Aktuelle NEWS aus Deutschland !

München: Epileptiker wegen tödlichem Unfall verurteilt !

Der Fahrer eines Autos hat einen epileptischen Anfall, rast mit Tempo 70 auf einen Bürgersteig und erfasst eine Rentnerin tödlich.
Nun fällte das Amtsgericht München sein Urteil gegen den Mann.

Der Fahrer erhält eine Bewährungsstrafe von 22 Monaten und 400 Stunden gemeinnütziger Arbeit.
Der 25-Jährige sei der fahrlässigen Tötung und Körperverletzung schuldig sowie der vorsätzlichen Gefährdung des Straßenverkehrs.
Den Führerschein muss er für drei Jahre abgeben.

Der Epileptiker, bei dem die Krankheit mit 17 erstmals auftrat, hatte sich Ende April 2015 trotz eindringlicher Vorwarnung ans Steuer gesetzt.
Er hatte am Morgen schon einmal im Auto einen Anfall erlitten.
Im Krankenhaus wurde er behandelt und schriftlich ermahnt, sich nicht wieder ans Steuer zu setzen.
Er tat es trotzdem.

Am Nachmittag krampfte er erneut und verlor die Kontrolle über den Wagen.
Der rammte mit fast 70 Stundenkilometern ein anderes Fahrzeug von hinten und schleuderte ungebremst auf den Gehweg.
Eine Rentnerin erlitt tödliche Verletzungen, ein weiterer Fußgänger wurde schwer verletzt.

Angeklagter bekannte sich schuldig
Zum Auftakt der Verhandlung gab der Angeklagte über seinen Anwalt die Schuld an dem Unfall zu und sprach den Betroffenen seine tiefe Anteilnahme aus.
Er habe an dem Nachmittag heim ins Elternhaus gewollt.
Der 25-Jährige leidet sehr unter den Folgen des Unfalls und ist seither in psychotherapeutischer Behandlung.
Dass ein Anfall dieser Art sich innerhalb von 24 Stunden wiederhole, sei äußerst unwahrscheinlich, plädierte die Verteidigung.

Die Staatsanwaltschaft sprach hingegen von "besonderer Verantwortungslosigkeit".
Es sei nur einem Zufall zu verdanken, dass nicht noch mehr Menschen von dem Unfall betroffen wurden.
Das Gericht entsprach im Strafmaß dem Antrag der Staatsanwaltschaft, blieb bei der Zahl der Sozialstunden und der Dauer der Führerscheinsperre aber knapp darunter.
Das Urteil wurde sofort rechtskräftig.


 
Betrügerinnen verurteilt: Rentner 120.000 Euro abgeschwatzt !

Zwei Frauen haben einem gutgläubigen Rentner insgesamt rund 120.000 Euro ergaunert.
Die beiden 28 und 33 Jahre alten Frauen jammerten, sie bräuchten das Geld für ein angeblich renovierungsbedürftiges Haus in Rumänien.

Das Amtsgericht Frankfurt verurteilte die Betrügerinnen zu einer Bewährungsstrafe von jeweils 15 Monaten.
Das Gericht ging von Betrug in fünf Einzelfällen aus.

Vertrauen erschlichen und ausgenutzt
Die Frauen hatten den 76-Jährigen an einer U-Bahn-Haltestelle kennengelernt und dessen Einsamkeit nach einer gescheiterten Ehe ausgenutzt, um sein Vertrauen zu erlangen.

In der Folge zahlte er auf die bloße Vorlage eines Fotos mit einem renovierungsbedürftigen Gebäude in fünf Tranchen 120.000 Euro "Darlehen" für die angeblich bevorstehende Sanierung.
Als sich die Frauen nicht mehr bei ihm meldeten, ging er zur Polizei.

Rückzahlung zu 300 Euro monatlich
Wenn der Rentner nicht so gutgläubig und gutmütig gewesen wäre und den Frauen die Betrügereien nicht so einfach gemacht hätte, wäre die Strafe härter ausgefallen, sagte der Staatsanwalt.

