Laut Google konnten die Gefahren durch Schadsoftware im Android-Ökosystem im letzten Jahr deutlich reduziert werden. Wie der Konzern in seinem sehr ausführlichen Sicherheitsbericht mitteilt, habe man 2014 rund 50 Prozent weniger Malware-Attacken verzeichnet als im Vorjahr.
Nur 1 Prozent der Nutzer überhaupt betroffen
Google scheint im Kampf um mehr Sicherheit im Android-System Fortschritte zu machen. Wie eine globale Analyse zeigen soll, die der Konzern jetzt unter dem einfachen Namen "Android Security 2014 Year in Review" veröffentlicht hat, fiel die Anzahl der mit gefährlicher Software infizierten Geräte im Verlauf des Jahres 2014 um 50 Prozent.
Laut Googles Berechnung waren damit im letzten Jahr nur auf rund 1 Prozent aller Android-Geräte schädliche Programme installiert worden. Zieht man für diese Statistik nur Geräte heran, die ihre Apps ausschließlich aus dem offiziellen Play Store bezogen haben, fällt dieser Wert sogar auf 0,15 Prozent.
Berichte sollen länger werden
Wie immer sind für solche Berechnungen vor allem auch die Definitionen entscheidend. Google schlüsselt in dem 44 Seiten langen Sicherheits-Report genau auf, welche Gefahren zwischen der üblichen Malware und ausgeklügelten SMS-Betrügereien auf Android-User im letzten Jahr warteten.
"Wir fanden es sehr wichtig, so viele Daten wie möglich zur Verfügung zu stellen", teilt Adrian Ludwig, leitender Ingenieur im Bereich Android-Sicherheit, mit. Für Google ist das aber offenbar erst der Start: "Irgendwie möchte ich mich dafür entschuldigen, dass es rund 40 Seiten sind, aber im nächsten Jahr sind es hoffentlich sogar 150 Seiten und wir bekommen noch mehr Daten", sagt Ludwig voraus.
Bemühungen rund um Sicherheit
Für Google ist es sehr wichtig, viel in die Sicherheit seiner Produkte zu investieren. Umso mehr verwundern Entscheidungen die viele Android-Nutzer potenziellen Gefahren aussetzen - zuletzt hatte der Konzern einem Update eine Absage erteilt, das eine Lücke im WebView-Service von Android schließen könnte, die alle Nutzer ab Android Jelly Bean betrifft. Ludwig verteidigt diese Entscheidung aber erneut gegenüber The Verge: "Diese alten Geräte erhalten einfach keine Updates mehr. Diese den OEMs zur Verfügung zu stellen (...) bedeutet nicht, dass die Nutzer das Update auch erhalten."



