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Dann lieber arm: Unglaublich, wie viel Pech diese Lottogewinner am Ende hatten !

collombo

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Am Karfreitag (25.3.) lockt wieder ein millionenschwerer Eurojackpot, es winken 75 Millionen Euro.
Nicht viele haben so viel Glück, im Lotto zu gewinnen, und wer mitspielt, träumt natürlich vom großen Gewinn.

Allerdings würden sich diese neun Leute vermutlich wünschen, es hätte nie so viel Reichtum auf einen Schlag gegeben...

Doppelt verzockt
So viel Glück gibt es eigentlich selten: Evelyn Adams aus New Jersey gewann sogar zweimal in der Lotterie (!).
In den 80er Jahren konnte sie insgesamt 5,4 Millionen US-Dollar einstecken.
Doch der Reichtum währte nicht lange: Adams verzockte ihr Vermögen in den Casinos von Atlantic City, machte zahlreiche Fehlinvestitionen – und sie gab jedem Geld, der sie danach fragte.
Am Ende lebte sie Berichten zufolge verarmt in einem Wohnwagen-Park.

Millionen mit Frauen-Wrestling verjubelt
Jonathan (Jay) Vargas war 19 Jahre alt, als er 2008 den 35,3 Millionen-Powerball Jackpot in den USA knackte.
Von dem Geld kaufte er nicht nur seiner Mutter ein Haus – sondern er entschied sich, ins Wrestling Business für Frauen einzusteigen und investierte Millionen.
Unter dem Namen „Wrestlicious“ kämpften weibliche Wrestler in Bikinis gegeneinander.
Doch der Erfolg blieb aus: Mittlerweile soll Vargas Pleite sein.

Drei Selbstmordversuche
Sie war die jüngste Lotto-Gewinnerin in Großbritannien: Callie Rogers sahnte 1,9 Millionen Pfund ab.
Doch es brachte der damals 16-Jährigen kein Glück: Sie verbrannte das Geld für Schönheits-OPs, Drogen und Parties.
„Das Geld war ein Fluch“, sagte die junge Frau heute.
Dreimal versuchte sie, sich umzubringen, war schwer depressiv.
Heute lebt sie arm, aber glücklich mit ihren drei Kindern und Mann in einer bescheidenen Wohnung.

Vom eigenen Sohn bestohlen
18 Jahre lang hatte Etta May Urquhart aus Kalifornien Lotto gespielt.
Dann, im Mai 2011, las sie es in der Zeitung: Sie hatte richtig getippt, und 51 Millionen gewonnen!
Um sicher zu gehen, gab sie das Ticket ihrem Sohn, er sollte die Zahlen überprüfen.
Doch ihr Sohn riss sich den Gewinnschein unter den Nagel und begann, das Geld zu verschleudern!
Vor Gericht schlossen Mutter und Sohn einen Vergleich, doch die Familie bleibt zerrissen.

Hinter der goldenen Fassade
Ibi Roncaioli und ihr Mann Joseph, ein erfolgreicher Gynäkologe, waren bereits wohlhabend, als sie den 5-Millionen-Dollar-Jackpot knackte.
Das Glück schien perfekt – bis die Kanadierin tot auf der Couch in ihrer Luxus-Villa gefunden wurde.
Ohne dass ihr Mann es wusste, hatte sie das gesamte Vermögen verprasst: mit Glücksspiel und miesen Investments, und auch ihrem unehelichen Sohn hatte sie eine Riesensumme geschenkt.
Es kam zu einem Mordprozess, am Ende wurde Joseph Roncaioli für schuldig erklärt, seine alkoholkranke Frau vergiftet zu haben.

Komplett abgebrannt
Ein wunderschönes Haus, einen Porsche, eine Privatschule für die beiden Töchter: Lara und Roger Griffiths aus England konnten sich nach ihrem Lottogewinn im Jahr 2005 alle materiellen Träume erfüllen.
Aber dann ging es bergab: Ein Feuer zerstörte ihr Haus.
Eine angebliche Affäre zerstörte ihre 14-jährige Ehe.
Während der Finanzkrise ging der Rest des Vermögens durch schlechte Investitionen verloren.
„Wer im Lotto gewinnt, hat danach nur Angst, alles wieder zu verlieren“, lautete Rogers resigniertes Fazit im Gespräch mit der „Dailymail“.

Bruder engagiert Killer
William „Bud“ Post III konnte sich nicht lange über den Jackpot von 16,2 Millionen Dollar freuen...
Kurz nach dem Gewinn im Jahr 1988 heuerte sein Bruder einen Killer an – um nach Williams' Tod das Geld einstreichen zu können.
Der Mordversuch schlug fehl, doch dann verklagte ihn seine Ex-Frau auf einen saftigen Anteil.
Am Ende seines Lebens blieben dem einst so strahlenden Gewinner eine Million Dollar Schulden.

Mann und Million weg
25 Jahre lang waren Thomas und Denise Rossi verheiratet.
Wie aus dem Nichts verlangte Denise eines Tages im Jahr 1996 die Scheidung.
Was ihr Mann nicht ahnte: Elf Tage zuvor hatte die Kalifornierin im Lotto gewonnen, und ihm nichts von den 1,3 Millionen Dollar erzählt.
Doch schließlich kam alles ans Licht, und ein Scheidungsrichter entschied zugunsten des Ex-Ehemannes: Weil Denise den Gewinn arglistig verschwiegen hatte, ging sie am Ende völlig leer aus.

