur als Inszenierung einer unbarmherzigen, rücksichtslosen Macht. Eine Villa Größenwahn mit endlosen Gängen und riesigen Räumen. Ein Herrscher-Palast, den Hitlers Hofarchitekt Albert Speer seinem „Führer“ maßgeschneidert hatte. Die Reichskanzlei sollte eine Art Probelauf sein für Hitlers „Welthauptstadt Germania“.

Gebaut für die Ewigkeit, nach dem Ende der Naziherrschaft: gesprengt, entsorgt, vergessen.

Bis auf wenige Hinweistafeln ist das ehemalige Machtzentrum des Nationalsozialismus heute fast gänzlich unkenntlich im Berliner Stadtbild. Wer es nicht weiß, wird kaum vermuten, dass sich hier in Berlin-Mitte, zwischen Holocaust-Mahnmal und Potsdamer Platz, inmitten von in die Jahre gekommenen DDR-Plattenbauten, einst Hitlers Prunkbau und dessen Bunkersystem befand. Der sichtbare Ort des Ungeistes ist verschwunden, geheimnisumrankt. Ebenso auch die Nachkriegsgeschichte der Reichskanzlei: mehrfach von Stalins Geheimdienst durchgekämmt, „Fundort“ von Hitlers Leiche, Touristenattraktion für die Alliierten, intensiver „Forschungsort“ der DDR-Staatsicherheit nach dem Mauerbau, wieder entdeckte Terra incognita eines Ostberliner Grafikers …

Mythos und Wahrheit des Bauwerks ziehen immer wieder Fachhistoriker und Spezialisten aller Art in ihren Bann, die Diskussionsstoff und interessante Einblicke bieten. Die Autoren der Dokumentation nähern sich aus unterschiedlichen Perspektiven und mit überraschenden filmischen Mitteln dem Ort und seiner Geschichte. Dazu gehören umfangreiches Filmarchivmaterial, detailgetreue und einzigartige 3-D-Animationen, Entdeckungen in Moskauer Archiven. Eine spannende Spurensuche in der Mitte Berlins, die wie keine andere Stadt, gerade an diesem Ort von den Brüchen der deutschen Geschichte gezeichnet ist. Bis heute ein Ort voller Mythen, Legenden und Geheimnissen.

Deutsche Erstausstrahlung: Mo 22.10.2012 Das Erste



Staffel 1, Folge 2: Sperrgebiet Air Base – Klein-Amerika in Deutschland

Sie war Amerikas „Tor nach Europa“. Die Rhein-Main Air Base in Frankfurt war der größte Militärflughafen außerhalb der USA, amerikanisches Hoheitsgebiet mitten in Deutschland. „Gateway to Europe“ war militärisches Sperrgebiet, das Deutsche nur selten betreten durften, und zugleich war es eine amerikanische Kleinstadt, die für Hunderttausende US-Soldaten und ihre Familien zeitweise zur Heimat wurde. Was genau hier vor sich ging, war streng geheim. Nicht einmal die deutsche Bundesregierung wusste immer Bescheid. Manche Vorgänge sind noch heute „top secret“. Für die Reihe „Geheimnisvolle Orte“ schaut der Film hinter den Zaun, der 60 Jahre lang den Südteil des Frankfurter Flughafens für die Amerikaner abriegelte, und erinnert an dramatische Ereignisse der deutsch-amerikanischen Beziehungen, die sich hier abspielten. Von der Rhein-Main Air Base aus wurden während der Luftbrücke 1948 die meisten Güter ins eingeschlossene Berlin geflogen, über Rhein-Main konnten während des Kalten Krieges binnen 72 Stunden ganze Panzerdivisionen aus den USA nach Deutschland verlegt werden und für fast eine Million US-Soldaten war dies der letzte Stopp vor dem Schlachtfeld, ob im Golfkrieg oder in Afghanistan. Dieser geheimnisvolle Ort ist zugleich ein Spiegel der wechselvollen und konfliktreichen Beziehungen zwischen der amerikanischen Besatzungsmacht und Westdeutschland. Aus anfänglicher Feindschaft und Skepsis wurden nicht zuletzt durch die von hier startenden „Rosinenbomber“ Dankbarkeit und Freundschaft, bevor die Stimmung während der Studentenproteste der 60er Jahre und der Nachrüstungsdebatte der 80er erneut umschlug in Abwehr und Feindseligkeit bis hin zum tödlichen Hass, als hier eine Autobombe der RAF explodierte. Heute ist vom einst so wichtigen militärischen Brückenkopf der Amerikaner fast nichts mehr zu sehen. In der Erinnerung der Zeitzeugen aber sind dieser Ort und seine Bewohner lebendig.

