Wenn ein etablierter Hollywood-Schauspieler seine Freunde um sich versammelt, sich einem fremden Metier (Regie) zuwendet, aber das ohne Feingefühl für Stimmungen und emotionale Zentren ausfüllt... So ging sie los, die Produktionsgeschichte der Independent-Produktion Sympathy for Delicious, der vier Jahre nach seinem Erfolg in Sundance nun auch in Deutschland erscheint.
Dean (Christopher Thornton) ist ein Obdachloser und sitzt im Rollstuhl. Das ist schon mal eine ziemliche Randgruppe. Dann wird von dem sozial engagierten Pater Joe (Mark Ruffalo) durch Zufall entdeckt, dass Dean durch Handauflegen heilen kann. Doch Dean denkt gar nicht daran, seine Künste kostenfrei zur Verfügung zu stellen, egal ob Arm oder Reich, und will lieber in einer Band spielen unter Leadsänger "The Stain" (Orlando Bloom mit einem hässlichen Mob auf dem Kopf). Das macht ihn zur Ultra-Randgruppe. Nach zahlreichen Happenings und "kreativen Differenzen" geschieht jedoch ein Unglück - und es liegt an Pater Joe, über das Schicksal von Dean zu entscheiden.
Das ist eine ganz nette und irgendwie auch witzige, aber belanglose Geschichte, die uns Autor Christopher Thornton hier erzählt, der sich die Titelrolle auf den eigenen Leib schrieb. Doch leider drängt sich die behandelte Glaubensfrage zunehmend ins Zentrum des Films, und die Moralkeule und Beweise für die Existenz Gottes werden ausgepackt. Das Leben als Rockstar wird dabei natürlich verdammt, schließlich ist es eine grausige Parallelkultur und die Musik des Teufels, so scheint es.
Sympathy for Delicious ist das Regiedebüt von Mark Ruffalo, einem uncharismatischen Durchschnittstypen vor dem Herrn. Er spielte Bruce Banner alias Hulk in The Avengers, er war Ermittler bei Zodiac - Die Spur des Killers und einer der Zauberer in Die Unfassbaren. Ein Typ eben, der fleißig arbeitet, aber dessen solide Leistung man einen Tag nach Sichtung des Films wieder vergessen hat. Könnte man so etwas als Handschrift bezeichnen, man würde sie in Sympathy for Delicious wiederfinden. Eine durchaus gelungene Ausstattung und der hochkarätige Cast - auch Laura Linney und Juliette Lewis sind mit von der Partie - täuschen nicht darüber hinweg, dass Sympathy for Delicious sich zwischen alle Genre-Stühle setzt. Vom mit wackeliger Handkamera gedrehten Drama über Fetzen eines Konzertfilms bis hin zum beinahe schon experimentell fotografierten Courtroom-Thriller reichen die Assoziationen, die sich jedoch aufgrund ihres lose aneinandergefügten Mischmaschs nie zu handfestem Genre-Kino verdichten. Gute Ansätze lassen sich erkennen, ja, doch TV-Gesicht Christopher Thornton in der Hauptrolle gelingt es leider nicht, die Hauptfigur zum Sympathieträger werden lassen. Warum sollte man also mit ihm, Delicious, Mitgefühl haben?
Delicious.2013.German.BDRiP.AC3.XViD-BM |
Größe: 1192 MB |
Parts: 3
Titel: Delicious |
Genre: Komödie |
Laufzeit: 01:22:00 |
Infos:
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Trailer:
Dateiname: Delicious.2013.German.BDRiP.AC3.XViD-BM.avi |
Auflösung: 720x304 |
Sprache: Deutsch
Video: BDRiP |
Video-Bitrate: 1518 Kbps |
Audio: AC3 5.1 |
Audio-Bitrate: 448 Kbps |
Format: .avi
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