Mit dem Leben bezahlt
Eigentlich hatte Billie Bob Harrell Junior gedacht, mit dem Lottogewinn seien alle Geldsorgen gegessen.
Doch die 31 Millionen Dollar aus dem Texas Jackpot zerstörten sein Leben.
Zunächst spendete er sehr viel Geld an Bedürftige und an Thanksgiving sogar 480 Truthähne an arme Leute.
Doch immer mehr Menschen pumpten ihn an, bedrohten ihn schließlich sogar, mehrfach musste er seine Telefonnummer wechseln.
Einen großen Teil des Vermögens verschleuderte er zudem mit Fehl-Investments.
Als sich Billie schließlich noch von seiner Frau trennte, war das Maß voll: Sein Sohn fand ihn tot in seiner Wohnung.
Er hatte sich selbst erschossen.


 
Millionengewinn im Lotto: Nach der Freude kommt der Schock !

500.000 Mark bekam einst der legendäre Lottogewinner Erwin Lindemann im Loriot-Sketch.
Ein Tipper aus dem Rhein-Sieg-Kreis räumte jüngst rekordverdächtige 76,8 Millionen Euro bei der Lotterie Eurojackpot ab.
Die große Frage: Wird es ihn glücklich machen?
Schließlich sagt der Volksmund "Geld macht nicht glücklich."

Ist er auf die Straße gelaufen und wildfremden Menschen um den Hals gefallen?
Oder ist er ganz cool geblieben und hat erstmal eine Flasche Wein aufgemacht?
Was immer der Gewinner des 76,8 Millionen-Euro-Jackpots auch getan hat – oder noch tun wird, denn vielleicht ist er ja über Ostern verreist und hat noch gar nichts mitbekommen – es wird wohl nicht bekannt werden.

Identität des Gewinners bleibt geschützt
Hierzulande dürfen Lottogewinner anonym bleiben.
Anders als in den USA, wo man mit seinem Lottoschein oft auch das Recht auf Privatsphäre abgibt – die Lottogesellschaften wollen schließlich mit den Glückspilzen Reklame machen.

Der deutsche Jackpot-Gewinner muss nichts Vergleichbares befürchten.
Die Zahlen 9-10-19-20-35 und die beiden Zusatzzahlen 3 und 4 bescherten ihm oder ihr den höchsten Gewinn der deutschen Lottogeschichte – komplett steuerfrei übrigens.
Die statistische Wahrscheinlichkeit dafür betrug 1 zu 95 Millionen.

"Nach der Freude kommt der Schock"
Und jetzt?
"Nach der Freude kommt der Schock", weiß Westlotto-Sprecher Axel Weber aus Erfahrung.
Der Schock des Millionen-Gewinns.
Für diese Phase gebe es drei goldene Regeln:

"Erstens: die Klappe halten." Will sagen: Nicht gleich überall rumposaunen, dass man jetzt einen achtstelligen Betrag auf dem Konto hat.
"Zweitens: Keine unüberlegten Handlungen."
Was nützt alles Stillschweigen, wenn man sich einen fetten Ferrari vor die Tür stellt?
"Drittens: von seriösen Banken oder Sparkassen beraten lassen."
Dann könne man mit den Millionen auch glücklich werden.

Studie beweist: Lotto-Millionen machen nicht glücklich
Das mit dem Glück ist allerdings so eine Sache.
Eine mittlerweile klassische Studie der amerikanischen Psychologen Philip Brickman, Dan Coates und Ronnie Janoff-Bulman ergab im Jahr 1978, dass 22 Lottogewinner nach einem Jahr nicht glücklicher waren als 22 Vergleichspersonen.
Diese Erkenntnis ist seitdem vielfach bestätigt worden.
Sowohl nach Erfolgserlebnissen wie auch nach Schicksalsschlägen pendelt sich das Glücksgefühl demzufolge nach einiger Zeit wieder auf Normalniveau ein.
Die Fachbegriffe dafür sind "hedonistische Anpassung" oder "hedonistische Tretmühle".

Die Wissenschaft erklärt den Effekt damit, dass der Mensch von der Evolution her nicht dafür geschaffen ist, dauerhafte Hochs oder Tiefs zu erleben.
Wenn man nicht bald wieder auf den Boden der Tatsachen zurückfand, übersah man am Ende den Feind, der schon hinter dem nächsten Baum lauerte.

Falsche Vorstellungen vom Lotto-Glück
Viele Menschen machen sich wohl auch übertriebene Vorstellungen von einem Leben als Lottogewinner.
"Sofort denken die Leute an Urlaube und daran, den blöden Job zu kündigen", erläuterte der US-Psychologe Daniel Gilbert einmal in einem "Spiegel"-Gespräch.
"Andere Details, etwa, dass man als Lottogewinner ständig angebettelt wird, lassen sie nicht in ihre Vorstellung."


Das sind tröstliche Worte für alle, die am Freitagabend nicht gewonnen haben.
Und doch: Vor die Wahl gestellt, würde man das Geld natürlich nehmen.
Jeder hat sich wohl schon einmal ausgemalt, was er mit einem Lottogewinn alles anstellen würde.
So wie Erwin Lindemann aus dem legendären Loriot-Sketch: "Mit meinem Lottogewinn von 500.000 Mark mache ich erst mal eine Reise nach Island.
Dann fahre ich mit meiner Tochter nach Rom und besuche eine Papstaudienz.
Und im Herbst eröffne ich dann in Wuppertal eine Herrenboutique."

Besser nicht sofort zur Ruhe setzen
Was für bescheidene Wünsche das doch waren, damals, in den 70er Jahren!
Aber vielleicht wäre es auch für den neuen Multimillionär aus dem Rhein-Sieg-Gebiet gar nicht so schlecht, wenn er sich an Lottogewinner Lindemann orientieren würde: besser nicht sofort zur Ruhe setzen, besser erstmal keine Villa auf den Seychellen.
Man kann auch in Wuppertal glücklich sein.


 
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