„Was ich bis heute nicht vergesse“, erinnert sich Georg Kolb, der als Kind die Ankunft der Amerikaner erlebte, „Gummischuhe … diese leisen Sohlen, die waren so überraschend für mich … wenn deutsche Soldaten kamen, das waren genagelte Stiefel.“ Später stand er begeistert auf der Air Base, wenn die Amerikaner ihre deutschen Nachbarn zum Flugtag einluden und so einen seltenen Blick auf den „American way of life“ mit Popcorn, Zuckerwatte und Eis ermöglichten. „Es war wirklich Klein-Amerika im wahrsten Sinne. Hier gab es eine amerikanische Zeitung jeden Tag, es gab amerikanische Filme, es gab Hamburger, sogar die Coca-Cola kam aus Philadelphia“, erzählt der Militärhistoriker John Provan, der als Kind eines US-Soldaten auf der Air Base aufwuchs und den dieser Ort nie verlassen hat. In seinem Archiv finden sich neben unzähligen Filmen, Fotos, Briefen und Dokumenten auch die Evakuierungspläne, mit denen im Ernstfall eines Krieges bis zu 400 000 amerikanische Zivilisten über Rhein-Main aus Deutschland ausgeflogen worden wären. Im August 2005 hob die letzte US-Militärmaschine von „Gateway to Europe“ ab und die amerikanische Flagge wurde endgültig eingeholt. Aber nicht nur der legendäre Luftbrücken-Pilot Gail Halvorsen, heute 92, der für diesen Film noch einmal nach Deutschland gekommen ist, wird die Rhein-Main Air Base wohl je vergessen.

Deutsche Erstausstrahlung: Mo 29.10.2012 Das Erste



Staffel 1, Folge 3: Honeckers Regierungsbunker

Gut getarnt, verborgen unter märkischem Sand, gesichert mit 16.000 Volt Starkstromdrähten und rund um die Uhr von Spezialkräften der DDR-Staatssicherheit bewacht. Es war ein wirklich streng geheimer Ort und selbst der innere Führungszirkel um Erich Honecker wusste nicht, wo genau sich der Bau der Superlative befand. Es war eine unterirdische Kommandozentrale für den dritten Weltkrieg.

