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Cannes: „Der Vorleser“-Regisseur Michael Simon de Normier von Polizei festgesetzt !
Als Mohammed-Karikatur verkleidet ....
Cannes/Bonn – Zwei eingegipste Luftballons bringen ihn fast in den Knast - und die französische Polizei in Rage.
Denn damit verkleidete sich der bekannte Bonner Regisseur Michael Simon de Normier (41, "Der Vorleser") am Freitagabend zur lebenden Mohammed-Karikatur.
Er wurde deshalb bei seiner eigenen Filmpremiere in Cannes verhaftet - und erklärt den "heftigsten Abend seines Lebens".
„Ich bin jeck - und das ist auch gut so“
Er trägt gerade am liebsten Bademantel, ein "Je suis Charlie"-Schild - und den selbst gemachten Luftballon-Turban.
"Ich bin jeck - und das ist auch gut so", sagt de Normier, der auch in seinem Kurzfilm "La Caricature" die selbst gemachte "Mohammed-Mütze" trägt.
Denn darin greift er in Michael-Moore-Manier die Diskussionen um das Charlie-Hebdo-Attentat auf, will bald einen großen Kinofilm mit Halle Berry und Ben Kingsley in den Hauptrollen folgen lassen.
Filmpremiere in Cannes
Bei den Filmfestspiele in Cannes wurde er eingeladen, um das Projekt vorzustellen.
Da lag die Verkleidung wie im Film für ihn nahe.
"Eigentlich bin ich ja überzeugter Christ", erklärt de Normier.
"Aber ich bin der Meinung, dass unsere Gesellschaft auch andere religiöse Symbole ertragen muss."
De Normier meint so etwas wörtlich.
Als Mohammed fuhr er in einem 400-PS-starken Audi-Roadster ("auch ein religiöses Symbol") auf der Flaniermeile Croisette in Cannes zur Premiere.
Auf dem Beifahrersitz: Sein Freund, der Kölner Kinostar Pedro Lopez ("Der Medicus") - verkleidet als Rabbi.
Dazu ein Jesus-Darsteller, ein Star-Wars-Kämpfer und eine Gummipuppe, verkleidet als französische "Marianne".
„Sie haben mich für geistig verrückt erklärt“
Nach wenigen Hundert Metern halten ihn französische Polizisten an.
"Die wollten mich direkt mitnehmen, da habe ich gefragt, warum.
Die faselten was von unerlaubten religiösen Symbolen und Gefährdung der Republik.
Sie haben mich auch für geistig verrückt erklärt."
Als er einen konkreten Vorwurf hören will, wird er verhaftet, auf die nächste Polizeiwache gebracht - während Pedro Lopez auf Facebook für ihn einen Hilferuf absetzt.
"Dem habe ich schnell noch mein Handy zugesteckt, ich wusste ja nicht ob ich da wieder rauskomme.
Ich wurde zwei Stunden verhört, die waren ziemlich nervös."
Premiere abgebrochen
Wurde er angezeigt?
"Ich glaube nicht, es wurde immer nur von einem 'Vorgang' gegen mich gesprochen.
Ich hole mir jetzt Rat von einem Anwalt."
Die Premiere wurde indes abgebrochen, soll laut de Normier "zeitnah in Berlin oder Paris" nachgeholt werden.
Es ist nicht das erste Mal, dass das Film-Projekt des Produzenten für Ärger sorgt.
Im Beueler Weiberfastnachtszug wollte er im Februar mit einem Charlie-Hebdo-Karnevalswagens starten, die Fahrt filmen, die Jecken interviewen.
Die Aktion wurde kurzfristig verboten.
Wenig Toleranz in Frankreich
In Frankreich hoffte er auf mehr "Liberté" und Toleranz, bekam aber das Gegenteil.
"In Frankreich sind die Sicherheitskräfte offenbar noch krasser drauf", weiß er jetzt.
"Ich finde das ungeheuerlich.
Ich demonstriere für Freiheit und Harmonie - und werde im Land von Charlie Hebdo dafür weggesperrt."