Das Gericht gab den Frauen auf, den Schaden in monatlichen Raten zu je 300 Euro wieder gut zu machen.
Sie beziehen derzeit lediglich Sozialhilfe.


 
52-Jähriger stirbt nach Messerangriff in Essen !

Essen/Oberhausen. Mit mehreren Messerstichen hat ein 24 Jahre alter Mann am Donnerstagmorgen einen 52-Jährigen in Essen-Borbeck lebensgefährlich verletzt.
Am Vormittag erlag der Essener seinen Verletzungen.

Die Ermittler der Mordkommission konnten am Donnerstag nur noch den Tatverdächtigen vernehmen, der um kurz vor 7 Uhr offenbar selbst die Polizei angerufen hatte.
Es spricht viel dafür, dass dieser 24 Jahre alte Oberhausener der Mann ist, der am Morgen in Borbeck mehrmals wuchtig auf einen 52-Jährigen eingestochen hat.
Das Opfer, ein Essener, ist tot.
Der mutmaßliche Messerstecher ließ sich wenige Minuten nach dem Anruf unter 110 widerstandslos am Tatort festnehmen.

Pistole auf dem Beifahrersitz
Der 52-Jährige lag zu diesem Zeitpunkt noch stark blutend vor einem Eingang des Wohnblocks an der Straße Walmanger, unter den vielen Klingelschildern und Briefkästen neben der Haustür.
Kurz darauf mussten Sanitäter und ein Notarzt den Essener wiederbeleben.
Zwei, drei Stunden später aber hatten die Ärzte den Kampf um sein Leben verloren.

Die Ermittler hielten sich am Donnerstag bis zum Abend bedeckt.
Gar keine Angaben machten sie zur Vernehmung des unverletzt gebliebenen Verdächtigen.
Polizeisprecher Peter Elke sagte aber: „Wir prüfen auch, ob es noch weitere Beteiligte gibt.“

Bei der Spurensicherung stellten seine Kollegen einen schwarzen Mercedes mit Oberhausener Kennzeichen sicher, mit dem der 24-Jährige unterwegs gewesen sein soll.
Auf dem Beifahrersitz lag eine Pistole.
„Wir haben mehrere Waffen sichergestellt, möglicherweise auch die Tatwaffe“, so Elke.
Er spricht von einer „wohl zufälligen Begegnung“ der Männer.
Verwandt sind sie jedenfalls nicht, auch das erklärte der Polizeisprecher den ganzen Tag über Journalisten, die einen Konflikt unter kriminellen Clans vermuten: „Dafür gibt es keine Anzeichen.“
Zudem haben beide Männer „keinen Migrationshintergrund“.

In der Nachbarschaft in Borbeck meldeten sich mehrere Zeugen bei den Ermittlern, die weiterhin um Hinweise bitten (0201/829-0).
Nachbarn berichteten Reportern von einem lauten Streit vor dem siebenstöckigen Haus – und dass die Männer einen Bewohner häufig besucht haben sollen.
Auch dazu aber sagen die Kommissare: noch nichts..


 
Prozess: Schüsse auf Profiboxer !

Vor dem Essener Schwurgericht startete am Donnerstag der Prozess gegen Youssef H. (25).

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Profiboxer Manuel Charr kam zum Prozessauftakt am Donnerstag ins Essener Gericht.​

Er soll im September 2015 auf den Profiboxer Manuel Charr geschossen haben.
Der Angeklagte bereue die Tat, verlas sein Anwalt vor Gericht.


 
Manuel Charr vergibt Angreifer: "Lieber, gutherziger Mensch" !

Essen. Im Prozess um den Mordanschlag auf Manuel Charr hat der Angeklagte ein Geständnis abgelegt.
Ein Streit soll die Tat ausgelöst haben.

Der fast tödliche Bauchschuss scheint schon vergessen, Opfer und Täter haben sich offenbar sechs Monate später wieder vertragen.
Vor dem Essener Schwurgericht nennt am Donnerstag Profiboxer Manuel Charr (31) den Angeklagten Youssef H. (25) einen “sehr lieben, gutherzigen” Menschen.
Über Einzelheiten der Tat möchte er eigentlich nicht reden.

