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Fangprämie für Diebe - Minister Jäger bremst IHK-Vize aus !
Düsseldorf. Wer bei der Ergreifung von Einbrechern hilft, soll eine Prämie erhalten, schlägt der Dortmunder IHK-Vize vor.
NRW-Innenminister Jäger hält nichts von der Idee und warnt die Bürger.
Fast 90.000 Straftaten im Jahr 2014, darunter 2762 Wohnungseinbrüche.
Beide Zahlen sind für Dortmund Höchststände.
Beide Zahlen provozieren auch: Vor allem den Vizepräsidenten der Industrie- und Handelskammer, Joachim Punge.
Punge, der zudem Chef des Westfälischen Industrieclubs ist, will jetzt die private Gegenwehr organisieren.
Er schlägt vor, Bürgern eine Prämie zu zahlen, wenn sie helfen, Einbrecher und Diebe dingfest zu machen.
Sein Plan: Die Wirtschaft sammelt in ihren Kreisen für einen mit 100.000 Euro gefüllten Topf, aus dem Bürger zwischen 50 und 100 Euro pro gefassten Einbrecher und Dieb erhalten.
Polizei und Politik warnen: Das geht überhaupt nicht. Landesinnenminister Ralf Jäger (SPD) sagte der WAZ: „Es widerspricht dem Rechtsstaat, dass Privatinitiativen Kopfgelder und Fangprämien ausloben“.
Ähnlich hat schon der Dortmunder Polizeichef Gregor Lange reagiert: „Wollen wir wirklich, dass mit Kopfgelder zur Jagd auf Menschen aufgerufen wird?“, sagte Lange, der von „Wild West-Manier“ und „Selbstjustiz“ spricht.
"Bekämpfung der Einbruchskriminalität ist Sache der Spezialisten"
Jäger stützt den Dortmunder Polizeipräsidenten.
„Die Bekämpfung der Einbruchskriminalität ist Sache der Spezialisten“, so der Minister: „Unsere Polizistinnen und Polizisten sind bestens ausgebildet und handeln professionell.
Die Bekämpfung von Einbrüchen hat für sie eine hohe Priorität“.
Landesweit, sagt Jäger, zeigten sich auch erste Erfolge.
Die Wohnungseinbrüche seien auf Landesebene 2014 um vier Prozent zurückgegangen.
„Wichtig ist, dass die Menschen bereit sind, in ihrer Nachbarschaft gegenseitig auf sich zu achten und verdächtige Beobachtungen der Polizei zu melden“.
Finanzielle Anreize dürften keine Rolle spielen.
Bürgern bleibt nur das „Jedermannsrecht“
Auch bei der Gewerkschaft der Polizei in NRW (GdP) stößt die Initiative des Dortmunder IHK-Vize auf Widerstand.
Sprecher Stefan Hegger weist darauf hin: Zwar könne jeder Bürger mit dem „Jedermannsrecht“ einen gestellten Einbrecher so lange festhalten, bis die alarmierte Polizei an Ort und Stelle sei.
Bei einem Irrtum - zum Beispiel, wenn es sich um Unschuldige handele - könnten sich Bürger aber auch schnell dem Vorwurf der Freiheitsberaubung aussetzen.
Von allen Gefahren abgesehen, die es gibt, wenn Bürger tatsächlich auf gefährliche Täter stoßen.
In einzelnen Ortsbereichen, vor allem im Rheinland bei Aachen und im Kreis Mettmann, gibt es Bürger-Initiativen, die nachts Patrouille gehen oder die professionelle Sicherheitsfirmen beauftragen, Wache zu schieben.
Auch diese hätten lediglich das „Jedermannsrecht“, sagt die GdP.
Düsseldorf. Wer bei der Ergreifung von Einbrechern hilft, soll eine Prämie erhalten, schlägt der Dortmunder IHK-Vize vor.
NRW-Innenminister Jäger hält nichts von der Idee und warnt die Bürger.
Fast 90.000 Straftaten im Jahr 2014, darunter 2762 Wohnungseinbrüche.
Beide Zahlen sind für Dortmund Höchststände.
Beide Zahlen provozieren auch: Vor allem den Vizepräsidenten der Industrie- und Handelskammer, Joachim Punge.
Punge, der zudem Chef des Westfälischen Industrieclubs ist, will jetzt die private Gegenwehr organisieren.
Er schlägt vor, Bürgern eine Prämie zu zahlen, wenn sie helfen, Einbrecher und Diebe dingfest zu machen.
Sein Plan: Die Wirtschaft sammelt in ihren Kreisen für einen mit 100.000 Euro gefüllten Topf, aus dem Bürger zwischen 50 und 100 Euro pro gefassten Einbrecher und Dieb erhalten.
Polizei und Politik warnen: Das geht überhaupt nicht. Landesinnenminister Ralf Jäger (SPD) sagte der WAZ: „Es widerspricht dem Rechtsstaat, dass Privatinitiativen Kopfgelder und Fangprämien ausloben“.
Ähnlich hat schon der Dortmunder Polizeichef Gregor Lange reagiert: „Wollen wir wirklich, dass mit Kopfgelder zur Jagd auf Menschen aufgerufen wird?“, sagte Lange, der von „Wild West-Manier“ und „Selbstjustiz“ spricht.
"Bekämpfung der Einbruchskriminalität ist Sache der Spezialisten"
Jäger stützt den Dortmunder Polizeipräsidenten.
„Die Bekämpfung der Einbruchskriminalität ist Sache der Spezialisten“, so der Minister: „Unsere Polizistinnen und Polizisten sind bestens ausgebildet und handeln professionell.
Die Bekämpfung von Einbrüchen hat für sie eine hohe Priorität“.
Landesweit, sagt Jäger, zeigten sich auch erste Erfolge.
Die Wohnungseinbrüche seien auf Landesebene 2014 um vier Prozent zurückgegangen.
„Wichtig ist, dass die Menschen bereit sind, in ihrer Nachbarschaft gegenseitig auf sich zu achten und verdächtige Beobachtungen der Polizei zu melden“.
Finanzielle Anreize dürften keine Rolle spielen.
Bürgern bleibt nur das „Jedermannsrecht“
Auch bei der Gewerkschaft der Polizei in NRW (GdP) stößt die Initiative des Dortmunder IHK-Vize auf Widerstand.
Sprecher Stefan Hegger weist darauf hin: Zwar könne jeder Bürger mit dem „Jedermannsrecht“ einen gestellten Einbrecher so lange festhalten, bis die alarmierte Polizei an Ort und Stelle sei.
Bei einem Irrtum - zum Beispiel, wenn es sich um Unschuldige handele - könnten sich Bürger aber auch schnell dem Vorwurf der Freiheitsberaubung aussetzen.
Von allen Gefahren abgesehen, die es gibt, wenn Bürger tatsächlich auf gefährliche Täter stoßen.
In einzelnen Ortsbereichen, vor allem im Rheinland bei Aachen und im Kreis Mettmann, gibt es Bürger-Initiativen, die nachts Patrouille gehen oder die professionelle Sicherheitsfirmen beauftragen, Wache zu schieben.
Auch diese hätten lediglich das „Jedermannsrecht“, sagt die GdP.



