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"Facebook langweilig? Ihre Schuld!": Sie brauchen bessere Freunde - sagt Facebook

vladi63

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Die Inhalte im Facebook-Newsfeed entsprechen sehr oft den eigenen Überzeugungen. Facebook zeigt uns, was wir ohnehin schon mögen und unterdrückt so andere Ansichten und damit auch neue Denkanreize. "Filter Bubble" nennt sich dieses Phänomen, das laut einer von Facebook durchgeführten Studie aber nur dann auftritt, wenn Sie zu wenig Freunde haben. Doch das ist nur die halbe Wahrheit.


Filter Bubble: Gefangen in der Facebook-Blase
Facebook bestätigt in der Studie zwar, dass es in Bezug auf politische Inhalte einen Filter-Bubble-Effekt gibt, dass der Newsfeed-Algorithmus also Inhalte leicht bevorzugt, die den Vorlieben des Nutzers entsprechen. Wichtiger für den Newsfeed ist jedoch, mit wem man befreundet ist und welche Inhalte man anklickt. Wenn Sie also nur wenige Freunde mit ähnlichen (politischen) Ansichten haben, dann ist der Filter-Bubble-Effekt größer, als bei einem großen, politisch diversen Facebook-Freundeskreis.

Zweifelhafte Studie: Experte kritisiert Auswahl der Nutzer...
Facebook schiebt die Verantwortung für einen abwechslungsreichen Newsfeed also zum User: Mehr Freunde = besserer Newsfeed. Aber so einfach ist es nicht, sagt Internetaktivist Eli Pariser, der einst den Begriff "Filter Bubble" prägte. Er kritisiert, dass die Studie nur eine kleine Gruppe von Usern analysierte, die ihre politischen Ansichten (liberal, konservativ) angaben - eine wohl nicht sehr repräsentative Gruppe.

... und der untersuchten Inhalte
Zum anderen machen die untersuchten Inhalte - "harte", politische News - nur einen kleinen Teil dessen aus, was User auf Facebook teilen. Die große Masse an bunten, unterhaltsamen Themen (Drunk Selfies, lustige YouTube-Videos...) blieben unberücksichtigt. Und schließlich bleibt unklar, ob der User auf Inhalte klickt, weil sie der Newsfeed anzeigt - oder ob der Newsfeed Inhalte anzeigt, weil der User in der Vergangenheit auf ähnliche Beiträge geklickt hat.

Zwar ist Studie ganz interessant, sagt Eli Pariser, aber da sie von Facebook selbst durchgeführt wurde, kann sie wohl kaum reproduziert werden - und damit die Theorie der Filter Bubble auch nicht widerlegen.

 
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