Als Mohammed-Karikatur verkleidet ....
Cannes/Bonn – Zwei eingegipste Luftballons bringen ihn fast in den Knast - und die französische Polizei in Rage.
Denn damit verkleidete sich der bekannte Bonner Regisseur Michael Simon de Normier (41, "Der Vorleser") am Freitagabend zur lebenden Mohammed-Karikatur.
Er wurde deshalb bei seiner eigenen Filmpremiere in Cannes verhaftet - und erklärt den "heftigsten Abend seines Lebens".
„Ich bin jeck - und das ist auch gut so“
Er trägt gerade am liebsten Bademantel, ein "Je suis Charlie"-Schild - und den selbst gemachten Luftballon-Turban.
"Ich bin jeck - und das ist auch gut so", sagt de Normier, der auch in seinem Kurzfilm "La Caricature" die selbst gemachte "Mohammed-Mütze" trägt.
Denn darin greift er in Michael-Moore-Manier die Diskussionen um das Charlie-Hebdo-Attentat auf, will bald einen großen Kinofilm mit Halle Berry und Ben Kingsley in den Hauptrollen folgen lassen.
Filmpremiere in Cannes
Bei den Filmfestspiele in Cannes wurde er eingeladen, um das Projekt vorzustellen.
Da lag die Verkleidung wie im Film für ihn nahe.
"Eigentlich bin ich ja überzeugter Christ", erklärt de Normier.
"Aber ich bin der Meinung, dass unsere Gesellschaft auch andere religiöse Symbole ertragen muss."
De Normier meint so etwas wörtlich.
Als Mohammed fuhr er in einem 400-PS-starken Audi-Roadster ("auch ein religiöses Symbol") auf der Flaniermeile Croisette in Cannes zur Premiere.
Auf dem Beifahrersitz: Sein Freund, der Kölner Kinostar Pedro Lopez ("Der Medicus") - verkleidet als Rabbi.
Dazu ein Jesus-Darsteller, ein Star-Wars-Kämpfer und eine Gummipuppe, verkleidet als französische "Marianne".
„Sie haben mich für geistig verrückt erklärt“
Nach wenigen Hundert Metern halten ihn französische Polizisten an.
"Die wollten mich direkt mitnehmen, da habe ich gefragt, warum.
Die faselten was von unerlaubten religiösen Symbolen und Gefährdung der Republik.
Sie haben mich auch für geistig verrückt erklärt."
Als er einen konkreten Vorwurf hören will, wird er verhaftet, auf die nächste Polizeiwache gebracht - während Pedro Lopez auf Facebook für ihn einen Hilferuf absetzt.
"Dem habe ich schnell noch mein Handy zugesteckt, ich wusste ja nicht ob ich da wieder rauskomme.
Ich wurde zwei Stunden verhört, die waren ziemlich nervös."
Premiere abgebrochen
Wurde er angezeigt?
"Ich glaube nicht, es wurde immer nur von einem 'Vorgang' gegen mich gesprochen.
Ich hole mir jetzt Rat von einem Anwalt."
Die Premiere wurde indes abgebrochen, soll laut de Normier "zeitnah in Berlin oder Paris" nachgeholt werden.
Es ist nicht das erste Mal, dass das Film-Projekt des Produzenten für Ärger sorgt.
Im Beueler Weiberfastnachtszug wollte er im Februar mit einem Charlie-Hebdo-Karnevalswagens starten, die Fahrt filmen, die Jecken interviewen.
Die Aktion wurde kurzfristig verboten.
Wenig Toleranz in Frankreich
In Frankreich hoffte er auf mehr "Liberté" und Toleranz, bekam aber das Gegenteil.
"In Frankreich sind die Sicherheitskräfte offenbar noch krasser drauf", weiß er jetzt.
"Ich finde das ungeheuerlich.
Ich demonstriere für Freiheit und Harmonie - und werde im Land von Charlie Hebdo dafür weggesperrt."