Deutsche Erstausstrahlung: Mo 05.11.2012 Das Erste



Staffel 2, Folge 1: Kanzlerbungalow

Ein „Unikum“ sei er gewesen. „Einzigartig“ sagt Egon Bahr über den schlichten Bungalow, der verborgen zwischen Bäumen im Bonner Regierungsviertel steht. Ein Ort, wo sich die Kanzler von Ludwig Erhardt bis Helmut Kohl zu vertraulichen Gesprächen trafen, abseits von den Augen der Öffentlichkeit. Wo Krisenstäbe tagten und sich Staatsgäste von Breschnew bis Gorbatschow auf dem Sofa niederließen. Das Wohnzimmer der Mächtigen. Hier wurde Politik gemacht, hier hingen Stasi-Spitzel in den Telefonleitungen, hier wurde die Deutsche Einheit vorbereitet: der Kanzlerbungalow in Bonn. Ein Bau, der aufgrund seiner Bescheidenheit von Anfang an die Gemüter spaltet. Was die einen als „Hundehütte“ bespötteln, ist für die anderen Ausdruck einer neuen demokratischen Offenheit – ganz anders als die Berliner Prachtbauten der Nationalsozialisten. Als Erhard 1963 zum Kanzler gewählt wird, stellt sich die Frage nach einer angemessenen Dienstwohnung. Den Architekten wählt Erhardt selber aus: Sep Ruf, der schon sein Privathaus am Tegernsee gebaut hatte. Doch die moderne Schlichtheit und Offenheit, die Erhardt schätzt, kommt bei den meisten seiner Nachfolger nicht an: Kiesinger beauftragt eine Innenarchitektin, die das Haus gemütlicher machen soll – mit schweren Stilmöbeln, Häkeldeckchen und Antiquitäten; Willy Brandt lässt sich ein Attest ausstellen um nicht einziehen zu müssen. Die Schmidts mögen das schlichte Design aber Helmut Kohl findet den Bungalow schlicht „absurd“ – und bleibt dennoch am längsten dort wohnen. Auch, wenn der Bau nach allen Seiten verglast ist und Offenheit suggeriert – das Gelände rund um den Bungalow und das Palais Schaumburg sind abgesichert wie ein Hochsicherheitstrakt. Niemand kommt ungesehen hinein. In den Zeiten des RAF-Terrors wird eine Panzerglasscheibe vor die Terrasse gesetzt. um den Kanzler vor Angriffen von der anderen Rheinseite zu schützen. Allen Sicherheitsmaßnahmen zum Trotz: Die Stasi hört mit. Allein zwischen 1982 und 1989 werden mehr als 9000 Seiten Telefonprotokolle zu Papier gebracht. Doch unbemerkt von den eifrigen Spitzeln werden im Kanzlerbungalow die Weichen für die Deutsche Einheit gestellt. Beim Spaziergang durch den Garten mit Blick auf den Rhein sollen sich Michail Gorbatschow und Helmut Kohl in der „deutschen Frage“ näher gekommen sein. Die Dokumentation erzählt die Geschichte des auf den ersten Blick unscheinbaren Hauses – das aber wie kaum ein anderes Schauplatz der deutschen Geschichte war: eine Geschichte von geheimer Diplomatie, festlichen Empfängen und den seltenen privaten Stunden der deutschen Kanzler von Ludwig Erhardt bis Helmut Kohl.

Deutsche Erstausstrahlung: Mo 03.02.2014 Das Erste



Staffel 2, Folge 2: Hitlers U-Boot-Bunker

Es gibt Bauwerke, die verweigern den Umgang. Der Bunker Valentin in Bremen gehört dazu. Monströs die Ausmaße, finster die Geschichte. Er ist der größte Bunker seiner Art in Europa. Rüstungsvorhaben Nummer Eins im Dritten Reich, mit unmenschlicher Härte wurde der Bau umgesetzt. Die Rüstungsmanager wollten etwas ganz Neues ausprobieren: U-Boote vom Fließband, alle zwei Tage eines. Insofern unterscheidet sich der Bunker Valentin auch von allen anderen Bunkern der Nazis: Er war keine Ausrüstungs- oder Reparaturwerft. Er war geplant als U-Boot-Fabrik. Man geht heute davon aus, dass über 1.000 Menschen, vor allem KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter, auf der Baustelle den Tod fanden. Nach dem Krieg versuchten Amerikaner und Engländer erfolglos, den Betonkoloss zu sprengen. Jahrzehnte kämpften später Angehörige der Bundeswehr am Bunker gegen Gespenster: Wer hier zu Verwaltung und Überwachung des Bundeswehrdepots eingeteilt war, führte ein freudloses Dasein. Die Bundeswehr nutzte den vorderen, unzerstörten Teil als Material-Depot – und damit verschwand der Bunker für lange Zeit aus dem Gedächtnis der Öffentlichkeit. Er wurde zum Rüstungsgeheimnis, von allen Landkarten und Luftfotos wegretuschiert. Erst Mitte der 1980er Jahre erschien der Bunker wieder im Bewusstsein der Öffentlichkeit. Erstmals kamen ehemalige französische Kriegsgefangene an den Bunker, um ihrer ermordeten Kameraden zu gedenken. Journalisten und Historiker gruben die Geschichte aus, Zeitzeugen wurden interviewt. Dennoch war lange Zeit unklar, was mit dem Beton-Giganten geschehen soll. Jetzt wurde ein neues Kapitel aufgeschlagen: Die Bundeswehr hat den Bunker geräumt, die Bundesregierung und das Bundesland Bremen stellten Geld zur Verfügung, um aus dem Bunker eine Gedenkstätte zu machen. Doch: Interessieren sich überhaupt noch Menschen für diesen Teil der Geschichte? Und: Wie kann ein Konzept aussehen, das Besucher an den Bunker lockt? Der Film begleitet Jugendliche und Historiker beim Umbau des Bunkers zur Gedenkstätte und taucht ein in die Geschichte des Bauwerks, trifft die letzten noch lebenden Zeitzeugen und zeigt einzigartiges Archivmaterial aus der Bauzeit der 1940er sowie 3-D-Animationen der geplanten U-Boot-Fabrik.

