Auf Deutschlands Autobahnen wird kräftig gebuddelt und geteert. Besonders Bayern und Hessen sind betroffen. Der ADAC rechnet mit rund 400 Baustellen in diesem Sommer. Die Reisenden müssen viel Geduld aufbringen.
In der Ferienzeit drohen auf deutschen Autobahnen Staus und Verzögerungen wegen vieler Baustellen. Für Juli und August haben die Straßenbauverwaltungen der Länder dem Bundesverkehrsministerium bereits 366 geplante Baustellen gemeldet, die mindestens vier Tage bleiben werden. Das geht aus einer Aufstellung hervor, über die die "Welt am Sonntag" berichtet.
Besonders betroffen sind demnach Bayern und Hessen mit 87 und 84 Baustellen. Im dichten nordrhein-westfälischen Autobahnnetz sind es dagegen nur 27. Im kleinen Saarland soll an 20 Stellen gebaut werden.
Der Autofahrerclub ADAC geht laut "Welt" davon aus, dass es in diesem Sommer bundesweit mehr als 400 Baustellen gibt. NRW startet an diesem Montag als erstes Land in die Sommerferien. Die anderen Länder folgen im Laufe des Julis, Bayern zum 1. August.
"Wichtig ist, dass Baustellen so schnell und effektiv wie möglich durchgeführt werden, um den Verkehrsfluss zu erhalten", sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt dem Blatt. Der Vorsitzende des Bundestags-Verkehrsausschusses, Martin Burkert, sagte, 2016 sei ein weiterer Anstieg zu befürchten. "Wir reparieren Deutschland, und das merkt man auch." Die Situation sei hoch angespannt. "Die Urlauber müssen sich einfach darauf einstellen, mehr Zeit einzuplanen."
Der ADAC empfahl den Reisenden, an stauärmeren Tagen wie Sonntag zu fahren und Freitagnachmittag wie Samstag zu meiden.



