Yupp, aus/zu allen Zeiten gibt es interessante Schriften und seit Beginn der Tonkonservierung hörenswertes im Rahmen der persönlichen Interessen. Es ist eine schöne Utopie, dass alle erhaltenen Medien - egal ob Buch, Bild, Musik, Hörbuch oder -spiel, Film,...- generell für jeden frei zugänglich und dauerhaft erlebar wären. Im Kern ist es der Grundgedanke der Bibliotheken, Museen, etc. der durch die heutigen erweiterten Möglichkeiten immer weiter aus der Physizität in die Virtualität rutscht. Vielleicht fehlt da auch die Revolution in der (Menschen-)Kultur, dass Werke nach Ableben des Erschaffers zu Allgemeingut werden und dem Sektor der Marktwirtschaft entzogen werden. Vielleicht bedürfte es anstatt eines nur auf die Neuproduktion ausgerichteten Rundfunkbeitrages einen übergreifenden, fördernden wie erhaltenden Medienbeitrags. Problematisch wird bei der stetig wachsenden Menschenzahl aber auch der ansteigende Output derer. Es ist selbst in kleinen Teilbereichen der Kultur extrem schwierig geworden den Überblick zu wahren. Und natürlich die Frage nach Adäquanzkriterien, was förderns- und erhaltenswert ist - und was eventuell sogar schädlich.
Dieser Ansatz steckt ja auch hier drin. Die Entscheidung, was online ist/bleibt, liegt in der Entscheidung wie den Interessen des/der Einzelnen und/oder in der Nachfrage. Auch die Umstände wieviel Geld, Zeit und Arbeit man dem "vermeintlichen Allgemeinwohl" solcher Börsen, Blogs, etc. wie hier zukommen lässt und wie viel Risiko der rechtlichen Verfolgung man auf sich nimmt. Der Ansatz, dass es eine "zentralisierte Sammelstelle" gibt, bei der alle geposteten Inhalte dauerhaft verfügbar bleiben und auch auf Anfrage wieder bereitgestellt werden, gibt es ja schon in kleineren Börsen. Aber die Masse und der Zeitaufwand machen das dauerhaft (in der Freiwilligkeit) fast unmöglich - selbst wenn die Möglichkeiten dafür einfach wären.