Am 2. September 2015 hatte die Tat die Öffentlichkeit erschüttert.
Der geplagte Essener Stadtteil Altendorf rückte wieder einmal ins öffentliche Interesse.
Einer Hinrichtungsaktion gleich, so schien es, hatte Youssef H. den Profiboxer in einem Imbiss an der Altendorfer Straße überrumpelt und ihm einen Bauchschuss verpasst.
Dann verschwand er.
Das Leben von Charr konnten die Ärzte nur mit einer Not-OP retten.

Streitigkeiten wegen eines verlorenen Boxkampfs
Acht Tage später hatte sich Youssef H. der Polizei gestellt, schwieg aber zur Tat.
Als Motiv hatte die Polizei Streitigkeiten wegen eines verlorenen Boxkampfs von Charr ausgemacht, über die H. sich im Internet lustig gemacht haben soll.
Charr habe sich das nicht gefallen lassen und sei nach Essen gekommen.
Aus einem Lokal in der Nordcity postete er im Internet, dass er in der Stadt sei.
Darauf hätte Youssef H. ihn aufgesucht und geschossen.

Im Grunde bestätigte Youssef H. diese Version in seiner Aussage vor Gericht, die von seinem Verteidiger Sven-Henning Neuhaus verlesen wurde.
Tatsächlich hätten sie sich per Internet regelmäßig gegenseitig beleidigt.
Zum Schluss hätte Charr den Eindruck vermittelt, er hätte die Mutter und die Schwester von Youssef H. vergewaltigt.
Deshalb sei er in den Imbiss gegangen.
Um Charr eine Lektion zu erteilen, hätte er dann gezielt geschossen: ins Bein.
Erst aus der Presse hätte er später erfahren, wie schwer er Charr verletzt hätte.

Neuhaus las weiter vor, wie sehr sein Mandant die Tat bereue und an die libanesischen Landsleute appelliere, keine Rache zu üben und den Rechtsstaat zu respektieren.

Opfer und Täter haben sich wohl miteinander versöhnt
Diese Läuterung deutet darauf hin, dass Opfer und Täter sich längst versöhnt haben.
Tatsächlich kam Charr ohne jeden Schutz über die Zweigertstraße zum Gericht.
Auf die Frage, ob er keine Angst vor dem anderen Familienclan habe, antwortete er freundlich: “Angst - ist ein Gefühl.”

Nachdem er vor dem Schwurgericht den Angeklagten mit freundlichen Worten als eine Art Samariter beschrieb, stoppte Richter Andreas Labentz ihn: “Ist gut, Herr Charr.”
Zur Tat selbst wollte Charr dann keine Angaben machen.
Er wolle doch kein junges Leben zerstören.

Die Justiz gab sich damit nicht zufrieden, Staatsanwältin Birgit Jürgens beantragte Ordnungshaft für den unwilligen Zeugen.
Der schien dann doch Angst zu verspüren und beriet sich erst einmal mit seinem Anwalt Peter Therstappen.
Ergebnis: Er sagte dann doch aus.


 
Mord ohne Leiche: Wende im Düsseldorfer Mordfall Hanaa S. - zwei weitere Festnahmen !

Düsseldorf -Der Fall der vermutlich ermordeten sechsfachen Mutter Hanaa S. (35) aus Düsseldorf, deren Leiche noch immer verschwunden ist, bekommt eine dramatische Wende!

Nachdem bereits der Sohn und ein Schwager der 35-Jährigen verhaftet wurden, hat ein Richter jetzt auch den Ehemann Salim S. und dessen Bruder aus Köln in Untersuchungshaft genommen.

Auch die ebenfalls angeklagte 31-jährige Schwester des verhafteten Ehemann Salim S. steht unter dem Verdacht, an dem Mordkomplott beteiligt gewesen zu sein.
Sie blieb vorerst auf freiem Fuß.

Damit sitzen vier jetzt Familienmitglieder hinter Gitter und alle schweigen.