Deutsche Erstausstrahlung: Mo 10.02.2014 Das Erste



Staffel 2, Folge 3: Prora – Naziseebad und Sperrgebiet

Es ist ein Denkmal des Größenwahns: Das „KDF-Bad“ in Prora auf Rügen. Hier sollte die „Deutsche Volksgemeinschaft“ entstehen: bedingungslose Gefolgschaft aus Dankbarkeit zu einem Führer, der seinem Volk einen herrlichen Urlaub ermöglichte. Hitler glaubte, nur mit erholten Arbeitern „kann man wahrhaft große Politik machen“. Prora galt als kriegswichtiges Objekt – fertiggestellt wurde es nie. Mit Gründung der DDR begann die zweite, die unbekanntere, geheimnisvollere Geschichte Proras: Der Ort verschwand von der Landkarte und wurde militärisches Sperrgebiet. Die Nationale Volksarmee zog ein. „Drei Worte genügen: nie wieder Rügen“, so sagten die Soldaten. In dem Film erzählen Zeitzeugen, was sie mit diesem Ort verbinden. Lutz Stiller wurde in Prora zum Fallschirmjäger und Einzelkämpfer ausgebildet. Auf einer geheimen Baustelle, 20 Meter unter dem Meeresspiegel, legte der Bausoldat Andreas Ilse die Fundamente für den Hafen Mukran. Und sein Kollege, der Bürgerrechtler Ralf Hirsch, gab Informationen über die Lebens- und Arbeitsbedingungen in Prora an die Illustrierte „Stern“ weiter. Neben den Zeitzeugen greift die Dokumentation auf seltenes Archivmaterial zurück.

