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Brainprint: Hirnwellen könnten in Zukunft als Passwortersatz dienen

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Brainprint: Hirnwellen könnten in Zukunft als Passwortersatz dienen

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Forscher rund um den Globus arbeiten an Methoden, Nutzerdaten & Co. unabhängig vom klassischen Passwort abzusichern. Britische Forscher setzten bei ihren Bemühungen auf individuelle Gehirnströme, die bei der Wahrnehmung von bestimmten Worten entstehen.

Akronyme und Hirnströme

Wie könnte man Passwörter mit einer noch sicheren Methode ersetzten, die im besten Fall für Nutzer auch noch einfach zu händeln sind? Genau auf diese Frage versuchen verschiedene Forschergruppen eine Antwort zu finden. Jetzt haben laut heise Forscher der Binghamton University im akademischen Magazin Neurocomputing eine Studie veröffentlicht, die zeigen soll, dass auch Hirnströme als eindeutiges Identifikationsmerkmal genutzt werden könnten.

In dem Papier mit der einfachen Überschrift "Brainprint" beschreiben die Forscher ihr Vorgehen: Demnach wurden für den Versuch die Hirnströme von 45 freiwilligen Testpersonen überwacht, während diese die Aufgabe erhielten, einen Liste mit Worten zu studieren. Dabei handelte es sich ausschließlich um sogenannte Akronyme, also kurze Buchstabenfolgen wie FBI oder DVD.

Wie sich bei der Auswertung der Messwerte zeigte, lassen sich aus den Hirnaktivitäten bei der Verarbeitung dieser aus Buchstaben zusammengesetzten Abkürzung Rückschlüsse auf die überwachte Person ziehen. In dem Versuch konnte ein Computer die Hirnströme zu 94 Prozent den richtigen Personen zuordnen.

Als Passwortersatz nutzbar
Die Forscher sind sich sicher, dass ihre Entdeckung in Zukunft genutzt werden könnte, um Sicherheitssysteme zu entwickeln, die die Identität des Nutzers an der einzigartigen Reaktion auf bestimmte Worte erkennen. Unter anderem sieht man dabei große Vorteile gegenüber Methoden wie Fingerabdrucksensoren oder Retina-Scanner: Sollte ein Brainprint mit bösen Absichten entwendet werden, könne der Nutzer einfach ein neues Akronym festlegen.

Für den Masseneinsatz ist die Technik nach Meinung der Forscher aber nicht geeignet. Vielmehr könnten hochsensible Bereiche, die nur von wenigen Menschen betreten werden dürfen, durch die auf individuelle Gehirnströme ausgelegte Methode noch sicherer gemacht werden.

 
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