Nach der Leiche von Hanaa S. hatte Staatsanwalt Heribert Kaune-Gebhardt und die Wuppertaler Mordkommission im Schwarzwald mit einer Drohne des Bundeskriminalamtes suchen lassen.

Die Drohne sollte durch empfindliche Suchgeräte eine vergrabene Leiche aufspüren.
Der Versuch scheiterte.
Auch in und an Baggerlöchern im Raum Langenfeld liefen Suchmaßnahmen.

Hanaa S. soll im April letzten Jahres aus einer Wohnung an der Hasselsstraße in Solingen entführt worden sein.

Die mutmaßlichen Täter haben die Frau vermutlich in ihrer Wohnung getötet, dann eingerollt in einem Teppich herausgetragen und an bislang unbekannter Stelle entsorgt.

Eine Zeugin sah, wie ein Mann einen eingerollten langen Teppich heraustrug.

Sie musste sterben, weil sie sich trennte
Das Motiv für den „Ehrenmord“ soll die Tatsache sein, dass die 35-Jährige ihren angeblich gewalttätigen Mann Ende 2014 verlassen hat und sich vor ihm in Solingen versteckte.

Alle vier Tatverdächtigen sind bereits des gemeinsam geplanten heimtückischen Mordes angeklagt.

Der Ehemann und dessen Bruder ahnten trotz der Mordanklage nicht, dass ihre Verhaftung unmittelbar bevorstand.

Staatsanwalt Kaune-Gebhardt aus Wuppertal, der die Untersuchungen in dem dramatischen Fall leitet, „Es haben sich neue Erkenntnisse und Indizien zu dem nunmehrigen Tatverdacht gegen den Ehemann und dessen Bruder verdichtet.
Es gibt derzeit keinen Grund, an die gemeinsame Täterschaft der vier Verdächtigen zu zweifeln.“


 
Rocker schneiden Mann den Finger ab !

Schweinfurt - Ein Mann steigt aus einer Rockerbande aus und wird dafür bestraft.
Der Kopf der Band und einige Komplizen sollen ihn gefoltert und bestohlen haben.
Nun gibt es einen Prozess.

Als Strafe soll eine Rockerbande einem Mann ein Fingerglied abgeschnitten und ihn gefoltert haben: Dem 46 Jahre alten Chef der Gruppe wird deswegen seit Donnerstag vor dem Landgericht in Schweinfurt der Prozess gemacht.
Wie ein Gerichtssprecher sagte, ist der Mann wegen schwerer und gefährlicher Körperverletzung angeklagt sowie wegen schweren Raubes.

Ende März 2015 soll der Angeklagte mit mehreren anderen Rockern, die er extra dafür zusammengetrommelt hatte, nach Bad Kissingen gefahren sein - zu einer „Bestrafungsaktion“, wie der Sprecher sagte.
Ihr Opfer sei zuvor aus einer untergeordneten Gruppe der Rocker ausgestiegen.
Zwischen diesem Mann und dem 46-Jährigen habe es zudem schon länger Streit gegeben.

Die Täter sollen dann in das Haus des Mannes eingebrochen sein und ihn mit Schlägen, Pfefferspray und einem Elektroschocker traktiert haben.
Außerdem hätten sie ihm ein Fingerglied abgetrennt und sein Handy geraubt.
Für den Prozess sind Termine bis zum 23. März geplant.


 
BND-Spion soll zehn Jahre in Haft !

München - Wegen jahrelanger Spitzel-Tätigkeit vor allem für den US-Geheimdienst CIA hat die Bundesanwaltschaft zehn Jahre Haft für einen ehemaligen BND-Büromitarbeiter gefordert.

Bundesanwalt Wolfgang Siegmund und Staatsanwalt Frank Stuppi warfen dem heute 32-Jährigen Landesverrat in besonders schweren Fällen, die Verletzung von Dienstgeheimnissen und Bestechlichkeit vor.

Zwischen 2008 und 2014 soll der gelernte Bürokaufmann mehr als 200 teils streng geheime Dokumente des Bundesnachrichtendienstes (BND) weitergegeben und dafür mindestens 80 000 Euro kassiert haben.
Besonders brisant: Darunter war auch eine Datenbank mit Tarn- und Klarnamen deutscher Agenten im Ausland.
Markus R. soll dabei auch das Leben einer BND-Quelle im Ausland aufs Spiel gesetzt haben.