Deutsche Erstausstrahlung: Mo 17.02.2014 Das Erste



Staffel 2, Folge 4: Das Stammheimer Gefängnis

Geplant wurde die Justizvollzugsanstalt in Stuttgart-Stammheim als modernes, wirtschaftliches und vor allem sicheres Untersuchungsgefängnis. In den 70er Jahren aber wird es zum Symbol für staatliche Gewalt und sogar Justizmord. Anfang der 60er Jahre wird der Stammheimer Gefängniskomplex auf der grünen Wiese gebaut. Er gilt als modernstes Gefängnis Deutschlands und als das sicherste – eine Musteranstalt im Musterländle. Die Presse feiert damals die „hellen und zweckmäßig eingerichteten“ Zellen, die Wirtschaftlichkeit und vor allem die Sicherheit des mit meterhohen Mauern, Stacheldraht, Kameras, Bewegungsmeldern und einem hochmodernen Schließsystem ausgerüsteten Gefängnisses. Geplant war Stammheim als Untersuchungsgefängnis, als es sich jedoch herumspricht, dass es die sicherste Anstalt im Südwesten ist, werden immer mehr Problem-Strafgefangene nach Stammheim verlegt. 1974 wird die Führungsriege der „Rote Armee Fraktion“ in Stammheim untergebracht. Der siebte Stock des Haftgebäudes wird zum „Hochsicherheitstrakt“ umgebaut. Dort sollen Andreas Baader, Jan Karl Raspe, Gudrun Ensslin und Ulrike Meinhof bis zu ihrem Prozess sicher verwahrt werden. Trotz erleichterter Haftbedingungen gelingt es ihnen, unter anderem durch einen Hungerstreik, in der Öffentlichkeit den Eindruck zu erwecken, sie würden in Stammheim isoliert und gefoltert. Sie stilisieren sich als Opfer der Justiz und erreichen eine breite Solidarisierungswelle. RAF-Sympathisanten demonstrieren gegen Isolationsfolter und Zwangsernährung. Statt eine unabhängige Berichterstattung über die Haftbedingungen zuzulassen, schottet die Justiz die Terroristen weiter ab – und befördert damit den Mythos von der Isolationsfolter. 1975 wird auf dem Gelände der Haftanstalt ein neues Gebäude errichtet, in dem der Prozess gegen die führenden RAF-Mitglieder stattfinden soll – eine Festung gegen den Terror. Niemand ahnt, dass ausgerechnet hier die Achillesferse des Hochsicherheitskonzepts steckt. Eine große Rolle spielt im Prozess die Frage, ob die Angeklagten nach ihrem Hungerstreik noch verhandlungsfähig sind. Um das Verfahren nicht zu gefährden, wird erlaubt, dass sich die Gefangenen im siebten Stock immer freier bewegen können. Einmalig im Strafvollzug: Männer und Frauen erhalten sogar gemeinsam Umschluss! Wieder gerät die Justiz unter Druck – diesmal von rechts. Die Bildzeitung kritisiert die laxen Haftbedingungen und malt das Bild eines Luxusgefängnisses, in dem selbst Sex zwischen den Terroristen möglich sei. Am 9. Mai 1976 wird Ulrike Meinhof erhängt in ihrer Zelle im siebten Stock aufgefunden. Es ist nicht eindeutig, was geschehen ist. Vollzugsbeamte sagen aus, sie habe sich selbst umgebracht, weil sie in der Gruppe immer mehr isoliert worden sei. RAF-Anwälte und RAF-Anhänger sprechen von Mord. Am 5. September 1977 wird Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer von RAF-Terroristen entführt. Sie wollen ihre Gesinnungsgenossen freipressen. In Stammheim wird daraufhin Kontaktsperre verhängt. Außerdem versucht die Anstaltsleitung, die Kommunikation unter den Gefangenen zu unterbinden – ohne Erfolg, wie sich herausstellen wird. Durch Manipulation der anstaltseigenen Stromleitungen können sich die Insassen im 7. Stock weiterhin verständigen. Je rigider das Sicherheitssystem, desto fantasievoller die Versuche, es auszuschalten. Ein palästinensisches Kommando kommt den Entführern zu Hilfe und bringt eine Lufthansamaschine in ihre Gewalt. Ihre Forderung: Freilassung der RAF-Häftlinge. Doch der Staat bleibt hart. Die Entführung scheitert, alle Geiseln werden befreit. Am Tag nach der Geiselbefreiung werden drei der Stammheimer Terroristen tot in ihren Zellen aufgefunden. Zwei von ihnen haben sich erschossen! War es Mord oder Selbstmord? Und wie konnten Pistolen in den Hochsicherheitstrakt von Stammheim kommen? Das sind die entscheidenden Fragen damals. Eine unabhängige Kommission untersucht die Vorfälle und gibt Antworten: In Aktenordnern versteckt seien die Waffen über die Anwälte der Gefangenen in den 7. Stock gelangt. Undichte Stelle sei das Prozessgebäude gewesen. Dort seien die Waffen übergeben worden. Doch es bleiben viele Ungereimtheiten. Die Frage, ob Mord oder Selbstmord, wird zur Glaubensfrage. Für viele ist Stammheim noch lange das Symbol für staatliche Gewalt und Justizmord. Die Hochsicherheitsideologie hat sich als Legende erwiesen. Dennoch gilt Sicherheit in Stammheim noch immer als oberstes Gebot. An der Torwache sorgt ein Herzschlagdetektor dafür, dass niemand unentdeckt aus dem Gefängnis kommt. Nur drei Häftlingen ist es bis heute gelungen auszubrechen. Sie wurden bald wieder gefasst. Der Preis für die Sicherheit sind harte Haftbedingungen, unter denen vor allem länger einsitzende Gefangene leiden. Möglichkeiten zu sinnvoller Arbeit oder Freizeitbeschäftigung gibt es wenige. Aus Sicherheitsgründen müssen manche Häftlinge bis zu 23 Stunden in ihrer Zelle verbringen, bei einer Stunde Hofgang. Und das jeden Tag, manchmal über Monate hinweg. Die Ausbruchsicherheit mag das erhöhen, aber menschlich ist das nicht. Und es macht die Gesellschaft alles andere als sicherer, denn bei dieser Unterbringung ist das Ziel des Strafvollzugs, die Wiedereingliederung des Häftlings in die Gesellschaft, kaum zu erreichen.

Deutsche Erstausstrahlung: Mo 10.03.2014 Das Erste







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Mirrors sind untereinander kompatibel
ca. 600 MB pro Folge | 2 Dateien ~ 300 MB | Sprache: Deutsch | Format: MKV


 
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