Die Griechenland-Krise ist nach wie vor ungelöst, doch die Anleger lässt das diesmal kalt. Der deutsche Leitindex Dax legt wieder zu und schließt oberhalb der 11.400er Marke. Die EZB gibt ein wenig Schützenhilfe und auch aus den USA kommen positive Signale.
Hatte das Hin und Her im griechische Schulden-Drama den Dax in den vergangenen Tagen belastet und fast 400 Punkte gekostet, ließ der offene Ausgang der Krise die Anleger heute kalt: Der deutsche Leitindex zeigte sich wieder von seiner steigfreudigen Seite und kassierte im Laufe des Tages gleich zwei Hunderter-Marken. Am Ende schloss er mit einem Plus von 0,8 Prozent bei 11.420 Punkten.
Bereits vor der Pressekonferenz mit EZB-Präsident ging es nach oben: Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte, wie im Vorfeld bereits erwartet, den Hauptrefinanzierungssatz mit 0,05 Prozent bestätigt. Zudem bekräftigte EZB-Chef Mario Draghi nach der Ratssitzung in Frankfurt, dass das großangelegte Anleihenkaufprogramm wie geplant bis September nächsten Jahres weiterlaufen soll. In jedem Fall sollen die Märkte solange mit Geld geflutet werden, bis sich die Inflationsrate nachhaltig in die von der EZB gewünschte Richtung bewegt.
Unterdessen überschlugen sich die Meldungen rund um Griechenland - mit teilweise konträrem Charakter. Einmal schien eine Einigung möglich, ein anderes Mal in weiter Ferne. Die Börse Athen stieg kräftig an - zuletzt stieg der FTSE/Athex 20 um 4,6 Prozent. Einige Anleger spekulierten offenbar auf eine Einigung zwischen den Gläubigern und Griechenland. Händler blieben indes zurückhaltend. Laut Bundesfinanzminister Schäuble bestätigt die jüngste Griechenland-Liste die Skepsis gegenüber dem Optimismus Athens. Der französische Präsident Hollande glaubt dagegen, dass eine Lösung in den nächsten Stunden erreicht werden könne.
Am Devisenmarkt stieg der Euro ohne wirkliche fundamentale Erklärung auf 1,1230 Dollar. Händler sprechen von einer hohen Nervosität der Marktteilnehmer. Das sorge für Volatilität in beide Richtungen. Andere sahen die Aussagen von EZB-Chef Marion Draghi als Treiber.
Deutschland: Adidas nach Blatter-Rückzug gestärkt
Der Dax schloss am Ende mit einem Plus von 0,8 Prozent bei 11.420 Punkten. Sein Tageshoch hatte er zuvor bei 11.515 Zählern markiert. Der Nebenwerte-Index MDax fiel hingegen 0,2 Prozent auf 20.438 Zähler. Für den TecDax ging es 0,8 Prozent nach oben auf 1704 Punkte, der Euro-Stoxx-50 stieg um 0,6 Prozent.
Adidas profitierten von der Rücktritts-Ankündigung des Fifa-Chefs Joseph Blatter: "Wenn Sponsoren eines nicht brauchen, dann ist das ein schlechtes Image der geförderten Institution", sagte ein Händler. Mit dem Rücktritt von Blatter gebe es nun die Chance auf einen Neuanfang und damit auf ruhigere Zeiten im Welt-Fußballverband. Adidas legten 1,2 Prozent zu und gehörten damit zu den stärksten Werten.
Dax-Spitzenreiter waren am Ende Fresenius Medical Care mit einem Plus von 2,2 Prozent. Auch ThyssenKrupp hielten sich mit einem Zuwachs von 1,9 Prozent weit oben.
Der Dax schloss am Ende mit einem Plus von 0,8 Prozent bei 11.420 Punkten. Sein Tageshoch hatte er zuvor bei 11.515 Zählern markiert. Der Nebenwerte-Index MDax fiel hingegen 0,2 Prozent auf 20.438 Zähler. Für den TecDax ging es 0,8 Prozent nach oben auf 1704 Punkte, der Euro-Stoxx-50 stieg um 0,6 Prozent.
Adidas profitierten von der Rücktritts-Ankündigung des Fifa-Chefs Joseph Blatter: "Wenn Sponsoren eines nicht brauchen, dann ist das ein schlechtes Image der geförderten Institution", sagte ein Händler. Mit dem Rücktritt von Blatter gebe es nun die Chance auf einen Neuanfang und damit auf ruhigere Zeiten im Welt-Fußballverband. Adidas legten 1,2 Prozent zu und gehörten damit zu den stärksten Werten.
Dax-Spitzenreiter waren am Ende Fresenius Medical Care mit einem Plus von 2,2 Prozent. Auch ThyssenKrupp hielten sich mit einem Zuwachs von 1,9 Prozent weit oben.