2014 soll sich der Angeklagte auch dem russischen Geheimdienst angedient haben.
Das Urteil ist am 17. März geplant.


 
Großdemo am 12. März: Droht Massenaufmarsch rechter Gruppen ?

Berlin -Am 12. März muss Berlin mit einer großen Demonstration von Rechten und Neonazis rechnen.
Zur Großdemo gegen Flüchtlinge und die Bundespolitik werde bundesweit aufgerufen, sagte Innensenator Frank Henkel (CDU) schon im Januar.
Auf der Facebookseite für die Veranstaltung haben über 10.000 Menschen ihr Kommen angekündigt, weitere 20.000 haben ihr Interesse an der Veranstaltung bekundet.

Unter dem harmlos klingenden Titel "Merkel muss weg - Wir schaffen das" plant die Gruppe "Wir für Berlin & Wir für Deutschland" vom Hauptbahnhof mitten durch die City bis zum Pariser Platz zu laufen.

Die Veranstalter werben damit, eine "Volksdemo im Herzen von Berlin" veranstalten zu wollen.
Sie fordern unter anderem ein "Ende der EU Diktatur", Grenzkontrollen in ganz Europa und "freie und unabhängige Medien".
Am Ende ihres Positionspapiers heißt es: "Schulter an Schulter fordern wir Deutschland zurück."

Pikant: Zur Demo aufgerufen haben auch ausländerfeindliche und islamfeindliche Bewegungen mit Nähe zu Pegida, so auch Menschen aus dem Umfeld von Bärgida.
Sowohl der Anmelder der "Merkel muss weg"-Demo als auch angekündigte Redner sind für ihre Nähe zu rechten Gruppen und Parteien wie die NPD bekannt.


 
Debbie Milke: Ihr bewegender Auftritt bei Maischberger !

Berlin -Ihr Schicksal ging um die Welt. 23 Jahre saß die Berlinerin Debra „Debbie“ Milke wegen Mordes an ihrem Sohn unschuldig in der Todeszelle.
Ihr Buch „Ein geraubtes Leben“ erzählt ihre Geschichte.
Jetzt war Milke in der TV-Show „Menschen bei Maischberger“ zu Gast.

Ihr TV-Auftritt rührte zu Tränen.
Am Mittwoch saß Debbie Milke in Sandra Maischbergers ARD-Talkrunde, erzählte von ihrer Verurteilung, dem Leben in Haft, der neuen Freiheit.

Milke war wegen Anstiftung zum Mord an Sohn Christopher (†4) zum Tode verurteilt, nach 23 Jahren freigesprochen worden.
Noch heute erinnert sie sich an den Tag, an dem der Kleine starb.
„Er ist mit meinem Freund in dieses Einkaufszentrum gegangen.
Wie ich es immer gemacht habe, habe ich ihn in den Arm genommen und gesagt: ,Ich liebe dich‘.
Das war die letzte Erinnerung, die ich an ihn habe.“
Milke wurde verhaftet, ihr bisheriges Leben endete.
Bei PR-Beraterin Nadja Atwal, ebenfalls Gast in Maischbergers Runde, kullern Tränen.

Stille im Studio, als Milke von der Knast-Zeit erzählt.
„Wir durften keine Bilder aufhängen, die Zellen in keinster Weise persönlich gestalten“, sagte sie.
Körperkontakt war tabu.
„Der einzige Kontakt, den ich mit einem Menschen hatte, passierte, als man mir die Handschellen anlegte.“
Eine liebe Wärterin hielt ihre Hand, als sie ihr Essen in die Zelle reichte.
Milke: „Sie sagte zu mir: Du hattest keinen menschlichen Kontakt seit vielen Jahren, das brauchst du.“

Ihr Buch „Ein geraubtes Leben“ sei auch eine Art Therapie, um mit dem Erlebten abzuschließen.
Von offizieller Stelle kam bis heute keine Entschuldigung – und auch um eine finanzielle Entschädigung für die Haft-Zeit muss Milke kämpfen, selbst für ihre Psychotherapie zahlen.
Trotzdem hat die Berlinerin keine Rache im Sinn.
„Ich war nie rachsüchtig und bin es auch jetzt nicht.
Ich verlange nicht, dass man jemandem den Kopf abschlägt und der dann auf einer Stange gezeigt wird.“


 
Zwischenfall im Abgeordnetenhaus: Frau dringt in Plenarsaal ein !

Berlin -Zwischenfall im Abgeordnetenhaus: Eine junge Frau drang am Donnerstag Vormittag während der Sitzung in den Plenarsaal ein und verkündete – nur wenige Schritte vom Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) entfernt – dass sie etwas verlesen wolle.

Parlamentspräsident Ralf Wieland (SPD) forderte sie auf, das Plenum zu verlassen, zwei Mitarbeiterinnen und ein Mitarbeiter des Ordnungsdienstes führten die sich Sträubende hinaus.
Die Frau hatte sich an der Zugangskontrolle für den Plenarsaal mit der Ausrede vorbeigeschummelt, sie sei Mitarbeiterin einer Fraktion.
Was sie vorlesen wollte, blieb unbekannt.


 
Brandanschlag in Nauen: NPD-Politiker als Drahtzieher in Verdacht !

NPD-Mann soll Anschlag in Nauen gesteuert haben .....

Nach dem Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft im brandenburgischen Nauen steht nun ein NPD-Politiker unter Verdacht.
Er soll an dem Anschlag auf die Sporthalle Ende August beteiligt gewesen sein, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Potsdam mit.

Der 29-jährige NPD-Stadtverordnete aus Nauen soll zu einer Gruppe von etwa einem halben Dutzend Verdächtigen gehören.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen sie unter anderem wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung.

Es gehe aber auch um eine Reihe anderer Taten, etwa Anschläge auf ein Büro der Partei Die Linke, berichteten die Ermittler.
Die Gruppe soll aus fremdenfeindlichen Motiven etwa auch das Auto eines Polen angezündet haben.
Am vergangenen Dienstag schlugen die Ermittler zu.

Gruppe arbeitete konspirativ
"Diese Gruppe hat sich extrem abgeschottet", sagte Brandenburgs Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke.
"Die haben sich Alibis verschafft.
Am Anfang sah das fast wasserdicht aus.
Sie haben konspirativ gearbeitet."
Mörke sprach von einer "rechten Zelle".
Es gebe zurzeit "etwa fünf" Verdächtige.

Der 29-Jährige sitzt seit Dienstag in Untersuchungshaft, ein mutmaßlicher Komplize seit Freitag.
Drei weitere Verdächtige sind der Polizei bekannt: Ein 31-Jähriger und ein 26-Jähriger sowie eine 22-Jährige.
Die Frau wurde aus der U-Haft entlassen.

Die Rolle der NPD bei den Taten sei "eindeutig belegbar, dadurch, dass Aktivisten der NPD zu den Beschuldigten gehören", sagte Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD).
Der 29-Jährige sei eine "stadt- und kreisbekannte Person" der NPD.
Rechtsextreme Demonstrationen gegen Flüchtlingsunterkunft

In der Sporthalle eines Oberstufenzentrums der 17.000-Einwohner-Stadt Nauen sollten 100 Asylbewerber vorübergehend unterkommen.
Kurz bevor die ersten einziehen konnten, ging die geplante Notunterkunft in Flammen auf.
Menschen wurden bei dem Brand nicht verletzt.
Es war aber schnell klar, dass es sich um einen Brandanschlag handelte.
Die Ermittler gingen von einem rechtsextremen Hintergrund aus.

Zuvor hatte es Demonstrationen gegen die geplante Aufnahme von Flüchtlingen gegeben.
Auch eine Stadtverordnetenversammlung zu dem Thema war von rechtsextremen Demonstranten gestört worden.
Viele Bürger wandten sich aber auch gegen die Rechtsradikalen und organisierten immer wieder Gegendemonstrationen.


 
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